Name:
Führungsstile nach Kurt Lewin
Die Auszubildende Mia bereitet das Zimmer für die nächste Füllungstherapie vor. Sie ist unsicher, ob sie die richtige Komposite-Farbe bereitgelegt hat, und fragt ihre Chefin, Dr. Schneider.
Dr. Schneider (bestimmt, knapp):
„Machen Sie einfach, was ich gesagt habe. Ich habe Ihnen das bereits zweimal erklärt. Nehmen Sie A2 und beeilen Sie sich, wir liegen im Zeitplan zurück.“
Mia fühlt sich unter Druck gesetzt, fragt nicht weiter nach und erledigt die Vorbereitung – obwohl sie sich weiterhin unsicher ist.
In der Praxis wurde beschlossen, dass ab sofort ein neues digitales Bestellsystem für Materialien genutzt werden soll.
Die Praxisinhaberin Dr. Lange stellt es kurz vor, geht dann aber sofort zum nächsten Patienten.
Dr. Lange (im Vorbeigehen):
„Hier ist das neue System. Nutzt es einfach, wie ihr meint. Ich vertraue darauf, dass ihr das hinbekommt.“
Die Mitarbeitenden beginnen herum zu probieren, sind unsicher und machen versehentlich doppelte Bestellungen.
Der Zahnarzt Dr. Weber bespricht mit seinem Team die Gestaltung eines neuen Prophylaxe-Ablaufs für Jugendliche. Auch die Auszubildende Sara nimmt teil.
Dr. Weber:
„Ich würde gern den Ablauf einheitlicher gestalten. Sara, du arbeitest viel in der Prophylaxe – was funktioniert aus deiner Sicht gut?“
Sara äußert ihre Erfahrungen, das Team ergänzt, und gemeinsam entwickeln sie einen optimierten Behandlungsablauf. Am Ende entscheidet Dr. Weber, welche Punkte umgesetzt werden – begründet aber seine Entscheidung offen.
autoritär
laissez-faire
kooperativ
Verhalten der Vorgesetzten
V. gibt kein Lob, aber oft Kritik (sogar in Gegenwart von Patienten), bestraft Fehler
V. lässt jeden machen, was er will
V. stimmt sich mit Mitarbeitern ab und bezieht sie in seine Entscheidungen ein
V. kann nicht zuhören, redet dazwischen
V. gibt keine Rückmeldungen, weder Lob noch Kritik und hilft nicht bei Problemen
V. erwartet, dass jeder M. Verantwortung übernimmt und hilft bei Fehlern
V. weiß alles, hat immer recht
V. gibt Ziele vor, korrigiert in regelmäßigen Abständen, nimmt Vorschläge ernst und berechtigte Kritik an
Reaktion der Mitarbeitenden
M. wagen keine Kreativität und lehnen Vorgesetzte innerlich ab
M. werden gleichgültig
M. denken mit und haben keine Angst vor Vorgesetzten
M. haben geringe bis keine Motivation, sich für die Praxis einzubringen
M. zeigen kein Interesse und nur geringe Motivation
M. zeigen Kreativität und identifizieren sich mit der Praxis
Vorteile / Chancen
hohe Entscheidungsgeschwindigkeit (gut in Krisensituationen / Notfällen)
Gewährung von Freiheiten
steigende Arbeitsproduktivität durch gesteigerte Motivation
übersichtliche Verteilung der Kompetenzen
selbstständiges Arbeiten
gute Kontrollmöglichkeit
Entlastung des Vorgesetzten
Nachteile / Risiken
der V. wird bei Fehlentscheidungen nicht korrigiert
Disziplinlosigkeit
Kompetenzgerangel unter den Mitarbeitern
Probleme entstehen, wenn der Vorgesetzte ausfällt
Unordnung und Durcheinander
Entscheidungsfindungen können lange dauern
keiner fühlt sich verantwortlich
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