• Leistungskontrolle: Der Weg in den 2. Weltkrieg - Eine unausweichliche Katastrophe?
  • Anja123
  • 06.09.2020
  • Geschichte
  • 9
Um die Lizenzinformationen zu sehen, klicken Sie bitte den gewünschten Inhalt an.
  • Leistungskontrolle- Der Weg in den 2. Weltkrieg

    Die Leistungskontrolle besteht aus drei Aufgaben. Zuerst sollen die Schülerinnen und Schüler die im Lernpaket behandelten Ereignisse der deutschen Außenpolitik reproduzieren und den passenden Daten zuordnen (AFB I, Nenne). Hierbei können 6 Punkte erreicht werden, da 6 Ereignisse zuzuordnen sind. Bei Aufgabe 2 steht die Arbeit mit einer Textquelle im Vordergrund. Als Textquelle wurde die Rede Hitlers vor dem deutschen Reichstag zum Beginn des 2. Weltkriegs am 1. September 1939 ausgewählt. Die SuS sollen die Quelle analysieren, indem sie die dazugehörige Tabelle ausfüllen (AFB II, analysiere). Diese Tabelle soll den SuS eine Hilfestellung bei der Textquellenanalyse sein. Bei dieser Aufgabe können maximal 9 Punkte erreicht werden. Bei Aufgabe 3 sollen die SuS dann beurteilen, inwiefern die Textquelle repräsentativ für Hitlers Inszenierung seiner eigenen Außenpolitik ist und dies mit passenden Stellen aus der Quelle belegen (AFB III, beurteile). Diese Aufgabe verlangt ein Verständnis der Ambivalenz von Hitlers Außenpolitik und seiner Darstellung dieser Außenpoltik gegenüber der (deutschen) Bevölkerung. In der Texquelle findet sich eine Vielzahl an Indizien dafür, dass die Textquelle beispielhaft für Hitlers außenpolititische Rhetorik ist. Die SuS sollen 3 Aspekte und die dazugehörigen Textstellen beschreiben, es können so maximal 6 Punkte erreicht werden. Insgesamt sind maximal 21 Punkte zu erreichen.

    Note

    Punkte

    1

    20-21

    2

    17-19

    3

    12-16

    4

    8-11

    5

    4-7

    6

    0-3

    Notenbild
  • Leistungskontrolle - Der Weg in den 2. Weltkrieg

    1
    / 6
    Nenne zu den Jahreszahlen die Ereignisse der deutschen Außenpolitik!
    19.10.1933
    __________________________________
    26.01.1934
    __________________________________
    16.03.1935
    __________________________________
    18.06.1935
    __________________________________
    12.03.1938
    __________________________________
    23.08.1939
    __________________________________
    2
    / 9
    Analysiere die Textquelle Q1 (siehe Rückseite), indem du die Tabelle T1 ausfüllst!

    Textquelle Q1

    Redner

    Entstehungszeitpunkt

    Anlass


    Quellenart

    Historischer Kontext

    Absicht (Intention) des Redners

    T1
  • Abgeordnete, Männer des Deutschen Reichstags! Seit Monaten leiden wir alle unter der Qual eines Problems, das uns einst das Versailler Diktat beschert hat und das nunmehr in seiner Ausartung und Entartung unerträglich geworden war. Danzig war und ist eine deutsche Stadt. […]

    Sie kennen die Vorschläge, die ich über die Notwendigkeit der Wiederherstellung der deutschen Souveränität über die deutschen Reichsgebiete machte, die endlosen Versuche, die ich zu einer friedlichen Verständigung über das Problem Österreich unternahm und später über das Problem Sudetenland, Böhmen und Mähren. Es war alles vergeblich. Eines aber ist unmöglich zu verlangen, daß ein unerträglicher Zustand auf dem Weg friedlicher Revision bereinigt wird, und die friedliche Revision konsequent zu verweigern. […]

    Meine Friedensliebe […] soll man nicht mit Schwäche oder gar mit Feigheit verwechseln!

    Ich habe daher gestern abend der britischen Regierung mitgeteilt, daß ich unter diesen Umständen auf seiten der polnischen Regierung keine Geneigtheit mehr finden kann, mit uns in ein wirklich ernstes Gespräch einzutreten. […]

    Ich habe mich daher nun entschlossen, mit Polen in der gleichen Sprache zu reden, die Polen seit Monaten uns gegenüber anwendet.

    Wenn nun Staatsmänner im Westen erklären, daß dies ihre Interessen berühre, so kann ich eine solche Erklärung nur bedauern. Sie kann mich aber nicht eine Sekunde in der Erfüllung meiner Pflicht wankend machen.

    Ich habe es feierlich versichert und wiederhole es, daß wir von diesen Weststaaten nichts fordern und nie etwas fordern werden. Ich habe versichert, daß die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland eine endgültige ist. Ich habe England immer wieder eine Freundschaft und, wenn notwendig, das engste Zusammengehen angeboten. Aber Liebe kann nicht nur von einer Seite geboten werden, sie muß von der anderen ihre Erwiderung finden. Deutschland hat keine Interessen im Westen. Unser Westwall ist zugleich für alle Zeiten die Grenze des Reiches. Wir haben auch keinerlei Ziel für die Zukunft und diese Einstellung des Reiches wird sich nicht mehr ändern. […]

    Polen hat nun heute nacht zum erstenmal auf unserem eigenen Territorium auch durch reguläre Soldaten geschossen.

    Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen!

