• Gentechnik bei Lebensmitteln
  • 45minuten
  • 25.01.2023
  • Biologie
  • 8
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Ar­beits­blatt 1: Gen­tech­nik bei Le­bens­mit­teln

Gen­food auf dem Tisch und die Fol­gen des An­baus

Sieh dir das fol­gen­de Video zur Gen­tech­nik bei Le­bens­mit­teln an.

Löse an­schlie­ßend die Auf­ga­ben auf den fol­gen­den Ar­beits­blät­tern.



Viel Spaß!

1
Wähle vier Le­bens­mit­tel aus und finde her­aus, wel­che In­halts­stof­fe gen­tech­nisch ver­än­dert sind. No­tie­re diese. Kann man sie in Ös­ter­reich kau­fen und wel­che Marke steckt da­hin­ter?

Le­bens­mit­tel

Zu­satz­in­for­ma­ti­on

1.

Marke: Nestlè

Her­kunfts­land: USA

In Ös­ter­reich er­hält­lich: Ja.

Gen­tech­nisch ver­än­der­te In­halts­stof­fe: Zu­cker, Mais­si­rup,

Glukose-​Fruktose-Sirup, So­ja­le­ci­thin, So­ja­boh­nen­öl wer­den aus

gen­tech­nisch ver­än­der­ten Zu­cker­rü­ben, Mais und Soja her­ge­stellt.

2.

Marke: Kel­logg‘s

Her­kunfts­land: USA

In Ös­ter­reich er­hält­lich: Ja

Gen­tech­nisch ver­än­der­te In­halts­stof­fe: Zu­cker, Dex­tro­se,

Pflanz­li­ches Öl, Glukose-​Fruktose-Sirup, Mais­si­rup, Mais­stär­ke,

Zu­cker­ku­lör (E150), So­ja­le­ci­thin wer­den aus gen­tech­nisch

ver­än­der­ten Zu­cker­rü­ben, Mais, Soja und Baum­woll­saat her­ge­stellt.

3.

Marke: Reese‘s

Her­kunfts­land: USA

In Ös­ter­reich er­hält­lich: Ja

Gen­tech­nisch ver­än­der­te In­halts­stof­fe: Zu­cker, Dex­tro­se,

Mais­stär­ke und So­ja­le­ci­thin wer­den aus gen­tech­ni­sche ver­än­der­ten Zu­cker­rü­ben, Mais und Soja her­ge­stellt.

4.

Marke: Nerds

Her­kunfts­land: USA

In Ös­ter­reich er­hält­lich: Ja

Gen­tech­nisch ver­än­der­te In­halts­stof­fe: Dex­tro­se, Zu­cker,

Mais­si­rup wird aus gen­tech­nisch ver­än­der­ten Zu­cker­rü­ben und

Mais her­ge­stellt.

Baby Ruth Rie­gel

Marke:

Her­kunfts­land:

In Ös­ter­reich er­hält­lich:

Gen­tech­nisch ver­än­der­te In­halts­stof­fe:

Pop Tarts-​ toas­ter pas­tries

Marke:

Her­kunfts­land:

In Ös­ter­reich er­hält­lich:

Gen­tech­nisch ver­än­der­te In­halts­stof­fe:

Reese’s sticks

Marke:

Her­kunfts­land:

In Ös­ter­reich er­hält­lich:

Gen­tech­nisch ver­än­der­te In­halts­stof­fe:

Rain­bow Nerds

Marke:

Her­kunfts­land:

In Ös­ter­reich er­hält­lich:

Gen­tech­nisch ver­än­der­te In­halts­stof­fe:

2
Re­cher­chie­re mit fol­gen­der In­ter­net­sei­te was und was nicht in der EU als gen­tech­nisch ver­än­der­te
Le­bens­mit­tel ge­kenn­zeich­net wer­den müs­sen (mit Bei­spie­len): www.transgen.de

GVO ist die Ab­kür­zung für: Gentechnisch veränderte Organismen

Damit ge­meint sind: gentechnisch veränderten Pflanzen, Tieren oder Mikroorganismen

Für die Ver­wen­dung in Le­bens­mit­tel sind aus­schließ­lich gentechnisch veränderte

Pflan­zen zu­ge­las­sen.

