KOS LF9 4.1 Preisbildungsprozess

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Fachunterricht Kosmetik
Lernfeld 9/ HB1
4.3 Bestimmungsgrößen und Berechnungen

4.3 Be­stim­mungs­grö­ßen der Preis­fin­dung

siehe 4.1 Fak­to­ren der Preis­bil­dung, denn:

- ori­en­tier­te Preis­fin­dung

  =Wie viel kos­tet die Dienst­leis­tung in ihrer   Her­stel­lung?

- ori­en­tier­te Preis­fin­dung

  =Was ver­lan­gen die Mit­be­wer­ber für die glei­che   Dienst­leis­tung?

- ori­en­tier­te Preis­fin­dung

  =Wel­chen Preis emp­fin­det der Kunde als an­ge­mes­sen   bzw. ge­recht­fer­tigt?





4.3.1 Grund­la­gen

1. Ge­naue   der  des Kos­me­tik­in­sti­tu­tes bil­det die  der Preis­kal­ku­la­ti­on.



2.  soll­te die je­weils ent­ste­hen­den Kos­ten ab­de­cken und einen   Ge­winn ein­brin­gen.



3.   muss so kal­ku­liert wer­den, dass er   ist als die  , aber auch  so hoch, dass nie­mand die Dienst­leis­tung kau­fen möch­te.

4.3.2 Kos­ten­ori­en­tier­te Preis­kal­ku­la­ti­on - Der Stun­den­ver­rech­nungs­satz

Grund­la­ge dafür ist das Fest­stel­len des  , wobei man dazu   im Un­ter­neh­men  

zu­sam­men­rech­net (außer Ma­te­ri­al­kos­ten) und  die mög­li­chen für die

Be­hand­lun­gen   teilt:



MERKE:  Kos­ten des Un­ter­neh­mens (außer Ma­te­ri­al­kos­ten)

Fak­tu­rier­ba­re Stun­den

Nun wol­len wir uns mal ein Bei­spiel dazu an­se­hen und den
Stun­den­ver­rech­nungs­satz aus­rech­nen ...
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Über­tra­ge dir die Kos­ten aus LB S. 240/241



Kos­ten im Un­ter­neh­men pro Jahr

in € ohne MwSt

 ,  , 

36.000,00





-das Ent­gelt für lei­ten­de Tä­tig­keit des Un­ter­neh­mers ohne feste Ent­loh­nung

-​sollte gemäß den Leit­sät­zen der Preis­bil­dung in Höhe des durch­schnitt­li­chen

Ge­hal­tes eines An­ge­stell­ten mit gleich­wer­ti­ger Tä­tig­keit, am glei­chen Stand­ort und im glei­chen Ge­schäfts­zweig lie­gen

36.000,00

 und  

10.800,00

  und  

( Bü­ro­ma­te­ri­al Te­le­fon, Porto, Steu­er­be­ra­ter, …)

2.400,00

 und  

4.800,00



1.800,00



2.400,00



(Til­gung von Kre­di­ten, Zin­sen, Lea­sing­kos­ten)

3.000,00





-​verbucht den Wert­ver­lust, der durch Ab­nut­zung und Al­te­rung von Ge­gen­stän­den ent­steht

-dazu gibt es ge­naue Vor­schrif­ten für die Bi­lan­zie­rung

-​stellt einen Un­ter­neh­mens­auf­wand dar, der in die lau­fen­den

    Kos­ten ge­bucht wer­den darf

-die vor­aus­sicht­li­chen Nut­zungs­dau­ern wer­den in be­stimm­ten

     Ab­stän­den von der Bun­des­fi­nanz­be­hör­de ver­öf­fent­licht

2.400,00



4.200,00

 

-​unvorhersehbare Aus­ga­ben

2.400,00

Kos­ten pro Jahr

106.200,00

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Über­tra­ge dir die an­ge­fal­le­nen Ar­beits­stun­den dazu vom LB S.241.