    1

    Hitlers Rede zum 1. September 1939 vor dem deutschen Reichstag





    5




    10




    15




    20




    25




    30




    35




    40




    45




    50




    55




    60




    65
    1

    Hitlers Rede zum 1. September 1939 vor dem deutschen Reichstag

    Abgeordnete, Männer des Deutschen Reichstags! Seit Monaten leiden wir alle unter der Qual eines Problems, das uns einst das Versailler Diktat beschert hat und das nunmehr in seiner Ausartung und Entartung unerträglich geworden war. Danzig war und ist eine deutsche Stadt. […]

    Sie kennen die Vorschläge, die ich über die Notwendigkeit der Wiederherstellung der deutschen Souveränität über die deutschen Reichsgebiete machte, die endlosen Versuche, die ich zu einer friedlichen Verständigung über das Problem Österreich unternahm und später über das Problem Sudetenland, Böhmen und Mähren. Es war alles vergeblich. Eines aber ist unmöglich zu verlangen, daß ein unerträglicher Zustand auf dem Weg friedlicher Revision bereinigt wird, und die friedliche Revision konsequent zu verweigern. […]

    Meine Friedensliebe […] soll man nicht mit Schwäche oder gar mit Feigheit verwechseln!

    Ich habe daher gestern abend der britischen Regierung mitgeteilt, daß ich unter diesen Umständen auf seiten der polnischen Regierung keine Geneigtheit mehr finden kann, mit uns in ein wirklich ernstes Gespräch einzutreten. […]

    Ich habe mich daher nun entschlossen, mit Polen in der gleichen Sprache zu reden, die Polen seit Monaten uns gegenüber anwendet.

    Wenn nun Staatsmänner im Westen erklären, daß dies ihre Interessen berühre, so kann ich eine solche Erklärung nur bedauern. Sie kann mich aber nicht eine Sekunde in der Erfüllung meiner Pflicht wankend machen.

    Ich habe es feierlich versichert und wiederhole es, daß wir von diesen Weststaaten nichts fordern und nie etwas fordern werden. Ich habe versichert, daß die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland eine endgültige ist. Ich habe England immer wieder eine Freundschaft und, wenn notwendig, das engste Zusammengehen angeboten. Aber Liebe kann nicht nur von einer Seite geboten werden, sie muß von der anderen ihre Erwiderung finden. Deutschland hat keine Interessen im Westen. Unser Westwall ist zugleich für alle Zeiten die Grenze des Reiches. Wir haben auch keinerlei Ziel für die Zukunft und diese Einstellung des Reiches wird sich nicht mehr ändern. […]

    Polen hat nun heute nacht zum erstenmal auf unserem eigenen Territorium auch durch reguläre Soldaten geschossen.

    Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen!

    Verhandlungen des Reichstags. 4. Wahlperiode. Band 460. Stenographische Berichte 1939-1942. 3. Sitzung, Freitag, 1. September 1939, S. 45-48.
    3
    / 6
    Beurteile, inwiefern die Textquelle beispielhaft für Hitlers Darstellung seiner Außenpolitik ist! Verweise bei deiner Argumentation auf entsprechende Textstellen (gib die verwendeten Zeilen an)! [3 Aspekte+ 3 Textstellen]
  • / 21
    Note
  • Erwartungshorizont LK - Der Weg in den 2. Weltkrieg

    1
    Nenne zu den Jahreszahlen die Ereignisse der deutschen Außenpolitik!
    19.10.1933
    Austritt aus dem Völkerbund
    26.01.1934
    Nichtangriffspakt mit Polen
    16.03.1935
    Wiedereinführung der Wehrpflicht
    18.06.1935
    Flottenabkommen mit Großbritannien
    12.03.1938
    Anschluss Österreichs
    23.08.1939
    Hitler-Stalin-Pakt
    2
    Analysiere die Textquelle Q1 (siehe Rückseite), indem du die Tabelle T1 ausfüllst!

    Textquelle Q1

    Redner

    Adolf Hitler

    Entstehungszeitpunkt

    1.September 1939

    Anlass

    Beginn des 2. Weltkriegs (scheinbarer Angriff Polens)

    Quellenart

    (politische) Rede

    Historischer Kontext

    -Hitler hat einen Angriff Polens inszeniert.
    - Das Deutsche Reich erklärt Polen den Krieg.

    Absicht (Intention) des Redners

    - Hitler möchte nicht als Angreifer Polens gelten.
    - Er möchte sich als friedliebender Mensch inszenieren, für den Krieg nur das letzte Mittel darstellt.
    - Er möchte verheimlichen, dass er den Angriff und den Krieg begonnen hat.

    T1
    3
    Beurteile, inwiefern die Textquelle beispielhaft für Hitlers Darstellung seiner eigenen Außenpolitik ist! Verweise bei deiner Argumentation auf entsprechende Textstellen (gib die verwendeten Zeilen an)!

    Ja ist beispielhaft, da...-> unterschiedliche Lösungen möglich-> Gründe (3 P.)+ Textstellen (3 P.)
    - friedliche Lösungen immer angestrebt (Zeile 9-17)
    - Krieg als letztes Mittel Bsp. Zeile: 23-25)
    - Ungerechtigkeit Versailles (Bsp. Zeile 4: Versailler Diktat)
    - Agression geht von Nachbarn aus (Bsp. Zeile: 48-53)
    - bewusst falsche Zusicherungen gemacht (Bsp. Westwall Zeile: 42-48))
    - Ziel des Lebensraums im Osten (Bsp. Zeile:7-8)