Lernsituation 8.2 - Blutuntersuchungen organisieren

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Lernsituation 8.2 - Blutuntersuchungen organisieren
Blut - der Saft des Lebens

Frau Schneider, 32 Jahre alt, kommt zur regelmäßigen Kontrolle in die Hausarztpraxis. Die Ärztin ordnet ein kleines Blutbild sowie einen Bed-Side-Test zur Bestimmung der Blutgruppe an, da Frau Schneider eine geplante Operation hat. Sie als MFA sind verantwortlich für die Vorbereitung der Blutprobe, die Durchführung des Bed-Side-Tests, für den Versand ins Labor sowie die Dokumentation der Ergebnisse. Zusätzlich sollen Sie die Patientin über den Rhesusfaktor und dessen Bedeutung bei Schwangerschaften informieren, da Frau Schneider einen Kinderwunsch geäußert hat.

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Analysieren Sie die Handlungssituation und formulieren Sie offene Fragen, die sich Ihnen als MFA in einer solchen Situation stellen würden (theoretisch/praktisch).

Bestandteile des Blutes

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Vervollständigen Sie den Informationstext mit passenden Verben.

Das Blut  aus verschiedenen Bestandteilen. Die wichtigsten sind Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten. Erythrozyten, auch rote Blutkörperchen genannt,  Sauerstoff dank des Proteins Hämoglobin, welches Sauerstoff  . Leukozyten, die weißen Blutkörperchen,  das Immunsystem bei der Bekämpfung von Infektionen. Thrombozyten, oder Blutplättchen,  eine große Rolle bei der Blutgerinnung.

Das Blutplasma bildet die flüssige Matrix des Blutes und  u.a. Wasser, Elektrolyte und wichtige Proteine. Ein zentraler Bestandteil des Plasmas ist Fibrinogen, ein Protein, das bei der Gerinnung  ist. Wird Fibrinogen  , entsteht Blutserum, das Plasma ohne Gerinnungsfaktoren.

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Vervollständigen Sie mithilfe des Informationstextes aus der vorherigen Seite die Tabelle.

Blutbestandteile

Bezeichnung, Eigenschaften und Aufgaben

Erythrozyten

Rote Blutkörperchen, transportieren Sauerstoff durch Hämoglobin

Leukozyten

Weiße Blutkörperchen, unterstützen das Immunsystem

Thrombozyten

Blutplättchen, wichtige Rolle bei der Blutgerinnung (Hämostase)

Blutplasma

Flüssiger Anteil des Blutes, enthält u.a. Wasser, Elektrolyte und Plasmaproteine (z.B. Albumine, Globuline, Fibrinogen)

Hämoglobin

Eisenhaltiges Protein, das Sauerstoff in Erythrozyten bindet

Fibrinogen

Protein im Plasma, beteiligt bei der Gerinnung

Blutserum

Plasma ohne Gerinnungsfaktoren

Elektrolyte

Salze im Blutplasma (z.B. Kalium, Natrium, Kalzium, Magnesium), u.a. nötig für Wasserhaushalt, Reizleitung, Zellfunktionen

Wasser

Hauptbestandteil des Blutplasmas

Bildungsorte des Blutes (Hämatopoese)

Das Knochenmark ist ein lebenswichtiger Bestandteil des blutbildenden Systems (=Hämatopoese). Es befindet sich im Inneren vieler Knochen und ist der Hauptbildungsort für Blutzellen. Im roten Knochenmark entstehen Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten.

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Welche Skelettbereiche sind beim Erwachsenen an der Blutbildung beteiligt? Nennen Sie mind. vier Beispiele.
Internetrecherche



ZUSATZ: Gibt es noch andere Formen von Knochenmark als das rote? Beschreiben Sie dieses genauer.
ZUSÄTZLICHER ZUSATZ: Wo wird beim menschlichen Fötus das Blut gebildet?
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Leukozyten-Steckbrief - die Polizei des Körpers
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Finden Sie sich in einem Team zusammen und bereiten Sie sich auf ein Kahoot-Quiz vor. Es ist Ihnen überlassen, wie Sie das organisieren, nur beachten Sie: Beim Quiz haben Sie nur Ihr Gehirn als Hilfsmittel!

