Viele Gedichte besitzen einen eigenen Schwung, einen Rhythmus. Betonte und unbetonte Silben wechseln sich in bestimmter, gleichbleibender Reihenfolge ab. Diese rhythmische Einheit nennt man Metrum, auch Versmass oder Versfuss.

- Mache ein eigenes Beispiel anhand eines Wortes, dass du in Silben aufteilst.
Die 4 Arten von Metren
Betonte Silben werden in der Regel laut gesprochen, dadurch betont und hervorgehoben.
Unbetone Silben werden durch den Sprecher gar nicht betont oder hervorgehoben.
1. Jambus
unbetonte Silbe - betonte Silbe
Das Fräulein stand am Meere
Und seufzte lang und bang.
Es rührte sie so sehre
Der Sonnenuntergang.
2. Trochäus
betonte Silbe - unbetonte Silbe
Erste grosse Perlen fallen
wie aus grober Siebe Augen.
Hell des Dachen Bleche knallen
Fels und Strasse sprühn und saugen.
3. Daktylus
betonte Silbe - unbetonte Silbe - unbetonte Silbe
Wiederum leuchten die Blätter im Licht
Tanzen und schwanken und fallen dann doch.
4. Anapäst
unbetonte Silbe - unbetonte Silbe - betonte Silbe
Und es wallet und siedet und brauset und zischt,
wie wenn Wasser mit Feuer sich mengt.
- Kennzeichne, bei den kursiv geschriebenen Gedichtausschnitten jeweils die betonten und unbetonten Silben.
Tipp: Geh an einen ruhigen Ort und spreche die Worte laut aus. Das hilft bei der Zuordnung.
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