• Handreichung_Die Industrialisierung
  • anonym
  • 11.11.2020
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  • Die Industrialisierung
    in Deutschland und Leipzig

    Handreichung für Lehrkräfte

    Universität Leipzig - HISTOdigitaLE

    Q1: Lokomotive der KFNB von den Borsigwerken, Baujahr 1857, Wikimedia, gemeinfrei, https://t1p.de/u1pp
  • Kurzbeschreibung

    Die sechsmal 90-minütige Einheit, welche für die Klassenstufe 8 an Gymnasien konzipiert worden ist, gibt den Schüler*innen einen inhaltlichen Einblick in die Industrialisierung in Deutschland und Leipzig.
    Zunächst bietet ein Überblick über die Industrielle Revolution in Form eines digitalen Kreuzworträtsels eine Wiederholung und Anknüpfung an das vorherige Thema. Dann stehen die geografische Entwicklung der Stadt Leipzigs im 19. Jahrhundert, besonders des Stadtteils Plagwitz als Industriezentrum, sowie wahlweise die Persönlichkeit des Unternehmers Carl Heine beziehungsweise Adolf Bleichert im Vordergrund. Die Entwicklung der Straßenbahn wird mittels einer virtuellen Straßenbahnfahrt des Jahres 1931 vorgestellt. Des Weiteren beschäftigen sich Schüler*innen methodisch mit historischen Karten mittels des Virtuellen Kartenforums, einem historischen Denkmal Carl Heines, digitalen Webseiten bezüglich Adolf Bleichert und einem Virtuellen Rundgang in Plagwitz um Überreste aus dem 19. Jahrhundert, die auf die industrielle Blüte deuten, zu entdecken.
    Abschluss der Einheit bietet eine Leistungsüberprüfung. Diese besteht aus einer als 45-minütigen schriftlichen Leistungskontrolle.

    Fach Geschichte,

    Gymnasium,

    8. Klasse

    Die Industriali-sierung in Deutschland und Leipzig

    6 x 90 Minuten

    (Inhalts-vermittlung und Leistungs-überprüfung)

    Q2: Carl Heine, um 1880
    Bild: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Wikimedia, gemeinfrei https://t1p.de/heine

    Q3: Werbeschrift der Firma Bleichert,
    Bild: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Wikimedia, gemeinfrei https://t1p.de/bleicherta

  • Lehrplanverortung

    Das Thema der Industrialisierung in Deutschland und regional in Leipzig ist im sächsischen Lehrplan für Gymnasien der 8. Klasse im Fach Geschichte im Lernbereich 2 "Das Doppelgesicht des Fortschritts - Industrialisierung und die Folgen" zu verorten (vgl. Sächsisches Staatsministerium für Kultus, 2019).

    Hier wird empfohlen, Einblicke in den "Wandel der Wirtschaftsstrukturen seit dem Mittelalter" und in die "Pionierrolle Englands in der Industriellen Revolution" zu vermitteln (ebd. S. 20). Das geschieht vor der im folgenden Lernmaterial präsentierten Einheit und wird im Lernmaterial durch eine Wiederholung aufgegriffen. Von den insgesamt vierzehn Unterrichtsstunden für den Lernbereich 2 sollten sechs für die Einheit dieses Lernmaterials verwendet werden.

    Entsprechend des Lehrplans werden "Leitsektoren in der Hochindustrialisierung im Kaiserreich" (ebd.), sowie die "Auswirkungen der Industrialisierung auf das Leben der Menschen im 19. Jahrhundert" (ebd. S. 21) thematisiert. Dabei beurteilen Schüler*innen, wie sich "traditionelle soziale Strukturen", die "Arbeits- und Lebensverhältnisse" und die Umwelt verändert haben (ebd.).

    Gleichzeitig wird den Schüler*innen Methodenbewusstsein bei der Arbeit mit historischen Karten (ebd. S. 20) vermittelt, sowie Kompetenzen in der Recherche von Informationen beispielsweise bezüglich nachhaltiger Entwicklung (ebd. S. 21).

    Schüler*innen entwickeln die Fähigkeit, "begründete Urteile über historische Sachverhalte und ihre Deutungen zu bilden (...), indem sie (...) sich mit der Industrialisierung und den damit verbundenen Problemen beschäftigen [und] die begrenzte Wirksamkeit von Lösungsversuchen sozialer Probleme im 19. Jahrhundert erfassen." (ebd. S. 19) Das wird u.a. mithilfe der Beschäftigung mit Vor- und Nachteilen der Entwicklung der städtischen Straßenbahn verwirklicht.