Leukozytenart

Hauptaufgabe

Beispiel für Aktivität

Neutrophile Granulozyten

Erste, unspezifische Abwehr bei bakteriellen Infektionen durch Phagozytose (Fresszellen)

Zerstörung eingedrungener Keime: Eitrige Entzündung, z. B. bei einer bakteriellen Mandelentzündung

Eosinophile Granulozyten

Bekämpfung von Parasiten und Beteiligung an allergischen Reaktionen.

Wurminfektion oder allergisches Asthma

Basophile Granulozyten

Ausschüttung von Histamin bei allergischen Reaktionen, z. B. Heuschnupfen.

Soforttyp-Allergie, z. B. bei Pollenallergie

Lymphozyten

Spezifische Immunabwehr: Bildung von Antikörpern (B-Lymphozyten) und Zellabwehr (T-Lymphozyten).

Virusinfektion, z. B. Grippe oder COVID-19

Monozyten

Phagozytose größerer Fremdkörper, später Umwandlung zu Makrophagen im Gewebe.

Chronische Entzündung, z. B. Tuberkulose

Makrophagen

Fressen Krankheitserreger und Zelltrümmer, präsentieren Antigene, fördern Heilung

Wundheilung, Gewebereparatur nach Entzündung

Mikrophagen = Granulozyten

Der Begriff „Mikrophage“ wurde früher verwendet, um kleinere Fresszellen im Gegensatz zu den größeren Makrophagen zu beschreiben. Heute meint man damit v.a. neutrophile und tlw. eosinophile Granulozyten.

Immunglobuline (Antikörper)

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Lösen Sie den QR-Code und übertragen Sie die Ergebnisse in die Tabelle.

Immunglobulin (Abkürzung)

Hauptfunktion

IgG

Häufigster Typ, wichtig bei Impfungen. Hinweis auf durchgemachte oder bestehende  . In Laborbefunden oft bei Infektionsserologie (z. B. Hepatitis, Röteln)

IgA

Schutz der  (z. B. Darm, Atemwege), kommt in Sekreten vor. Relevant bei Stuhluntersuchungen oder Immunstatus.

IgM

  bei Infektionen. In Laborwerten Hinweis auf frische Infektion. Oft zusammen mit IgG untersucht.

IgE

Abwehr von Parasiten, beteiligt an allergischen Reaktionen. Relevant bei  .

IgD

Funktion noch nicht vollständig geklärt, beteiligt an Aktivierung von B-Lymphozyten. In der Praxis selten bestimmt.

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Kleines Blutbild vs. Differenzialblutbild

Ein Blutbild ist eine labormedizinische Untersuchung, die wichtige Informationen über die Gesundheit eines Patienten liefert. Es gibt verschiedene Arten von Blutbildern, darunter das kleine Blutbild und das Differentialblutbild. Beide unterscheiden sich jedoch in ihrem Umfang und Detailgrad.

Das Kleine Blutbild (Basisblutbild) dient der schnellen und grundlegenden Überprüfung der wichtigsten zellulären Bestandteile des Blutes. Es liefert quantitative Werte und erfasst in erster Linie die Zahl und die Gestalt der roten Blutkörperchen sowie deren Hämoglobinkonzentration. Zu den standardmäßig untersuchten Parametern gehören die Erythrozyten (Rote Blutkörperchen), deren Anzahl ein Indikator für die Sauerstoffträger ist , der

Hämoglobinwert (Hb) (Konzentration des Blutfarbstoffs, wichtig für die Sauerstoffversorgung), der  Hämatokrit (Volumenanteil der festen Bestandteile am Gesamtblutvolumen) und die Thrombozyten (Blutplättchen), deren Anzahl für die primäre Blutstillung essenziell ist. Schließlich wird auch die Gesamtanzahl der Leukozyten (Weiße Blutkörperchen) ermittelt.