Kenn­zeich­nungs­pflich­tig sind:
Lösung
- Le­bens­mit­tel und –zu­ta­ten, die ein GVO sind oder dar­aus be­stehen: gv- To­ma­ten, gv- Kar­tof­feln
- Le­bens­mit­tel und –zu­ta­ten, die aus einem GVO her­ge­stellt wor­den sind: Zu­cker aus gv- Zu­cker­rü­ben, Öl aus gv-​Raps
- Le­bens­mit­tel und –zu­ta­ten die GVO ent­hal­ten: Jo­ghurt mit gv-​Milchsäurebakterien, Käse mit gv- Schim­mel­pil­zen
- Zu­satz­stof­fe, die un­mit­tel­bar aus gv Pflan­zen her­ge­stellt wer­den: Lec­thin aus gv- So­ja­boh­nen, Cel­lu­lo­se aus gv Baum­wol­le
- Auch für un­ver­pack­te Ware und Essen in Re­stau­rants und Kan­ti­nen gilt die Kenn­zeich­nung.
NICHT kenn­zeich­nungs­pflich­tig sind:
Lösung
- Tie­ri­sche Le­bens­mit­tel, wenn die Tiere gen­tech­ni­sches Fut­ter er­hal­ten haben: Milch, Eier, Fleisch
- Zu­satz­stof­fe, Aro­men und Vit­ami­ne, die mit gv- Mi­kro­or­ga­nis­men her­ge­stellt wer­den: Aspar­tam, Glut­amat
- Zu­fäl­li­ge, un­ver­meid­ba­re GVO- Bei­mi­schun­gen bis zu 0,9% (GVO muss, aber in der EU zu­ge­las­sen und als si­cher be­wer­tet wor­den sein)
- Stof­fe, die nicht de­kla­riert wer­den müs­sen (En­zy­me, Nähr­stof­fe für Mi­kro­or­ga­nis­men usw.): Pek­ti­na­sen in Wein, Hefe, die auf gv- Mais­stär­ke wächst
3
Wer­den gen­ver­än­der­te Le­bens­mit­tel au­ßer­halb der EU ge­kenn­zeich­net? Lies dir dafür den bei­geleg­ten Ar­ti­kel durch und halte die wich­tigs­ten Aus­sa­gen fest.
Lösung3
Wer­den gen­ver­än­der­te Le­bens­mit­tel au­ßer­halb der EU ge­kenn­zeich­net? Lies dir dafür den bei­geleg­ten Ar­ti­kel durch und halte die wich­tigs­ten Aus­sa­gen fest.
USA re­geln Kenn­zeich­nung von Gentechnik-​ Le­bens­mit­teln
- Nach­weis­ba­res ge­ne­ti­sches Ma­te­ri­al -> Kenn­zeich­nung mit „bio­en­gi­nee­red“ mit Logo, Text oder Link
- To­le­ranz­schwel­le an zu­fäl­lig oder un­ver­meid­ba­ren bio­tech­no­lo­gisch ver­än­der­tem Ma­te­ri­al von bis zu 5% pro In­halts­stoff
- Ab 1. Ja­nu­ar 2022 ver­pflich­tend

Gen­tech­nik­freie Le­bens­mit­tel - Wie viel Gen­tech­nik ist er­laubt?

4
Ver­su­che mit Hilfe der Kärt­chen auf dem Tisch die ein­zel­nen Aus­sa­gen dem je­wei­li­gen Logo zu zu­ord­nen. Für die Kon­trol­le drehe die Kärt­chen um und über­tra­ge dann die rich­ti­gen Punk­te hier in die Ta­bel­le.







„EU-​Bio-Logo“

„OHNE GEN­TECH­NIK“-​Siegel

Das „AMA - Bio­sie­gel“

Eine hell­grü­ne Flag­ge, dar­auf

12 Ster­ne in der Form eines

ge­schwun­ge­nen Blat­tes: An

die­sem Sie­gel kann man „Bio“

er­ken­nen.

Die grüne Raute gibt den

Hin­weis „Ohne Gen­tech­nik“.

