VK LF 3 1.6 Vertragsfreiheit und Allgemeine Geschäftsbedingungen

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1.6 Ver­trags­frei­heit & All­ge­mei­ne Ge­schäfts­be­din­gun­gen

In­for­ma­ti­o­nen zur Ver­trags­frei­heit



Ab­schluss­frei­heit

Inhalts-​/

Ge­stal­tungs­frei­heit

Form­frei­heit

Grund­sätz­lich kön­nen die Ver­trags­part­ner nicht ge­zwun­gen

wer­den, Ver­trä­ge

ab­zu­schlie­ßen.

Grund­sätz­lich kön­nen die Ver­trags­in­hal­te frei ver­ein­bart wer­den

Grund­sätz­lich kön­nen Rechts­ge­schäf­te in jeder be­lie­bi­gen Form ab­ge­schlos­sen wer­den.

die Ver­trags­frei­heit wird ein­ge­schränkt durch:



Ab­schluss­zwang

zwin­gen­de recht­li­che

Vor­schrif­ten

Form­vor­schrif­ten

Gilt z.B. für

Be­trie­be mit

Mo­no­pol­cha­rak­ter



Bei­spiel:

die Deut­sche Post AG muss jeden Brief zur

Be­för­de­rung

an­neh­men.

Die Ver­trags­in­hal­te dür­fen nicht gegen

an­de­re Ge­set­ze

ver­sto­ßen.



Bei­spiel: in einem

Aus­bil­dungs­ver­trag mit einem min­der­jäh­ri­gen Azubi wird eine täg­li­che

Ar­beits­zeit von 10h ver­ein­bart

= Ver­stoß gegen das

Ju­gend­ar­beits­schutz­ge­setz!

Schrift­form:

Die ei­gen­hän­di­ge Un­ter­schrift ist not­wen­dig

Bei­spiel: Aus­bil­dungs­ver­trag



öf­fent­li­che Be­glau­bi­gung: Die Echt­heit der Un­ter­schrift wird be­stä­tigt

Bei­spiel: Ein­trag ins

Han­dels­re­gis­ter



no­ta­ri­el­le Be­ur­kun­dung: Der Notar fasst das

Schrift­stück als Ur­kun­de ab und be­stä­tigt die Echt­heit von In­halt und Un­ter­schrift

Bei­spiel: Grund­buch­ein­trag

In­for­ma­ti­o­nen zu den All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen// LB S 151



1
Was ver­ste­hen Sie unter All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen?
2
Was will der Ver­wen­der mit den AGB er­rei­chen und wel­che In­hal­te des
Kauf­ver­tra­ges sind vor­ran­gig be­trof­fen?
3
Wel­ches Ge­setz setzt recht­li­che Gren­zen und warum muss es diese Gren­zen geben?
4
Der Käu­fer muss den AGB zu­stim­men.
Wie kön­nen die AGB dem Kun­den be­kannt ge­macht wer­den?
5
Dür­fen in den AGB kurz­fris­ti­ge Preis­än­de­run­gen fest­ge­legt wer­den? §309(1) BGB
6
Darf in den AGB ein Ver­merk über un­be­stimm­te Lie­fer­ter­mi­ne ent­hal­ten sein? §309 (4) BGB
7
Wel­che Re­ge­lun­gen gel­ten hin­sicht­lich der Wirk­sam­keit von AGB? Be­schrei­ben Sie diese kurz!
8
Dür­fen die ge­setz­li­chen Ge­währ­leis­tungs­an­sprü­che (Fris­ten) in den AGB ver­kürzt wer­den? §309 (8) BGB
9
Darf sich der Ver­käu­fer in den AGB von der Haf­tung Ver­let­zun­gen
(Leben und Ge­sund­heit) bei Vor­satz oder gro­ber Fahr­läs­sig­keit aus­schlie­ßen?
§309 (7) BGB

Übun­gen

10
Wel­chen Frei­hei­ten un­ter­liegt
ein Ver­trag?
11
Wel­chen Be­din­gun­gen un­ter­liegt
ein Ver­trag?
12
Ent­schei­de, wel­ches der fol­gen­den Wör­ter im Text ein­zu­set­zen ist:

Ge­set­zen// Frei­hei­ten// Vor­schrif­ten// Ord­nungs­maß­nah­men// Tex­ten

Der Grund­satz bei Ver­trä­gen ist die Ver­trags­frei­heit. Das be­deu­tet, in Ver­trä­gen kann von ge­setz­li­chen  (HGB, BGB) ab­ge­wi­chen wer­den.
13
Auf der Vor­der­sei­te eines Ver­tra­ges steht die zwi­schen Ver­käu­fer und Käu­fer
aus­ge­han­del­te Ver­trags­be­din­gung: „Zahl­bar in­ner­halb von 14 Tagen mit 2% Skon­to.“
Auf der Rück­sei­te ist in den AGB des Ver­käu­fers aber die Klau­sel
„Zahl­bar in­ner­halb von 10 Tagen ohne Abzug“ zu lesen.
Kann der Käu­fer die Rech­nung mit Skon­to­ab­zug be­zah­len?
14
In den AGB eines Mö­bel­händ­lers fin­det sich die Be­stim­mung:
„Än­de­run­gen in der Aus­wahl der Farbe und Pols­ter blei­ben uns vor­be­hal­ten.“
Ist diese Klau­sel zu­läs­sig?

VK LF 3 1.6 Vertragsfreiheit und Allgemeine Geschäftsbedingungen

von Gottheit

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