• Einkauf von Werkstoffen
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  • 30.06.2020
  • Wirtschaft
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Werk­stof­fe sind Güter, die in einem Un­ter­neh­men für ge­wöhn­lich di­rekt ver­braucht wer­den. Des­halb wer­den sie nicht auf Be­stands­kon­ten, son­dern auf Auf­wands­kon­ten ge­bucht.

Bu­chung auf Au­wands­kon­ten

Kon­ten der Kon­ten­klas­sen 6 und 7 haben fol­gen­de Ei­gen­schaf­ten:

- Meh­run­gen wer­den im Soll ge­bucht.

- Min­de­run­gen wer­den im Haben ge­bucht.

Im Ein­kaufs­be­reich wird zwi­schen fol­gen­den Werk­stof­fen un­ter­schie­den:

- Werk­stof­fe, die di­rekt ins Pro­dukt ein­ge­hen und sei­nen Haupt­be­stand­teil bil­den.

Bu­chung auf dem Au­wands­kon­to:

z.B. Kunst­stoff­gra­nu­lat für Spiel­fi­gu­ren

– Werk­stof­fe, die di­rekt ins Pro­dukt ein­ge­hen und einen Ne­ben­be­stand­teil bil­den.

Bu­chung auf dem Au­wands­kon­to:

z.B. Farbe zum Be­dru­cken der Spiel­bret­ter

– Stof­fe die zur Her­stel­lung not­wen­dig sind, um zum Bei­spiel Ma­schi­nen zu be­trei­ben, die aber nicht di­rekt in das Pro­dukt ein­ge­hen

Bu­chung auf dem Au­wands­kon­to:

z.B. Strom oder Schmier­stof­fe für die Fer­ti­gungs­ma­schi­nen

– Teile die fer­tig ein­ge­kauft wer­den und un­ver­än­dert in das Pro­dukt ein­ge­hen.

Bu­chung auf dem Au­wands­kon­to:

z.B. De­sign­fo­li­en für die Rück­sei­te von Spiel­kar­ten

Bu­chung auf dem Au­wands­kon­to:

1
In einer Mö­bel­fa­brik ist Holz ein...
2
Nägel und Schrau­ben sind...
3
Kraft­stoff für einen Strom­ge­ne­ra­tor ist ein...
4
Stahl zählt für eine Ma­schi­nen­bau­fir­ma zu...
5
Für eine Mö­bel­fa­brik sind Klei­der­ha­ken ein...
6
Der Ein­kauf von Lack ist ein Auf­wand für...

Nach­läs­se beim Ein­kauf

Ra­bat­te

Bei einem Ra­batt han­delt es sich um einen der dem Kun­den di­rekt ge­währt wird.

Bei­spie­le hier­für sind:

– Er wird für die Ab­nah­me einer be­stimm­ten Wa­ren­men­ge ge­währt.

– Er wird neuen Kun­den beim ers­ten Ein­kauf ge­währt.

– Er wird Be­stands­kun­den bei häu­fi­ge­ren Ein­käu­fen ge­währt.

– Sie wer­den auf­grund be­stimm­ter Ei­gen­schaf­ten (Sai­son, Ab­ver­kauf, klei­ne­re Qua­li­täts­män­gel) ge­währt

ACH­TUNG: Ra­bat­te wer­den ver­bucht, son­dern di­rekt ab­ge­zo­gen.

Skon­to

Der Skon­to ist ein Preis­nach­lass, der für die Zah­lung in­ner­halb einer fest­ge­leg­ten an­ge­bo­ten wird. Er wird ge­währt um den Kun­den zu einer Zah­lung zu ver­an­las­sen. Das der ZEP ab­züg­lich Skon­to der BEP ist nennt man den Skon­to auch . Da Skon­to nach­träg­lich ge­währt wird muss er auf dem ent­spre­chen­den ver­bucht wer­den.