Das Differenzialblutbild geht über diese Basiswerte hinaus. Es wird angefordert, wenn der Verdacht auf eine Störung der Immunabwehr, eine Infektion, Allergien oder hämatologische Erkrankungen (z. B. Leukämie) besteht, wobei die genauen Parameter individuell nach ärztlicher Fragestellung zusammengestellt werden.

Das Differenzialblutbild enthält eine detaillierte Aufschlüsselung (Differential) der Leukozyten. Zu dieser Aufschlüsselung zählen die verschiedenen Subtypen, die sowohl in absoluten Zahlen als auch als prozentualer Anteil (relativ) an der Gesamtleukozytenzahl angegeben werden: die  Granulozyten (unterteilt in Neutrophile, Basophile und Eosinophile, wobei letztere wichtig bei Allergien sind), die Monozyten (Fresszellen-Vorläufer) und die Lymphozyten (T- und B-Lymphozyten, die für die spezifische Abwehr zuständig sind). Diese detaillierte Analyse der Verhältnisse ermöglicht wichtige Rückschlüsse auf die Art einer Immunreaktion, beispielsweise ob eine Entzündung eher bakteriell oder allergisch bedingt ist.

Vom Großen Blutbild spricht man, wenn kleines Blutbild und Differenzialblutbild zugleich angefordert werden.





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Leiten Sie ab, welche Parameter in den Blutbildern enthalten sind.
Kleines Blutbild
Differenzialblutbild
Großes Blutbild
Erythrozyten (=rote Blutkörperchen)
Leukozyten (=weiße Blutkörperchen)
Thrombozyten (=Blutplättchen)
Hämatokrit (=wie viel Prozent feste Bestandteile im Blut)
Hämoglobin (=wie viel roter Blutfarbstoff in den Erythrozyten)
Neutrophile
Eosinophile
Basophile
Lymphozyten
Monozyten
Immunglobuline
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Zusatzaufgabe: Worauf weist ein niedriger Hämoglobin- und Hämatokrit-Wert hin? Klären Sie in diesem Zusammenhang die Begriff normochrom, hyperchrom, hypochrom, mikrozytär, makrozytär, MCHC, MCV, MCH
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Vertiefung: Anämie (Blutarmut)

Die Werte MCV, MCH und MCHC werden als sogenannte Erythrozytenindizes bezeichnet und aus den Basiswerten des kleinen Blutbildes errechnet. Während eine Anämie (Blutarmut) grundlegend durch eine verminderte Erythrozytenzahl und/oder einen verminderten Hämoglobinwert (Hb) festgestellt wird, dienen diese drei Parameter dazu, die genaue Art und Ursache der Anämie einzugrenzen.



MCV = Die durchschnittliche Größe (Volumen) der Erythrozyten

MCH = Menge des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) in einer Zelle

MCHC = Konzentration des Hämoglobins im Vergleich zur Zelle

Grundbegriffe

mikrozytär = kleinzellig

makrozytär = großzellig

normozytär = normale Zellgröße

hypochrom = wenig Blutfarbstoff

hyperchrom = viel Blutfarbstoff

normochrom = normaler Gehalt an Blutfarbstoff

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Lesen und Weiterdenken: Nutzen Sie den Infokasten mitsamt der Fachbegriffe. Fügen Sie diese an der passenden Stelle ein.

Eisenmangel (Eisenmangelanämie): Dem Körper fehlt der Baustoff Eisen für das Hämoglobin. Die roten Blutkörperchen werden dadurch in der Regel zu klein (das  ist erniedrigt) und sie enthalten zu wenig Blutfarbstoff (das   und  ist erniedrigt). Man nennt diese Form daher eine  ,  Anämie.