Die­ses Sie­gel wird zu­sätz­lich zum EU-​Bio-Logo ge­tra­gen. Der Ring kann ent­we­der rot- weiß sein (steht für Her­kunft der land­wirt­schaft­li­chen Bio Roh­stof­fe aus Ös­ter­reich) oder schwarz sein (Her­kunft der Bio-​Rohstoffe nicht auf eine be­stimm­te Re­gi­on be­schränkt)

Ver­wen­dung Pflicht für alle

Bio Pro­duk­te

Ver­wen­dung frei­wil­lig

Ver­wen­dung nur er­laubt, wenn die AMA Richt­li­ni­en ein­ge­hal­ten wer­den.

GVO sind ge­setz­lich ver­bo­ten

GVO sind ge­setz­lich ver­bo­ten

GVO sind ge­setz­lich ver­bo­ten

Zu­fäl­li­ge, tech­nisch

un­ver­meid­ba­re GVO –

Ver­un­rei­ni­gun­gen bis 0,9%

sind zu­läs­sig

Zu­fäl­li­ge, tech­nisch un­ver­meid­ba­re GVO-​Verunreinigungen sind nicht er­laubt! Doch meist wird unter 0,1% Ver­un­rei­ni­gung ge­dul­det.

Zu­fäl­li­ge, tech­nisch un­ver­meid­ba­re GVO – Ver­un­rei­ni­gun­gen bis 0,9% bei Fut­ter­mit­teln sind zu­läs­sig

Zu­satz­stof­fe, En­zy­men und

Fut­ter­mit­tel­zu­ta­ten, die von

gv- Mi­kro­or­ga­nis­men

her­ge­stellt wer­den, sind

grund­sätz­lich ver­bo­ten und

nur in Aus­nah­me­fäl­len

er­laubt.

Bei Fut­ter­mit­teln sind gv- Mi­kro­or­ga­nis­men zur Her­stel­lung von Zu­satz­stof­fen, En­zy­men und Tier­arz­nei­mit­tel in Aus­nah­me­fäl­len er­laubt. Zu­fäl­li­ge, tech­nisch un­ver­meid­ba­re gv Pflan­zen bis zu einem An­teil von 0,9 % sind zu­läs­sig.

Gv- Mi­kro­or­ga­nis­men zur Her­stel­lung von Zu­satz­stof­fen und En­zy­men sind in Aus­nah­me­fäl­len er­laubt. Bei der Her­stel­lung von Tier­arz­nei­mit­teln gibt es keine Ein­schrän­kun­gen.



Eier, Fleisch und Milch





Bei Milch, Eiern und Fleisch (Tie­ri­sche Er­zeug­nis­se) ist die „Ohne-​Gentechnik-Anforderungen“ etwas ge­lo­ckert: Fut­ter­mit­tel aus gv-​Pflanzen sind ver­bo­ten, aber dies be­zieht sich nur auf einen be­stimm­ten Zeit­raum:



Schwein

Kuh

Huhn

Fleisch: GVO-​Futter

nicht ver­bo­ten

Milch: Fut­ter­mit­tel ist 100% gen­tech­nik­frei

Fleisch: GVO–Fut­ter (noch) nicht ver­bo­ten

Eier & Fleisch: GVO-​freie Füt­te­rung ver­pflich­tend

Schwein

Kuh

Huhn

letz­te 4 Mo­na­te vor Schlach­tung

letz­te 3 Mo­na­te vor Milch­er­zeu­gung

letz­te 6 Wo­chen vor Ei­er­er­zeu­gung

„EU-​Bio-Logo“

„OHNE GEN­TECH­NIK“-​Siegel

Das „AMA - Bio­sie­gel“

Eine hell­grü­ne Flag­ge, dar­auf

12 Ster­ne in der Form eines

ge­schwun­ge­nen Blat­tes: An

die­sem Sie­gel kann man „Bio“

er­ken­nen.

Die grüne Raute gibt den

Hin­weis „Ohne Gen­tech­nik“.

Die­ses Sie­gel wird zu­sätz­lich zum EU-​Bio-Logo ge­tra­gen. Der Ring kann ent­we­der rot- weiß sein (steht für Her­kunft der land­wirt­schaft­li­chen Bio Roh­stof­fe aus Ös­ter­reich) oder schwarz sein (Her­kunft der Bio-​Rohstoffe nicht auf eine be­stimm­te Re­gi­on be­schränkt)

Ver­wen­dung Pflicht für alle

Bio Pro­duk­te

Ver­wen­dung frei­wil­lig

Ver­wen­dung nur er­laubt, wenn die AMA Richt­li­ni­en ein­ge­hal­ten wer­den.

