• Erwartungshorizont: Dreißigjähriger Krieg_Tagebuch_Hagendorf, Modul 3 A und B
  • anonym
  • 09.09.2020
  • Geschichte
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  • Modul 3: Der konkrete Schrecken des Krieges - Kriegsalltag im Bild

    Im Hörbeitrag (Feature) zum Thema „Der konkrete Schrecken des Krieges – Kriegsalltag im Bild“ aus der Reihe „Menschen-Geschichte: Vom Weiterleben der Erinnerungen.“ erfährst du einiges über Peter Hagendorfs „Reise durch den Dreißigjährigen Krieg“. Du hörst diesen Beitrag gleich zweimal.

    Ein erstes Mal hören

    1
    Hör dir das Feature M1 ein erstes Mal an.
    Notiere stichpunktartig in die Tabelle T1, welche besondere Bedeutung Magdeburg für Peter Hagendorf und für den Dreißigjährigen Krieg hat.

    M1 Feature "Kriegsalltag im Bild":

    Link

    Peter Hagendorf

    Dreißigjähriger Krieg

    Bedeutung Magdeburgs


    - Drei Vorgesetzte in kürzester Zeit (D1, Zeile 6)
    - Magdeburg an Grausamkeit herausstechender Moment im Dreißigjährigen Krieg (D2, Zeile 11)
    - Magdeburg als schöne Stadt, Stadt des Vaterlandes, Herzensstadt (D3, Zeile 18ff.)
    - Dem Tod sehr nahm (D3, Zeile 22)


    - Zweijähriger Kriegsschauplatz (D1, Zeile 4)
    - Magdeburg an Grausamkeit herausstechender Moment im Dreißigjährigen Krieg (D2, Zeile 11)
    - Viele Menschen ums Leben gekommen (S2)
    - → 25.000 Sterbefälle: Stadt mit den höchsten Bevölkerungsverlusten (S2 und D2, Zeile 11)
    - Zerstörung der Stadt Magdeburg (D1, Zeile 5)
    - Mord, Totschlag und Brände (D2, Zeile 12)

    T1: Tabelle Bedeutung Magdeburgs

    Ein zweites Mal hören

    2
    Hör das Feature M1 ein zweites Mal.
    Achte diesmal auf die Geschehnisse nach Peter Hagendorfs Verletzung in
    Magdeburg.
    Notiere stichpunktartig das Handeln der Frau Hagendorfs.

    - Frau trotz großer Gefahren (Lebensgefahr) in die Stadt gerannt (D4, Zeile 29/30), um Kissen und Tücher zum Verbinden zu holen
    - Wiederkehr der Frau (D4, Zeile 34)
    - Hagendorf macht sich mehr Sorgen um seine Frau wegen des kranken Kindes als um sich selbst (D4, Zeile 33/34)
    OPTIONAL: Gefühls- und Gedankenwelt:
    Sowohl Hagendorf als auch seine Frau stellen ihr eigenes Leben hinter das des Anderen und des Kindes. Die Frau rennt in die Stadt trotz großer Gefahren. Sie begibt sich damit in Lebensgefahr. Auch Hagendorf wird nach dem Erlebnis in Magdeburg wieder als Söldner unterwegs sein und an Schlachten teilnehmen mit dem Bewusstsein des nahen Todes. Wie viel wert war ihnen dann ihr eigenes Leben? Hagendorfs Frau wohl getrieben von Liebe und Hagendorf selbst konnte sich kein anderes Leben als das des Söldnertums vorstellen, da er nichts anderes kennt. Die Opferbereitschaft beider ist groß. Umso glücklicher ist Hagendorf als seine Frau aus der brennenden Stadt zurückkommt.

  • Nachbereitung des Hörbeitrags

    3
    Stelle Vermutungen an, welche Folgen sich aus der Schlacht bei Magdeburg
    für Peter Hagendorf und für den Dreißigjährigen Krieg ergeben haben könnten.
    Nutze dazu die Informationen, die du in dem Hörbeitrag und aus den Statistiken des Moduls 3 A+ bzw. 3 B+ erhalten hast.
    Peter Hagendorf:
    Dreißigjähriger Krieg:

    Folgen:
    - Schwere Verletzung, die ihn lange außer Kraft setzen wird
    - Dadurch keine Chance für Einnahmen durch Söldnergehalt
    - Schlacht bei Magdeburg als prägendes Ereignis

