Die Instrumente der Sozialen Marktwirtschaft

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Die Instrumente der Sozialen Marktwirtschaft
18.05.2024
In der letz­ten Stun­de hast du dich mit der ​So­zi­a­len Markt­wirt­schaft​ be­schäf­tigt. Du weiß nun also, dass dies die ​Wirt­schafts­ord­nung der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land​ ist.
Lies nun nach­fol­gen­den In­fo­text.
Mar­kie­re beim Lesen die sechs In­stru­men­te der So­zi­a­len Markt­wirt­schaft und fol­gen­de Be­grif­fe:

Un­ter­stüt­zung von der Ge­sell­schaft * So­zi­al­ver­si­che­run­gen * So­zi­al­geld * Kin­der­geld * Wohn­geld * För­de­rung der Aus­bil­dung * Kün­di­gungs­schutz * Ar­beits­zeit * Mut­ter­schutz * Ju­gend­ar­beits­schutz * Schwer­be­hin­der­ten­ge­setz * faire Ver­tei­lung von Geld und Be­sitz * Spar- und Bau­spar­för­de­run­gen * über­wacht Un­ter­neh­mens­zu­sam­men­schlüs­se * Preis­ge­stal­tung * Mess- und Eich­ge­setz * Preis­an­ga­ben­ver­ord­nung * Hilfe für wirt­schaft­lich schwa­che Re­gi­o­nen und Wirt­schafts­be­rei­che * Geld oder güns­ti­ge Kre­di­te * Sub­ven­ti­o­nen * Be­ein­flus­sung der wirt­schaft­li­chen Lage * Er­hö­hung und Sen­kung der Steu­ern und Staats­aus­ga­ben * vom Staat * wich­ti­ge Güter und Dienst­leis­tun­gen

So­zi­al­po­li­tik​ be­deu­tet, dass Men­schen, die Hilfe brau­chen, Un­ter­stüt­zung von der Ge­sell­schaft be­kom­men. Wenn je­mand krank wird, einen Un­fall bei der Ar­beit hat, ar­beits­los wird oder nicht mehr so gut ar­bei­ten kann, gibt es So­zi­al­ver­si­che­run­gen die hel­fen.

Für fi­nan­zi­ell schwa­che Men­schen gibt es zu­sätz­li­che Un­ter­stüt­zung wie So­zi­al­geld und So­zi­al­hil­fe oder Kin­der­geld, Wohn­geld, So­zi­al­woh­nun­gen und För­de­rung der Aus­bil­dung. Es gibt Ge­set­ze, die si­cher­stel­len sol­len, dass nie­mand unter schlech­ten Be­din­gun­gen ar­bei­ten muss, zum Bei­spiel Ge­set­ze zum Kün­di­gungs­schutz, zur Ar­beits­zeit, zum Mut­ter­schutz, zum Ju­gend­ar­beits­schutz und für Men­schen mit Be­hin­de­run­gen (Schwer­be­hin­der­ten­ge­setz).



In der ​Ein­kom­mens​- ​und Ver­mö­gens­po­li­tik​ geht es um faire Ver­tei­lung von Geld und Be­sitz. Wer mehr Geld ver­dient, zahlt auch pro­zen­tu­al mehr Steu­ern.​ ​ Es gibt ver­schie­de­ne Steu­er­klas­sen, die auf die per­sön­li­che Si­tu­a­ti­on der Men­schen Rück­sicht neh­men. Au­ßer­dem gibt es so­zi­a­le Un­ter­stüt­zun­gen wie Spar​- ​und Bau­spar­för­de­run­gen für Men­schen in­ner­halb be­stimm­ter Ein­kom­mens­gren­zen.



Un­ter­neh­men müs­sen fair han­deln und dür­fen den Wett­be­werb nicht ein­schrän­ken. Manch­mal tref­fen sie heim­li­che Ab­spra­chen und ver­lan­gen alle den glei­chen Preis. Das ist schlecht für die Kun­den. In der ​Wett­be­werbs­po­li­tik​ hat der Staat Re­geln ge­macht, die das ver­bie­ten.

Das Kar­tell­ge­setz über­wacht Un­ter­neh­mens­zu­sam­men­schlüs­se, durch wel­che eine markt­be­herr­schend Stel­lung ent­ste­hen würde. Der Staat prüft auch die Preis­ge­stal­tung von Un­ter­neh­men.