GVO sind ge­setz­lich ver­bo­ten

GVO sind ge­setz­lich ver­bo­ten

GVO sind ge­setz­lich ver­bo­ten

Zu­fäl­li­ge, tech­nisch

un­ver­meid­ba­re GVO –

Ver­un­rei­ni­gun­gen bis 0,9%

sind zu­läs­sig

Zu­fäl­li­ge, tech­nisch un­ver­meid­ba­re GVO-​Verunreinigungen sind nicht

er­laubt! Doch meist wird unter 0,1% Ver­un­rei­ni­gung ge­dul­det.

Zu­fäl­li­ge, tech­nisch un­ver­meid­ba­re GVO – Ver­un­rei­ni­gun­gen bis 0,9% bei Fut­ter­mit­teln sind zu­läs­sig

Zu­satz­stof­fe, En­zy­men und

Fut­ter­mit­tel­zu­ta­ten, die von

gv- Mi­kro­or­ga­nis­men

her­ge­stellt wer­den, sind

grund­sätz­lich ver­bo­ten und

nur in Aus­nah­me­fäl­len

er­laubt.

Bei Fut­ter­mit­teln sind gv-

Mi­kro­or­ga­nis­men zur Her­stel­lung von Zu­satz­stof­fen, En­zy­men und Tier­arz­nei­mit­tel in Aus­nah­me­fäl­len er­laubt. Zu­fäl­li­ge, tech­nisch un­ver­meid­ba­re gv Pflan­zen bis zu einem An­teil von 0,9 % sind zu­läs­sig.

Gv- Mi­kro­or­ga­nis­men zur Her­stel­lung von Zu­satz­stof­fen und En­zy­men sind in Aus­nah­me­fäl­len er­laubt. Bei der Her­stel­lung von Tier­arz­nei­mit­teln gibt es keine Ein­schrän­kun­gen.

Bei Milch, Eiern und Fleisch (Tie­ri­sche Er­zeug­nis­se) ist die „Ohne-​Gentechnik-Anforderungen“ etwas ge­lo­ckert: Fut­ter­mit­tel aus gv-​Pflanzen sind ver­bo­ten, aber dies be­zieht sich nur auf einen be­stimm­ten Zeit­raum:

Fleisch: GVO-​Futter

nicht ver­bo­ten

Milch: Fut­ter­mit­tel ist 100% gen­tech­nik­frei

Fleisch: GVO–Fut­ter (noch) nicht ver­bo­ten

Eier & Fleisch: GVO-​freie Füt­te­rung ver­pflich­tend

letz­te 4 Mo­na­te vor Schlach­tung

letz­te 3 Mo­na­te vor Milch­er­zeu­gung

letz­te 6 Wo­chen vor Ei­er­er­zeu­gung

Zur Wie­der­ho­lung: Kenn­zeich­nung in der EU

5
Kreu­ze bei fol­gen­den Fra­gen die rich­ti­ge Ant­wort an. Nutze dafür die un­ten­ste­hen­den Links, um dich zu in­for­mie­ren.



1
Ist Ma­yon­nai­se aus gen­ver­än­der­ten So­ja­boh­nen kenn­zeich­nungs­pflich­tig:
2
Ist Ge­mü­se­mais in Kon­ser­ven kenn­zeich­nungs­pflich­tig:
3
Ist Zu­cker aus gen­ver­än­der­ten Zu­cker­rü­ben kenn­zeich­nungs­pflich­tig:
4
Ist Jo­ghurt mit gen­ver­än­der­ten
Milch­säu­re­bak­te­ri­en Kenn­zeich­nungs­pflich­tig:
5
Ist Vit­amin E aus gen­ver­än­der­ten So­ja­boh­nen kenn­zeich­nungs­pflich­tig:
6
Sind tie­ri­sche Le­bens­mit­tel (Fleisch, Eier, Wurst, Milch…) kenn­zeich­nungs­pflich­tig:
7
Sind Sü­ßig­kei­ten kenn­zeich­nungs­pflich­tig:
8
Sind bis zu 0,9 % zu­fäl­li­ge, un­ver­meid­ba­re GVO-​Beimischun-gen kenn­zeich­nungs­pflich­tig?
9
Ist der Süß­stoff Aspar­tam
kenn­zeich­nungs­pflich­tig:
10
Sind Kar­tof­fel­chips
kenn­zeich­nungs­pflich­tig:
9
Ist Wein kenn­zeich­nungs­pflich­tig:
10
Ist Bier mit gen­ver­än­der­ter Hefe kenn­zeich­nungs­pflich­tig:

Ar­beits­blatt 2: Anbau von gen­ver­än­der­ten Pflan­zen

Muss aus ur­he­ber­recht­li­chen Grün­den selbst ein­ge­fügt wer­den:



https://www.transgen.de/data/media/2595/1200x900f.jpg

Muss aus ur­he­ber­recht­li­chen Grün­den selbst ein­ge­fügt wer­den:



https://www.transgen.de/data/media/2920/1200x900f.jpg

1
Ver­glei­che und in­ter­pre­tie­re die bei­den Gra­fi­ken: Lies die An­bau­flä­chen welt­weit und in Eu­ro­pa von 2019 und 2021 ab.
  • Wel­che Län­der sind die Haupt­er­zeu­ger von gen­tech­nisch ver­än­der­ten Le­bens­mit­teln?
  • Wie sieht der Ver­lauf aus?
  • Kannst du Un­ter­schie­de er­ken­nen?
Lösung
und In­di­en. Man kann von 1996 – 2019 ein ste­ti­ges Wachs­tum fest­stel­len. 2015 war ein leich­ter Rück­gang fest­zu­stel­len.
In Eu­ro­pa wur­den 2021 knapp 100.000 Hekt­ar gen­tech­nisch ver­än­der­ten Mais an­ge­baut. Die Haupt­an­bau­land ist Spa­ni­en, da­nach folgt Por­tu­gal. Der Anbau
stieg bis 2013 auf 137.000 Hekt­ar. 2015 bra­chen die An­bau­zah­len dann ge­gen­über 2013 um mehr als 20 Pro­zent ein auf nur noch knapp 108.000 Hekt­ar. In den
Fol­ge­jah­ren bau­ten die Land­wir­te zwar zu­nächst wie­der mehr Bt-​Mais an, al­ler­dings mit ab­neh­men­der Ten­denz, 2021 mit 96.606 Hekt­ar. Der letz­te An­stieg
2016 kann man auf den über­durch­schnitt­li­chen Schäd­lings­druck des Mais­zün­serls zu­rück­füh­ren, des­halb wurde wie­der deut­lich mehr gv- Mais an­ge­baut.
2
Ver­su­che nun die welt­wei­te An­bau­flä­che um­zu­rech­nen und an der Ge­samt­flä­che von Ös­ter­reich auf­zu­zei­gen. Ös­ter­reich hat eine Ge­samt­flä­che von 83.878 km². (1 ha = 0.01 km2). Ver­rech­ne die An­bau­flä­che von Eu­ro­pa mit der Flä­che von 104,9 km² des Stadt­ge­bie­tes von Inns­bruck.
Lösung
Welt­weit: 190.000.000 ha = 1 900 000 km² : 83.878 km² ≈23 x die Flä­che von ganz Ös­ter­reich
Eu­ro­pa: 100.000 ha = 1000 km² : 104,9 km² ≈ 10x die Flä­che von Inns­bruck
3
Re­cher­chie­re, was die vier wich­tigs­ten gen­tech­nisch ver­än­der­ten Pflan­zen welt­weit sind und wie viel Pro­zent an der Welt­ern­te gen­tech­nisch ver­än­dert sind. Nutze wie­der diese Quel­le: www.transgen.de
Stel­le diese Daten mit einem ein­fa­chen Bal­ken­dia­gramm dar.