Bei einem Vitamin-B12-Mangel (perniziöse Anämie): Hier ist die Zellteilung gestört. Die roten Blutkörperchen werden ungewöhnlich groß (das  ist stark erhöht) und werden zum Ausgleich mit Hämoglobin „überladen“ (das   ist ebenfalls erhöht), während das  normal ist. Warum? Weil die großen Zellen im richtigen Verhältnis zur erhöhten Hämoglobinmenge stehen. Dies bezeichnet man als  ,  Anämie.



Andere Ursachen für Anämie (z.B. Blutverlust durch Magengeschwür, Krebs...): Gehen dem Körper fertige, intakte Erythrozyten verloren oder werden diese vermindert produziert, zeigt sich folgendes Blutbild: Die Erythrozytenzahl und der allgemeine Hämoglobinwert sind vermindert.  ,   und  bleiben im Normalbereich. Man spricht hier von einer sogenannten  ,  Anämie.

Zusatzaufgabe: Sind die Leukozyten stark erhöht (z.B. durch Entzündungen/Infektionen), spricht man von  . Sind es zu wenig Leukozyten (z.B. durch Autoimmunkrankheiten, Medikamente) heißt das  .  (Blutkrebs) führt zu vielen, aber fehlerhaften Leukozyten.

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Standardbedingungen einer Blutentnahme
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Finden Sie alle Parameter und ordnen Sie diesen den richtigen Standardbedingungen der Blutentnahme zu.
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Parameter

Standardbedingung

Zeitpunkt

Zeitlich zwischen 7 und 9 Uhr.

Nüchtern

In der Regel nüchtern (12 Stunden Nahrungskarenz).

Flüssigkeitszufuhr

Empfehlung an den Patienten: Wasser oder ungesüßten Tee trinken.

Aktivität

Keine erschöpfenden körperlichen Aktivitäten in den letzten 3 Tagen.

Ruhephase

Nach mindestens 10 bis 15 Minuten sitzend oder liegend abnehmen.

Alkohol

24 Stunden Alkoholkarenz.

Faust

Wiederholtes Öffnen und Schließen der Faust während der Entnahme vermeiden

Stauung

Zum Einstechen maximal 30 Sekunden stauen. Die Stauung sollte gelöst werden, sobald Blut fließt (Stauung < 1 Minute)

Medikation

Ggf. erforderliche Morgenmedikation sollte erst nach der Blutentnahme erfolgen

Zugänge

Keine Blutentnahme aus liegenden venösen oder arteriellen Zugängen durchführen

Hämolyse

Auflösung der roten Blutkörperchen sollte vermieden werden durch: Angemessene Stauung, nicht zu feine Kanülen, sanftes Aufziehen

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Vorbereitung und Versand von Blutproben ins Labor

Vorbereitung der Blutentnahme

Vor der Blutentnahme muss die  des Patienten überprüft werden.

Benötigte Materialien sind u.a. Kanülen, Stauschlauch,  , Desinfektionsmittel und Handschuhe.

der Blutentnahme abfragen bzw. gewährleisten (siehe S. 5)

Kennzeichnung der Proben

Röhrchen in der richtigen Entnahmereihenfolge abnehmen:  (Serum, Citrat, Heparin, EDTA, Fluorid)

Die Proben müssen  nach Entnahme beschriftet werden, niemals nachträglich.

Sie müssen mit   identifiziert werden, Laborauftrag/Laborkarte ebenfalls.

Röhrchen müssen so etikettiert werden, dass der Inhalt noch  ist, der Stopfen leicht  werden kann und das Röhrchen samt Etikett  werden kann.

Dokumentation

muss vollständig ausgefüllt werden. Dazu gehören Angaben wie  , Patientendaten und  .

Lagerung vor Versand

Serumproben sollten ggf.  gelagert werden. EDTA-Blut wird bei  gelagert.

Die Proben dürfen keiner  ausgesetzt werden.

Versand ins Labor

Der Versand erfolgt sicher verpackt entweder durch  oder per  .

Die Proben sollten möglichst   im Labor ankommen.

Begleitdokumente sind  und ggf. ein  .

Infektiöse Blutproben sollten  werden.

