Kosmetik 1.5 Berufshygiene 1

1.5 Be­rufs­hy­gie­ne

Hy­gie­nisch ein­wand­frei­es Ar­bei­ten ist un­er­läss­lich in der Kos­me­tik

Jedes Bun­des­land hat zur Be­rufs­hy­gie­ne ei­ge­ne Hy­gie­ne- Ver­ord­nun­gen er­las­sen.

Die Hy­gie­ne­ver­ord­nun­gen wird auf Grund­la­ge des

In­fek­ti­ons­schutz­ge­set­zes (IfSG) er­las­sen!

Hy­gie­ne im Be­hand­lungs­raum
-​hygienegemäße Aus­stat­tung im Be­hand­lungs­raum Wasch­be­cken, Sei­fen­spen­den, Pa­pier­hand­tü­cher…
-​glatte, pfle­ge­leich­te Ober­flä­chen im Be­hand­lungs­raum
-​Flächen müs­sen nach jeder Be­hand­lung des­in­fi­ziert wer­den
-​ausstatten der Be­hand­lungs­räu­me mit Fuß­bö­den, die nass ge­rei­nigt wer­den kön­nen
-am Ende des Ar­beits­ta­ges wi­schen der Fuß­bö­den mit Des­in­fek­ti­ons­mit­tel

Hand­hy­gie­ne
-​Schmuck vor Ar­beits­be­ginn ab­le­gen (Ringe, Arm­rei­fen, Uhren)
-​Keine künst­li­chen Fin­ger­nä­gel
-​Gründliches Hän­de­wa­schen vor der Be­hand­lung und Ab­trock­nen mit Pa­pier­hand­tü­chern
-Nach dem Wa­schen Hände des­in­fi­zie­ren mit ent­spre­chen­den rück­fet­ten­dem
Des­in­fek­ti­ons­mit­tel (mind. 30s)
Re­chen­weg

Um die volle Punkt­zahl zu er­hal­ten, soll­test du für das Lösen der Auf­ga­ben stets den Re­chen­weg an­ge­ben.

‼‼ Hand­rü­cken, Nägel,

Fin­ger­zwi­schen­räu­me, Dau­men­bal­len und

Na­gel­falz

icht ver­ges­sen

-bei allen Tätigkeiten, die Hautkontakt haben und/oder Verletzungen nach sich ziehen können
-für jeden Kunden neue Handschuhe
-dann Hände desinfizieren und anschließend waschen
 -beim Tragen von Handschuhen ist Handpflege mit einer Pflegecreme unbedingt notwendig
-beim Ausziehen so zu den Fingern abrollen, dass das Äußere des Handschuhs nach innen kommt

Sym­pto­me einer La­tex­all­er­gie:

- Rö­teln und Quad­deln im Kon­takt­be­reich

- Juck­reiz und Quad­deln am gan­zen Kör­per

- ge­schwol­le­ne Lip­pen und Au­gen­li­der

- Bin­de­haut­ent­zün­dung, trä­nen­de Augen

- Nies­reiz, Hus­ten

- Atem­not bis hin zum Asth­ma

- le­bens­be­droh­li­cher all­er­gi­scher Schock

➡Men­schen mit All­er­gien, Neu­ro­der­mi­tis und Ek­ze­men sind be­son­ders

ge­fähr­det

➡Ar­beit­ge­ber ist ver­pflich­tet, all­er­gie­ge­fähr­de­ten Ar­beit­neh­mern la­tex­freie Hand­schu­he (aus Kunst­stoff oder syn­the­ti­schem Gummi) zur Ver­fü­gung zu

stel­len

Mund­schutz

zur Ver­mei­dung des Ein­at­mens von feins­ten Par­ti­keln beim

me­cha­ni­schen

Horn­haut­schlei­fen

Haut­des­in­fek­ti­on am Kun­den



ist bei allen Tä­tig­kei­ten durch­zu­füh­ren, bei denen es oder  zu Haut­ver­let­zun­gen kom­men kann

al­ko­ho­li­sches Des­in­fek­ti­ons­mit­tel aus der Des­in­fek­ti­ons­lis­te der DGHM ver­wen­den (Deut­sche Gesell­schaft für Hygie­ne und Mikro­bio­lo­gie)

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Sor­tie­re die Er­eig­nis­se nach ihrer Rei­hen­fol­ge!
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  • Hände min­des­tens 30 Se­kun­den mit al­ko­ho­li­schen Des­in­fek­ti­ons­mit­tel des­in­fi­zie­ren.
  • Schmuck­ab­neh­men und Hände wa­schen.
  • Mund­schutz an­le­gen
  • Neue Ein­mal­hand­schu­he an­zie­hen.
  • Haut­des­in­fek­ti­on am Kun­den­durch­füh­ren
  • Hände trock­nen mit Ein­mal­hand­tuch.

