• Lyrik der Romantik
  • Schmacker
  • 30.06.2020
  • Deutsch
  • 10, 11, 12, 13
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Sehnsucht (1834)
von Joseph Freiherr von Eichendorff


Es schienen so golden die Sterne,
Am Fenster ich einsam stand
Und hörte aus weiter Ferne
Ein Posthorn im stillen Land.
Das Herz mir im Leib entbrennte,
Da hab ich mir heimlich gedacht:
Ach, wer da mitreisen könnte
In der prächtigen Sommernacht!


Zwei junge Gesellen gingen
Vorüber am Bergeshang,
Ich hörte im Wandern sie singen
Die stille Gegend entlang:
Von schwindelnden Felsenschlüften,
Wo die Wälder rauschen so sacht,
Von Quellen, die von den Klüften
Sich stürzen in die Waldesnacht.


Sie sangen von Marmorbildern,
Von Gärten, die überm Gestein
In dämmernden Lauben verwildern,
Palästen im Mondenschein,
Wo die Mädchen am Fenster lauschen,
Wann der Lauten Klang erwacht
Und die Brunnen verschlafen rauschen
In der prächtigen Sommernacht. –


Quelle:https://gutenberg.spiegel.debuchgedichte-9611/18 (4.06.2019)

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Arbeitsaufträge
  • Analysieren Sie das Gedicht hinsichtlich formaler und sprachlicher Aspekte.
  • Markieren Sie in dem Gedicht Ihnen bekannte Merkmale für die Epoche der Romantik.
  • Sehen Sie sich vertiefend das Video zur Epoche Romantik an.
  • Notieren Sie sich wesentliche Merkmale und historische Hintergründe der Epoche.
Felsenlandschaft im Elbsandsteingebirge (Caspar David Friedrich)
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