• Handel im Mittelalter - Handreichung
  • anonym
  • 02.11.2020
  • Geschichte
  • 6
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  • Markt, Zunft und Geld - Handel im Mittelalter

    Handreichung für Lehrkräfte

    Universität Leipzig - HISTOdigitaLE


    M2 Stand eines Korbmachers auf einem heutigen Mittelaltermarkt, CC0
    https://t1p.de/kj70z

    M1 Stand eines Topfmachers auf einem heutigen Mittelaltermarkt, CC0
    https://t1p.de/0qpmj

    Die Bilder veranschaulichen wie Nachstellungen von mittelalterlichen Märkten in der heutigen Zeit aussehen. Doch wie sahen die Märkte in der Vergangenheit tatsächlich aus? Welche Berufe gab es? Welche Währungen hatten die Menschen? Und warum spielte die Stadt Leipzig damals eine große Rolle?

    Diese und weitere Fragen werden im folgenden Material zum Thema "Markt, Zunft und Geld - Handel im Mittelalter" geklärt.

  • Kurzbeschreibung

    Fach Geschichte,

    Gymnasium/

    Oberschule

    Klasse 6

    Leipzig als Handelsstadt,

    Berufe, Zunftwesen

    und Währungen im Mittelalter

    6 x 45

    min

    Die folgende Lernmaterialien dienen der Bearbeitung des Themengebiets Handel im Mittelalter. Sie sind für sechs Schulstunden ausgelegt. Das Material kann in 6. Klassen des Gymnasiums oder der Oberschule eingesetzt werden.


    Das Material beinhaltet verschiedene thematische Blöcke:
    Nach einer kurzen Einleitung wird mithilfe eines kurzen informativen Videos die Regionalgeschichte der Handelsstadt Leipzig beleuchtet. Anschließend werden verschiedene Berufe des Mittelalters thematisiert, sowie das Zunftwesen erklärt und mit Wappen verdeutlicht. Der letzte Abschnitt des Materials behandelt das Thema Währungen im Mittelalter.


    Methodisch arbeitet das Lernpaket mit verschiedenen Erklärvideos und vielfältigen digitalen Tools.
    Das Lernmaterial liegt in zwei verschiedenen Schwierigkeitsgraden mit einem dazugehörigen Erwartungshorizont vor und beinhaltet zudem eine schriftliche Leistungskontrolle zur Überprüfung des Lernerfolgs.

    Erklärvideo: Die Stadt Leipzig als Marktstandort im Mittelalter,
    Link: https://t1p.de/59vd


    Erklärvideo: Nutzung des Münzkabinetts Kenom
    Link: https://t1p.de/8zrn

    M5 historischer Kupferstich der Stadt Leipzig im Mittelalter um 1740
    CC BY-SA 4.0 SLUB, Deutsche Fotothek
    https://t1p.de/j5zd

  • Lehrplanverortung

    Das vorliegenden Lernmaterial lässt sich thematisch in den Lernbereich 2 "Herrschaft und Lebensformen im Mittelalter" (Sächsisches Staatsministerium für Kultus 2011, S. 12)  der Klassenstufe 6, am sächsischen Gymnasium, einordnen.

    Inhaltlich wird dabei der Teilbereich "Stadt als rechtliches und soziales Gefüge" aufgegriffen (Ebenda, S. 12). In erster Linie hilft das Material den Schüler*innen, die "Fähigkeit [zu entwickeln], fachspezifische Arbeitsmethoden im Umgang mit Quellenarten und Darstellungsformen anzuwenden" (Ebenda, S. 11). Dabei wird mit traditionellen und digitalen Medien gearbeitet. Darüber hinaus soll zudem die Fähigkeit gefördert werden, "Geschichtskarten selbstständig zu lesen" und gezielt Informationen aus Quellen zu entnehmen (Vgl. Ebenda, S. 11). Als Grundlage hierfür dient ein vielfältiges Angebot verschiedener Quellenarten.  Des Weiteren vermittelt das Material "grundlegendes Wissen über den Aufbau der mittelalterlichen Gesellschaft" (Ebenda S. 11). So werden beispielsweise Zünfte als typische Struktur einer mittelalterlichen Stadt charakterisiert.

    Sächsisches Staatsministerium für Kultus (Hrsg.). Lehrplan Gymnasium. Geschichte, Dresden 2019. Verfügbar unter: https://t1p.de/xanj .

