• Wolfgang Borchert
  • Rattler
  • 30.06.2020
  • Mittlere Reife
  • Deutsch
  • 10
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Bio­gra­fie über Wolf­gang Bor­chert

Wolf­gang Bor­chert ge­hört zu den be­kann­tes­ten Au­toren der Trüm­mer­li­te­ra­tur, also der Li­te­ra­tur, die di­rekt nach dem Zwei­ten Welt­krieg ge­schrie­ben wurde. Er ist be­kannt für seine Kurz­ge­schich­te und wird des­halb gerne in der Schu­le ge­le­sen.

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Wolf­gang Bor­chert

Wolf­gang Bor­chert (* 20. Mai 1921 in Ham­burg; † 20. No­vem­ber 1947 in Basel) war ein deut­scher Schrift­stel­ler. Sein schma­les Werk von Kurz­ge­schich­ten, Ge­dich­ten und einem Thea­ter­stück mach­te Bor­chert nach dem Zwei­ten Welt­krieg zu einem der be­kann­tes­ten Au­toren der Trüm­mer­li­te­ra­tur. Mit sei­nem Heim­kehr­erdra­ma Drau­ßen vor der Tür konn­ten sich in der Nach­kriegs­zeit weite Teile des deut­schen Pu­bli­kums iden­ti­fi­zie­ren. Kurz­ge­schich­ten wie Das Brot und die Kü­chen­uhr wur­den als mus­ter­haf­te Bei­spie­le ihrer Gat­tung häu­fi­ge Schul­lek­tü­re.

Wolf­gang Bor­chert schrieb schon in sei­ner Ju­gend zahl­rei­che Ge­dich­te, den­noch streb­te er lange den Beruf eines Schau­spie­lers an. Nach einer Schau­spiel­aus­bil­dung und we­ni­gen Mo­na­ten in einem Tour­nee­thea­ter wurde Bor­chert 1941 zum Kriegs­dienst in die Wehr­macht ein­ge­zo­gen und muss­te am An­griff auf die So­wjet­uni­on teil­neh­men. An der Front zog er sich schwe­re Ver­wun­dun­gen und In­fek­tio­nen zu. Mehr­fach wurde er wegen Kri­tik am Re­gime des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus und so­ge­nann­ter Wehr­kraft­zer­set­zung ver­ur­teilt und in­haf­tiert.

Auch in der Nach­kriegs­zeit litt Bor­chert stark unter Er­kran­kun­gen und einer Le­ber­schä­di­gung. Nach kur­zen Ver­su­chen, er­neut als Schau­spie­ler und Ka­ba­ret­tist aktiv zu wer­den, blieb er ans Kran­ken­bett ge­fes­selt. Dort ent­stan­den zwi­schen Ja­nu­ar 1946 und Sep­tem­ber 1947 zahl­rei­che Kurz­ge­schich­ten und in­ner­halb eines Zeit­raums von acht Tagen das Drama Drau­ßen vor der Tür. Wäh­rend eines Kur­auf­ent­halts in der Schweiz starb er mit 26 Jah­ren an den Fol­gen sei­ner Le­ber­er­kran­kung. Be­reits zu Leb­zei­ten war Bor­chert durch die Ra­dio­aus­strah­lung sei­nes Heim­kehr­erdra­mas im Ja­nu­ar 1947 be­kannt ge­wor­den, doch sein Pu­bli­kums­er­folg setz­te vor allem pos­tum ein, be­gin­nend mit der Thea­ter­ur­auf­füh­rung von Drau­ßen vor der Tür am 21. No­vem­ber 1947, einen Tag nach sei­nem Tod.

Wi­ki­pe­dia

Wolf­gang Bor­chert (* 20. Mai 1921 in Ham­burg; † 20. No­vem­ber 1947 in Basel) war ein deut­scher Schrift­stel­ler. Sein schma­les Werk von Kurz­ge­schich­ten, Ge­dich­ten und einem Thea­ter­stück mach­te Bor­chert nach dem Zwei­ten Welt­krieg zu einem der be­kann­tes­ten Au­toren der Trüm­mer­li­te­ra­tur. Mit sei­nem Heim­kehr­erdra­ma Drau­ßen vor der Tür konn­ten sich in der Nach­kriegs­zeit weite Teile des deut­schen Pu­bli­kums iden­ti­fi­zie­ren. Kurz­ge­schich­ten wie Das Brot und die Kü­chen­uhr wur­den als mus­ter­haf­te Bei­spie­le ihrer Gat­tung häu­fi­ge Schul­lek­tü­re.

