• Thielking : Ey, Rezo
  • s.h.kern@gmx.de
  • 30.06.2020
  • Allgemeine Hochschulreife, Bachelor, Weiterbildung
  • Deutsch, fächerverbindend, Politik
  • 10, 11, 12, 13
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Im Mai 2019 hat kurz vor der Eu­ro­pa­wahl ein Video des Y­ou­tubers Rezo mit dem Titel "Die Zer­stö­rung der CDU" für Auf­re­gung ge­sorgt. Nicht nur die kri­ti­sier­te CDU hat sich um Stel­lung­nah­men be­müht, auch in Zei­tun­gen sind Kom­men­ta­re zu dem Video er­schie­nen. In der Säch­si­schen Zei­tung ist am 31.05.2019 unter dem Titel "Ey, Rezo" ein Text von Mar­cus Thiel­king er­schie­nen.

https://www.sa­ech­si­sche.de/plus/ey-​rezo-du-derb-krasser-checker-cdu-akk-youtube-klimawandel-fridaysforfuture-5077428.html

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Fas­sen Sie den In­halt des Tex­tes „Ey, Rezo“ von Mar­cus Thiel­king zu­sam­men. Be­nen­nen Sie die In­ten­ti­on des Tex­tes. Be­stim­men Sie die Text­sor­te. Be­le­gen Sie mit Text­bei­spie­len.
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Un­ter­su­chen Sie den Sprach­ge­brauch. Fin­den Sie Bei­spie­le für die in der Über­sicht an­ge­ge­be­nen Merk­ma­le der Ju­gend­spra­che. Be­schrei­ben Sie den Sprach­ge­brauch zu­sam­men­fas­send.
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Der Text von Mar­cus Thiel­king be­zieht sich auf das Video des Y­ou­tubers Rezo, das unter dem Titel „Die Zer­stö­rung der CDU“ kurz vor der Eu­ro­pa­wahl im Mai 2019 für Fu­ro­re ge­sorgt hat (https://youtu.be/4Y1lZQ­syuS­Q). Tran­skri­bie­ren Sie einen Ab­schnitt des Vi­de­os (etwa 30 Se­kun­den). Schrei­ben Sie mög­lichst wort- bzw. laut­ge­treu auf, was Rezo sagt.
  • An­fang des Vi­de­os
    „Ja, es ist wie­der Zeit für so ein Video. Heute sehn wir uns die CDU an, auch n biss­chen SPD, und n biss­chen AFD, aber pri­mär sehn wir uns die CDU an. Ich und TJ, wir haben uns ein­fach in den letz­ten Wo­chen mal son paar span­nen­de The­men r­aus­ge­pick­t und ge­guck­t, was macht die CDU da, wie ist ihre Stel­lung da, wie sind die da so drauf. Und ich muss ehr­lich sagen: fuck ist das hef­tig. Ich hab nicht ge­wusst, wie hef­tig das ist. Ich werde in die­sem Video zei­gen, wie CDU-​Leute lügen, wie ihnen grund­sätz­li­che Kom­pe­ten­zen für ihren Job feh­len, wie sie gegen deut­li­che Ex­per­ten­mei­nung Po­li­tik ma­chen, wie sie sich au­gen­schein­lich an ver­schie­de­nen Kriegs­ver­bre­chen be­tei­li­gen, wie sie sich Pro­pa­gan­da und Un­wahr­hei­ten gegen die junge Ge­ne­ra­ti­on ein­set­zen, wie bei ihrer Po­li­tik der letz­ten Jahr­zehn­te die Rei­chen immer mehr ge­win­nen und alle an­de­ren immer mehr a­b­loo­sen und ich zeige, dass nach der Ex­per­ten­mei­nung von zig­tau­sen­den deut­schen Wis­sen­schaft­lern die CDU ak­tu­ell unser Leben und un­se­re Zu­kunft zer­stört.“
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Ver­glei­chen Sie den Sprach­ge­brauch von Rezo mit dem von Thiel­king.
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Neh­men Sie in einem Le­ser­brief Stel­lung zu dem Text von Mar­cus Thiel­king. Gehen Sie dabei auch auf die An­ge­mes­sen­heit bzw. die Funk­tio­na­li­tät des Sprach­ge­brauchs im Hin­blick auf die In­ten­ti­on ein.

Merk­ma­le der Ju­gend­spra­che

Le­xi­ka­li­sche Merk­ma­le

  • Wort­schöp­fun­gen, Neo­lo­gis­men, Wort-​Umdeutungen: z.B. Stoff = Dro­gen­
  • Be­deu­tungs­ver­än­de­rung durch Prä­fi­xe (in Ver­bin­dung mit Ver­ben): ab-​gehen, an-​machen, ein-​pennen, zu-​drohnen, rum-​hängen, auf etwas ab­fah­ren
  • Stei­ge­rung durch In­ten­siv­prä­fi­xe: super-​, hyper-​ oder ober-​geil, mega- oder ultra-​hart
  • Wort­bil­dung mit Suf­fi­xen wie -​mäßig: Tussi-​mäßig, abgeh-​mäßig, chill-​mäßig
  • Ver­ba­li­sie­rung von Sub­stan­ti­ven: mül­len, zof­fen
  • An­gli­zis­men, In­ter­na­tio­na­lis­men
  • Ein­glie­de­rung von Wör­tern aus an­de­ren Spra­chen: chil­len (ent­span­nen, aus­ru­hen), a­b­loo­sen (ver­sa­gen), foo­den (essen), fee­ling, rein­powern, aus­ge­powert sein, cus
  • Ar­chais­men: Wie­der­ent­de­ckung von ver­al­te­ten Wör­tern durch Ju­gend­li­che, wobei ihnen eine neue Be­deu­tung bei­gemes­sen wird, z.B. Penne=Schu­le
  • Krea­ti­ve Wort­spie­le: Fest­netz­te­le­fo­nie­rer, o­ki­do­ki­

Ver­kür­zung

  • As­si­mi­la­ti­on: wars, haste, gehts, aufm
  • Ab­kür­zun­gen, A­kro­ny­me: lol, wtf
  • Re­duk­ti­on, Til­gung: sehn, supa, nich, is, ne

Syn­tak­ti­sche Merk­ma­le

  • Satz­ab­bru­che, El­lip­sen, Deh­nungs­phra­sen (ir­gend­was, oder so)

Gra­pho­sti­lis­ti­sche / Ty­po­gra­fi­sche Merk­ma­le

  • Gra­phem­wie­der­ho­lung: Jaaaaa!
  • E­mo­ti­cons, Emo­jis
  • Pho­ne­ti­sche Schrei­bung, Laut­ma­le­rei: knirsch, argh, heul