    Des Weiteren wird besonders im Wahlbereich des Lernmaterials der Umgang mit traditionellen und digitalen Medien vertieft (ebd.). Im Wahlbereich 3A wird die Anforderung des Lehrplans insofern erfüllt, indem die Schüler*innen, ein Denkmal erschließen (ebd.). „Außerschulische Lernorte sind fester Bestandteil des Geschichtsunterrichts, daher sind z. B. Gedenkstätten-, Museums- oder Archivbesuche in jedem Schuljahr durchzuführen“ (ebd. S. 4).

    Sächsisches Staatsministerium für Kultus (hrsg.), Lehrplan Gymnasium. Geschichte, Dresden, 2019, Verfügbar unter:
    https://t1p.de/xanj.

    Da solche nicht immer möglich sind, wird den Schüler*innen die Chance gegeben, das Stadtgeschichtliche Museum und das Denkmal Carl Heines digital zu besuchen. Im Wahlbereich 3B lernen die Schüler*innen Darstellungsformen zu analysieren und kritisch mit solchen umzugehen (ebd. S. 19).

    Mögliche Lernbereichplanung

    Zur Orientierung über eine mgl. Integration des Lernmaterials folgende tabellarische Lernbereichsplanung:

    Stunde

    Thema/Inhalt

    methodischer Schwerpunkt

    1-8

    Wandel der Wirtschaftsstrukturen, Pionierrolle Englands in der Industriellen Revolution

    Textquellenanalyse

    9

    Wiederholung der Industriellen Revolution (Erfindungen, Wirtschaftsbereiche)

    Statistik Mitgliederentwicklung, Zeitzeugeninterview

    10

    Geografische Entwicklung Leipzigs

    Analyse historischer Karten

    11

    Carl Heine bzw. Adolf Bleichert

    Denkmal- bzw. Webseitenanalyse

    12

    Industriezentrum Plagwitz

    Virtueller Rundgang

    13

    Entwicklung der städtischen Straßenbahn

    Textquellenanalyse und Virtuelle Straßenbahnfahrt

    14

    Leistungsüberprüfung

    schriftliche Leistungskontrolle

    T1: Lernbereichsplanung LB2, Klasse 8, Gymnasium
  • Sachanalyse

    Inhaltlich bewegt sich das Lernmaterial auf dem Themengebiet der Industrialisierung, wobei diese mit Schwerpunkt auf der regionalen Geschichte im Raum Leipzig betrachtet wird. Allgemeine Merkmale der Industriellen Revolution, welche von England ausging, sind unter anderem die drei Erfindungen des Schnellschützen, der Spinning Jenny und der Dampfmaschine. Der Schnellschütze, ein mechanischer Webstuhl wurde 1733 von John Kay erfunden, die Spinning Jenny 1764 von James Hargreaves und die Dampfmaschine nach einem längeren Prozess 1769 von James Watt.

    Die direkten und indirekten Auswirkungen dieser Erfindungen auf die Wirtschaftsbereiche Europas, und somit auch Deutschlands, lassen sich unter anderem daran festmachen, dass nun durch höhere Produktion auch höhere Gewinne erwirtschaftet werden konnten, jedoch dabei die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander ging. Durch den vermehrten Einsatz von Maschinen und die Automatisierung von Produktionsabläufen in großen Fabriken verloren viele Menschen ihre Arbeit. Diese Problematik wird unter der sogenannten Sozialen Frage zusammengefasst.

    Führender Wirtschaftszweig war die Textilindustrie, welche durch höhere Produktion und einen niedrigeren Arbeitsaufwand rapide Erfolge immense erzielte. Durch die Erfindung der Dampfmaschine und daraus der Dampflokomotive und des Dampfschiffes, sowie durch den vermehrten Bau von Straßen, trug die veränderte Infrastruktur zu einer höheren Mobilität der Menschen bei, wodurch auch viele vom Land in Städte zogen und diese stetig wuchsen und zu Zentren von Transport und Frachtverkehr wurden (Urbanisierung).