Tage im Jahr

365

- Sams­ta­ge und Sonn­ta­ge

104

- Fei­er­ta­ge

12

- Ur­laubs­ta­ge

24

-​Krankentage

3

= Tat­säch­li­che An­we­sen­heit

222

Be­rech­nung der fak­tu­rier­ba­ren Dienst­leis­tungs­stun­den



- Stun­den, die dem Kun­den für die DL in Rech­nung ge­stellt wer­den kön­nen

Tat­säch­li­che An­we­sen­heits­ta­ge x Stun­den pro Tag



222Tage x 8 Std.

= 1776 Std.

x pro­duk­tiv Be­schäf­tig­te

2

x Kor­rek­tur­fak­tor

-in Pro­zent = Zeit­ver­lus­te durch z.B. Vor- und Nach­ar­bei­ten, Leer­lauf­zei­ten bei schlech­ter Auf­trags­la­ge, …)

75%

= fak­tu­rier­ba­re Stun­den (Tat­säch­li­che Tage x Be­schäf­tig­te xKor­rek­tur­fak­tor)

1776 x 2MA x 0,75

= 2664 Std.



 von 75% be­deu­tet:

  -75% der Ar­beits­zeit der Mit­ar­bei­ter kön­nen für die

  kos­me­ti­sche Be­hand­lung in Rech­nung ge­stellt

wer­den (bei einer guten Auf­trags­la­ge)

  -bei  Auf­trags­la­ge muss ein nied­ri­ge­rer Kor­rek­tur­fak­tor an­ge­setzt wer­den

Als  

be­zeich­net man den Vor­gang im Rech­nungs­we­sen, bei dem eine   über er­folg­te

Lie­fe­run­gen und/oder Leis­tun­gen

er­stellt wird (Rech­nungs­le­gung).

Bei der Be­rech­nung des Stun­den­ver­rech­nungs­sat­zes ist fol­gen­des wich­tig:

-die   der tat­säch­li­chen Ar­beits­stun­den, die zur Be­hand­lung von Kun­den ge­nutzt wer­den kann

-​dabei die Zei­ten be­rück­sich­ti­gen, die zu   Ar­bei­ten ge­nutzt wer­den

-  be­rück­sich­ti­gen (aus­las­tungs­schwa­che Zei­ten, ab­ge­sag­te Ter­mi­ne)

-  ein­rech­nen (z. B. Ab­rech­nung, Be­stel­lun­gen…)

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4.3.3 Die Be­rech­nung des Stun­den­ver­rech­nungs­sat­zes

Stun­den­ver­rech­nungs­satz = Kos­ten des Un­ter­neh­mens

                       fak­tu­rier­ba­re Stun­den

 

-am vo­ri­gen Bei­spiel:

Stun­den­ver­rech­nungs­satz = 106.200,00 € (Kos­ten pro Jahr)

              2664 (fak­tu­rier­ba­re Stun­den)

              = 

 

-bei Än­de­rung von Aus­las­tung oder Kos­ten muss der Stun­den­ver­rech­nungs­satz an­ge­passt wer­den

4.3.4 Stun­den­ver­rech­nungs­satz in der Pra­xis- Hin­ter­grün­de

-in der Pra­xis soll­te der Stun­den­ver­rech­nungs­satz in   Ein­hei­ten ge­rech­net

wer­den, z.B.   à 39,86 € : 4 = 9,97 €

- in die­sem Stun­den­ver­rech­nungs­satz ist noch   Ge­winn ein­ge­rech­net

-der   wird vom Un­ter­neh­men   be­stimmt und liegt bei   etwa zwi­schen   und 

-​liegt die Preis­un­ter­gren­ze einer  , un­ter­halb die­ser Gren­ze

     macht das Un­ter­neh­men 



Zu­sam­men­fas­sung zum Stun­den­ver­rech­nungs­satz

-eine   kos­ten­ori­en­tier­te   ist in der Regel nicht aus­rei­chend und muss mit ei­ni­gen Fak­to­ren er­wei­tert wer­den, da die   des Kun­den einen    für die Dienst­leis­tung zu zah­len von den     ist

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von Gottheit

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