Wolf­gang Bor­chert schrieb schon in sei­ner Ju­gend zahl­rei­che Ge­dich­te, den­noch streb­te er lange den Beruf eines Schau­spie­lers an. Nach einer Schau­spiel­aus­bil­dung und we­ni­gen Mo­na­ten in einem Tour­nee­thea­ter wurde Bor­chert 1941 zum Kriegs­dienst in die Wehr­macht ein­ge­zo­gen und muss­te am An­griff auf die So­wjet­uni­on teil­neh­men. An der Front zog er sich schwe­re Ver­wun­dun­gen und In­fek­tio­nen zu. Mehr­fach wurde er wegen Kri­tik am Re­gime des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus und so­ge­nann­ter Wehr­kraft­zer­set­zung ver­ur­teilt und in­haf­tiert.

Auch in der Nach­kriegs­zeit litt Bor­chert stark unter Er­kran­kun­gen und einer Le­ber­schä­di­gung. Nach kur­zen Ver­su­chen, er­neut als Schau­spie­ler und Ka­ba­ret­tist aktiv zu wer­den, blieb er ans Kran­ken­bett ge­fes­selt. Dort ent­stan­den zwi­schen Ja­nu­ar 1946 und Sep­tem­ber 1947 zahl­rei­che Kurz­ge­schich­ten und in­ner­halb eines Zeit­raums von acht Tagen das Drama Drau­ßen vor der Tür. Wäh­rend eines Kur­auf­ent­halts in der Schweiz starb er mit 26 Jah­ren an den Fol­gen sei­ner Le­ber­er­kran­kung. Be­reits zu Leb­zei­ten war Bor­chert durch die Ra­dio­aus­strah­lung sei­nes Heim­kehr­erdra­mas im Ja­nu­ar 1947 be­kannt ge­wor­den, doch sein Pu­bli­kums­er­folg setz­te vor allem pos­tum ein, be­gin­nend mit der Thea­ter­ur­auf­füh­rung von Drau­ßen vor der Tür am 21. No­vem­ber 1947, einen Tag nach sei­nem Tod.

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Re­por­ter: Herr Bor­chert, Sie ge­hö­ren zu Deutsch­lands be­kann­tes­ten Au­toren der Nach­kriegs­zeit. Woll­ten Sie denn schon immer Schrift­stel­ler wer­den?
Lösung
Nein, ich habe zwar be­reits als Ju­gend­li­cher Ge­dich­te ge­schrie­ben, aber ei­gent­lich woll­te ich Schau­spie­ler wer­den. Ich habe sogar eine Schau­spiel­aus­bil­dung ge­macht.
Re­por­ter: Sie sind in der Zeit des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus auf­ge­wach­sen. Hand aufs Herz, haben Sie sich von der Pro­pa­gan­da der Nazis ein­fan­gen las­sen?
Lösung
Ich habe mich mit den Na­tio­nal­so­zia­lis­ten an­ge­legt, wes­we­gen ich auch ins Ge­fäng­nis muss­te. Of­fi­zi­ell hießt das Wehr­kraft­zer­set­zung.
Re­por­ter: Zwei­mal muss­ten nach Russ­land an die Front. In­wie­fern haben diese Er­leb­nis­se ihr Leben ge­prägt?
Lösung
Dort habe ich mir schwe­re Ver­wun­dun­gen zu­ge­zo­gen. Auch nach dem Krieg litt ich noch an den Fol­gen mei­ner Le­ber­er­kran­kung.
Re­por­ter: In Ihrem Werk Drau­ßen vor der Tür geht es um einen Kriegs­heim­keh­rer, der ver­sucht, wie­der in das Zi­vil­le­ben zu­rück­zu­keh­ren - er ver­sucht z.B. Schau­spie­ler und Ka­ba­ret­tist zu wer­den - aber kläg­lich schei­tert. In­wie­fern steckt da viel­leicht auf viel von Ihrem per­sön­li­chem Leben drin?
Lösung
Ich gebe zu, da steckt viel von mir per­sön­lich drin. Auch ich bin einer die­ser Kriegs­heim­keh­rer. Und ja, auch ich woll­te wie­der Schau­spie­ler und Ka­ba­ret­tist wer­den.
Re­por­ter: Ihre The­men sind immer ähn­lich, es geht um Men­schen wäh­rend oder kurz nach dem Krieg. Warum glau­ben Sie, waren Sie damit so er­folg­reich?
Lösung
Ich habe den Men­schen die­ser Zeit aus der Seele ge­spro­chen. Sie konn­ten sich mit mei­nen Fi­gu­ren iden­ti­fi­zie­ren, weil sie ähn­li­ches er­lebt und ge­fühlt haben.

Re­por­ter: Danke Herr Bor­chert für das Ge­spräch.

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