• Handreichung "American Dream"- das Land der unbegrenzten Möglichkeiten?
  • A. Bunk
  • 10.09.2020
  • Geschichte
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  • DAS LAND DER UNBEGRENZTEN MÖGLICHKEITEN?

    - DER AMERICAN DREAM

    Anzug aus der Nationalhymne USA, 2. Strophe

    "And the star-spangled banner

    in triumph shall wave

    O the land of the free

    and the home of the brave!"

    CC-BY-SA
    Übersetzung

    Und das Sternenbanner
    möge lange wehen
    O über dem Land der Freien
    und der Heimat der Tapferen!

    Kurzbeschreibung

    Diese Unterrichtsmaterialien können in 2-3 Unterrichtsstunden von jeweils 45 Minuten in der Klasse 11 (Gymnasium) Verwendung finden. Inhaltlich behandelt es die historische Entwicklung und Bedeutung des American Dream für damals und heute.
    Methodisch stehen sowohl historische digitale als auch analoge Quellen und (Erklär-)Videos zur Verfügung, um die Fähigkeiten der Schüler im Umgang mit digitalen Medien zu unterstützen und zu fördern.
    Einen Abschluss von mehreren Unterrichtseinheiten zu dieser Thematik bildet der Vorschlag zur Leistungsüberprüfung in Anlehnung an die Materialien.

    Stations- oder Gruppenarbeit

    variabel einsetzbar

    2-3 Unterrichtseinheiten á 90min

    Für Homeschooling geeignet

  • 1. Lehrplanverortung

    Bei diesem Material sollen sich die SuS mit dem American Dream beschäftigen. Nach Rücksprache mit der zu betreuenden Lehrperson haben haben wir uns zur Thematisierung des American Dream für den Aspekt der Einwanderungsgeschichte entschieden und versuchen ihn durch das erstellte Material zu ergründen. Für einen groben Überblick erfolgt nun eine kurze Einordnung in den Lehrplan, bevor im weiteren Verlauf eine genauere Einteilung vorgenommen wird:

    - Gymnasium

    - Jahrgangsstufe 11, Leistungskurs

    - Lernbereich 2: Von der vorindustriellen zur Industriegesellschaft – internationale Entwicklungen und ihre Folgen

    - Grobziele laut Lehrplan: Anwenden der Kenntnisse zur Entwicklung der Industrialisierung

    Nachdem die SuS sich bereits mit der Industrialisierung in Deutschland beschäftigt haben, erfolgt nun der Blick auf die internationale Entwicklung. Da Amerika v.a. im 19. Jahrhundert durch eine Einwanderungswelle geprägt wurde, die eine Vielzahl von Arbeitern in die Staaten brachte, ist dies ein wichtiger Faktor dafür, dass die USA im 20. Jahrhundert zur führenden Weltmacht wurden. Da der Lehrplan für die Pionierzeit der USA den Inhalt Land der unbegrenzten Möglichkeiten?´ vorgibt und die Lehrkraft in diesem Zusammenhang immer den American Dream thematisiert, haben wir uns für diesen Aspekt entschieden. Deshalb erfolgt nun eine genauere Verortung im Lernbereich:

    Lernbereich 2: Von der vorindustriellen zur Industriegesellschaft – internationale Entwicklungen und ihre Folgen

    Kennen wesentlicher Merkmale der vorindustriellen Gesellschaft

    Gutswirtschaft, Feudallasten
    Zünfte, Korporationen, Heimgewerbe Verlagssystem, Manufaktur, Arbeitsteilung

    Kennen der Entwicklung der Industrialisierung in England
    - politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche Faktoren
    - Leitsektoren und Träger
    - wirtschaftlicher und sozialer Wandel in der ersten Phase der Industrialisierung

    kapitalistisch organisiertes Wirtschaftssystem, Soziale Frage, Urbanisierung, „Industrielle Revolution“

    Anwenden der Kenntnisse zur Entwicklung der Industrialisierung
    - Ursachen für den späteren Beginn der Industrialisierung in Deutschland
    - ...
    - USA in der Pionierzeit und in den 1920er Jahren