Häufige Fehlerquellen

Eine häufige Fehlerquelle ist die  oder  Beschriftung.

Wichtig ist die Einhaltung der  . Serum muss in max. 0,5-2h zentrifugiert werden.

Auch die Verwechselung von   kann zu Problemen führen.

Kürzel

Zusatzstoff

Farbe (typisch)

Verwendung

S

Serum (mit Gerinnungsaktivator)

Rot o. Gelb

Klinische Chemie, Immunologie, Serologie, Drogen

C

Citrat

Hellblau

Gerinnungsdiagnostik (Quick, PTT)

H

Heparin

Grün

Blutgasanalyse, Plasmachemie

E

EDTA

Violett/Lila

Blutbild, Blutgruppen, PCR

F

Fluorid + Oxalat

Grau

Bestimmung von Glukose (Blutzucker) und Laktat

SCHEF-Röhrchenarten nach Farbcodierung von Greiner und Sarstedt
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Globuläre Proteine im Blut: Albumine und Globuline

Die bereits bekannten Blutbestandteile Hämoglobin und die Immunglobuline sind chemisch betrachtet Proteine (Eiweiße) und gehören zur Gruppe der Globuline (kugelförmige Proteine). Immunglobuline heißen aber auch Gamma-Globuline. Es gibt noch Alpha- und Beta-Globuline. Sie haben eine Funktion beim Stofftransport im Blut (z.B. Hormone, Cholesterin).

Darüber hinaus findet man Albumine im Blut. Insgesamt sind in 100ml Blutplasma ca. 6-8g Proteine enthalten. Gemessen werden diese über die so genannte Serum-Elektrophorese.

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Lesen Sie den Infokasten und beantworten Sie kurz folgende Reaktivierungsfragen
  • Welche Funktion erfüllt Hämoglobin?
  • Welche Funktion erfüllen Immunglobline?
  • Welche Immunglobuline werden bei Blutuntersuchungen am häufigsten angefordert?
  • Was unterscheidet das Blutplasma vom Blutserum?
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Recherchieren Sie per QR-Code zu Albumin und beurteilen Sie, welche der folgenden Informationen zutreffen bzw. falsch sind. Streichen Sie diese und unterstreichen Sie die zutreffenden Aussagen.
 
 
 
 
 
 
 
 

Albumin ist das häufigste Eiweiß im Blutplasma und übernimmt folgende Aufgaben:

Stabilisierung des Flüssigkeitshaushalts: Albumin bindet Salze/Wasser im Blut und verhindert, dass Flüssigkeit aus den Blutgefäßen ins Gewebe/Lymphsystem austritt. So bleibt der Flüssigkeitshaushalt von Blut und Zellen stabil.

Transportfunktion: Albumin transportiert wasserlösliche/unlösliche Stoffe wie:

  • Fettsäuren, Hormone, Medikamente, Vitamine

  • Bilirubin (rot-oranger/grünlich-gelber Farbstoff, der beim Aufbau/Abbau von Hämoglobin in Milz und Leber entsteht)

  • Spurenelemente (z. B. Kalium, Calcium, Magnesium, Natrium)

Stabilisierung des pH-Werts des Blutes: Es hilft, den pH-Wert des Blutes konstant zu halten (ca. 7,4), indem es Wasserstoffionen/-elektronen bindet oder abgibt.

Ein Albuminüberschuss ist sehr selten und hängt indirekt z.B. mit Dehydratation, Infektionen oder Stoffwechselstörungen zusammen. Albuminmangel ist häufiger und kann seine Ursachen in Mangelernährung oder in Nieren- bzw. Lebererkrankungen haben, z.B. Leberzirrhose/Appendizitis/Hepatitis/Toxoplasmose. Symptome wären in diesem Fall Varizen/Ödeme, also Wassereinlagerungen im Gewebe.

