• anonym
  • 08.09.2020
  • Geschichte
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  • Jugendjahre unter dem Hakenkreuz

    Hitlerjungen mit Werbeschildern, Worms,
    Bundesarchiv, Bild 133-131 CC-BY-SA 3.0
    https://t1p.derjdi
    „Bund Deutscher Mädel“ Gymnastikvorführung, Bundesarchiv, CC-BY-SA 3.0
    https://t1p.de/0vxm

    Kurzbeschreibung

    Die 90-minütige Einheit, welche für die Klassenstufe 8 an Oberschulen konzipiert worden ist, soll den SuS einen inhaltlichen Einblick in den Alltag des Nationalsozialismus geben. Im Vordergrund steht die Zweiteilung der Betrachtungsweise des Alltagslebens der Jugendlichen innerhalb der HJ, sowie das Leben nicht organisierter und jüdischer Jugendlicher. Die Hitlerjugend (HJ) und der Bund Deutscher Mädel (BDM) werden mittels eines Erklärvideos von MrWissen2go vorgestellt. Indes sollen sich die SuS mit einem Zeitzeugenbericht aus einem digitalen Zeitzeugenportal auseinandersetzen. Im Mittelpunkt steht außerdem eine Statistik über die steigenden Mitgliederzahlen der HJ. Darüber hinaus werden auch die Widerstandsgruppen Swing-Jugend und Edelweißpiraten in den Vordergrund gerückt. Das Leben von jüdischen Jugendlichen wird skizziert, indem sich die SuS u.a. mit Hilfe von Q1 (Polizeiverordnung über die Kennzeichnung mit dem Judenstern) quellenorientiert mit dem Thema auseinandersetzen. Den Abschluss der Einheit bildet eine digitale Umfrage, in welcher die SuS entscheiden sollen, ob sie damals in eine NS-Jugendorganisation eingetreten wären. Die Leistungsüberprüfung (als sonstige Leistung) besteht aus der Vorbereitung und Präsentation eines Referats wohingegen der Fokus auf den individuellen Schicksalen Jugendlicher (Verwendung von Zeitzeugenberichten) während des NS liegen soll.

    murals in honor of the Edelweißpiraten,Köln-Ehrenfeld: Aufgenommen am 15. September 2013, Fotograf: https://www.flickr.com/people/wwwuppertal/, CC BY-NC 2.0, https://t1p.de/ajkl
    Appell im Jugendverwahrlager Litzmannstadt, Archiwum Fotograficzne Stefana Bałuka, gemeinfrei, https://t1p.de/l25b
  • 1) Lehrplanverortung

    Ich möchte kurz herausstellen, dass unser Thema Jugendjahre unter dem Hakenkreuz viele Schnittpunkte mit dem, in diesem Fall sächsischen, Lehrplan hat. Es finden sich sicher aber auch viele Überschneidungen mit den Lehrplänen anderer Bundesländer. Das Thema Jugendjahre unter dem Hakenkreuz ist im sächsischen Lehrplan in der Oberschule in der 8.Klasse im Fach Geschichte zu verorten (Sächsisches Staatsministerium für Kultus 2019). Um das noch weiter zu spezifizieren, kann man das Thema im Lernbereich 4: Herrschaft und Alltag im Nationalsozialismus einordnen, weil die SuS hier das Alltagsleben von Kindern und Jugendlichen im NS-Staat beurteilen sollen. Empfohlen wird die Behandlung von Hitlerjugend, dem Bund Deutscher Mädel, das Leben nicht organisierter Jugendlicher, das Leben jüdischer Kinder anhand einer Mehrperspektivität. (Sächsisches Staatsministerium für Kultus 2019, S. 20) Des Weiteren findet man Überschneidungen mit mehreren Zielformulierungen im Lehrplan, die ich im Folgenden aufzeigen werde: Für die Klassenstufe ist das Ziel: Entwickeln der Fähigkeit, begründete Urteile über Vergangenes, über Geschichtsdarstellungen und über Geschichtsbezüge der Gegenwart zu fällen verankert (Sächsisches Staatsministerium für Kultus, S. 18). In unserem Material geschieht das unter anderem durch die Beurteilung des freiwilligen Eintritts in eine NS-Jugendorganisation durch die SuS (siehe Aufgabe 8) und durch die Beurteilung der unterschwelligen Vorbereitung der HJ auf den Krieg, anhand der Erzählungen eines Zeitzeugen (siehe Aufgabe 3). Ein weiteres Ziel ist das Entwickeln der Bereitschaft zur Mitgestaltung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. (Sächsisches Staatsministerium für Kultus, S. 18) Diese Bereitschaft entwickelt sich nicht durch eine Aufgabe des Materials, sondern vielmehr durch die Bearbeitung aller Aufgaben. Die SuS erleben durch die Bearbeitung der Aufgaben, wie sich das alltägliche Leben in einer Diktatur angefühlt haben muss und vergleichen dieses mit ihren eigenen (guten) Lebensbedingungen. In den Bildungs- und Erziehungszieles des Faches findet man die Mehrperspektivität als Ziel. Probleme und Themen sollen aus mehreren Perspektiven erfasst werden. (siehe Sächsisches Staatsministerium für Kultus, S. VIII) Unser Material zeigt mehrere Perspektiven auf die Zeit von Jugendlichen im NS-Regime. Es gibt die Perspektive der NS-Jugendorganisationen (siehe Aufgabe 1-4), die der nicht organisierten Jugendlichen (siehe Aufgabe 5) und die der jüdischen Kinder und Jugendlichen (siehe Aufgabe 6-7). Diese Multiperspektivität wird auch in den Vorschlägen für die Gestaltung des Bildungs- und Erziehungsprozesseses gefordert (siehe Sächsisches Staatsministerium für Kultus, S. VIII). Wie es Jugendlichen zur Zeit des NS-Regimes erging, lässt die SuS emotional stärker an das Thema heranrücken, da die Menschen, die derartiges Leid erfahren mussten, in ihrem Alter waren. Des Weiteren wird (…) ein vielfältiger Einsatz von traditionellen und digitalen Medien (…).empfohlen. (siehe Sächsisches Ministerium für Kultus, S. IX) Das Material bietet ein digitales Zeitzeugeninterview (siehe Aufgabe 3), ein Erklärvideo (siehe Aufgabe 1 und 5) und eine schriftliche Textquelle (siehe Aufgabe 7). Aus den allgemeinen fachlichen Zielen kann man noch das Erlernen fachspezifischer Arbeitsmethoden (siehe Sächsisches Staatsministerium für Kultus, S.2) anführen. Die Auswertung von Mitgliederstatistiken (siehe Aufgabe 4) oder die richtige Einordnung von Informationen auf einem Zeitstrahl (siehe Aufgabe 6, gehören zu Arbeitsmethoden, die fachspezifisch sind.