    - UdSSR in den 1920er und 1930er Jahren

    unterschiedliche Wege zur Industrialisierung
    ⇒ Methodenbewusstsein: schriftliche Quellen, Bildquellen, Geschichtsatlas, Archivarbeit
    - …


    Land der „unbegrenzten Möglichkeiten“?
    ungezügeltes Wachstums- und Wettbewerbs- denken
    Industrialisierung unter den Bedingungen staatlicher Lenkung

    Lernbereichsplanung
  • 2. Sachanalyse

    Mit diesem Material sollen die SuS einen Zugang zum großflächigen Themenkomplex American Dream” erhalten. Der American Dream” ist ein wichtiger Teil der amerikanischen Identität, der auch außerhalb Amerikas bekannt ist. Der Begriff American Dream” weckt in jedem unterschiedliche Assoziationen und vom Slogan Vom Tellerwäscher zum Millionär hat jeder schon einmal gehört. Wer schon einmal in den USA war, der weiß, dass die Amerikaner diesen Slogan sehr ernst nehmen. Erfolgsgeschichten, mit denen sich die SuS in der ersten Themeneinheit beschäftigen, bestätigen die meritokratische Lebenseinstellung der US-Amerikaner. Meritokratie, das meint die gesellschaftliche Vorherrschaft einer durch Leistung und Verdienst ausgezeichneten Bevölkerungsschicht. In diesem Material sollen sich die SuS zunächst mit der Begriffsgeschichte des American Dream” beschäftigen, ehe sie konkret die Einwanderungsgeschichte des 19. Jahrhunderts als Aspekt des "American Dream” unter die Lupe nehmen.

    Wie kann der "American Dream” mit der amerikanischen Einwanderungsgeschichte des 19. Jahrhunderts in Verbindung gebracht werden? Viele Immigranten flohen aus Europa in die USA, weil sie politisch und religiös verfolgt wurden. Hier erhoffte man sich ein leichteres Leben in demokratischer Freiheit, denn die USA waren seit ihrer Gründung am 04. Juli 1776 der erste parlamentarisch geführte Staat. Im Unterschied zu Europa bedeutete dies eine ganze Menge: zunächst waren die USA eine föderalistische Republik, bei welcher die Organe der Regierung, Gesetzgebung und Rechtsprechung durch Gewaltenteilung unabhängig voneinander agierten und sich weitgehend gegenseitig kontrollierten. Was für europäische Einwanderer besonders attraktiv erschien, waren die in der Unabhängigkeitserklärung festgeschriebenen Bill of Rights, in welchen u.a. Presse- und Meinungsfreiheit, aber auch die faire Chance aller vor der Rechtsprechung festgelegt waren. Dies bedeutete für die meisten Migranten ebenfalls ein Recht auf Selbstentfaltung und Persönlichkeitsentwicklung. Im Umkehrschluss bedeuten die in der Bill of Rights festgelegten Rahmenbedingungen der Gesellschaft für jeden die Chance auf Gleichbehandlung.

    Deshalb kann der "American Dream” nicht ohne die amerikanische Einwanderungsgeschichte im 19. Jahrhundert betrachtet werden. Von den USA versprachen sich v.a. Europäer Selbstverwirklichung. Viele bedeutsame Amerikaner waren selber Immigranten, sowie Stahlmogul Andrew Carnegie (ehemals aus Schottland), der Jeanserfinder und heute unter einer bekannten Marke verewigte Levi Strauss (ehemals aus Deutschland). Und natürlich John D. Rockefeller, dessen Vorfahren ebenfalls aus Deutschland stammen.

    Um den SuS einen differenzierten Zugang zu dieser großen Thematik und auch Problematik zu bieten, haben wir uns entschieden mit verschiedenen Quellenarten zu arbeiten. So sollen die SuS zunächst mit einer Bildquelle arbeiten, die aus der Deutschen Auswanderer Datenbank stammt. Das Angebot dieser Datenbank sollen die SuS ebenfalls analysieren und beurteilen. So sollen die SuS dazu befähigt werden selbstständig zur Geschichte Deutscher Auswanderer zu forschen, wenn ihr Interesse an der Thematik geweckt wurde.