    Folgen:
    - Komplette Zerstörung der Stadt (Hohe Kosten und viele Jahre für Wiederaufbau)
    - Unfruchtbares Land
    - Hohe Bevölkerungsverluste

  • Erarbeitung: Der Sturm auf Magdeburg

    Q1 Zeichnung: Sturm auf Magdeburg, 1631, wikipedia.com, gemeinfrei
    4
    Beschrifte die auf dem Bild erkennbaren Elemente der Stadt, der Truppen und der
    Umgebung.

    a)
    b)
    c)
    d)
    e)
    f)
    g)
    h)
    i)
    j)
    k)
    l)

  • Auswertung: Der Sturm auf Magdeburg

    5
    Analysiere die Bildquelle Q1 hinsichtlich der folgenden Merkmale:

    a) Bildgattung: Gemälde/ Stich
    b) Bildvordergrund: Kavallerie, Infanterie mit blauem Oberteil und gelben Hosen (möglicherweise das schwedische Heer?), Söldner, Soldaten mit Musketen, Knüppel und Rüstungen, Fahnenträgern (Fähnrich), Marschbläser (Trompete), ziehen auf die Stadt Magdeburg zu, entschlossen und angriffswillig
    c) Bildmitte: Der Fluss Elbe, drei Inseln, sowie drei Brücken auf denen Infanterie stationiert ist, viel hellblaues Wasser, beruhigende Wirkung, dazu kommen Rauchschwaden, am linken Bildrand ist die Flotte zu sehen mit zwei Schiffen und Soldaten
    d) Bildhintergrund: Die Skyline der Stadt Magdeburg mit nummerierten Gebäuden, vereinzelt Feuer und Brände zu erkennen, am linken Bildrand ein etwas größeres Feuer, es deutet auf Brandlegung/ Brandsetzung hin
    e) Oberer Rand des Bildes: Wappen von Magdeburg und Preußen, sowie der Schriftzug Magdeburg und ein Banner mit den Gebäudenamen
    f) Gesamteindruck/ Perspektive/ Absicht: sehr farbenreich, helle Farben, keine Radikalität zu erkennen, bis auf die Brände, Perspektive ist die Skyline Magdeburg, Weitwinkel-/ Panoramaperspektive
    g) Historischer Zusammenhang: Sturm auf Magdeburg im Zuge des Dreißigjährigen Krieges mit Zerstörung der Stadt, Magdeburger Hochzeit, die Einnahme der Zollschanze und der Vorstädte durch kaiserliche Truppen im April 1631
    h) Bewertung der Bildquelle: nicht passend zum bitteren, radikalen Krieg, Gewalt, Plünderung, Vergewaltigung werden überhaupt nicht thematisiert, beschönigend, bis auf die Brände in der Stadt selbst, Konzentration auf die detailgenaue Darstellung der Skyline der Stadt Magdeburg, der Maler hat den Sturm auf Magdeburg selber möglicherweise nicht miterlebt und kennt die Radikalität nicht

    Anregung zur weiteren Vertiefung:
    Als Abschluss der Stunde könnte man ein aktuelles Bild der Skyline Magdeburgs beziehungsweise der Stadt zeigen und vergleichen lassen: Was ist geblieben, was hat sich verändert?

    6
    Vergleiche die in der Bildquelle Q1 dargestellte „Wirklichkeit“ der Schlacht bei
    Magdeburg mit der, die Hagendorf in seinen Berichten (im Hörbeitrag) schildert.

    Nutze dafür die digitale Tafel M2 und ergänze Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Spalten. Beachte auch die Kommentare deiner Mitschüler. Wenn du einen Beitrag besonders gut findest, kannst du ihn liken, indem du auf das Herz-Symbol klickst.
    In der digitalen Tafel M1 posten
    1. Klicke auf das + Zeichen in der entsprechenden Spalte. Achte darauf, dass du auch mit dem Handy scrollen und so eine freie Stelle auf der Pinnwand finden kannst.
    2. Schreibe deine Antwort in das erscheinende Feld. Du kannst deinem Post auch einen Titel geben.
    3. Deinen Namen musst du nicht angeben.
    4. Klicke auf eine freie Stelle auf der Tafel, wenn du fertig bist. Der Bearbeitungsmodus deines Posts ist nun geschlossen.  

