• anonym
  • 08.09.2020
  • Geschichte
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  • In das Leben eines Jugendlichen zur NS-Zeit eintauchen -
    Ein Referat halten

    Erinnert euch an die Statistik aus Aufgabe 4; Anfang 1939 gab es ~ 9 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland. Ist es möglich das Schicksal aller jener zu berücksichtigen? Die Aufarbeitung dieser individuellen Biographien ist eine wichtige Aufgabe, um die Menschen dieser Zeit besser zu verstehen, ihre Lebensgeschichten im Gedächtnis zu behalten und aus der Geschichte lernen zu können.
    Wir können auch einen Beitrag dazu leisten:

    Aufgabenstellung

    Erarbeitet in 3er Gruppen jeweils eine Biographie anhand eines (oder wenn gegeben mehrerer) Zeitzeugeninterviews (Audio und/oder Schriftform) in Form eines Referates. Im Mittelpunkt sollen die individuellen Schicksale und Erfahrungen eurer Person aus der Geschichte (Kind oder Jugendliche_r zur Zeit NS-Regimes) stehen. Bei der ausgewählten Person soll es sich nicht zwangsläufig um eine bereits im Nazi-Regime bekannt gewordene Persönlichkeit handeln, sondern besser um eine „normale Person des Alltags“.

    Wichtig ist, dass wir als Klasse jeden der folgenden Bereiche abdecken. Wählt als Gruppe einen der Bereiche aus:
    - Jugendliche & Kinder in der Hitlerjugend
    - Jugendliche & Kinder in Widerstandsgruppen (z.B. Edelweißpiraten, Swing Jugend…)
    - Jugendliche & Kinder mit jüdischer Herkunft (z.B. in KZs)

    Setzt den Fokus bei der Vorbereitung des Referats auf:
    - die Einordnung in den behandelten geschichtlichen Kontext
    - die Biographie eurer ausgewählten Person (soziales, geographisches Umfeld der Person, Lebensumstände, das Handeln der Person (ggf. auch oppositionelle Aktionen gegen das nationalsozialistische Regime)…
    - eine entsprechende Visualisierung des Referates und eine sinnvolle Gliederung


    Das Referat wird als Gruppenleistung bewertet. Einen persönlichen Beitrag soll jede bzw. jeder von euch leisten, indem jede bzw. jeder aus der Gruppe eine eigene kurze Reflexion über die Person vornimmt. (Was hat mich beeindruckt, bewegt, schockiert (…) und warum?)

    Für die eigene kurze Reflexion könnt ihr auf Seite 2 in T1 bei Punkt 3 noch mehr Hinweise entnehmen.

  • Methodenblatt - Der angemessene Umgang mit (Text-)Quellen

    Vielleicht habt ihr euch schon mal mit euren Eltern oder Großeltern über die Geschichte unterhalten, die sie erlebt haben. Falls ja, war das euer erster Kontakt mit einem Zeitzeugen.
    Zeitzeugenberichte geben uns ein lebendiges, erlebtes und vor allem persönliches Bild von der Vergangenheit, die wir sonst nur aus unseren Schulbüchern kennen. Wichtig ist aber, dass dieses Bild sehr subjektiv sein kann (die Informationen können zum Beispiel unvollständig sein). Dennoch können und sollten wir diese Berichte bei unserem historischen Erkenntnisprozess verwenden. Es sollte für euch aber nicht die einzige Argumentationsgrundlage sein, denn diese Berichte beleuchten zumeist die für die jeweilige Person relevante Lebenswirklichkeit und können eine andere außen vor lassen.

    1) Beschreibung der (Text-)Quelle

    2) Einordnung der Quelle in den historischen Zusammenhang:

    C) Beurteilung der Textquelle:

    - Informiere dich über den Autor bzw. Autorin. (Herkunft und Position sowie ihr Denken,politische Orientierung, Wertvorstellungen)
    - Entstehungszeitpunkt der Quelle, ggf. Anlass ihrer Entstehung.
    - Welche Quellenart liegt vor? (Zeitzeugenbericht), an wen ist die Quelle adressiert? (z.B. zukünftige Generationen)
    - Gib den Inhalt der Quelle wieder: Welche Aussagen finden sich in der Quelle?
    - Berücksichtige auch sprachliche Mittel (z.B. Übertreibungen, abschätzige Wörter usw.)
    - Welche Absicht hat der Autor/ die Autorin?