    Lernbereichsplanung

    Zur Orientierung der Integration des Lernmaterials in Lernbereich 2:  "Herrschaft und Lebensformen im Mittelalter"(20 Ustd.) folgende tabellarische Lernbereichsplanung:

    Stunde

    Thema/Inhalt

    meth. Schwerpunkt

    1

    Der Übergang in das europäischen Mittelalter

    Zeitstrahl

    2+3

    Die Gründung des Frankenreichs - eine Neuordnung Europas?

    Kartenarbeit

    4+5

    Herrschaftsformen im Mittelalter - Der reisende Königshof

    Quellen und Darstellungstexte

    6

    Verflechtung weltlicher und geistlicher Macht

    bildliche Quellen

    7+8

    Leben auf dem Land - arme Bauern, reicher Adel?

    Rollenspiel

    9

    Eine gerechte Ordnung? - Die mittelalterliche Ständestruktur

    grafische Darstellung

    10

    Ora et labora - Klöster als Wissenszentren im Mittelalter

    Quellen und Dartellungstexte

    11+12

    Nur Prunk und Protz? - Leben auf einer Burg

    Analyse von Minneliedern

    13

    Regionalgeschichte: Burgen in Sachsen

    Exkursion

    14

    Methodenbox - Wie und wo recherchiere Ich Informationen?

    Quellen

    15+16

    Städte entstehen und wachsen

    Kartenarbeit

    17+18+19

    Markt, Zunft und Geld - Handel im Mittelalter

    v.a. Bildliche Quellen, evtl. Exkursion

    20

    Das Spätmittelalter - Struktur des heiligen römischen Reichs

    Kartenarbeit


    T1 Lernbereichsplanung LB2, Klasse 6, Gymnasium Sachsen

  • Inhaltliche Schwerpunktsetzung: Sachanalyse

    Das vorliegende Material beschäftigt sich mit dem Thema "Markt, Zunft und Geld - Handel im Mittelalter". Dabei wird vor allem das Leben in der mittelalterlichen Stadt Leipzig betrachtet, welche eine der ältesten Messestandorte der Welt ist. Das Material dient dazu, Wissen über die mittelalterliche "Stadt als rechtliches und soziales Gefüge" (Sächsischer Lehrplan, Gymnasium, S. 12) zu vermitteln, damit die SuS das Konzept Stadt näher kennenlernen und verstehen können.

    Die Städte im Mittelalter waren häufig  jene, die das Ende des Römischen Reichs überdauert hatten. Beispiele für solche Städte auf dem Gebiet des späteren Deutschlands sind Köln, Trier oder Mainz. Zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert erfuhr das mittelalterliche Städtewesen seinen größten Aufschwung. Die Bevölkerungszahlen wuchsen und die Menschen benötigten Unterkünfte und Versorgung. Bereits bestehende Städte blühten auf und neue Städte wurden gegründet. Derartige Gründungsstädte entstanden häufig an markanten geografischen Punkten, wie beispielsweise an Burgen, kleineren Siedlungen, Pfalzen, Furten, Handelsplätzen oder Straßenkreuzungen.

    Auch Leipzig entstand an der Kreuzung zweier Handelsstraßen - der Via Regia und der Via Imperii. Die Via Imperii war eine der wichtigsten Handelsrouten des Mittelalters. Sie führte von Süd nach Nord und verband die Städte Rom und Stettin. An der Stelle des Leipziger Brühls, kreuzte sie mit der Via Regia. Diese führte vom spanischen Santiago de Compostela bis nach Moskau. Die Lage der Stadt war also überaus günstig.

    Als urbs Libzi - der Ort unter den Linden - wurde Leipzig 1015 erstmals namentlich erwähnt. Als Gründungsdatum gilt jedoch das Jahr 1165. In diesem Jahr verlieh Markgraf Otto der Reiche der Stadt das Stadtrecht und das sogenannte Marktprivileg. Durch diese Privileg wurde es Städten erlaubt, einen ständigen Markt sowie Wochen- und Jahrmärkte abzuhalten. Nur das Marktprivileg erlaubte es einer Siedlung oder einem Dorf, sich als Stadt zu bezeichnen. Das Zentrum des städtischen Handels und des sozialen Lebens  bildete im Mittelalter somit der Markt. Hier konnten Waren ge- und verkauft sowie Neuigkeiten ausgetauscht werden. Vor allem die städtischen Krämer und Handwerker boten auf den Wochenmärkten ihre Waren an. Die Kaufleute und Handwerker organisierten sich dabei in gemeinsamen Interessenverbänden, den sogenannten Zünften. Die Zünfte regelten unter anderem Preise, Löhne und Absatzmengen für das jeweilige Gewerbe. Äußerlich war die Zugehörigkeit zu einer Zunft durch das jeweilige Zunftwappen sichtbar.

