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Gamification, was ist das jetzt?

Gamification ist ein oft missverstandener Begriff, da nicht jedes spielerische Element (beispielsweise ein Kahoot®-Quiz) Gamification ist, sonder ganz simpel die Übertragung und Anwendung von Spielmechaniken in nicht-spielerischen Kontexten. Hierbei ist es völlig egal, ob man Spielmechaniken von analogen Brettspielen oder digitalen Videospielen hernimmt.

Säulen von Gamification

Wir sprechen von den 5 Säulen von Gamification, die für ein gamifiziertes Element im Unterricht gelten sollten:

  1. Informationstransparenz: Mir ist klar, was es braucht, um das Spiel „durchspielen“ zu können.
  2. Echtzeit-Feedback: Durch die sofortige Reaktion auf meine Handlung im Spiel erlebe ich Selbstwirksamkeit und erkenne meinen Fortschritt im Spiel.
  3. Klare Regeln und Ziele: Die Regeln, Handlungsmöglichkeiten und Ziele eines Spiels sind für mich klar und verständlich.
  4. Freiheiten im Spiel: Ich als Spieler kann kreative Lösungswege im Spiel anwenden, die von der Standardlösung abweichen können
  5. Herausforderungen: Das Spiel, das ich spiele, bietet mir herausfordernde und motivierende Aufgaben an, die zu meinem eigenen Fähigkeitsniveau oder Skill-Set passen.

Arten von Gamification

Laut Nando Stöcklin gibt es 4 Arten von Gamification:

  1. Belohnungs-Gamification: Punkte und Badges motivieren durch Belohnung und werden häufig bei Kundenbindung (vergleiche Payback-Karte) eingesetzt.
  2. Status-Gamification: Ranglisten zur Erhöhung des Status zeigen öffentlich die erreichten Badges (zum Beispiel Bonusmeilen).
  3. Identifikations-Gamification: Spieler identifizieren sich als Teil einer Story und werden so emotional stärker aktiviert. Relativ schwierig zu designen.
  4. Selbstbestimmungs-Gamification: Verwandlung eines Nicht-Spiels zum Spiel durch die Schaffung bestimmter Rahmenbedingungen, die über den Einbezug von einzelnen Spielelementen hinausgehen.

Gamification kurz erklärt