  • Sächsisches Staatsministerium für Kultus, Lehrplan Oberschule. Geschichte, Dresden, 2019, https://www.schule.sachsen.de/lpdb/web/downloads/2457_lp_os_geschichte_2019_Final_mit_Lesezeichen.pdf?v2

    Mögliche Lernbereichsplanung
    Lernbereich 4: Herrschaft und Alltag im Nationalsozialismus

    Unsere Stunde reiht sich am Ende des Lernbereiches 4 ein und nimmt circa zwei Unterrichtsstunden in Anspruch. Der Lernbereich 4 umfasst insgesamt 14 Unterrichtsstunden (siehe Sächsisches Staatsministerium für Kultus, S.20). Daraus ergibt sich folgende hypothetische Lernbereichsplanung:

    Stunde

    Thema/Inhalt

    methodischer Schwerpunkt

    8+9

    Widerstand im Nationalsozialismus

    Erkundung und Analyse eines Denkmals + eigener Denkmalentwurf

    10+11

    Jugendjahre unter dem Hakenkreuz

    Statistik Mitgliederentwicklung, Zeitzeugeninterview

    12+13

    In das Leben eines Jugendlichen zur NS-Zeit eintauchen -
    Ein Referat halten

    Zeitzeugenberichte, Umgang mit Textquellen

    14

    Propaganda im Nationalsozialismus

    Plakatanalyse und -deutung

    T1: Lernbereichsplanung LB4, Klasse 8, Oberschule

    2) Inhaltliche Schwerpunktsetzung/Sachanalyse

    Thematisch beschäftigt sich unser Material mit dem Alltag der Kinder und Jugendlichen zur Zeit des NS-Regimes. Inhaltlich haben wir uns am Lehrplan (Sachsen) orientiert und die Aufteilung der Einheit belassen (siehe Lehrplanverortung). Diese Unterteilung erfolgte bewusst, um die Kontraste der verschiedenen Lebensweisen zu betrachten. Kinder und Jugendliche, die Mitglieder in der HJ waren, hatten weniger vom NS-Regime zu befürchten als jene, die sich entschlossen in Jugendwiderstandsgruppen formierten (zu nennen seien an der Stelle die Swing Jugend und die Edelweißpiraten) oder die, die wegen „nicht-arischer“ Abstammung gar nicht erst beitreten durften.  Zu Beginn der Stunde muss der Begriff Ideologie definiert werden, sodass die SuS die die perfide Strategie des Regimes, die Jugend zu instrumentalisieren besser nachvollziehen können.