    1165 erhielt Leipzig schließlich das Münzrecht. Hierdurch war es der Stadt möglich, eigene Münzen zu prägen und das Geldwesen auf dem eigenen Herrschaftsgebiet zu kontrollieren.

    Zu endgültigem Ruhm kam Leipzig am Ende des 15. Jahrhunderts. 1497 verlieh Kaiser Maximilian I. der Stadt das sogenannte Reichsmesseprivileg. Hierdurch war es den anderen Städten im Umkreis von 125 Kilometern untersagt, Jahrmärkte abzuhalten. Hinzu kam das sogenannte Stapelrecht.

    Durch dieses Recht wurden Händler gezwungen, ihre Waren für einen gewissen Zeitraum auf einem Stapelplatz abzuladen. Die "gestapelten" Waren mussten dann zum Verkauf angeboten werden.  Durch die Zahlung eines Stapelgeldes konnten sich die Händler teilweise von der Stapelpflicht freikaufen. Verstieß ein Händler gegen eine der Regularien, wurde dieser mit einer Geldstrafe bestraft. Durch die Verleihung der Reichsmesseprivilegs wurden andere Städte, wie beispielsweise Erfurt, Halle und Magdeburg, wirtschaftlich geschwächt. Leipzig gelang es jedoch neben Frankfurt am Main zum wichtigsten Messestandort im Reich aufzusteigen.

    Die für das Material verwendeten Quellen sollen dazu dienen, den Stellenwert Leipzigs als Messestandort zu erkennen und die Besonderheiten des mittelalterlichen Handels beschreiben zu können. Unter anderem wurde hierfür ein Lernvideo erstellt, welches einen digitalen Rundgang durch Leipzig ermöglicht. Das Erklärvideo ist auf dem Youtube-Kanal "HISTOdigitaLE Geschichtsdidaktik Leipzig" der Universität Leipzig zu finden.

    Literaturhinweise

    Bünz, Enno (Hrsg.): Geschichte der Stadt Leipzig Bd. 1, Leipzig 2015.

    https://t1p.de/p2zc (Wikiwand - Geschichte Leipzig)

  • Didaktische Schwerpunktsetzung

    Nachfolgend soll die didaktische Konzeption des Lernmaterials näher erläutert sowie geschichtsdidaktische Prinzipien benannt werden, die die Materialien durchziehen.

    Im Allgemeinen weist das Lernmaterial eine synchrone thematische Strukturierung auf, da die Epoche des Mittelalters auf vielfältige Weise beleuchtet wird. Die umfassende Auseinandersetzung mit der Stadt Leipzig im Mittelalter eröffnet ferner auch eine regionalgeschichtliche Perspektive und kann als als ergänzende  exemplarische Fallanalyse verortet werden.

    Im ersten thematischen Block des Lernmaterials werden die Lernenden dazu angeregt, ihr bisheriges Wissen zum Thema zu wiederholen und themenspezifische Fragen zu formulieren. In Anschluss an diese (Vorwissens-)Aktivierung beschäftigen sich die Schüler*innen schließlich mit den verschiedenen thematischen Abschnitte des Lernpakets.

    Die Sachanalyse durch die Schüler*innen wird durch Erklärvideos unterstützt, die zum Teil speziell für das Material konzipiert wurden. Im Zuge der Beschäftigung mit den speziellen Berufen des Mittelalters sowie beim thematischen Block, der die historischen Preise beleuchtet, werden die Lernenden dazu angeregt, ein Sachurteil zu entwickeln. Die im Material integrierte Aufgabe, die die Schüler*innen zu einer Beurteilung des gegenwärtigen Status' der Stadt Leipzig als Messestadt auffordert, regt die Ausbildung eines Werturteils an. Die Fähigkeit, reflektierte Urteile zu historischen Sachverhalten zu entwickeln, ist ein zentrales Anliegen des Geschichtsunterrichts, da die Urteilskompetenz eine wichtige Voraussetzung für die Ausbildung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins darstellt. Während ein Sachurteil die Beurteilung von historischen Handlungen, Ereignissen und Prozessen innerhalb des historischen Kontextes meint, versteht man unter einem Werturteil die Bewertung geschichtlicher Sachverhalte in Bezug auf bestimmte gegenwartsgeprägte  Normen und Maßstäbe. (Jeismann 1978, S. 58, 81)

    Durch das Lernmaterial  wird zudem die Ausbildung der Kompetenzen Historischen Lernens (Gautschi et al. 2009) angeregt. Die vielfältige Arbeit mit Historischen Quellen wie z.B. mit Münzen oder historischen Karten dient der Förderung der Historischen Methodenkompetenz.