Jahr 2019: Kulturarten-​Rangliste

1. SOJA – 91,9 Mio. ha

2. BAUMWOLLE – 25,7 Mio. ha

3. MAIS – 60,9 Mio. ha

4. RAPS – 10,1 Mio. ha

Platz für dein Dia­gramm

4
Re­cher­chie­re, warum beim Anbau in der EU nur der gen­tech­nisch ver­än­der­te Mais an­ge­führt wird? (www.transgen.de)
Lösung
MON810-Mais ist der­zeit die ein­zi­ge für den Anbau in der EU zu­ge­las­se­ne gv-​Pflanze.
5
Wel­che gen­ver­än­der­ten Pflan­zen sind in Ös­ter­reich für den Anbau zu­ge­las­sen? Un­ter­strei­che dir die wich­tigs­ten In­for­ma­tio­nen in die­sem Aus­schnitt des Um­welt­bun­des­am­tes:

Anbau von GVO in der EU

(…) EU-​Mitgliedsländer kön­nen im Rah­men des Zu­las­sungs­ver­fah­ren die Aus­nah­me ihres Lan­des­ge­bie­tes (oder Teile davon) vom Anbau von GV-​Pflanzen be­an­tra­gen. Der­ar­ti­ge, von Ös­ter­reich be­an­trag­te Opt-​Out-​Maßnahmen (= nicht mit­ma­chen) gel­ten ak­tu­ell für sechs, nach EU-​Gentechnikrecht ge­neh­mig­ten GV-​Pflanzen.“ - Um­welt­bun­des­amt, 2022

6
Zähle nach, wie viele Pflan­zen 2022 in der EU als Lebens-​ und Fut­ter­mit­tel zu­ge­las­sen sind: https://www.transgen.de/aktuell/2658.eu-zulassung-gentechnikpflanzen.html
Lösung
15 Zu­las­sun­gen für Baum­wol­le, 41 Zu­las­sun­gen für Mais, 7 Zu­las­sun­gen für Raps, 26 Zu­las­sun­gen für So­ja­boh­nen und 1 Zu­las­sung für Zu­cker­rü­ben = 90 Pflan­zen sind in der EU mo­men­tan zu­ge­las­sen und kön­nen im­por­tiert wer­den (zum Ver­gleich 2017 waren es 53 Pflan­zen).

Ar­beits­blatt 3: Soja

1
Schrei­be einen kur­zen Kom­men­tar für die Ta­ges­zei­tung zum Thema Soja und zeige mög­li­che Zu­kunfts­per­spek­ti­ven für gv- Soja/ und Gen­tech­nik frei­es Soja in Eu­ro­pa auf. Be­le­ge deine Mei­nung mit Fak­ten, die du aus den fol­gen­den Gra­fi­ken, Ta­bel­len und Ar­ti­keln ent­neh­men kannst.

Muss aus ur­he­ber­recht­li­chen Grün­den selbst ein­ge­fügt wer­den: https://www.agrarheute.com/sites/agrarheute.com/files/styles/lightbox/public/2022-04/rapsschrot-preise.png

Muss aus ur­he­ber­recht­li­chen Grün­den selbst ein­ge­fügt wer­den: https://www.transgen.de/data/media/2856/1200x900f.jpg

Muss aus ur­he­ber­recht­li­chen Grün­den selbst ein­ge­fügt wer­den: https://www.transgen.de/data/media/2633/800x600f.jpg

Soja: Er­zeu­ger­län­der, Pro­duk­ti­ons­men­gen, GVO- An­tei­le



Muss aus ur­he­ber­recht­li­chen Grün­den selbst ein­ge­fügt wer­den: https://www.transgen.de/lebensmittel/2622.futter-soja-ohne-gentechnik.html

Für mehr In­for­ma­tio­nen

zu Soja als Fut­ter­mit­tel, könn­test du dir die­sen Ar­ti­kel des WWF durch­le­sen.