Zusatzaufgabe ohne QR-Code: Das Wasser lagert sich in solchen Fällen in Bauch/Beine/Po/Herz/Leber/Lunge ein. Es ist auch ein Pleuraerguss möglich, d.h. Flüssigkeit im Brustraum/Unterleib.

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Blutgruppen: Das ABO-System
 
 

Blutgruppen werden durch Antigene auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) bestimmt. Das ABO-System ist die Bluttransfusionen und Organtransplantionen äußerst wichtig.

 
 

Im Blutplasma bilden sich Antikörper gegen die nicht vorhandenen Antigene.

Beispiel: Blutgruppe A bildet B-Antikörper, Blutgruppe 0 bildet A und B-Antikörper. Blutgruppe AB bildet keine Antikörper.

Folge: Wenn Antikörper für das passende Antigen im Spenderblut sind, greifen die Antikörper die fremden Erythrozyten mit passendem Antigen an (z.B. Antigen B und B-Antikörper). Dadurch verklumpt das Blut (Agglutination).

AB0-System:

  • Blutgruppe A → Antigen A

  • Blutgruppe B → Antigen B

  • Blutgruppe AB → Antigen A und B

  • Blutgruppe 0 → keine Antigene

In der Praxis wird Erythrozytenkonzentrat übertragen, also:

  • rote Blutkörperchen ohne Plasma

  • keine Antikörper im Spenderblut

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Beurteilen Sie folgende Transfusions-Konstellationen.
möglich
gefährlich
Empfänger A, Spender B
Empfänger B, Spender AB
Empfänger AB, Spender AB
Empfänger AB, Spender 0
Empfänger B, Spender 0
Empfänger A, Spender B
Empfänger 0, Spender 0
Empfänger A, Spender A
Empfänger AB, Spender A
Empfänger 0, Spender AB
Empfänger A, Spender 0
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Ziehen Sie aus dieser Übung Schlussfolgerungen bezüglich der Blutgruppen AB und 0.

Idealerweise wird in der Praxis aus Sicherheitsgründen nur gruppengleiches Blut übertragen.

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Beschreiben Sie, wie es passieren kann, dass das Blut der Mutter das ungeborene Kind schädigt. (QR-Code)

Rhesus-System: ist ein Blutgruppensystem, das durch das Vorhandensein oder Fehlen des Rhesusfaktors D auf den Erythrozyten bestimmt wird. Es hat seine klinische Bedeutung v.a. bei Schwangerschaften.

  • Rh-positiv → D-Antigen vorhanden

  • Rh-negativ → D-Antigen fehlt

Der Rhesusfaktor hat seinen Namen, weil er zuerst bei Rhesusäffchen erforscht wurde. Und zwar im Abgleich mit dem Blut von Kaninchen.

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Lernsituation 8.2 - Blutuntersuchungen organisieren
Anwendungsaufgaben mit Rhesus-System
Was sind Blutgruppen?
Quelle: SRK
YouTube-Video

ABO-System

Kell-System (klinisch kaum relevant)