    M1 Digitale Tafel: https://t1p.de/eyzl

    Lösungsvorschläge:


    Unterschiede: Radikalität vs. Beschönigung, Tod vs. Belagerung/ Marschieren der Truppen

    Realität Kriegsalltag vs. Landschaft und Stadt (Skyline)

    Gemeinsamkeit: Darstellung der Magdeburger Hochzeit, Truppen, Brände

  • Gruppenarbeit: Gruppe 1
    Erarbeitung: Die Plünderung

    Q2: Die Plünderung, Kupferstich von 1633, wikipedia.com, gemeinfrei
    1
    Beschreibt die euch vorliegende Bildquelle Q2 hinsichtlich:
    • Bildvordergrund, Bildmitte, Bildhintergrund
    • Technik der Abbildung
    • Standpunkt des Betrachters
    • Absicht des Künstlers

    a) Bildvordergrund: Einzelne Personen vergrößert dargestellt, um das Plündern dem Betrachter deutlich zu machen

    b) Bildmitte: Personengruppen und Umgebungsdarstellung, um das Kollektiv darzustellen und nicht einzeln handelnde Personen; einzelne Detaildarstellungen, wie Waffen, Haus
    c) Bildhintergrund: Landschaft und kleiner dargestellte Personen, Weitläufigkeit, nicht endende Grenzen von Plünderung und Kriegsalltag
    d) Technik: Kupferstich, schwarz-weiß, trist, harter Kontrast
    e) Standpunkt des Betrachters: Weitwinkel (Gesamtüberblick der Situation/ des Geschehens), dennoch nach am Geschehen, möglicherweise mittendrin im Geschehen, Wahrnehmen der Radikalität und Grausamkeit
    f) Absicht des Künstlers: Steht Callots Werk in einem offiziellen Rahmen, im Dienste propagandistischer Absichten oder doch zumindest der Rechtfertigung der damals von Ludwig XIII. und Richelieu geführten Außenpolitik? ODER: Kritik am Verhalten der schwedischen und der kaiserlichen Armee, Darstellung der Grausamkeit/ Gewalttätigkeit des Krieges

    Infobox

    Als weiterführende Literatur zu den verwendeten Bildern die größte Studie über Callot:

    Marie Richard: Jacques Callot (1592–1635). "Les Misères et les Malheurs de la guerre" (1633). Ein Werk und sein Kontext, Münster 1998.

  • Einordnung: Die Plünderung

    1
    • Lies in Einzelarbeit die sechs Textausschnitte T1 - T6 aus Peter Hagendorfs Tagebuch auf der Digitalen Pinnwand M2.
    • Ordnet in Gruppenarbeit der vorliegenden Bildquelle Q3 einen oder mehrere Textausschnitt(e) zu.
    • Notiert dafür die entsprechenden Textausschnitte (T1 - T6) hier.

    Q2: Plünderung → T1-T5

    M2 Digitale Pinnwand: https://t1p.de/9l2d

    Auswertung: Die Plünderung

    2
    Charakterisiert den dargestellten Kriegsalltag anhand der Bildquelle Q2 und anhand der von euch zugeordneten Textabschnitte (T1 – T6).

    in Satzform

    Zusammenfassung: Charakterisierung Bildvordergrund/ Bildmitte/ Bildhintergrund

    Wertvorstellungen: Gewalt; Plünderung; Grausamkeit, Radikalität; Überlebenskampf; Flucht und Gewalttätigkeit (Q2)

  • Gruppenarbeit: Gruppe 2
    Erarbeitung: Plünderung auf einem Bauernhof

    Q3: Plünderung auf einem Bauernhof, Kupferstich von 1633, wikipedia.com, gemeinfrei
    1
    Beschreibt die euch vorliegende Bildquelle Q3 hinsichtlich:
    • Bildvordergrund, Bildmitte, Bildhintergrund
    • Technik der Abbildung
    • Standpunkt des Betrachters
    • Absicht des Künstlers
    Infobox

    Als weiterführende Literatur zu den verwendeten Bildern die größte Studie über Callot:

    Marie Richard: Jacques Callot (1592–1635). "Les Misères et les Malheurs de la guerre" (1633). Ein Werk und sein Kontext, Münster 1998.