Lösung
Ohne Soja, kein Fleisch!
Stel­len Sie sich vor: Es herrscht strah­len­der Son­nen­schein und Sie trin­ken ein eis­kal­tes Ge­tränk mit Ihren Freun­den. Was wäre dann noch bes­ser als ein saf­ti­ges Steak auf dem Grill? Nichts, na­tür­lich! Doch die­ses Bild könn­te schnell von dan­nen zie­hen, denn die So­ja­boh­ne stellt sich dem ent­ge­gen.
Laut dem WWF Deutsch­land (2020) wer­den mitt­ler­wei­le 80% der welt­wei­ten Sojabohnen-​Ernte für Vieh­fut­ter ver­wen­det. In Eu­ro­pa ent­spricht das fast 16,2 Mio. Ton­nen (Trans­gen, 2022). Ja, na­tür­lich! Auch Ihr Schwein, das Sie essen, frisst So­ja­schrot. Daran könn­te man nicht allzu viel aus­set­zen, wenn es nicht ein gi­gan­ti­sches Pro­blem gäben würde: 81% (Trans­gen, 2022) der ge­sam­ten welt­wei­ten Soja-​Ernte ist gen­tech­nisch ver­än­dert! Sie scho­ckiert das? Dann wer­den Sie stau­nen, denn die EU könn­te, auch wenn sie alle gen­tech­nisch frei­en Vor­komm­nis­se auf­kau­fen würde, den Be­darf in der EU nicht mal zur Hälf­te de­cken. Die Fleisch­pro­duk­ti­on käme zum Er­lie­gen… und das heißt auch für Sie kein Fleisch!
Sie leh­nen Gen­tech­nik ab, wol­len, aber auf Ihr Fleisch nicht ver­zich­ten dann zö­gern Sie nicht und kau­fen Sie Bio- Fleisch, denn dort wird gen­tech­nik­frei­es Soja ver­füt­tert. Nur Sie als Kon­su­ment/in kön­nen die Bau­ern und Fut­ter­pro­du­zen­ten in die rich­ti­ge Rich­tung len­ken, dass auch noch wei­ter­hin viel Fleisch auf Ihrem Grill lan­det. Denn wie wir alle wis­sen: Die Nach­fra­ge re­gelt das An­ge­bot!

Ar­beits­blatt 3: Aus­wir­kun­gen von Gen­tech­nik

1
Lies dir die zwei Fall­bei­spie­le durch und be­ant­wor­te die Fra­gen dazu.
Nur eine Ant­wort­mög­lich­keit ist rich­tig.

Der Fall Sèralini – Ge­sund­heit­li­che Aspek­te von Gen­tech­nik



Pro­fes­sor Gilles-​Eric Séralini, an der Uni­ver­si­tät Caen in Nor­man­die,

Frank­reich tätig, un­ter­sucht seit län­ge­rem die Si­cher­heit von GVO

und die Aus­wir­kun­gen von Pes­ti­zi­den auf die Ge­sund­heit.

1
Zu wel­chem Er­geb­nis kam Prof. Sèralini bei sei­ner Füt­te­rungs­stu­die mit gen­tech­nisch ver­än­der­tem Mais?
2
Wie re­agier­te man auf seine Pu­bli­ka­ti­on?
Gilles-​Eric Séralini
3
Was wurde haupt­säch­lich kri­ti­siert an sei­ner Füt­te­rungs­stu­die?
4
Was er­wi­der­te der Pro­fes­sor auf die Kri­tik?
5
Im of­fe­nen Brief von 100 welt­wei­ten Wis­sen­schaft­lern wurde an­ge­pran­gert, dass es…
6
Was waren die Fol­gen auf diese Stu­die?

Der Fall Schmei­ser – Öko­lo­gi­sche und so­zia­le Aspek­te von Gen­tech­nik



Percy Schmei­ser, ein ka­na­di­scher Land­wirt und Züch­ter von Raps, hatte

viele Jahre lang einen Rechts­streit mit Mon­s­an­to, dem größ­ten Gentech-​

nik-​Saatgutproduzenten der Welt.

1
Was baute Percy Schmei­ser an?
2
Warum ver­klag­te Mon­s­an­to den Land­wirt Percy Schmei­ser?
Percy Schmei­ser
3
Zu wel­chem Er­geb­nis kam das Ge­richt?
4
Wie be­grün­de­te das Ge­richt sein Er­geb­nis?
5
Durch wel­che Ei­gen­schaf­ten zeich­net sich Raps aus?
6
Was sind die zwei Fol­gen von Gen­tech­nik die Schmei­ser an­pran­ger­te?
Lösung
a. Die Kon­ta­mi­na­ti­on von gen­tech­nisch ver­än­der­ten Raps ist un­ver­meid­bar und des­halb ist gen­tech­nik­frei­er oder öko­lo­gi­scher Anbau in sei­ner Exis­tenz be­droht
b. Mon­s­an­tos Dro­hun­gen und Ver­schwie­gen­heits­klau­seln zer­stö­ren Be­zie­hun­gen zwi­schen Far­mern.
7
Könn­te Mon­s­an­to eine sol­che Klage auch vor dem eu­ro­päi­schen Ge­richts­hof durch­set­zen?
x