    Auch die Gartenlaube, die wir als Datenbank für die Textquelle ausgewählt haben, folgt diesem Gedanken. Hier setzen sich die SuS mit Erfahrungsberichten deutscher Auswanderer in die USA auseinander und erhalten einen vertiefenden Einblick in ihre Beweggründe, aber auch darin, dass nicht jeder den amerikanischen Traum leben durfte.

  • 3. Didaktische Schwerpunktsetzung

    Auf der ersten Seite unseres Materials ist ein Übersichtsplan über die Lerninhalte zu finden. Die SuS können sich hier orientieren und erhalten bereits einen Überblick über die Methoden, die das Material von ihnen fordert. In unserem Material findet sich v.a. die Quellenorientierung wieder, da Quellen die Basis des Geschichtsunterrichts sind und einen Zugang zu Wissen und Methodenkompetenz eröffnen. Die SuS beschäftigen sich mit Bild- und Textquellen sowie mit einer Rede. Gleichzeitig beinhaltet unser Material auch Darstellungen, die sich erstens durch ihre Bezeichnung von den Quellen abgrenzen und zweitens sollen sie durch ihren Aufbau auf die Unterschiede zwischen Quellen und historischer Narration sensibilisiert werden.

    Gleichzeitig zeichnet sich das Material durch Gegenwartsorientierung aus, d.h. dass die SuS Geschichte als Nachdenken über die Vergangenheit begreifen und sich gleichzeitig darüber bewusst sind, dass dieses Nachdenken gegenwärtig stattfindet und von Zukunftserwartungen beeinflusst wird. In unserem Fall handelt es sich um einen Sinnzusammenhang, denn die SuS sollen ebenfalls ein Geschichtsbewusstsein entwickeln bzw. ihr bereits vorhandenes Geschichtsbewusstsein weiterentwickeln. Geschichtsbewusstsein als Leitziel des Geschichtsunterrichts sollte deshalb immer das oberste Ziel sein, welches sich im Material wiederfinden muss. Wie auch bei der Gegenwartsorientierung sollen sich die SuS über die Geschichtlichkeit des menschlichen Daseins bewusst werden und Vorstellungen von und Einstellungen zur Vergangenheit entwickeln. Im Fall unseres Materials versuchen wir ein Historizitätsbewusstsein zu fördern, da unser Werteziel darauf abzielt die Dynamik von geschichtskulturellen Konstrukten wie den American Dream zu begreifen. Die SuS sollen sich bewusst werden, dass das Konstrukt des American Dream für die Einwanderer früher eine andere Bedeutung hatte als es heute allgemein begriffen wird. D.h. dass wir neben dem Geschichtsbewusstsein auch die Geschichtskultur versuchen mit einzubinden. Das funktioniert bspw. darüber, dass wir den SuS digitale Angebote zeigen, wie in Amerika heute an die Einwanderervergangenheit gedacht wird. Geschichtskultur ist der Sitz des Geschichtsbewusstseins in der Gesellschaft, der sich in drei Dimensionen äußert:

    - Die ästhetische Dimension, bspw. Denkmäler

    - Die kognitive Dimension, d.h. die Geschichtswissenschaft an sich

    - Die politische Dimension, d.h. Reden, die Bezug auf die Vergangenheit nehmen

    Gerade im Bezug auf die aktuellen Entwicklungen Amerikas Einwanderungspolitik sollte man einen Blick auf die Vergangenheit Amerikas als Einwanderungsland wagen und sich mit der Bedeutung des American Dream heute und damals beschäftigen.