    a) Bildvordergrund: Einzelne Personen vergrößert dargestellt, um das Plündern, oder die Grausamkeit dem Betrachter deutlich zu machen, Mord
    b) Bildmitte: Personengruppen und Umgebungsdarstellung, um das Kollektiv darzustellen und nicht einzeln handelnde Personen; einzelne Detaildarstellungen, wie Waffen und Tisch

    c) Bildhintergrund: kleiner dargestellte Personen, Weitläufigkeit, nicht endende Grenzen von Plünderung und Kriegsalltag

    d) Technik: Kupferstich, schwarz-weiß, trist, harter Kontrast

    e) Standpunkt des Betrachters: Weitwinkel (Gesamtüberblick der Situation/ des Geschehens), dennoch noch am Geschehen, möglicherweise mittendrin im Geschehen, Wahrnehmen der Radikalität und Grausamkeit
    f) Absicht des Künstlers: Steht Callots Werk in einem offiziellen Rahmen, im Dienste propagandistischer Absichten oder doch zumindest der Rechtfertigung der damals von Ludwig XIII. und Richelieu geführten Außenpolitik? ODER: Kritik am Verhalten der schwedischen und der kaiserlichen Armee, Darstellung der Grausamkeit/ Gewalttätigkeit des Krieges

  • Einordnung: Plünderung auf einem Bauernhof

    2
    • Lies in Einzelarbeit die sechs Textausschnitte T1 - T6 aus Peter Hagendorfs Tagebuch auf der Digitalen Pinnwand M2.
    • Ordnet in Gruppenarbeit der vorliegenden Bildquelle Q3 einen oder mehrere Textausschnitt(e) zu.
    • Notiert dafür die entsprechenden Textausschnitte (T1 - T6) hier.



    Q3: Plünderung auf einem Bauernhof →T4, (T1-T5)

    M2 Digitale Pinnwand: https://t1p.de/9l2d

    Auswertung: Plünderung auf einem Bauernhof

    3
    Charakterisiert den dargestellten Kriegsalltag anhand der Bildquelle Q3 und anhand der von euch zugeordneten Textabschnitte (T1 – T6).

    in Satzform:

    Zusammenfassung: Charakterisierung Bildvordergrund/ Bildmitte/ Bildhintergrund

    Wertvorstellungen: Gewalt; Vergewaltigung; Plünderung; Brandlegung/ Brände; Grausamkeit, Radikalität; Überlebenskampf; Flucht, Exerzieren und Gewalttätigkeit

  • Gruppenarbeit: Gruppe 3
    Erarbeitung: Zerstörung und Verbrennung eines Dorfes

    Q4: Zerstörung und Verbrennung eines Dorfes, Kupferstich von 1633, wikipedia.com, gemeinfrei
    1
    Beschreibt die euch vorliegende Bildquelle Q4 hinsichtlich:
    • Bildvordergrund, Bildmitte, Bildhintergrund
    • Technik der Abbildung
    • Standpunkt des Betrachters
    • Absicht des Künstlers
    Infobox

    Als weiterführende Literatur zu den verwendeten Bildern die größte Studie über Callot:

    Marie Richard: Jacques Callot (1592–1635). "Les Misères et les Malheurs de la guerre" (1633). Ein Werk und sein Kontext, Münster 1998.

    a) Bildvordergrund: Einzelne Personen vergrößert dargestellt, um das Plündern und die Zerstörung, oder die Grausamkeit dem Betrachter deutlich zu machen
    b) Bildmitte: Personengruppen und Umgebungsdarstellung, um das Kollektiv darzustellen und nicht einzeln handelnde Personen; einzelne Detaildarstellungen, wie tote Personen
    c) Bildhintergrund: Landschaft und kleiner dargestellte Personen, Kirche, Weitläufigkeit, nicht endende Grenzen von Plünderung und Kriegsalltag
    d) Technik: Kupferstich, schwarz-weiß, trist, harter Kontrast
    e) Standpunkt des Betrachters: Weitwinkel (Gesamtüberblick der Situation/ des Geschehens), dennoch nach am Geschehen, möglicherweise mittendrin im Geschehen, Wahrnehmen der Radikalität und Grausamkeit
    f) Absicht des Künstlers: Steht Callots Werk in einem offiziellen Rahmen, im Dienste propagandistischer Absichten oder doch zumindest der Rechtfertigung der damals von Ludwig XIII. und Richelieu geführten Außenpolitik? ODER: Kritik am Verhalten der schwedischen und der kaiserlichen Armee, Darstellung der Grausamkeit/ Gewalttätigkeit des Krieges

  • Einordnung: Zerstörung und Verbrennung eines Dorfes

    2
    • Lies in Einzelarbeit die sechs Textausschnitte T1 - T6 aus Peter Hagendorfs Tagebuch auf der Digitalen Pinnwand M2.
    • Ordnet in Gruppenarbeit der vorliegenden Bildquelle Q3 einen oder mehrere Textausschnitt(e) zu.
    • Notiert dafür die entsprechenden Textausschnitte (T1 - T6) hier.