Des­in­fek­ti­on von In­stru­men­ten und Ge­rä­ten

- um die Gefahr, der Übertragung von Krankheitserregern von einem Kunden zum anderen Kunden, vorzubeugen
Vor­ge­hens­wei­se:
- Instrumente und Geräte sofort nach Benutzung in Desinfektionslösung legen
- nach der Desinfektion unter fließendem Wasser abspülen
- desinfizierte, abgespülte und getrocknete Instrumente und Geräte bis zur nächsten Benutzung in geschlossenem Behälter aufbewahren

Des­in­fek­ti­ons­ver­fah­ren:

➡thermisch-​physikalisches Ver­fah­ren (preis­wert und si­cher)

-​Instrumente und Ge­rä­te kom­men für min­des­tens   in

ko­chen­des Was­ser

➡che­mi­sches Ver­fah­ren

-​Instrumente und Ge­rä­te wer­den in ein  ge­taucht

-​Nagelscheren, -​zangen u.ä. In­stru­men­te öff­nen und in   legen

- für Des­in­fek­ti­ons­wan­ne ver­wen­den, damit Dämp­fe nicht aus­tre­ten kön­nen

Ste­ri­li­sa­ti­on von In­stru­men­ten und Ge­rä­ten



Bei einer  Ver­let­zung der Haut mit einem In­stru­ment dür­fen nur   oder vor der Be­hand­lung  auf der des­in­fi­zier­ten Haut ein­ge­setzt wer­den.



Rei­hen­fol­ge be­ach­ten: des­in­fi­zie­ren, rei­ni­gen, spü­len und dann erst ste­ri­li­sie­ren

Ver­fah­ren:

➡Heiß­luft­ste­ri­li­sa­ti­on

-​Instrumente in Alu­fo­lie ein­wi­ckeln und in Heiß­luft­ste­ri­li­sa­tor geben

-je nach Her­stel­ler: meist bei 180 °C für 30 Mi­nu­ten Steri-​Zeit (Ge­samt­zeit 90Min.)



➡Dampfste­ri­li­sa­ti­on (Au­to­klav)

-​Textilien und Gummi (ca. 120 °C), In­stru­men­te (ca. 134 °C) für 20 Mi­nu­ten in hei­ßem Was­ser­dampf ste­ri­li­siert (in der Schu­le 135°C in 5 Min)

-​sterilisierte In­stru­men­te und Ge­rä­te er­hal­ten das Datum, an dem die Ste­ri­li­sa­ti­on er­folg­te

-​staubfreie Auf­be­wah­rung

- 6 Mo­na­te nach Ste­ri­li­sa­ti­on keine Be­nut­zung, dann wird eine neue Ste­ri­li­sa­ti­on nötig

-​Sterilisationsgeräte dür­fen nur von dafür aus­ge­bil­de­ten oder ent­spre­chend er­fah­re­nen Per­so­nal be­dient wer­den

Des­in­fek­ti­on er­laubt eine Keim­re­duk­ti­on, wäh­rend Ste­ri­li­sa­ti­on eine voll­stän­di­ge Keim­frei­heit bie­tet.

Ste­ri­li­sa­ti­on ist we­sent­lich ag­gres­si­ver als Des­in­fek­ti­on und ent­fernt alle Keime, wäh­rend Des­in­fek­ti­on die An­zahl der Mi­kro­or­ga­nis­men auf Ober­flä­chen re­du­ziert.

Wei­te­re Hy­gie­ne­maß­nah­men im Kos­me­tik­stu­dio

Wä­sche

- jeder Kunde er­hält frisch ge­wa­sche­nen Hand­tü­cher

- Wä­sche ist min­des­tens für 30 Mi­nu­ten bei 90 °C in der Wasch­ma­schi­ne zu wa­schen

- sau­be­re und re­gel­mä­ßig ge­rei­nig­te Ar­beits­klei­dung

Ab­fäl­le

- Na­deln, Lan­zet­ten und an­de­re spit­ze Ge­gen­stän­de sind in spe­zi­el­len bruch­si­che­ren Ein­weg­be­häl­tern zu ent­sor­gen

- Ab­fäl­le, denen evtl. Blut an­haf­tet, sind in un­durch­sich­ti­gen und was­ser­fes­ten Müll­beu­teln zu sam­meln und dür­fen nicht im Haus­müll ent­sorgt wer­den

In­fek­ti­ons­schutz

➡Bei Kon­takt mit Blut oder Ge­we­be­flüs­sig­keit:

-​sofortige Rei­ni­gung mit des­in­fek­ti­ons­mit­tel­ge­tränk­tem Ein­mal­tuch und gründ­li­che Des­in­fek­ti­on

➡Ver­let­zung an mit Blut ver­un­rei­nig­tem In­stru­ment

1. an der ver­letz­ten Stel­le die Haut­fal­te zwi­schen Dau­men und Zei­ge­fin­ger neh­men und Druck aus­üben, um für min­des­tens eine Mi­nu­te eine Blu­tung an­zu­re­gen

2. an­ti­sep­ti­sche Spü­lung der Wunde und Hän­de­des­in­fek­ti­on

Hy­gie­ne­plan

- in­ner­be­trieb­li­che Ver­fah­rens­wei­se zur In­fek­ti­ons­hy­gie­ne

- Be­stand­tei­le: Rei­ni­gungs­plan, Des­in­fek­ti­ons­plan, Plan für den In­fek­ti­ons­fall, Schäd­lings­prä­ven­ti­ons- und -​bekämpfungsplan, Impf­plan, …

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Wel­che Ant­wor­ten sind kor­rekt?

Kosmetik 1.5 Berufshygiene 1

von anonym

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