    Nachdem wir uns mit geschichtsdidaktischen Prinzipien beschäftigt haben, betrachten wir nun die Kompetenzen, die durch das Material gefördert werden sollen. In unserem Material finden sich die methodischen Dimensionen nach Jeismann wieder. Jeder einzelne Themenbereich des Materials ist nach dem Jeismann’schen Dreischritt aufgebaut: Sachanalyse, Sachurteil und schließlich Werteurteil. Zunächst werden auf der Vergangenheitsebene Sachanalyse und Sachurteil vollzogen. Bei der Sachanalyse wird der historische Sachverhalt geklärt und historische Zeugnisse analysiert. Die SuS beschäftigen sich mit Ursachen, Verläufen, Akteuren etc. Im Sachurteil sollen die SuS dann ihre Erkenntnisse eine historische Bedeutung zu weisen und diese in den historischen Kontext einbetten. Auf der Ebene des Gegenwartsbezugs sollen die SuS ein Werturteil bilden, d.h. welche Lehren können sie aus der Vergangenheit ziehen und welche Bedeutung haben sie heute?

    Durch die Einführungsaufgabe soll die Wahrnehmungskompetenz nach Gautschi gefördert werden. Da die SuS einen virtuellen Museumsrundgang unternehmen und ihr Vorwissen über die Migration in die USA formulieren , sollen sie Zeitdifferenz wahrnehmen und ihr Interesse soll geweckt werden. In den nächsten Themenbereichen erarbeiten sie sich die Sachanalyse und gleichzeitig wird die Erschließungskompetenz nach Gautschi gefördert.

  • 3.1 Kommentar zur Differenzierung

    Das Material liegt in einer A und B-Version vor. Innerhalb der B-Variante wurde das Material an unterschiedlichen Stellen differenziert und leichter gestaltet, um somit unterschiedliche Leistungsniveaus anzusprechen.

    So wurde im Einstieg zum Lernbereich Eins z.B. ein Erklärvideo zur Erkundung mithilfe Google Maps hinzugefügt: So kann bei technisch weniger versierten SuS eine anfängliche Frustration vermieden und der Start in das Thema erleichtert werden.

    In Aufgabe 2 dieses Bereichs sollen die SuS in der A-Variante die Definitionen von wichtigen Begriffen aus dem Lehrbuchtext heraussuchen- in der B-Variante werden die Begriffe den vorhandenen Definitionen zugeordnet.

    Nachdem die SuS in Aufgabe 1.3 einen Steckbrief über eine Person, die den American Dream gelebt hat, erstellt haben, sollen Sie in der Folgeaufgabe gemeinsam eine Definition erstellen- zu diesem Zwecke werden in der differenzierten B-Version einige Wörter vorgegeben, die in der Definition vorkommen sollten.

    In Aufgabe 5 des ersten Lernbereichs soll ein Schaubild erstellt werden- für dieses müssen die SuS in der A-Version selbst überlegen, welche Begriffe verwendet werden sollten, während in der B-Version die Begriffe noch einmal explizit zur Verwendung vorgegeben werden.

    Im zweiten Lernbereich wurde differenziert, indem zunächst die Seite der Deutschen Auswandererdatenbank vorgegeben wird und dadurch dass in der letzten Aufgabe dieses Bereichs nur ein Bild gesucht und somit auch nur eine Begründung geschrieben werden muss. Den langsameren Schülern wird dadurch die Möglichkeit gegeben, effektiver am eigentlichen Lerngegenstand zu arbeiten und sich auf ein Bild und seine Auswahl zu konzentrieren. Der Rest dieses Aufgabenbereichs wurde nicht weiter differnziert, da wir es wichtig finden, auch in der B-Version eine Methodenkompetenz zu fördern, zu der unteranderem Texterschließung und die Interpretation und Beurteilung historischer Abbildungen gehört.

    Im Lernbereich drei wurde differenziert, indem die SuS in der A Version zwei Quellen analysieren und vergleichen, während die SuS in der B-Version nur eine Quelle analysieren und später im Hinblick auf Ihre Verwertbarkeit im Geschichtsunterricht beurteilen sollen. Hierfür wurden in der B-Version zwei unterschiedliche Aussagen vorgegeben. Diesen sollen die SuS entweder zustimmen oder sie ablehnen und dies in einer Begründung festhalten.