  • Ideologie ist eine politische Theorie, in der Ideen der Erreichung politischer und wirtschaftlicher Ziele dienen, besonders in totalitären Systemen. Die Herrschenden wollen dann die Gesellschaft nach ihren Vorstellungen und Ansichten gestalten und lassen keine anderen Meinungen zu. (zit. Bundeszentrale für politische Bildung, https://t1p.de/er7i) Zur Zeit des Nationalsozialismus war das ganze Leben ideologisiert, d.h. man hatte sich in jeglichen Lebensbereichen der nationalsozialistischen Weltanschauung unterordnen müssen, mit dem Ziel der Verankerung der nationalsozialistischen Gedanken in der gesamten Gesellschaft. Kinder und Jugendliche, die als neue heranwachsende Generation gelten, übernahmen in diesem Prozess eine tragende Rolle. Das nationalsozialistische Regime war auf die Unterstützung dieser neuen Generation angewiesen und gründete deshalb Jugendorganisationen außerhalb der Familie und Schule (die als staatlich unterstellte Institution auch ideologisch instrumentalisiert war). Man lockte die Kinder und Jugendlichen mit attraktiven Freizeitangeboten und nahm im außerschulischen Rahmen einen großen Einfluss auf die Kinder. Die, die keine Mitglieder werden wollten, oder weil es ihnen als Kinder jüdischer Eltern untersagt war, wurden ausgeschlossen, unterdrückt und verfolgt. Als die Nazis 1933 an die Macht kamen, etablierte sich die Hitlerjugend (HJ) als einzige staatlich anerkannte Jugendorganisation. Die HJ gab es zwar schon seit 1926, sie spielt in der Weimarer Republik aber eine eher untergeordnete Rolle. Infolge der Machtübernahme der Nazis wurden alle übrigen Jugendorganisationen verboten – drei Jahre später wurde sogar ein Gesetz erlassen, welches manifestierte, dass es die Pflicht der Jungen und Mädchen sei, zur HJ zu gehen. Bereits vor Beginn des Zweiten Weltkrieges sind ca. 98% der Jugendlichen Mitglieder in einer der verschiedenen HJ-Organisationen. Die Nationalsozialisten lockten sie mit der Loslösung vom Elternhaus, regelmäßigen Treffen, in Form von Heimabenden, Zeltlagern, Paraden. Eine tragende Rolle spielte dabei immer die Loyalität der (arischen) Volksgemeinschaft und der Führerfigur Adolf Hitler gegenüber. Die Jungs wurden in der HJ auf den Krieg und das Soldatenleben vorbereitet. Die Mädchen waren dem BDM (Bund Deutscher Mädel) unterstellt und wurden dort in ihrer Rolle als angehende Hausfrauen und Mütter geschult. Aber der militärische Drill und die Zwanghaftigkeit der HJ trugen nicht in allen jungen Köpfen Früchte. Vor allem in Berlin und Hamburg etabliert sich die Swing-Jugend, die ihre Weltanschauung eng mit der verbotenen Swing Musik verband. Sie pflegten einen anglophilen Lebensstil, gaben sich zum Beispiel englische Namen und trafen sich zum Tanzen. Die Nationalsozialistischen führten Razzien durch und verfolgten die Swing-Jugendlichen.

  • Die Edelweißpiraten, welche ihren Name dadurch erlangten, dass sie als Erkennungsmerkmal einen weißen Anstecker trugen, waren weniger organisiert oder politisch und protestierten gegen die HJ. Das Schicksal jüdischer Kinder und Jugendlicher unterschied sich nicht von dem jüdischer Erwachsener. Sie waren von der Volksgemeinschaft ausgeschlossen und konnten keine Mitglieder in der HJ werden. Im Zuge der Reichspogromnacht im November 1938 wurden jüdische Schülerinnen und Schüler vom Unterricht ausgeschlossen, bis man sie schließlich zu Beginn der 40er Jahre in Konzentrationslager deportierte. Das Alltagsleben der jüdischen Mitbürger_innen (ab dem 6. Lebensjahr) war indes auch geprägt vom Tragen des Judensterns. Ein Nichttragen des (als öffentliche Bloßstellung empfundenen) Sterns wurde mit Geld- und Haftstrafen sanktioniert. Die Quelle Q1 Polizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden vom 01. September 1941 aus dem Reichtstagsgesetzblatt 1 (S. 547) liegt den SuS als Originalquelle verlinkt vor.Das Erklärvideo von MrWissen2go soll den SuS einen Einblick in den Fachgegenstand geben. MrWissen2go Geschichte wird produziert von ZDF/ Terra X und funk. Funk ist ein Gemeinschaftsangebot der Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) und des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF). (aus: https://t1p.de/dahz, aufgerufen am: 02.09.2020 19:20) Das Zeitzeugeninterview in M2 stammt aus einem digitalen Zeitzeugenportal. (https://www.zeitzeugen-portal.de/) Der Zeitzeuge Uwe Holmer, 1929 in Wismar geboren, berichtet in dem Zeitzeugeninterview, welches den SuS zur Verfügung gestellt worden ist, inwiefern er sich innerhalb der HJ (Hitlerjugend) engagierte und was ihn daran faszinierte. Der in M4 bereitgestellte Informationstext über die jüdische Bildung in Bayern stammt von der Homepage des BLLV (Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband). Die SuS sollen mithilfe der aus dem Text entnommen Informationen die drastische Zuspitzung der Lebenswirklichkeit der jüdischen Kinder und Jugendlichen, bzw. Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer darstellen. Auch, wenn es sich hier um einen über bayerische Verhältnisse während des Nationalsozialismus berichtenden Text handelt, sind diese Informationen unserer Meinung nach gewissermaßen auch auf Gesamtdeutschland, bzw. Sachsen zu übertragen.