    In Leipzig war unter anderen der Unternehmer Carl Heine erfolgreich. Dieser ließ 1860 die Aromafabrik bauen und veranlasste die Nutzung neuer Technologien und investierte stark in die Wettbewerbsfähigkeit seiner Fabrik. 1890 gründete er die Leipziger Westend-Baugesellschaft. Außerdem trug er zur Entwicklung der Infrastruktur Leipzigs bei und ließ 1841 die Pleißebrücke bauen und Grundstücken durch unterirdische Kanäle trockenlegen. 1856 war der Baubeginn des heutigen Karl-Heine-Kanals und 1868 ließ er die König-Johann-Brücke über dem Elsterkanal bauen. 1884 musste er aufgrund gesundheitlicher Probleme die Kanalbauprojekte an den Elster-Saale Canal-Verein übergeben. Carl Heine trug vor allem auch zur Entwicklung Plagwitz´ zum Industriezentrum bei und ließ unter anderem Schulen, Wohnhäuser und die Ziegelei von Plagwitz bauen. 1863 veranlasste Heine den Bau der Käthe-Kollwitz-Straße und der Karl-Heine-Straße, wodurch der Westen an die restliche Stadt Leipzig besser angebunden wurde. 1865 entwickelte Heine Gütergleisanlagen in Plagwitz/Lindenau und 1885 verkaufte er seine Gleise an die sächsische Staatseisenbahn, was ihm hohe Gewinn einbrachte.

    Heutige Überreste der Industrialisierung in Plagwitz sind unter anderem das Karl-Heine-Denkmal, der Felsenkeller, das Westwerk Leipzig, der Karl-Heine-Kanal, das Klubhaus der Freundschaft, der Straßenbahnhof Plagwitz, die Westendhallen, sowie das alte Industriegebäude.

    Die elektrische Straßenbahn in Leipzig existiert seit 1896. Vorteile jener für die Menschen des 19. Jahrhunderts waren unter anderem, dass nun große Personengruppen transportiert werden konnten, diese Bahnen wesentlich schneller waren, was auch den Güterverkehr beschleunigte, und dass die elektrische Straßenbahn ohne Schwierigkeiten hohe Steigungen überwinden konnte und somit flexibler war. Nachteilig dagegen waren die erhöhte Unfallgefahr aufgrund der hohen Geschwindigkeit, hohe Anschaffungs- und Wartungskosten, sowie ein hoher Energieverbrauch und der Verlust von Arbeitsplätzen durch die Automatisierung.

    Literaturhinweise

    Adam, K. et al. (1996): Vom Zweispänner zur Stadtbahn. Die Geschichte der Leipziger Verkehrsbetriebe und ihrer Vorgänger, Leipzig.

    Butschek, F. (2006): Industrialisierung. Ursachen, Verlauf, Konsequenzen, Böhlau.

    Krüger, U. (2008): Carl Heine. Der Mann, der Leipzig zur Industriestadt machte, Erfurt.

    Riedel, H. (2017): Plagwitz. Ein Leipziger Stadtlexikon, Leipzig.

  • Didaktische Schwerpunktsetzung

    Im ersten thematischen Block des Lernmaterials „Wiederholung Industrielle Revolution“ werden verschiedene Kompetenzen angesprochen. Durch das Nutzen der digitalen Methoden und Medien, wie das digitale Kreuzworträtsel, das Erklärvideo über die Erfindungen und Veränderungen der Produktion und Wirtschaft, sowie das Erstellen der digitale Mindmap, wird das Historische Digitale Lernen gefördert (vgl. Grosch 2012, S. 140).

    Diese digitalen Methoden sind schülernah und stellen Methodenvielfalt sicher, wodurch für eine Abwechslung und Varianz im Denkprozess gesorgt wird. Aufgabe 3 des ersten thematischen Blocks soll in Form einer digitalen Partnerarbeit durchgeführt werden, wodurch ein Wechsel der Sozialform geschieht. Dies ermöglicht, dass das Lernen den Schüler*innen nicht eintönig vorkommt und erleichtert auch das inklusive Lernen (vgl. Wenzel 2012, S. 250).

    Der zweite thematischen Block „Ein Blick in die Karten – Leipzigs Entwicklung von 1828 und 1900“ weist erneut einen Wechsel von Methoden und digitalen Medien auf. Hierbei handelt es sich um die Arbeit mit digitalen historischen Karten, die den Wandel vom statischen Kartenlesen in das animierte Kartenlesen ermöglicht (vgl. Grosch 2012, S. 142). Strukturell wird hierbei ein Längsschnitt vollzogen, um die Überschaubarkeit und das Erkennen der Entwicklungsstufen der Infrastruktur zu ermöglichen (vgl. Günther- Arndt, S. 168). Um das Thema möglichst schülernah zu vermitteln, wird sich dabei auf die Regionalgeschichte Leipzigs bezogen. Somit handelt es sich dabei um eine Fallanalyse, wobei mit Hilfe eines Lokalmodelles Konkretheit und Wirklichkeitsnähe ermöglicht werden (vgl. Günther- Arndt, S. 169).

