• Projektmanagement
  • Christian Gissinger
  • 30.06.2020
  • Informatik , Medientechnik/Mediendesign
  • 3. Ausbildungsjahr
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Me­tho­den im Pro­jekt­ma­nage­ment

Aus dem zwei­ten Aus­bil­dungs­jahr soll­te Ihnen der Be­griff Pro­jekt­ma­nage­ment noch ge­läu­fig sein. Ein Werk­zeug zur Er­rei­chung eines Pro­jekt­ziels ist der ide­al­ty­pi­sche Pro­duk­ti­ons­pro­zess (siehe auch die Be­griffs­de­fi­ni­ti­on auf der rech­ten Seite). Wir wol­len an die­ser Stel­le noch­mals kurz die wich­tigs­ten Be­grif­fe kurz und prä­gnant wie­der­ho­len:

ide­al­ty­pi­scher Pro­duk­ti­ons­pro­zess

Der ide­al­ty­pi­sche Pro­duk­ti­ons­pro­zess ori­en­tiert sich am "Ore­gon Soft­ware De­ve­lo­p­ment Pro­cess", wurde aber stark ver­ein­facht. Das Ziel ist es, die not­wen­di­gen Pro­duk­ti­ons­schrit­te in eine sinn­vol­le Rei­hen­fol­ge zu brin­gen, so dass dop­pel­te Ar­beit mög­lichst aus­ge­schlos­sen wird. Dabei wird der ge­sam­te Pro­duk­ti­ons­pro­zess in fünf auf­ein­an­der auf­bau­en­de Schrit­te un­ter­teilt:

  1. Or­ga­ni­sa­ti­on
  2. In­for­ma­ti­on
  3. In­ter­face­de­sign
  4. Um­set­zung
  5. Eva­lu­a­ti­on

In der Re­a­li­tät wie­der­holt man die ein­zel­nen Schrit­te so­lan­ge, bis man beim ge­wünsch­ten End­ergeb­nis an­ge­kom­men ist.

Unterschrift
1
Wel­che Ei­gen­schaf­ten muss ein Pro­jekt min­des­tens er­fül­len?
2
Ein Ziel ist...
3
Eine Ziel­rich­tung ist...

Für wei­te­re In­for­ma­ti­o­nen zum OSDP scan­nen Sie ne­ben­ste­hen­den Code oder:

https://pdfs.se­man­tic­scho­lar.org/92f1/1b8d0953acf57caf9b5ac9c2c43326ea611d.pdf

Tipps für die per­sön­li­che Ar­beit

4
Zu wel­chen Pha­sen des ide­al­ty­pi­schen Pro­duk­ti­ons­pro­zes­ses ge­hö­ren fol­gen­de Auf­ga­ben bei einem Web­pro­jekt?
(1-5)
  • Fluss­dia­gramm er­stel­len
  • Feh­ler su­chen
  • Quell­text schrei­ben
  • Ziel de­fi­nie­ren
  • Seite Scribb­len

Oft ist man mit der An­zahl der zu er­le­di­gen­den Auf­ga­ben schier über­for­dert. Man weiß nicht so recht, mit wel­cher Auf­ga­be man als ers­tes be­gin­nen soll oder wann man mit dem Er­geb­nis (zu­min­dest vor­läu­fig) zu­frie­den sein kann.

Um das erste Di­lem­ma zu lösen, soll­te man seine Auf­ga­ben in ver­schie­de­ne Ka­te­go­rien ein­sor­tie­ren:

  • wich­tig und dring­lich
  • wich­tig und nicht dring­lich
  • nicht wich­tig und dring­lich
  • weder wich­tig, noch dring­lich

Wenn Sie Ihre Auf­ga­ben in diese Ka­te­go­rien un­ter­teilt haben, wis­sen Sie schon mal, wel­che Sie als ers­tes an­ge­hen soll­ten: die wich­ti­gen und dring­li­chen.

Das zwei­te Pro­blem lässt sich mit dem Pareto-​Prinzip lösen. Wenn Sie in 20% der Ihnen zur Ver­fü­gung ste­hen­den Zeit etwa 80% des Er­geb­nis­ses fer­tig­ge­stellt haben, kön­nen Sie die­ses Er­geb­nis erst ein­mal Ihrem Vor­ge­setz­ten oder Kun­den zei­gen. Es lohnt sich nicht (immer) schon von An­fang ein 100% fer­ti­ges Pro­dukt zu prä­sen­tie­ren. Änderungs-​wünsche sind in die­sem un­fer­ti­gen Ar­beits­sta­di­um schnel­ler ein­ge­pflegt. Statt das per­fek­te Zwi­schen­pro­dukt zu er­stel­len, soll­ten Sie sich dann lie­ber mit Ihrer nächs­ten Auf­ga­be be­schäf­ti­gen und auf ein Feed­back war­ten.

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Zeich­nen Sie ein Qua­drat und be­nen­nen Sie die vier Ecken, so dass sich das Pro­jekt­qua­drat er­gibt.
  • Tipp: In einer der vier Ecken steht Zeit.