    Zum Nachstöbern:

    https:\/\/www.dhm.delemokapitelns-regimealltagslebenjugend.html

    Anja Tuckermann: Ein Volk, ein Reich, ein Trümmerhaufen. Alltag, Widerstand und Verfolgung - Jugendliche im Nationalsozialismus. Arena Verlag, Würzburg, 2013. ISBN: 978-3-401-06144-3. 10,99 Euro.

    http:lernen-aus-der-geschichte.deLernen-und-LehrenFilterKindheit-und-Jugend-im-Nationalsozialismus\/434

  • 3) Didaktische Schwerpunktsetzung

    Innerhalb unseres Materials lassen sich diverse geschichtsdidaktische Prinzipien finden. Bereits in Aufgabe 1 wird nach dem Kompetenzmodell des Geschichtslehrer_innenverbandes Methoden-Medien-Kompetenz ausgebildet. Anhand eines YouTube Erklärvideos von MrWissen2go werden die historischen Sachverhalte über die Jugend im Nationalsozialismus vermittelt. Abgesehen davon, dass die SuS wahrscheinlich viel Zeit mit der Plattform zubringen, was einen direkten Lebensweltbezug impliziert, sollte die Nutzung digitaler Medien zunehmend mehr in Unterrichtsprozessen integriert werden. An dieser Stelle wird vor allem die Medienkompetenz („Arbeitsverfahren und Medien zum Gewinn historischer Kenntnisse, Deutungen und Urteile nutzen“) geschult. (Baumgärtner, U.: Wegweiser Geschichtsdidaktik. S. 57-87). Mit Aufgabe 1 sollen sich die SuS eigenständig (mit Hilfe des Erklärvideos) einen Überblick über die historischen Sachverhalte verschaffen. An dieser Stelle wird, nach selbigem Kompetenzmodell die Sachkompetenz gefördert (Fachinhalte werden nach dem Curriculum, Lehrplan Oberschule Sachsen), vermittelt. Um ein weiteres Kompetenzmodell zu nennen, kann man sich in unserem Beispiel auf Gautschis Kompetenzmodell des „historischen Lernens“ beziehen. Es sagt aus, dass ein historischer Lernprozess mit der Wahrnehmung von Zeitdifferenz beginnt und die SuS sich darüber hinaus mit Hilfe von Quellen, Wissen zu den jeweiligen Sachverhalten verschaffen, wohingegen sie zielführend zu einem Sachurteil gelangen, welches dafür sorgt, dass die SuS eben diese Sachverhalte besser nachvollziehen können. Gautschi unterscheidet zwischen: Sachanalyse (Erschließungskompetenz für historische Quellen und Darstellungen), Sachurteil (Interpretationskompetenz für Geschichte) und Werturteil (Orientierungskompetenz für Zeiterfahrung). Die Begriffe (Sach-)Analyse, Sachurteil und Werturteil überträgt Gautschi von Jeismann in und erweitert sie in seinem Kompetenzmodell des Historischen Lernens. Nachfolgend sollen die jeweiligen Aufgaben des Lernmaterials in diesem Schema verortet werden. Aufgabe 1 lässt sich diesbezüglich im Bereich der Sachanalyse einordnen. In der zweiten Aufgabe sollen die SuS ihre Erkenntnisse aus der vorherigen Aufgabe transferieren und weitestgehend reflektierend Rückschlüsse auf die Freiwilligkeit der Mitgliedschaften in HJ-Organisationen ziehen. Bereits der Begriff der Freiwilligkeit muss an dieser Stelle schon diskutiert werden. Hatten die Kinder und Jugendlichen damals überhaupt die Wahl? Auch hier ist der Bereich der Sachanalyse maßgeblich betroffen. Die dritte Aufgabe sieht für die SuS die Einbindung eines Zeitzeugenberichtes vor.

