Name:
Die Instrumente der Sozialen Marktwirtschaft
18.05.2024
Sozialpolitik bedeutet, dass Menschen, die Hilfe brauchen, Unterstützung von der Gesellschaft bekommen. Wenn jemand krank wird, einen Unfall bei der Arbeit hat, arbeitslos wird oder nicht mehr so gut arbeiten kann, gibt es Sozialversicherungen die helfen.
Für finanziell schwache Menschen gibt es zusätzliche Unterstützung wie Sozialgeld und Sozialhilfe oder Kindergeld, Wohngeld, Sozialwohnungen und Förderung der Ausbildung. Es gibt Gesetze, die sicherstellen sollen, dass niemand unter schlechten Bedingungen arbeiten muss, zum Beispiel Gesetze zum Kündigungsschutz, zur Arbeitszeit, zum Mutterschutz, zum Jugendarbeitsschutz und für Menschen mit Behinderungen (Schwerbehindertengesetz).
In der Einkommens- und Vermögenspolitik geht es um faire Verteilung von Geld und Besitz. Wer mehr Geld verdient, zahlt auch prozentual mehr Steuern. Es gibt verschiedene Steuerklassen, die auf die persönliche Situation der Menschen Rücksicht nehmen. Außerdem gibt es soziale Unterstützungen wie Spar- und Bausparförderungen für Menschen innerhalb bestimmter Einkommensgrenzen.
Unternehmen müssen fair handeln und dürfen den Wettbewerb nicht einschränken. Manchmal treffen sie heimliche Absprachen und verlangen alle den gleichen Preis. Das ist schlecht für die Kunden. In der Wettbewerbspolitik hat der Staat Regeln gemacht, die das verbieten.
Das Kartellgesetz überwacht Unternehmenszusammenschlüsse, durch welche eine marktbeherrschend Stellung entstehen würde. Der Staat prüft auch die Preisgestaltung von Unternehmen.
Es gibt noch mehr Gesetze, die dafür sorgen, dass alles fair bleibt und die Kunden geschützt werden, z.B. das Lebensmittelrecht, das Mess- und Eichgesetz und die Preisangabenverordnung.
In der Strukturpolitik gibt der Staat Hilfe für wirtschaftlich schwache Regionen und Wirtschaftsbereiche. Diese erhalten Geld oder günstige Kredite, damit neue Betriebe entstehen oder Unternehmen sich vergrößern können. Auch Unternehmen, die sonst vielleicht schließen müssten, bekommen Hilfe. So bleiben Arbeitsplätze erhalten. Mit Subventionen (= staatliche Förderung) werden z.B. Landwirtschaft, Bergbau und die Eisen- und Stahlindustrie unterstützt.
Konjunkturpolitik ist die Beeinflussung der wirtschaftlichen Lage (=Konjunktur). Wenn es eine Wirtschaftskrise gibt, können viele Unternehmen pleite gehen und viele Menschen können ihren Job verlieren. Um das zu vermeiden, gibt es z.B. Erhöhung und Senkung der Steuern und Staatsausgaben.
Öffentliche Unternehmen werden vom Staat gehalten und sorgen dafür, dass alle Menschen gleichmäßig wichtige Güter und Dienstleistungen bekommen. Dazu gehören zum Beispiel Wasserwerke, Schulen, Universitäten, Theater und Krankenhäuser. Wenn es nur private Unternehmen gäbe, würden manche Dienstleistungen, die nicht genug Geld einbringen, schnell gestoppt werden. Zum Beispiel könnten Bus- und Bahnlinien, die nicht profitabel sind, eingestellt werden.
Instrument
Merkmale / Aufgaben
Beispiel
Sozialpolitik
Unterstützung von der Gesellschaft
- Sozialversicherungen
- Arbeitsschutzgesetze
- Wohn- und Kindergeld
Einkommenspolitik
faire Verteilung von Geld und Besitz
- Spar- und Bausparförderungen
Wettbewerbspolitik
überwacht Unternehmenszusammenschlüsse
- Preisgestaltung
- Mess- und Eichgesetz
- Preisangabenverordnung
Strukturpolitik
Hilfe für wirtschaftlich schwache Regionen und Wirtschaftsbereiche
- Geld oder günstige Kredite
- Subventionen
Konjunkturpolitik
Beeinflussung der wirtschaftlichen Lage
- Erhöhung und Senkung der Steuern und Staatsausgaben
Öffentliche Unternehmen
Produkte und Dienstleistungen vom Staat
- Kindergärten und Schulen
- Wasserwerke
- öffentlicher Nahverkehr
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