• 01- Thomas Eckert - Vorwort
  • Projekt "Hände hoch fürs Handwerk im Landkreis St. Wendel"
  • 23.10.2020
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  • Eines sollte den Schülern bei der Umsetzung stets bewusst sein. Eine nahezu perfektionistische Art ist unerlässlich. Das Einhalten der Winkelgrößen, die perfekte Verleimung der Bauteile und eine lückenlose Oberflächenversiegelung verhindern späteren Frust, wenn das Instrument stets „kippelt“ oder gar auseinander fällt. Hier muss die Lehrkraft das individuelle Arbeitstempo berücksichtigen, damit diese Fälle nicht eintreten.

    Zeitangaben in der Verlaufsplanung mögen ihren Sinn haben, entfernen sich jedoch in einigen Fällen von der Wirklichkeit und sollten daher stets dynamisch betrachtet werden. Eine detaillierte Montageanleitung verhindert zumeist das Scheitern des Projektes und sollte auf den Eigenentwurf abgestimmt werden.

    Nach Fertigstellung der Instrumente beginnt der wohl spannendste Teil, bei dem die Cajons ihren eigentlichen Zweck erfüllen sollen. Die Schülerinnen und Schüler üben gemeinsam einfache Rhythmusmuster auf ihren selbst entworfenen und gebauten Musikinstrumenten ein (z.B.: „we will rock you“ von Queen).

    In einem dritten Kontakt mit dem Handwerksbetrieb steht die Präsentation der Ergebnisse im Vordergrund. Ernste und lobende Worte beiderseits lassen die Beziehung beider Institutionen in jeder Hinsicht profitieren.

    Ich wünsche bei der Umsetzung des Projektes den Lehren, Betrieben und vor allem den Schülern viel Spaß und Erfolg.

    Thomas Eckert

  • Hände hoch fürs Handwerk - Vorwort

    Im Fach Arbeitslehre besteht unentwegt der Wunsch nach neuen ansprechenden Projekten. Dabei spielt das Herstellen praktisch nutzbarer Werkstücke eine übergeordnete Rolle. In diesem Projekt wird die Verknüpfung von Arbeitslehre und Talentfach mit dem Fach Musik hergestellt.

    Ein Rhythmusinstrument, das den Musikern auf einfach Art und Weise ermöglicht, der Musik einen eigenen percussiven Klang beizumischen, ist das sogenannte Cajon. Eine zunächst simpel erscheinende Holzkiste, die jedoch bei näherer Betrachtung und späteren Herstellung einige Tücken verbirgt.

    „Holzkiste ist nicht gleich Holzkiste“ möchte man sagen. Die Verwendung spezieller Tonhölzer, unterschiedliche Materialstärken und Zusatzaccessoires lassen dieses musikalische Schlaginstrument in immer neuer Klangvielfalt erscheinen.

    Neben unzähligen Angeboten in allen Preiskategorien und Formen auf dem Markt, ist es jedoch dem Interessenten möglich, viele eigene Ideen und Vorstellungen umzusetzen; hält man sich nur an die ein oder andere Bedingung.

    Der relativ große Spielraum sich kreativ in Form und Gestaltung des Instrumentes auszutoben, ermöglicht des Weiteren einen spannenden Bezug zur Musik herzustellen.

    Im Projekt „Hände hoch fürs Handwerk – Bau eines Cajons“ kann die Umsetzung dieses Vorhabens in vielerlei Hinsicht den Schülern hilfreich sein. Abhängig von einer vorhandenen maschinellen Infrastruktur der Schule, müssen einzelne Arbeitsschritte an außerschulische Handwerksbetriebe weitergegeben werden. Hier wird eine Brücke zwischen Schule und Handwerk geschlagen. Der enge Kontakt und die gemeinsame Verwirklichung dieses Projektes führt Schüler erheblich näher an den Handwerksberuf, was für eine spätere Berufswahl von Bedeutung sein kann.

    Konkret sollte der Handwerksbetrieb auf Grundlage eines von den Schülern erstellten individualisierten Entwurfes, den dazu nötigen Bausatz herstellen. In einem Unterrichtsgang wird die Herstellung dieser Baukästen vor Ort von den Schülern beobachtet.

    Damit jedoch nicht genug. Oft gehen phantasievolle Vorstellungen und die praktische Umsetzung, bekanntlich zweierlei Wege. So ist es dem Handwerksbetrieb im Vorhinein möglich Einfluss auf das Vorhaben zu nehmen. Kalkulation und technische

    Grundlagen schränken eine allzu ausschweifende Planung letztendlich doch etwas ein. Eine fachmännische Beratung mit dem entsprechen Know how stellt für die Schüler den nötigen Realitätsbezug her.

    Nachdem die Schüler ihre Bausätze erhalten haben, beginnt der nächste große Schritt. Auf der Grundlage bereits erworbener Fertigkeiten vorangegangener Schuljahre beginnen die Schüler, ihr Instrument zu fertigen. Damit ein garantiert positiver Ausgang verzeichnet werden kann, ist es dem Projektleiter jederzeit möglich in das Geschehen einzugreifen; ist er jedoch in der übrigen Zeit lediglich in beratender Rolle zu finden.