    Im Lernbereich vier soll in beiden Versionen zur "Flag of Faces” recherchiert werden, In der A-Version wird noch eine vorherige Methodenkompetenz durch das Finden der richtigen Seite geübt, während sich die SuS in der B-Version sofort auf der richtigen Seite informieren können, da ihnen der richtige Link vorgegeben wird.

    In der letzten Wahlaufgabe des vierten Lernbereichs sollen die SuS einen Artikel zum Wandel des American Dream lesen: Die SuS in der A-Version müssen nun selbstständig in dem Artikel die Elemente finden, die zum Wandel beigetragen haben und anhand dieser diesen Wandel erklären. In der B-Version wird eine Tabelle mit den Hauptgründen für den Wandel vorgegeben. Diese müssen zunächst mit dem 19. Jhd. und dem Wissen aus dem vorherigen Aufgaben verglichen werden, um dann deren Auswirkungen auf den American Dream heute erklären zu können. Somit finden die SuS in der B-Version indirekt eine Anleitung vor um den Wandel des American Dream und dessen Gründe schrittweise analysieren zu können.

    Für den Podcast in der letzten Aufgabe werden außerdem in der B-Version ein paar nützliche Hinweise zum Erstellen des Podcasts gegeben.

    3.2 Kommentar zur Leistungsüberprüfung

    Der Vorschlag zur Leistungsüberprüfung zum Thema „American Dream”  dient dem Abschluss der Unterrichtseinheit zum Lehrplaninhalt: “Die USA in der Pionierzeit und in den 1920er Jahren” mit dem Schwerpunkt „Land der ,unbegrenzten Möglichkeiten’?”. Sie soll in Form einer Leistungskontrolle den Wissens- und Kompetenzzuwachs der SuS ermitteln. Da eine Leistungsüberprüfung immer an die Rahmenbedingungen des Unterrichts gebunden ist und dahingehend angepasst wird, erfolgt nun eine kurze Erläuterung dieser. Wie auch die Arbeitsmaterialien zum “American Dream” wurde die Leistungskontrolle für den Unterricht in der Klassenstufe 11 in Sachsen erstellt. Es handelt sich hinzukommend um einen Leistungskurs Geschichte.

  • Ausgangspunkt für die Erstellung dieser Leistungsüberprüfung waren unter anderem die erstellten Lernmaterialien. Dies ist besonders in der ersten Aufgabe erkennbar. Für den Anforderungsbereich I sollen die SuS, in Anlehnung an die 2. Aufgabe in der ersten Lerneinheit des Lernmaterials, einen kurzen Umriss über die Entwicklung des “American Dreams” in der Frontierbewegung in Sätzen formulieren und 2 gelernte Begriffe diesbezüglich definieren. Es handelt sich hier also um reines Wiedergeben von gelernten Inhalten und ist deshalb mit 20 % zur Gesamtpunktzahl zu bewerten.

    Die zweite Aufgabe der Leistungskontrolle deckt den Anforderungsbereich II ab. Hier soll die SuS  im Unterricht gelernte Fakten über die aktuelle gesellschaftliche und politische Lage in den USA anwenden und anhand von einer Rede Trumps oder einer Abbildung analysieren. Die Rede Trumps spricht die Arbeitslosigkeit, das schlechte Schulsystem und die Armut in den USA an. Der vorgegebene Ausschnitt wird als Songtext von dem  US-amerikanischen Rapper Meek Mill von 2020 vorgestellt, der damit in seinem Song “Otherside of America” Kritik an Trumps Politik, der Ungleichheit, der Polizeigewalt gegen Minderheiten und den strukturellen Rassismus in den USA ausübt. Die Abbildung zeigt den verlassenen Time Square in New York im Juni 2020, der in der Regel für das “bunte Leben” in den USA steht. Durch einen großen Bildschirm auf der Gebäudefront wird auf die “Black-Lives-Matter-Bewegung” nach dem Polizeimord an George Floyd aufmerksam gemacht. Beide mit einzubeziehende Materialien beweisen durch ihre Datierung die Aktualitäten der Problematiken, die im letzten Lernbereich der Unterrichtsmaterialien bereits ausführlich behandelt wurden und in Bezug zum “American Dream” gesetzt wurden. Die Analyse dieser oben genannten Aspekte in Bezug auf de Lehrplanschwerpunkt “das Land der unbegrenzten Möglichkeiten” soll den SuS die Chance geben, gelernte Inhalte aus der zweiten Lerneinheit des Arbeitsmaterials zur Migration in die USA mit einer aktuellen Thematik zu verbinden und so problemorientierte und gegenwartsbezogenen Geschichtskompetenz zu beweisen. Der Umfang dieser Aufgabe lässt sich mit 45 % der Gesamtpunktzahl bemessen, denn sie legt die Grundlage für die dritte Aufgabe.