    Der Wahlbereich des dritten thematischen Blocks gestattet den Schüler*innen das Aussuchen des Themas, welches sie mehr interessiert, dass bedeutet, dass hier für Differenzierung gesorgt wird. Bei beiden Wahlbereichen, 3A "Carl Heine - Ein Pionier der Leipziger Wirtschaft" und 3B "Von Leipzig in die Welt - Der Unternehmer Adolf Bleichert", handelt es sich um eine Fallanalyse, die mit Hilfe einer Personalisierung die Industrialisierung in Leipzig darstellt. Die Personalisierung sorgt für eine Anschaulichkeit und Konkretheit. Somit kann das Wirken der Männer hinterfragt werden und der Stadtbezug zu Leipzig ist erneut gegeben.

    Mit der Befassung mit dem Denkmal Carl Heines in Aufgabe 3 auf Seite 5 des thematischen Blocks 3A wird ein Gegenwartsbezug hergestellt. Hier wird die Möglichkeit geboten, die vergangene und gegenwärtige Erinnerungspolitik zu erkennen, wobei die Schüler*innen über politische Motivationen reflektieren (vgl. Bergmann 2007, S. 96). Sowohl in Wahlbereich 3A, wie auch in 3B wird die Entwicklung des Geschichtsbewusstseins nach dem FUER-Kompetenzmodell sichtbar. Zuerst wird durch Rekonstruktion das Wissen gesammelt, hier jeweils über eine Person der Industrialisierung über Wikipedia oder dem digitalen Zeitstrahl. Daraufhin wird durch die Dekonstruktion das gesammelte Wissen kritisch analysiert, in 3A und 3B durch die Analyse in einer Tabelle. Die Frage-, Sach- und Methodenkompetenz wird dadurch gedeckt. Die Historische Orientierungskompetenz wird jeweils durch die Anwendung in der Gegenwart erreicht, indem in 3A eine Informationstafel geschrieben wird und in 3B eine Rezension.  

    Im vierten thematischen Block „Ein Stadtteil reift weiter zum Industriezentrum – Leipzig Plagwitz heute“, wird ein konkreter Gegenwartsbezug gezogen, indem die Schüler*innen einen direkten tabellarischen Vergleich  zwischen Gegenwart und Vergangenheit zeihen. Dazu wird das digitale Werkzeug „Google Street View“ genutzt. Die Lernenden können zum Beispiel Straßennamen erkennen, die Teil der Erinnerungspolitik sind (vgl. Bergmann 2007, S. 94) oder alte Gebäude, die Erinnerungsorte darstellen. Durch den Sozialformwechsel in Aufgabe 3 auf Seite 8 wird hier erneut die Eintönigkeit beseitigt und die Aufgabe erleichtert, was wiederum den inklusiven Ansatz fördert.

    Außerdem wird durch das selbständige Erforschen der Straßen in Ansätzen Erforschendes Lernen gefördert. Innerhalb dieser Lokalgeschichte reflektieren die Schüler*innen über das Stadtbild Leipzigs/Plagwitz´, indem sie einen Reiseführerartikel formulieren. Das fördert die Selbständigkeit und die Reflektiertheit über Geschichtliche Prozesse.

  • Im fünften thematischen Block „Mit Volldampf zum Industriestaat - Die Pferdebahn aufs Abstellgleis“ wird mit einem digitalen Film Methodenvielfalt hergestellt. Hier wird wieder Entdeckendes Lernen gefördert (vgl. Hencke/Bockschatz 2007, S. 15-29.). Mithilfe der Quellenanalyse in Aufgabe 5 auf Seite 10 wird von den Lernenden Problemorientiertes Handeln gefordert, indem Vor- und Nachteile der Straßenbahn dokumentiert werden.

    Literaturhinweise

    Bergmann, K. (2007): Gegenwarts- und Zukunftsbezug. In: Mayer et al. (Hrsg.): Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht. Schwalbach, S. 91-112.

    Grosch W. (2012): Der Einsatz digitaler Medien in historischen Lernprozessen. In: Barricelli, Michele/Lücke, Martin (Hrsg.): Handbuch Praxis des Geschichtsunterrichts, Bd. 2, Schwalbach, S. 125-145.

    Günther- Arndt, H. (2014): Strukturierungskonzepte, In: Günther-Arndt, Hilke/Zülsdof Kersting, Meik: Geschichtsdidaktik. Berlin S. 166-171.