    - Erkläre und Ordne die historischen Hintergründe ein, die wichtig sind, um die Absicht des Autors zu beurteilen.
    (Beziehe diese Einordnung immer nur auf die Ereignisse aus der Zeit bis Entstehung der Quelle – es sei denn, der Autor stellt in der Quelle eine Prognose für die Zukunft. Dann kannst du einschätzen, ob er damit recht hat oder nicht. Oft gibt es mehrere Aussagen in einer Quelle, die in unterschiedliche historische Zusammenhänge eingeordnet werden müssen.)

    - Anhand der Fragestellung kannst du jetzt eine Erklärung und Beurteilung der Textquelle vornehmen.

    - Berücksichtige dabei, dass wir das Denken und Handeln von Menschen, die in der Vergangenheit lebten, nicht nur mit heutigen Maßstäben beurteilen können. Begründe dein Urteil sorgfältig.
    - Bei einigen Quellen bietet es sich an, auch noch seine eigene Haltung gegenüber der Quelle zum Ausdruck zu bringen, sie also zu bewerten.

    T1: Hinweise für den Umgang mit (Text-)Quellen (CC BY SA segu-Geschichte.de)
    https://t1p.de/pxj5
  • Websites, die ihr nutzen könnt, um Zeitzeugenberichte zu finden:

    https://www.zeitzeugen-portal.de/zeitraeume/epochen/1939-1945 Von diesem Zeitzeugenportal stammt der Bericht aus Aufgabe 3 aus eurem Lernmaterial. Ihr könnt hier entsprechend die Zeiträume auswählen oder die Leiste oben für eure Suchbegriffe verwenden.
    https://jugend1918-1945.de/portal/jugend/geschichte.aspx?id=26636 Neben zahlreichen fachlichen Informationen um das Alltagsleben der Kinder und Jugendlichen findet ihr hier unter dem Button Menschen jede Menge Zeitzeugenberichte (in Text und Videoformat)

    https://www.dhm.de/lemo/zeitzeugen Das Lebendige Museum Online (LeMO) bietet eine Vielzahl von Zeitzeugenberichten. Wählt dafür einfach die entsprechende Epoche (2. Weltkrieg) aus und dann auf der linken Seite das Schlagwort Jugend.
    http://www.eg.nsdok.de/ Im Rahmen des Projekts „Erlebte Geschichte“ schildern hier Kölner Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ihre Lebensgeschichten.
    https://www.auschwitz-prozess.de/
    Hier findet ihr Tonbandmitschnitte des 1. Frankfurter Auschwitz-Prozesses. Ihr könnt hier gegebenenfalls zusätzliche Erkenntnisse erlangen, oder euch natürlich gern unabhängig vom Referatsthema durchklicken.

    Viel Erfolg und vor allem viel Spaß!

    Punkte:
    Unterschrift
    Note:
  • Erwartungshorizont (Sonstige Leistung - ein Referat halten)

    Bewertungskriterien

    1) Formalia (Einhaltung der Zeit, Kenntlichmachung der Quellen und ggf. Literatur, faire Aufteilung der Gesprächsanteile)
    2) Strukturierung der Präsentation (Einleitung, Hauptteil, Schluss)
    3) Visualisierung (Einsatz von Medien, Anschaulichkeit)
    4) Infogehalt, zeitliche Einordnung (fachliche Richtigkeit, Kontextualisierung, Biographie der Person)
    5) Fachlich angemessene Verwendung von Quelle(n) (Textquelle/Zeitzeugeninterview)
    6) Eigene Reflexion (Empathie, Argumentation, Begründung)
    7) Sprache, Haltung, Blickkontakt

    Kriterien

    Punkte

    1)

    3

    2)

    2

    3)

    4

    4)

    10

    5)

    3

    6)

    3

    7)

    3

    T2: Bewertungsmaßstab und Punktevergabe

    Note

    Punktzahl

    In Prozent

    1

    26-28

    92%

    2

    23-26

    81%

    3

    19-23

    67%

    4

    14-19

    50%

    5

    8-14

    30%

    6

    0-8

    30%

    T3: Notenaufschlüsselung

    Die Kriterien 1) bis 5) werden in der Gruppe gleich bewertet. Bei den Kriterien eigene Reflexion und Sprache, Haltung, Blickkontakt werden die Punkte individuell vergeben.