Die Ein­kaufs­kal­ku­la­ti­on

Der des Lie­fe­ran­ten ist der Aus­gangs­preis von dem wir kal­ku­lie­ren. Hier­von wer­den sämt­li­che d.h. Ra­bat­te und Skon­to und die die für Trans­port und Ver­sand der Güter an uns an­fal­len .

Bei­spiel

Uns liegt ein An­ge­bot der Pa­pier­fa­brik Grund­mey­er zu fol­gen­den Kon­di­ti­o­nen vor:

Pappe P3 - Lis­ten­preis pro m² - 14,00 €. Men­gen­ra­batt 5 %. bei Ab­nah­me von min­des­tens 100 m².

Skon­to bei Zah­lung in­ner­halb 7 Tagen 3%. Fracht­ge­büh­ren 120,00 €.

%

%

Lis­ten­ein­kaufs­preis

1.400,00

100

- Lie­fe­rer­ra­batt

70,00

5

= Ziel­ein­kaufs­preis

1.330,00

95

100

- Lie­fe­rer­s­kon­to

39,90

3

= Bar­ein­kaufs­preis

1.290,10

97

+ Be­zugs­kos­ten

120

= Ein­stands­preis

1.410,10

Bu­chung

Das vor­lie­gen­de An­ge­bot wird an­ge­nom­men. Ver­bu­chung auf Ziel.

an

Nach­träg­li­che Preis­nach­läs­se

Wäh­rend so­fort ab­ge­zo­gen und des­halb nicht ver­bucht wer­den, müs­sen nach­träg­li­che Preis­nach­läs­se und in der Buch­hal­tung be­rück­sich­tigt wer­den. Sie wer­den auf dem ent­spre­chen­den Un­ter­kon­to ver­bucht. Da wir durch einen Nach­lass ef­fek­tiv we­ni­ger Geld an den den Lie­fe­rer be­zah­len müs­sen, muss auch eine Kor­rek­tur der durch­ge­führt wer­den.

Bei­spiel

Wir be­zah­len die Rech­nung der Pa­pier­fa­brik Grund­mey­er in­ner­halb der Skon­to­frist.

Ne­ben­rech­nun­gen

%

Rech­nungs­be­trag

1.725,50

100

- Skon­to brut­to

51,77

3

= Über­wei­sungs­be­trag

1.673,73

97

%

Skon­to (brut­to)

51,77

119

- Um­satz­steu­er

8,27

19

= Skon­to (netto)

43,50

100

Bu­chung

an

Bonus

Der Bonus wird guten Kun­den meist am Ende einer Ab­rech­nungs­pe­ri­ode oder eines Jah­res ge­währt. Er ist eine die nor­ma­ler­wei­se pro­zen­tu­al vom in­ner­halb der Pe­ri­ode be­rech­net wird. Er wird eben­falls auf dem Konto ver­bucht.

Bei­spiel

Die Pa­pier­fa­brik Grund­mey­er ge­währt uns wegen der hohen Ab­nah­me­men­gen wäh­rend des Jah­res einen Bonus in Höhe von 178,50 Euro (brut­to).

Ne­ben­rech­nung

%

Bonus (brut­to)

178,50

119

- Um­satz­steu­er

28,50

19

= Bonus (netto)

150,00

100

Bu­chung

Der Bonus min­dert un­se­re Ver­bind­lich­kei­ten. Darum funk­ti­o­niert die Bu­chung  genau wie die Skonto-​Buchung, nur das dabei kein Zah­lungs­kon­to (Bank/Kasse) mit im Spiel ist.

an

Der glei­che Bu­chungs­satz fin­det Ver­wen­dung, wenn vom Lie­fe­rer eine wegen einer er­hal­ten.

Rück­sen­dung

Bei einer Rück­sen­dung von Werk­stof­fen wird eine durch­ge­führt. Das heißt, der Bu­chungs­satz für den Ein­kauf des je­wei­li­gen Stof­fes wird

Bei­spiel

Wir sen­den zwei Säck mit Kunst­stoff­gra­nu­lat (Brut­to­preis je Sack 148,75 € ) auf­grund von Farb­män­geln zu­rück.

Bu­chung

an

x