Agi­les Pro­jekt­ma­nage­ment

Der ide­al­ty­pi­sche Pro­duk­ti­ons­pro­zess ist ein sehr gutes Werk­zeug, mit dem Sie immer zum Ziel kom­men. Ein gro­ßer Nach­teil die­ser Me­tho­de ist al­ler­dings, dass es ein sehr star­res Vor­ge­hen ist. Diese Un­fle­xi­bi­li­tät kann bei den Pro­jekt­teil­neh­mern dafür sor­gen, dass sie nicht mo­ti­viert sind.

Um nun eine in­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on (=die in­ne­re, aus sich selbst ent­ste­hen­de Mo­ti­va­ti­on) we­cken zu kön­nen, kann man den Pro­jekt­teil­neh­mern die Aus­wahl der Ar­beits­pa­ke­te über­las­sen. Um dabei aber den­noch den Über­blick be­hal­ten zu kön­nen, kann man die Kanban-​Methode nut­zen.

Kan­ban

Das Wort Kan­ban stammt, ge­nau­so wie die Kanban-​Methode, ur­sprüng­lich aus Japan. Das Wort be­deu­tet so­viel wie "Karte" oder "Schild". Der Ur­he­ber der Me­tho­de war Taiichi Ohno. Das Ziel der Kanban-​Methode ist es, einen Pro­jekt so zu or­ga­ni­sie­ren, dass die Teil­neh­mer in­trin­sisch mo­ti­viert sind und man den­noch den Über­blick be­wah­ren kann.

Vor­ge­hen

Vor­tei­le und Tipps

  1. Man schreibt alle Ar­beits­pa­ke­te auf. Für jedes Ar­beits­pa­ket wird dabei ein ei­ge­ner Zet­tel ver­wen­det.
  2. Eine Pinn­wand wird klas­si­scher­wei­se in drei Spal­ten auf­ge­tei­tl: To Do, Im Gange, Fer­tig. Man kann die Spal­ten auch an die ei­ge­nen Be­dürf­nis­se an­pas­sen, so dass es im spe­zi­el­len Fall auch mehr als drei Spal­ten gibt.
  3. Die Ar­beits­pa­ke­te wer­den alle in die erste Spal­te ge­han­gen.
  4. Die Pro­jekt­teil­neh­mer su­chen sich die Ar­beits­pa­ke­te aus, die sie be­ar­bei­ten möch­ten und hän­gen diese dann in die zwei­te Spal­te um.
  5. So­bald ein Pro­jekt­teil­neh­mer mit sei­nem Ar­beits­pa­ket fer­tig ist, hängt er sei­nen Zet­tel in die letz­te Spal­te um.
  6. Die Schrit­te 4 und 5 wer­den so lange wie­der­holt, bis alle Zet­tel in der letz­ten Spal­te hän­gen.
  • Alle Pro­jekt­teil­neh­mer haben immer den ak­tu­el­len Pro­jekt­sta­tus im Blick.
  • Wenn man für jeden Pro­jekt­teil­neh­mer eine Farbe fest­legt, kann man mit Hilfe von ent­spre­chen­den Kle­be­punk­ten auf den Zet­teln die je­wei­li­ge Zu­stän­dig­keit ver­deut­li­chen.
  • Die Mo­ti­va­ti­on der Teil­neh­mer ist hoch.
  • Die ge­sam­te Pro­jekt­dau­er ver­kürzt sich in der Regel, da alle Pro­jekt­teil­neh­mer mo­ti­vier­ter sind.
  • An­statt fest­zu­le­gen, dass jeder Projektteil-​nehmer ein Ar­beits­pa­ket ab­ar­bei­ten muss, kann man auch das Pro­jekt in klei­ne­re Teams un­ter­tei­len, die dann wie­der­um mit Hilfe der Kanban-​Methode grö­ße­re Ar­beits­pa­ke­te (z.B. In­ter­face­de­sign, In­halts­re­cher­che etc.) ab­ar­bei­ten.
  • Der Wi­der­stand bei der Ein­füh­rung neuer Me­tho­den ist nor­ma­ler­wei­se hoch. Bei Kan­ban ist dies er­freu­li­cher­wei­se nicht der Fall.

Trel­lo

Die Kanban-​Methode hat den Nach­teil, dass man die Pinn­wand immer im Raum haben muss. Ab­hil­fe schaf­fen hier Pro­gram­me und Apps. Eine sehr gute Um­set­zung, die in der voll­kom­men aus­rei­chen­den Ba­sis­va­ri­an­te kos­ten­frei ist, heißt Trel­lo, wel­ches man unter trel­lo.com er­reicht. Neben der sehr auf­ge­räum­ten Web­ober­flä­che bie­tet Trel­lo auch kos­ten­freie Apps für An­droid und iOs an. Eine kurze, grund­le­gen­de Video-​Einführung

in Trel­lo er­hal­ten Sie, wenn Sie

den  fol­gen­den Code ab­scan­nen

oder:

https://www.you­tube.com/

watch?v=cL-​yfHzpOjk

Lear­ning with Trel­lo/flickr
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