    Ein weiterer Schwerpunkt der Kompetenzförderung ist zudem die Historischen Medienkompetenz (Kerber 2015), da das historische Lernen mit und durch digitale Tools gestaltet wird. Im Zuge der Auseinandersetzung mit den Materialien arbeiten die Schüler*innen beispielsweise mit dem digitale Münzkabinett Kenom und verschiedene Website zur Informationsbeschaffung. Die Platform Padlet, auf welcher interaktive, digitale Pinnwände erstellt  werden können, kann zur Ergebnissicherung genutzt werden. Die Arbeit mit historischen Narrativen wie z.B. Sachtexten und Erklärvideos, erfordert die Historische Dekonstruktionskompetenz, da die Informationsquellen kritisch reflektiert werden müssen.

    Nachfolgend werden die geschichtsdidaktische Prinzipien erläutert, die bei der Auswahl der Themen sowie bei der Formulierung der Fragestellungen berücksichtigt wurden, um eine Verknüpfung zwischen der Sachlogik des Themas und der Lernlogik bzw. der Lebenswelt der Schüler*innen zu schaffen.

    Im Zuge des Lernpakets werden die Schüler*innen dazu aufgefordert, sich auf eine "historische Spurensuche" zu begeben und für das Thema relevante historische Orte aufzusuchen und zu fotografieren. Die Schüler*innen sammeln auf diese Weise Eindrücke, wie sich die Stadt verändert hat und werden auf einen Rundgang durch Leipzig geschickt. Auf diese Weise wird das Sachwissen gefestigt und  ein direkter Lebensweltbezug geschaffen. Diese Aufgabenstellung weist eine Handlungsorientierung auf, da die Schüler*innen eigenaktiv arbeiten müssen und durch die praktische Aufgabenstellung, Objektbereich und Subjektbereich des historischen Lernens wechselseitig verknüpft werden.

    Im Aufgabenset zu den Berufen im Mittelalter wird ein Lebensweltbezug beziehungsweise eine Gegenwartsorientierung geschaffen, da die Schüler*innen spezifische historische Warenpreise des Mittelalters mit den Warenpreisen der Gegenwart vergleichen sollen. Der historischen Gegenstand wird somit mit der Lebensrealität der Schüler*innen verknüpft. Auch in der Aufgabenstellung, bei der die Schüler*innen die gegenwärtige Rolle der Stadt Leipzig als Messestadt  beurteilen sollen, ist ein Gegenwartsbezug erkenntlich. Darüber hinaus wird auch das glokale Geschichtsbewusstsein gefördert, da die Auseinandersetzung mit regionaler Geschichte angeregt wird.

  • Das vorliegende Lernmaterial kann sowohl als digitales Lernpaket für das selbstverantwortliche Lernen eingesetzt, als auch in den regulären Präsenzunterricht eingebunden werden. Aus diesem Grund  erfolgt die Arbeit mit dem Material zumeist in Einzelarbeit. Im letzten thematischen Abschnitt des Lernmaterials erfolgt eine kooperative Partnerarbeit, die entweder über ein digitales Tool (Etherpad) oder im klassisch im Präsenzunterricht durchgeführt werden  kann.

    Da das Material in zwei Niveaustufen vorliegt, kann problemlos eine Binnendifferenzierung bei der Behandlung des Themas vorgenommen werden. Die Differenzierung der Materialien erfolgt durch die Variation der Komplexität der Aufgabenstellungen sowie durch eine differenzierte Lenkung mittels der Aufgaben. Durch verminderte Hilfestellungen und Hinweise wurde der Schwierigkeitsgrad in der Niveaustufe B erhöht. Der in Niveau A-Material vorliegende Lückentext wurden im anderen Material ausgelassen. Stattdessen wurde eine offene Aufgabenstellung ergänzt, bei der spezifische Begrifflichkeiten vorgegeben wurden, welche die Schüler*innen in ihre Antwort integrieren müssen.