  • Das geschichtsdidaktische Prinzip, welches hiermit einhergeht, ist die Personifizierung (Völkel, B.: Handlungsorientierug, S. 49-64). An der Stelle wird das Leben einer Person genutzt, um gewissermaßen ein Kollektiv von Menschen zu repräsentieren. Aussagen von Zeitzeugen machen die Geschichte für die SuS erlebbarer und erfahrbarer. Auch, wenn man die Subjektivität, die mit den Berichterstattungen von Zeitzeugen einhergeht nicht vernachlässigen darf, ist es eine angemessene Möglichkeit den historischen Erkenntnisprozess zu fördern. Zeitzeugenberichte können bei SuS Empathie in maßgeblicher Form auslösen und/oder fördern. An der Stelle sollen die SuS „zwischen den Zeilen lesen“ und erläutern, inwiefern das nationalsozialistische Regime (hier exemplarisch) die Mitglieder der Jugendorganisationen gezielt auf den Krieg vorbereiteten. Dieser Aufgabe kann man die Bereiche der Sachanalyse und des Sachurteils zuordnen, (Interpretationskompetenz nach Gautschi) und die Schulung der Fähigkeit, dass die SuS mit Zeugnissen der Geschichte adäquat umgehen. In Aufgabe 4 sollen sich die SuS einen Überblick über die Entwicklung der Mitgliederzahlen der HJ verschaffen. Um diese rasant steigende Entwicklung besser nachvollziehen zu können, sollen die SuS ein Kurvendiagramm innerhalb der vorgesehenen Kästchen erstellen. An dieser Stelle wird (nach Gautschi) die Erschließungskompetenz (für historische Quellen und Darstellungen) gefördert, was die Sachanalyse des geschichtlichen Sachverhalts verankert. Die Aufgaben 1 bis 4 behandeln den ersten großen thematischen Abschnitt: „Jugend dient dem Führer – Jugendorganisationen im NS-Regime.“
    Die fünfte Aufgabe, welche einem ähnlichen Aufbau folgt wie Aufgabe 1 (und dasselbe Erklärvideo zur Grundlage hat) bildet bei den SuS darüber hinaus auch Sach-, bzw., Medienkompetenz aus und beschäftigt sich inhaltlich mit einer Charakterisierung der Jugend-Widerstandsgruppen Swing-Jugend und Edelweißpiraten. Auch hier ist der Bereich der Sachanalyse abgedeckt. Aufgabe 6 soll thematisch einen Überblick über das Schicksal jüdischer Kinder und Jugendlicher bieten, vor allem im Alltagsbereich der Institution Schule. Die SuS sollen an der Stelle sehen, wie maßgeblich das alltägliche Leben, das sie als selbstverständlich hinnehmen, beeinträchtigt war. Auch hier sollen die SuS die starken Unterschiede der Lebenswirklichkeiten von „arischen“ und jüdischen Kinder und Jugendlichen realisieren, was wiederum einen Einfluss auf deren empathisches Verständnis hat. Auch hier wird die Lebenswelt der SuS angesprochen. Die Informationsbeschaffung erfolgt digital, was wiederum die Medienkompetenz fördert und sich im Bereich der Sachanalyse verorten lässt.
    An der Stelle wird bei den SuS Geschichtsbewusstsein herausgebildet. Nach Jeismann ist Geschichtsbewusstsein (oder auch Historizitätsbewusstsein) bestimmt durch den inneren Zusammenhang zwischen Vergangenheitsdeutung, Gegenwartsverständnis und Zukunftserwartung. (Baumgärtner, U.:, Wegweiser Geschichtsdidaktik, S. 17-46).

  • Die SuS erkennen die prekäre Lage, denen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger (und insbes. Jugendliche) ausgesetzt waren, sie können sich in deren Situation hineinversetzen und versuchen deren Lebenswirklichkeit nachzuempfinden, was sie in die Gegenwart versetzt. Die Jugendlichen verstehen auch, wie die Verfolgung der Juden und der Holocaust die gegenwärtige deutsche Erinnerungskultur maßgeblich beeinflussen. Für die Zukunft erwarten sie, dass solches Unrecht nie wieder geschehen darf, sie verstehen, dass die Fehler der Vergangenheit in der Zukunft nicht mehr wiederholt werden dürfen. Diese Betrachtungsweise lässt sich indes auf Aufgabe 7 übertragen. Die SuS werden mit der Kennzeichnung der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger mit dem gelben Stern konfrontiert. Unter der Verwendung der Quelle Q1 (Polizeiverordnung) sollen die SuS einen der Interpretationsansätze fortsetzen, was wiederrum die Deutungs- & Reflexionskompetenz fördert. Die SuS verstehen, wie sehr sich das „Leben der Anderen“ vom Alltagsleben derer, die sich dem System fügten, unterschied, was außerdem die Herausbildung von Geschichtsbewusstsein verstärkt. Die Aufgabe 7 ist im Bereich der Sachanalyse (Erschließungskompetenz für historische Quellen und Darstellungen) und dem Bereich des Sachurteils (Interpretationskompetenz für Geschichte) zu verorten. Im Kontrast zu den Aufgaben 1 bis 4, dienen die Aufgaben 5 bis 7 Kenntlichmachung der Lebenswirklichkeit derer, die von der Volksgemeinschaft ausgeschlossen waren. Aufgabe 8 soll den SuS helfen sich noch mehr in die Zeit des Nationalsozialismus hineinzuversetzen. Sie werden hier direkt angesprochen, sich gedanklich in eine völlig fremde Welt zu versetzen, um unter Abwägungen und kritischer Reflexion zu entscheiden, ob sie dem Konformitätsdruckhätten hätten standhalten können, oder nicht. Ihre Stimme sollen sie anonym unter M6, einer digitalen Abstimmung, abgeben. Die SuS sollen begründen, wieso sie sich für oder gegen eine Mitgliedschaft entschieden hätten. Hier erfolgt nicht nur eine Bezugnahme auf die Lebenswelt der SuS oder die Förderung deren Empathie, sondern auch ein gewisses Maß an Selbstreflexion. Es gibt bei der Aufgabe kein richtig oder falsch, das sei an der Stelle noch zu betonen. Im Unterricht müssen mögliche Gründe, die für eine potentielle Entscheidung relevant wären, aufgegriffen werden, möglicherweise anhand einer Podiumsdiskussion, wobei die SuS weiter Stellung beziehen, möglicherweise auch gegen ihre eigentliche Entscheidung argumentieren und diskutieren müssen. Aufgabe 8 impliziert in gewissem Maß eine Problemorientierung (Hensel-Grobe, Problemorientierung und problemlösendes Denken, S. 50-63). Die sogenannte Einstiegsphase erfolgte bereits im Vorfeld der Aufgabe, der historische Sachverhalt ist bereits bekannt.