Es gibt noch mehr Ge­set­ze, die dafür sor­gen, dass alles fair bleibt und die Kun­den ge­schützt wer­den, z.B. das Le­bens­mit­tel­recht, das Mess​- ​und Eich­ge­setz und die Preis­an­ga­ben­ver­ord­nung.



In der​ Struk­tur­po­li­tik​ gibt der Staat Hilfe für wirt­schaft­lich schwa­che Re­gi­o­nen und Wirt­schafts­be­rei­che. Diese er­hal­ten Geld oder güns­ti­ge Kre­di­te, damit neue Be­trie­be ent­ste­hen oder Un­ter­neh­men sich ver­grö­ßern kön­nen. Auch Un­ter­neh­men, die sonst viel­leicht schlie­ßen müss­ten, be­kom­men Hilfe. So blei­ben Ar­beits­plät­ze er­hal­ten. Mit Sub­ven­ti­o­nen (= staat­li­che För­de­rung) wer­den z.B. Land­wirt­schaft, Berg­bau und die Eisen​- ​und Stahl­in­dus­trie un­ter­stützt.



Kon­junk­tur­po­li­tik​ ist die Be­ein­flus­sung der wirt­schaft­li­chen Lage (=Kon­junk­tur). Wenn es eine Wirt­schafts­kri­se gibt, kön­nen viele Un­ter­neh­men plei­te gehen und viele Men­schen kön­nen ihren Job ver­lie­ren. Um das zu ver­mei­den, gibt es z.B. Er­hö­hung und Sen­kung der Steu­ern und Staats­aus­ga­ben.



Öf­fent­li­che Un­ter­neh­men​ wer­den vom Staat ge­hal­ten und sor­gen dafür, dass alle Men­schen gleich­mä­ßig wich­ti­ge Güter und Dienst­leis­tun­gen be­kom­men. Dazu ge­hö­ren zum Bei­spiel Was­ser­wer­ke, Schu­len, Uni­ver­si­tä­ten, The­a­ter und Kran­ken­häu­ser. Wenn es nur pri­va­te Un­ter­neh­men gäbe, wür­den man­che Dienst­leis­tun­gen, die nicht genug Geld ein­brin­gen, schnell ge­stoppt wer­den. Zum Bei­spiel könn­ten Bus​- ​und Bahn­li­ni­en, die nicht pro­fi­ta­bel sind, ein­ge­stellt wer­den.

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18.05.2024
1. ) Lies nun nur deine Mar­kie­run­gen von der Vor­der­sei­te.
2.) Er­gän­ze dann​ Merk­ma­le und Bei­spie­le der ein­zel­nen In­stru­men­te in der ​Ta­bel­le​. Nutze dafür deine Mar­kie­run­gen.

In­stru­ment

Merk­ma­le / Auf­ga­ben

Bei­spiel

So­zi­al­po­li­tik

Un­ter­stüt­zung von der Ge­sell­schaft

- ​So­zi­al­ver­si­che­run­gen

- ​Ar­beits­schutz­ge­set­ze

- ​Wohn​- ​und Kin­der­geld



Ein­kom­mens­po­li­tik

faire Ver­tei­lung von Geld und Be­sitz

- ​Spar​- ​und Bau­spar­för­de­run­gen

Wett­be­werbs­po­li­tik

über­wacht Un­ter­neh­mens­zu­sam­men­schlüs­se

- ​Preis­ge­stal­tung

- ​Mess​- ​und Eich­ge­setz

- ​Preis­an­ga­ben­ver­ord­nung

Struk­tur­po­li­tik

Hilfe für wirt­schaft­lich schwa­che Re­gi­o­nen und Wirt­schafts­be­rei­che

- ​Geld oder güns­ti­ge Kre­di­te

- ​Sub­ven­ti­o­nen

Kon­junk­tur­po­li­tik

Be­ein­flus­sung der wirt­schaft­li­chen Lage

​- ​Er­hö­hung und Sen­kung der Steu­ern und Staats­aus­ga­ben

Öf­fent­li­che Un­ter­neh­men

Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen vom Staat

- ​Kin­der­gär­ten und Schu­len

- ​Was­ser­wer­ke

- ​öf­fent­li­cher Nah­ver­kehr

Be­ar­bei­te nun diese di­gi­ta­len Übun­gen zum Thema.

Die Instrumente der Sozialen Marktwirtschaft

von A. Jahn

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