    Literaturhinweise

    Völkel, Bärbel: Handlungsorientierung. In: Mayer/ Pandel/ Schneider (Hrsg.): Handbuch Methoden im GU, Schwalbach 2007.

    Jeismann, Karl-Ernst: “Geschichtsbewusstsein”. Überlegungen zu einer zentralen Kategorie eines neuen Ansatzes der Geschichtsdidaktik, Paderborn u.a. 1980.

    Jeismann, Karl-Ernst: Didaktik der Geschichte: Das spezifische Bedingungsfeld des Geschichtsunterrichts. In: Behrmann, Günter C. et al., Geschichte und Politik. Didaktische Grundlegung eines kooperativen Unterrichts, Paderborn 1978, S. 50-76.

    Baumgärtner, Ulrich: Wegweiser Geschichtsdidaktik. Historisches Lernen in der Schule, Paderborn 2015.

    Adamski, Peter: Binnendifferenzierung im Geschichtsunterricht Aufgaben, Materialien, Stuttgart 2017.

    Kerber, Ulf: Medientheoretische und medienpädagogische Grundlagen einer „Historischen Medienkompetenz“. In: Demantowsky, M. / Pallaske, C. (Hrsg.): Geschichte lernen im digitalen Wandel, De Gruyter Oldenbourg 2015.

    Rüsen, Jörn: Historisches Lernen. Grundlagen und Paradigmen, Böhlau 1994.

  • Lernzielformulierung

    In der folgenden Übersicht werden die Lernziele zum Lernmaterial vorgestellt. Die Lernzielformulierung orientiert sich am in Sachsen gebräuchlichen WKW-Modell, welches alle drei Anforderungsbereiche umfasst.

    Wissen

    Können

    Werten

    Die SuS kennen....

    Die SuS können...

    Die SuS beurteilen...

    Merkmale eines mittelalterlichen Marktes (Standort, Angebote).

    in Online-Datenbanken selbstständig und erkenntnisorientiert recherchieren.

    die Alteritätserfahrungen und die Herausforderungen historischen Fremdverstehens, die im Zuge der Beschäftigung mit dem Leben der Menschen im Mittelalter aufgetreten sind.

    die mittelalterliche Stadt Leipzig als Handelsmetropole (Lage, wichtige Orte).

    aus einem Erklärvideo gezielt Informationen entnehmen, strukturieren und nutzen.

    die Stadt Leipzig als bedeutsame Messestadt in Vergangenheit und Gegenwart.

    spezifische mittelalterliche Berufe.

    historischen Karten fachgerecht und erkenntnisorientiert analysieren und nutzen.

    den Begriff Zunft und dazugehörige Beispiele.

    Informationen aus einem Sachtext gezielt und erkenntnisorientiert entnehmen.

    im Mittelalter gängige Währungen und Preise.


    T2 Lernziele

    Leistungsüberprüfung

    Zur Lernerfolgskontrolle kann in Anschluss an das Lernpaket eine schriftliche Kurzkontrolle durchgeführt werden. Die für das Material konzipierte Leistungskontrolle überprüft das Wissen aus allen zum Lernpaket gehörenden Themengebieten.

    Der erste Teil der Kurzkontrolle umfasst zwei Reproduktionsaufgaben, bei welchen (1) strategisch günstige Orte für eine Stadtgründung sowie (2) der zentrale Ort einer mittelalterlichen Stadt benannt werden müssen.

    In Anschluss an diese Aufgaben des Anforderungsbereichs I folgen eine Begriffserklärung zum Terminus Stapelrecht sowie eine Zuordnungsaufgabe zu mittelalterlichen Berufen.

    In der abschließenden Aufgabe der Leistungskontrolle müssen die Schülerinnen und Schüler eine begründete Stellungnahme zu einer Aussage formulieren und hierfür vier Argumente anführen, die ihr Urteil untermauern.

    Die Punkteverteilung ist im Material angegeben. Im ersten Teil der Kurzkontrolle werden 4 Punkte vergeben, im zweiten Teil 6 Punkte und bei der letzten Aufgabe 5 Punkte. Die Leistungsüberprüfung hat somit eine Gesamtpunktzahl von 15 Punkten. Die Anforderungsbereiche sind annähernd gleich verteilt.