  • Anschließend erfolgt die Problematisierung, bzw. die Formulierung der Problemfrage; Jugend dient dem Führer – oder doch ein Leben der Anderen riskieren? Die SuS müssen sich differenziert positionieren, was eine gewisse selbstreflektorische Kompetenz erfordert. Die Ermittlung der Antwort auf die Problemfrage erfolgte auf Quellenbasis (Zeitzeugenbericht M2, Entwicklung der Mitgliederzahlen M3, Polizeiverordnung Q1). Die SuS entwickeln in der Schlussphase eine eigene subjektive Meinung, unabhängig von der Lehrkraft und eventuell mögliche (persönliche) Handlungskonsequenzen. Die letzte Aufgabe des Lernmaterials deckt den Bereich des Werturteils (Orientierungskompetenz für Zeiterfahrung) ab. Ein weiteres geschichtsdidaktisches Merkmal, welches das Lernmaterial betrifft und sich von Aufgabe 1 bis Aufgabe 8 manifestiert, ist die Multiperspektivität (Lücke, M. Multiperspektivität, Kontroversität, Pluralität, S. 281-288). Der historische Sachverhalt, hier: Jugend und Alltag im Nationalsozialismus wird anhand verschiedener Perspektiven (Überzeugungen, Wahrnehmungen (…)) dargestellt. Eine tragende Rolle übernimmt in unserem Lernmaterial die Darstellung der verschiedenen Lebenswirklichkeiten, einmal derer, die dem Nationalsozialismus treu gegenüberstanden und denen, die entweder Widerstand leisteten, oder als jüdische Kinder und Jugendliche keine Mitglieder in der HJ werden durften. Die verschiedenen Lebensweisen werden anhand des Materials und unter Einbeziehung der Quellen gegenübergestellt. In Aufgabe 8 erfolgt unter multiperspektivischer Betrachtungsweise eine sogenannte Perspektivübernahme. Die SuS sprechen in der Ich-Form und treffen eine Entscheidung anhand der im Vorfeld geleisteten Hintergrundnarration (Aufgabe 1 – 7).Ein Sozialformenwechsel war innerhalb des Lernmaterials nicht vorgesehen, da das Aufgabenset für die Zeit des home schoolings und social distancing konzipiert worden ist. Darüber hinaus wurden bereits innerhalb der Aufgaben einige digitale Angebote integriert, beispielsweise die digitale Abstimmung in Aufgabe 8. In diesem Zusammenhang war es uns wichtig, den SuS die Möglichkeit der Ergebnissicherung ihrer Argumentation direkt auf dem Arbeitsmaterial zur Verfügung zu stellen, auch als zukünftige Diskussionsgrundlage. Ein Sozialformenwechsel ist innerhalb der Leistungsüberprüfung als sonstige Leistung angedacht. Die SuS sollen in sich in 3er Gruppen zusammenfinden, um gemeinsam einen Kurzvortrag auszuarbeiten und diesen anschließend präsentieren zu können. Der Kern des Referates soll sein, dass mehr und mehr individuelle Schicksale aus der Zeit des Nationalsozialismus berücksichtigt werden. Die SuS sollen einen von den drei im Vorfeld behandelten Bereichen (Jugendliche in der HJ, Jugendliche im Widerstand, jüdische Jugendliche) auswählen und anhand einer stellvertretenden Person darstellen.