Rhesus-System

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Beurteilen Sie die Blutgruppenverträglichkeit basierend auf den angegebenen Spender-Empfänger-Kombinationen. Versuchen Sie es zunächst OHNE Hilfsmittel und schauen Sie erst danach in die Tabelle.
Ja
Nein
Ein Spender mit Blutgruppe AB+ kann einem Empfänger mit Blutgruppe O+ Blut spenden.
Ein Empfänger mit Blutgruppe AB+ kann Blut von einem Spender mit Blutgruppe B- erhalten.
Blutspenden eines Spenders mit Blutgruppe A+ sind für einen Empfänger mit Blutgruppe AB+ geeignet.
Ein Empfänger mit der Blutgruppe O- kann Blut von einem Spender mit Blutgruppe A+ erhalten.
Blut von einem Spender mit Blutgruppe AB- kann einem Empfänger mit Blutgruppe B+ gespendet werden.
Ein Empfänger mit Blutgruppe B- kann Blut von einem Spender mit Blutgruppe O- empfangen.
Ein Empfänger mit Blutgruppe O+ ist kompatibel mit einem Spender der Blutgruppe O-.
Ein Spender mit Rhesus negativ ist für alle Empfänger kompatibel.
Ein Spender mit Blutgruppe B+ ist für einen Empfänger mit Blutgruppe A+ geeignet.
Blut der Blutgruppe O- wird oft als Universalspender angesehen.
Ein Empfänger der Blutgruppe O+ kann Blut von einem AB+ Spender erhalten.
Blutspenden zwischen Spendern und Empfängern gleicher Blutgruppe sind immer sicher.
Ein Empfänger mit Blutgruppe AB- kann Blut von einem Spender mit Blutgruppe O- erhalten.
Ein Spender mit Blutgruppe A- ist für einen Empfänger mit Blutgruppe AB+ geeignet.
Ein Empfänger mit Blutgruppe O- benötigt ausschließlich Spenden der Blutgruppe O-.
Name:
Lernsituation 8.2 - Blutuntersuchungen organisieren
Bedside-Test
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Der Bedside-Test (auch  ) ist ein Sicherheitsverfahren, das direkt am  (=Bedside) durchgeführt wird – unmittelbar vor einer Bluttransfusion.

Ziel:

  • Verhindern, dass AB0-inkompatibles Blut transfundiert wird.

  • Vergleich der Blutgruppe des Patienten mit der Blutkonserve.

Durchführung:

  1. beim Patienten (wenige Milliliter)

  2. mit Anti-A- und Anti-B-Antiseren

  3. wird auf die Karte gegeben

  4. (Verklumpung) zeigt, ob Antigen A oder B vorhanden ist

  5. mit der Blutgruppe der Blutkonserve

Wichtig:

  • Der Test ersetzt nicht die vollständige Blutgruppenbestimmung oder  (=gegenseitige Vermischung von Proben und Erythrozyten vom Empfänger UND Spender)

  • Muss vom transfundierenden Arzt   werden.

  • Nicht  , außer unter direkter Aufsicht zur Schulung.

  • Dokumentation des Ergebnisses in der Patientenakte ist Pflicht.

Serafol Bedside-Karte Bedienungs-anleitung
YouTube-Video

Beim Bedside-Test wird auch vor Organtransplantation geprüft, ob Spender und Empfänger zueinanderpassen. Dabei geht es nicht nur um die Blutgruppen, sondern auch um das sogenannte HLA-System.

HLA-System

Erklärung

Korrektur, falls nötig

Das HLA-System (Humanes Leukozytenantigen-System) gehört zum Immunsystem.

Richtig

Auf Leukozyten und einigen anderen Zellen befinden sich HLA-Proteine (Antigene)

Fast alle Körperzellen

Es ermöglicht, dass das Immunsystem keine körperfremden Zellen angreift.

keine körpereigenen Zellen

Das ist insbesondere bei Organtransplantationen wichtig, weil die Gewebe verträglich sein müssen.

Richtig

Deswegen spricht man vom Gewebeverträglichkeitsantikörper.

Man spricht vom Gewebeverträglichkeitsantigen

Wenn sich die HLA-Proteine von Spender und Empfänger sehr unähnlich sind, besteht die Gefahr der Abstoßung des Organs.

Richtig

Vor Transplantationen wird daher eine ABO-Typisierung vorgenommen.

Falsch, HLA-Typisierung.

Wenn ein Nierenspender andere Antigene auf den Leukozyten hat als der Empfänger, steigt die Chance für eine erfolgreiche Nierentransplantation.

Sie sinkt dadurch

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Nierentransplantation
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Fassen Sie die Fakten zur Nierentransplantation in prägnanter Form zusammen:
  • Indikation: Wann wird eine Nierentransplantation durchgeführt?
  • Spendertypen: Welche Arten von Spendern gibt es?
  • Ablauf der Operation: Was passiert während der Transplantation?
  • Nachsorge: Welche Medikamente müssen die Patienten lebenslang einnehmen und warum?
Name:
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von Beyerling

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