    Q4: Zerstörung und Verbrennung eines Dorfes → T1-T5

    M2 Digitale Pinnwand: https://t1p.de/9l2d

    Auswertung: Zerstörung und Verbrennung eines Dorfes

    3
    Charakterisiert den dargestellten Kriegsalltag anhand der Bildquelle Q4 und anhand der von euch zugeordneten Textabschnitte (T1 – T6).

    in Satzform:

    Zusammenfassung: Charakterisierung Bildvordergrund/ Bildmitte/ Bildhintergrund

    Wertvorstellungen: Gewalt; Vergewaltigung; Plünderung; Brandlegung/ Brände; Grausamkeit, Radikalität; Überlebenskampf; Flucht, Exerzieren und Gewalttätigkeit

  • Gruppenarbeit: Gruppe 4
    Erarbeitung: Die Rache der Bauern

    Q5: Die Rache der Bauern, Kupferstich von 1633, wikipedia.com, gemeinfrei
    1
    Beschreibt die euch vorliegende Bildquelle Q5 hinsichtlich:
    • Bildvordergrund, Bildmitte, Bildhintergrund
    • Technik der Abbildung
    • Standpunkt des Betrachters
    • Absicht des Künstlers
    Infobox

    Als weiterführende Literatur zu den verwendeten Bildern die größte Studie über Callot:

    Marie Richard: Jacques Callot (1592–1635). "Les Misères et les Malheurs de la guerre" (1633). Ein Werk und sein Kontext, Münster 1998.

    a) Bildvordergrund: Einzelne Personen vergrößert dargestellt, um die Grausamkeit dem Betrachter deutlich zu machen
    b) Bildmitte: Personengruppen und Umgebungsdarstellung, um das Kollektiv darzustellen und nicht einzeln handelnde Personen; einzelne Detaildarstellungen, wie hängende Person

    c) Bildhintergrund: Landschaft und kleiner dargestellte Personen, Weitläufigkeit, nicht endende Grenzen von Plünderung und Kriegsalltag
    d) Technik: Kupferstich, schwarz-weiß, trist, harter Kontrast
    e) Standpunkt des Betrachters: Weitwinkel (Gesamtüberblick der Situation/ des Geschehens), dennoch nach am Geschehen, möglicherweise mittendrin im Geschehen, Wahrnehmen der Radikalität und Grausamkeit
    f) Absicht des Künstlers: Steht Callots Werk in einem offiziellen Rahmen, im Dienste propagandistischer Absichten oder doch zumindest der Rechtfertigung der damals von Ludwig XIII. und Richelieu geführten Außenpolitik? ODER: Kritik am Verhalten der schwedischen und der kaiserlichen Armee, Darstellung der Grausamkeit/ Gewalttätigkeit des Krieges

  • Einordnung: Die Rache der Bauern

    2
    • Lies in Einzelarbeit die sechs Textausschnitte T1 - T6 aus Peter Hagendorfs Tagebuch auf der Digitalen Pinnwand M2.
    • Ordnet in Gruppenarbeit der vorliegenden Bildquelle Q3 einen oder mehrere Textausschnitt(e) zu.
    • Notiert dafür die entsprechenden Textausschnitte (T1 - T6) hier.

    Q5: Die Rache der Bauern → T6

    M2 Digitale Pinnwand: https://t1p.de/9l2d

    Auswertung: Die Rache der Bauern

    3
    Charakterisiert den dargestellten Kriegsalltag anhand der Bildquelle Q5 und anhand der von euch zugeordneten Textabschnitte (T1 – T6).

    in Satzform:
    Zusammenfassung: Charakterisierung Bildvordergrund/ Bildmitte/ Bildhintergrund
    Wertvorstellungen: Gewalt; Vergewaltigung; Brandlegung/ Brände; Grausamkeit, Radikalität; Überlebenskampf; Flucht, Exerzieren und Gewalttätigkeit