  • Die Grundlage für das Referat soll ein (oder wenn gegeben mehrere) Zeitzeugenbericht(e) (d.h. Quellen) sein. Auch, wenn es sich hierbei um eine Gruppenleistung handelt, sollen die SuS jeweils einen eigenen Beitrag leisten. Sie sollen jede_r für sich die Biographie der ausgewählten dargestellten Person kritisch hinterfragen und reflektieren, was wiederum ihre Empathie fördern soll. Auch an dieser Stelle wird nach Jeismann Geschichtsbewusstsein ausgebildet. Die SuS agieren in Handlungsorientierung. (Völkel, B. Handlungsorientierung, S. 49-64) Diese ist gekennzeichnet durch Eigenaktivität der SuS. Es wird eine Brücke zwischen der Vergangenheit und Gegenwart geschlagen. Die vielleicht lange vergessene Biographie der ausgewählten repräsentativen Persönlichkeit, welche in der Vergangenheit liegt, wird in die Gegenwart übertragen und kontrovers diskutiert. Da Biographien einzelner Personen exemplarisch verwendet werden, um die Lebenswirklichkeit der Menschen besser nachvollziehen zu können, liegt auch hier Personifizierung vor. Wir finden es an der Stelle sehr wichtig, dass die SuS nochmal die Möglichkeit haben innerhalb dieser Kleingruppen zu arbeiten (sei es nun über digitale Tools, oder, wie derzeit wieder möglich von face-to-face), um einen Austausch über dieses sehr emotionale Thema gewährleisten zu können.
    Das differenzierte Material liegt in einer höheren Schwierigkeit vor, da das bereits vorhandene Material als leicht-mittel einzuschätzen ist. Differenziert wird auf mehreren Ebenen: Die Aufgabe 1 wird komplett beibehalten. In Aufgabe 2 wird der zweite Teil der Aufgabenstellung weggelassen, sodass die SuS zum einen in ihrer Antwort freier sind und zum anderen nachdenken müssen, woher sie die gefragten Informationen nehmen. Für die dritte Aufgabe wird den SuS das Antwortformat vorgegeben, und zwar in Sätzen. In Aufgabe 4 müssen die SuS, im Vergleich zu dem leichteren Material, die Art des Diagramms auswählen. Des Weiteren sollen die SuS einen zusätzlichen vierten Graphen erstellen. Dabei sollen sie die Zahl der männlichen Mitglieder in NS-Jugendorganisationen herausfinden, indem sie die Zahl der BDM/JM-Mitglieder von der Gesamtzahl der HJ-Mitglieder abziehen. Aufgabe 5 bleibt unverändert. Für Aufgabe 6 wird in diesem Material weniger vorgegeben, und zwar nur die Jahreszahlen. Folglich müssen die SuS mehr Inhalt aus dem Text herausarbeiten. Aufgabe 7 wird dahingehend verändert, dass die Interpretationsansätze weggelassen werden und die SuS selbstständig überlegen müssen, in welche Richtung sie interpretieren. Für Aufgabe 8 wird eine Mindestzahl an Argumenten (Anzahl: 3) gefordert, um die eigene Meinung zu begründen.

  • Literaturhinweise:

    Baumgärtner, Ulrich: Wegweiser Geschichtsdidaktik. Historisches Lernen in der Schule, Paderborn, 2015, S.17-46
    Baumgärtner, Ulrich: Wegweiser Geschichtsdidaktik. Historisches Lernen in der Schule, Paderborn, 2015, S.57-87
    Bergmann, Klaus: Gegenwarts- und Zukunftsbezug, In: Mayer, Ulrich,Pandel, Hans-Jürgen,Schneider, Gerhard (Hrsg.): Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht, Schwalbach, 2007, S.91-112
    Hensel-Grobe, Meike: Problemorientierung und problemlösendes Denken, In: Barricelli,Lücke (Hrsg.): Handbuch Praxis des Geschichtsunterrichts, Bd. 2, Schwalbach 2012, S. 50-63
    Lücke, Martin: Multiperspektivität, Kontroversität, Pluralität, In: Barricelli, Lücke (Hrsg.): Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht, Schwalbach, 2007, S.281-288
    Völkel, Bärbel: Handlungsorientierung, In: Mayer, Ulrich,Pandel,Hans-Jürgen, Schneider, Gerhard (Hrsg.): Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht, Schwalbach, 2007, S.49-64

    4) Lernzielformulierung

    Wissen

    Können

    Werten

    Die SuS kennen den Begriff Ideologie

    Die SuS können Informationen zu NS-Jugendorganisationen und Jugendwiderstandsgruppen aus einem Erklärvideo filtern und in eine Tabelle eintragen

    Die SuS werten die Entscheidung in eine NS-Jugendorganisation einzutreten, indem sie sich in die Situation der damaligen Jugendlichen versetzen.

    Die SuS kennen die NS-Jugendorganisationen Hitlerjugend (HJ) und Bund Deutscher Mädel (BDM)

    Die SuS können Gründe für einen freiwilligen Eintritt in die HJ oder den BDM aus einer selbst ausgefüllten Tabelle herleiten.

    Die SuS kennen Mitgliederzahlen, Vor- und Nachfolgeorganisationen, Unternehmungen innerhalb der Organisation, organisatorische Neuheiten und Ziele des NS-Regimes für die Organisation, der HJ und des BDM

    Die SuS können die unterschwellige Vorbereitung der HJ auf den Krieg auf Basis eines Zeitzeugeninterviews erklären

  • Wissen

    Können

    Werten

    Die SuS kennen die Jugendwiderstandsgruppen Swing Jugend und Edelweißpiraten.

    Die SuS können die Entwicklung der Mitgliederzahlen der NS-Jugendorganisation und des BDM/JM aus einer Statistik herauslesen und in Relation zu der Gesamtzahl der Jugendlichen setzen.

    Die SuS kennen die Handlungen der Swing Jugend und der Edelweißpiraten und die Reaktionen des NS-Regimes.

    Die SuS können auf Basis einer Mitgliederstatistik ein Kurvendiagramm über die Entwicklung von Mitgliederzahlen von NS-Jugendorganisation und dessen Anteil von Mädchen erstellen.

    Die SuS kennen das Schicksal der von Ausgrenzung, Entrechtung, Verfolgung und Ermordung betroffenen jüdischen Kinder und Jugendlichen im Dritten Reich.

    Die SuS können Informationen zu dem Schicksal jüdischer Kinder und Jugendlicher aus einem Text erschließen und in einem Zeitstrahl verorten.