    In der dritten Aufgabe sollen die Ergebnisse aus der Analyse zur Fragestellung “Otherside of America - American Dream oder American Nightmare?" reflektiert werden. Da sie den Anforderungsbereich III abverlangt, der bei einem Leistungskurs der 11. Klasse auch in Hinblick auf das zu absolvierende Abitur durchaus bearbeitbar sein muss, befindet sich die Gewichtung der Punkte mit 25 % im Mittelmaß gegenüber der anderen Aufgaben.

    10 % der Bewertung fließen in Formalia, wie das Beantworten der Aufgaben in Sätzen, eine korrekte Rechtschreibung und eine entsprechende Struktur der Aufsätze.

  • 4. Zielformulierungen im WKW-Modell und Medienkompetenzziele

    4.1 WKW-Ziele

    Die SuS kennen

    • die Bedeutung des „American Dream“ damals (19..) und heute (2020)
    • die Begriffsgeschichte des „American Dream“
    • Gründe für die Auswanderung in die USA im 19. Jhd.
    • die digitalisierte Zeitschrift „Gartenlaube“
    • das Onlineangebot der „Deutschen Auswanderer Datenbank“
    • das Projekt „Flag of Faces“

    Die SuS können

    • den „American Dream“ definieren
    • in einem Schaubild darstellen, was den „American Dream“ ausmacht
    • einen Holzstich (Q1) mit Blick auf die Idee des „American Dream“ und die Hoffnungen und Erwartungen der Einwanderer interpretieren
    • das Onlineangebot der „Deutschen Auswanderer Datenbank“ analysieren
    • selbstständig Material im Onlineangebot der „Deutschen Auswanderer Datenbank“ recherchieren und zusammenstellen
    • ihr selbstgewähltes Material begründen
    • auf der „Gartenlaube“ eigenständig den ersten veröffentlichen Brief eines deutschen Auswanderers recherchieren
    • zwei Quellen (Q2 und Q3) vergleichen
    • eine Rede (M6) unter dem Aspekt der Immigrationsgeschichte der USA analysieren
    • den Bewusstseinswandel des „American Dream“ aus einer Darstellung erschließen

    Die SuS beurteilen

    • das Onlineangebot der „Deutschen Auswanderer Datenbank“ als historische Recherchemöglichkeit zur Auswanderung
    • welche Quelle (Q2, Q3) sie für die historische Beschäftigung zum „American Dream“ als geeignetere Quelle empfehlen würden
    • den Umgang mit der Einwanderungsvergangenheit der USA heute
    • ob der „American Dream“ für Einwanderer heute noch dieselbe Bedeutung hat wie im 19. Jhd. (Freiheit und Selbstverwirklichung)

    1.3.2 Methodenkompetenzmodell NRW:

    Methodenkompetenz
    Die SuS

    - ermitteln zielgerichtet Informationen und Daten in Geschichtsbüchern, digitalen Medienangeboten und in ihrem schulischen Umfeld zu ausgewählten Fragestellungen (MK 2)
    - präsentieren in analoger und digitaler Form (fach-)sprachlich angemesse Arbeitsergebnisse zu einer historischen Fragestellung (MK 6)

    Urteilskompetenz
    Die SuS

    - erörtern grundlegende Sachverhalte unter Berücksichtigung der Geschichtskultur,
    außerschulischer Lernorte und digitaler Deutungsangebote (UK 5)