    Hencke/Bockschatz, G.  (2007): Forschend- entdeckendes Lernen, In: Mayer, Ulrich/Pandel,      Hans Jürgen Schneider, Gerhard (Hrsg.): Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht.  Schwalbach 2007, S. 15- 29.

    Sauer, M. (2006): Geschichte unterrichten. Eine Einführung in die Didaktik und Methodik. Seelze, S. 85-88.

    Wenzel, B. (2012): Heterogenität und Inklusion - Binnendifferenzierung und

    Individualisierung, In: Barricelli, Michele/Lücke, Martin (Hrsg.): Handbuch Praxis des

    Geschichtsunterrichts, Bd. 2, Schwalbach, S. 238-254.

  • Lernzielformulierung

    In der folgenden Übersicht werden die Lernzeile zum Material vorgestellt.

    Sie orientieren sich an dem in Sachsen gebräuchlichen WKW-Modell (Wissen-Können-Werten), das die drei Anforderungsbereiche umfasst.  

    Wissen
    Die Schüler*innen kennen...

    Können
    Die Schüler*innen können...

    Werten
    Die Schüler*innen beurteilen...

    Erfindungen und Veränderung der Produktion und Wirtschaft im Zuge der Industriellen Revolution.

    Erfindungen der Industriellen Revolution Wirtschaftsbereichen zuordnen.

    die Auswirkungen der Erfindungen der Industriellen Revolution auf das Leben der Menschen des 19. Jahrhunderts.

    die Funktionsweise des Virtuellen Kartenforums.

    historische Karten Leipzigs aus den Jahren1828, 1879 und 1897 mit Hilfe des Virtuellen Kartenforums und eines digitalen Zeitstrahls vergleichend darstellen.

    vergleichend zwei Webseiten.

    den Unternehmer Carl Heine und seinen Beitrag zur Entwicklung der Infrastruktur Leipzigs.

    einem digitalen Zeitstrahl und einem Wikipedia-Artikel Informationen über den Unternehemer Carl Heine entnehmen.

    die Auswirkungen (Vor- und Nachteile) der Entwicklung der stdtischen Straßenbahn in Leipzig.

    den Unternehmer Adolf Bleichert.

    das Denkmal Carl Heines analysieren und deuten.

    die Funktionsweise eines Virtuellen Rundgangs bei Google Street View.

    einen Text für eine Informationstafel für das Denkmal formulieren.

    die Entwicklung von der Pferdebahn zur motorisierten Straßenbahn.

    mit Hilfe von Analysekriterien zwei Webseiten miteinander vergleichen und deuten.

    die Karl-Heine-Straße virtuell erkunden und Überreste der Industrialisierung erkennen.

    einen Reiseführer-Artikel über den Stadtteil Plagwitz formulieren.

    an einer Virtuellen Straßenbahnfahrt aus dem Jahr 1931 teilnehmen und ihre Beobachtungen notieren.

    T3: Lernziele des Lernmaterials
  • Leistungsüberprüfung

    Zur Leistungsüberprüfung wird eine 45-minütige schriftliche Leistungskontrolle vorgeschlagen, die auf den Lernzielen des Lernmaterials basiert. Diese ist in drei Teile gegliedert.

    Insbesondere werden dabei Wissen und Kompetenzen aus den thematischen Blöcken 1, 2 und 5 des Lernmaterials überprüft. Der Anforderungsbereich 1 wird mit der ersten Aufgabe gedeckt. Hier nennen die Schüler*innen drei Erfindungen der Industriellen Revolution und deren Erfinder. Dabei wird die einfache Wiedergabe von erlerntem Wissen überprüft.

    Darauf aufbauend wird die Erschließungskompetenzkompetenz überprüft, indem die Schüler*innen in Aufgabe 2 die Bedeutung dieser Erfindungen für den Prozess der Industrialisierung erläutern und daraus Wirkungen auf verschiedene Wirtschaftsbereiche ableiten. Dies entspricht dem Anforderungsbereich 2.

    In Aufgabe 3 wird der Anforderungsbereich 3 abgedeckt. Hier nehmen die Schüler*innen eine Quellenanalyse vor und beurteilen, welche Vor- und Nachteile die Entwicklung der elektrischen Straßenbahn und der Bahnbau für die Menschen des 19. Jahrhunderts hatte. Die Lehrkraft kann daran überprüfen und beurteilen, ob die Schüler*innen in der Lage sind problemorientiert zu denken und die Industrialisierung zu beurteilen.

    Insgesamt sind 21 Punkte erreichbar.