    Die SuS kennen die Kennzeichnung von Juden im Dritten Reich durch einen gelben Stern (Davidstern)

    Die SuS können aus der Polizeiverordnung vom 1.September 1941 (Textquelle) Maßnahmen und Strafen für die jüdische Bevölkerung herausarbeiten.

    Die SuS können beurteilen, welchen Zweck das NS-Regime mit der Kennzeichnung der jüdischen Bevölkerung mit Davidstern verfolgte.

    T2: Lernziele
  • Aufgabe

    Medienkompetenzrahmen NRW

    Aufgabe 1: „Informiere dich im Erklärvideo M1 über die Jugendorganisationen im NS-Staat. Fülle die Tabelle T1 aus.“

    • ermitteln zielgerichtet Informationen und Daten in Geschichtsbüchern, digitalen Medienangeboten und in ihrem schulischen Umfeld zu ausgewählten Fragestellungen (MK 2)
    • präsentieren in analoger und digitaler Form (fach-)sprachlich angemessen Arbeitsergebnisse zu einer historischen Fragestellung (MK 6)

    Aufgabe 2: „Nenne mögliche Gründe für Jugendliche freiwillig in die HJ oder den BDM einzutreten. Beziehe Dich dabei auf die Informationen aus der Tabelle T1.“

    • präsentieren in analoger und digitaler Form (fach-)sprachlich angemessen Arbeitsergebnisse zu einer historischen Fragestellung (MK 6)
    • hinterfragen zunehmend die in ihrer Lebenswelt analog und digital auftretenden Geschichtsbilder (HK 4).

    Aufgabe 3: „Analysiere das Zeitzeugeninterview M2. Erläutere wie das NS-Regime die Hitlerjugend unterschwellig für den Krieg vorbereitete.“

    • ermitteln zielgerichtet Informationen und Daten in Geschichtsbüchern, digitalen Medienangeboten und in ihrem schulischen Umfeld zu ausgewählten Fragestellungen (MK 2)
    • präsentieren in analoger und digitaler Form (fach-)sprachlich angemessen Arbeitsergebnisse zu einer historischen Fragestellung (MK 6)
    • hinterfragen zunehmend die in ihrer Lebenswelt analog und digital auftretenden Geschichtsbilder (HK 4)

    Aufgabe 4: „Erschließe die Entwicklung der Mitgliederzahlen der Hitlerjugend und des BDM in M6. Erstelle ein Kurvendiagramm, das die Mitgliederentwicklung der 10-18-Jährigen der HJ und des BDM darstellt.“

    • wenden grundlegende Schritte der Analyse von und kritischen Auseinandersetzung mit auch digitalen historischen Darstellungen aufgabenbezogen an (MK 5)
    • präsentieren in analoger und digitaler Form (fach-)sprachlich angemessen Arbeitsergebnisse zu einer historischen Fragestellung (MK 6),

    Aufgabe 5: „Charakterisiere die genannten Widerstandsgruppen (Swing Jugend und Edelweißpiraten) aus dem Erklärvideo M1. Fülle dafür die Tabelle T1 aus.“

    • ermitteln zielgerichtet Informationen und Daten in Geschichtsbüchern, digitalen Medienangeboten und in ihrem schulischen Umfeld zu ausgewählten Fragestellungen (MK 2)
    • präsentieren in analoger und digitaler Form (fach-)sprachlich angemessen Arbeitsergebnisse zu einer historischen Fragestellung (MK 6)

  • Aufgabe

    Medienkompetenzrahmen NRW

    Aufgabe 6: „Informiere dich in M4 über das Schicksal jüdischer Kinder und Jugendlicher im Dritten Reich. Ergänze die fehlenden Informationen anhand der Teilüberschriften am Zeitstrahl.“

    • ermitteln zielgerichtet Informationen und Daten in Geschichtsbüchern, digitalen Medienangeboten und in ihrem schulischen Umfeld zu ausgewählten Fragestellungen (MK 2)
    • präsentieren in analoger und digitaler Form (fach-)sprachlich angemessen Arbeitsergebnisse zu einer historischen Fragestellung (MK 6)

    Aufgabe 7: „Betrachte M5 und lies die Polizeiverordnung in Q1. Markiere die
    Maßnahmen rot und die Strafen blau, die mit der Polizeiverordnung
    umgesetzt werden sollten.
    Wähle einen der genannten
    Interpretationsansätze der für dich passt aus und führe die Interpretation
    mithilfe von Q1 fort.“

    • präsentieren in analoger und digitaler Form (fach-)sprachlich angemessen Arbeitsergebnisse zu einer historischen Fragestellung (MK 6)
    • hinterfragen zunehmend die in ihrer Lebenswelt analog und digital auftretenden Geschichtsbilder (HK 4).

    Aufgabe 8: „Gib deine Stimme unter M6 anonym ab. Begründe hier deine Entscheidung in Sätzen.“

    • präsentieren in analoger und digitaler Form (fach-)sprachlich angemessen Arbeitsergebnisse zu einer historischen Fragestellung (MK 6)

    T3: Aufgaben und Medienkompetenzrahmen NRW