• Absolutismus in Preußen
  • anonym
  • 29.11.2023
  • Geschichte
  • 8
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Fülle die nach­fol­gen­de Ta­bel­le zum Ab­so­lu­tis­mus bei Lud­wig XIV. und Fried­rich II. aus! Nutze dafür die Aus­zü­ge aus Fried­richs po­li­ti­schen Tes­ta­ment (M1)!
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Lud­wig XIV.

Fried­rich II.

Leit­bild

Der Staat, das bin ich!

Kir­che/Re­li­gi­on



Ka­tho­li­zis­mus (Staats­kir­che) mit Lud­wig an obers­ter Spit­ze

Rechts­sys­tem

Herr­scher als obers­ter Rich­ter

Wirt­schaft

Mer­kan­ti­lis­mus (Staat plant und re­gelt Han­del/Pro­duk­ti­on)

Ziele des Han­delns

Stär­kung der ei­ge­nen Per­son und Leben im Luxus

M1 Aus­zü­ge aus dem po­li­ti­schen Tes­ta­ment Fried­rich II. 1752 für sei­nen Nach­fol­ger:



Leit­bild

Die erste Bür­ger­pflicht ist, sei­nem Va­ter­lan­de zu die­nen. Ich habe sie in allen ver­schie­de­nen Lagen mei­nes Le­bens zu er­fül­len ge­sucht. Als Trä­ger der höchs­ten Staats­ge­walt hatte ich die Ge­le­gen­heit und die Mit­tel, mich mei­nen Mit­bür­gern nütz­lich zu er­wei­sen [...] Der Herr­scher ist der erste Die­ner des Staa­tes.



Kir­che/Re­li­gi­on

Ka­tho­li­ken, Lu­the­ra­ner, Re­for­mier­te, Juden und zahl­rei­che an­de­re christ­li­che Sek­ten woh­nen in Preu­ßen und leben fried­lich bei­ein­an­der. Wenn der Herr­scher aus fal­schem Eifer auf den Ein­fall käme, eine die­ser Re­li­gi­o­nen zu be­vor­zu­gen, so wür­den sich so­fort Par­tei­en bil­den und hef­ti­ge Strei­te­rei­en aus­bre­chen. All­mäh­lich wür­den Ver­fol­gun­gen be­gin­nen, und schließ­lich wür­den die An­hän­ger der ver­folg­ten Re­li­gi­on ihr Va­ter­land ver­las­sen, und Tau­sen­de von Un­ter­ta­nen wür­den un­se­re Nach­barn mit ihrem Ge­wer­be­fleiß be­rei­chern und deren Volks­zahl ver­meh­ren. [...] und man muß auf die große Masse so weit Rück­sicht neh­men, daß man ihre re­li­gi­ö­sen Ge­füh­le nicht ver­letzt, ei­ner­lei, wel­chem Glau­ben sie an­ge­hö­ren [...]

Rechts­sys­tem

Ich habe mich ent­schlos­sen, nie­mals in den Lauf des ge­richt­li­chen Ver­fah­rens ein­zu­grei­fen; denn in den Ge­richts­hö­fen sol­len die Ge­set­ze spre­chen und der Herr­scher soll schwei­gen. Aber die­ses Still­schwei­gen hat mich doch nicht daran ge­hin­dert, die Augen of­fen­zu­hal­ten und über die Auf­füh­rung der Rich­ter zu wa­chen [...]



Wirt­schaft

Soll das Land glück­lich sein, will der Fürst ge­ach­tet wer­den, so muß er un­be­dingt Ord­nung in

sei­nen Fi­nan­zen hal­ten. Noch nie hat eine arme Re­gie­rung sich An­se­hen ver­schafft [...]

Da aber die Ak­zi­se (in­di­rek­te Steu­er, wel­che von Städ­ten be­zahlt wer­den muss­te), wenn sie schlecht auf­ge­legt wird, den Han­del und die Ma­nu­fak­tu­ren schwer schä­di­gen kann, so habe ich die Ta­ri­fe un­ge­fähr nach fol­gen­den Grund­sät­zen ver­bes­sert: Freie Ein­fuhr für die Roh­stof­fe, die un­se­re Ma­nu­fak­tu­ren ver­ar­bei­ten [...]. Zoll­freie Aus­fuhr für alle bei uns her­ge­stell­ten Er­zeug­nis­se, um ihren Ab­satz im Aus­land zu stei­gern und ent­spre­chend mehr

Ar­bei­ter bei uns zu hal­ten. Hohe Zölle auf aus­län­di­sche Er­zeug­nis­se und Fa­brik­wa­ren [...] die wir ent­beh­ren kön­nen, weil sie im Lande selbst an­ge­fer­tigt wer­den [...].



Ziele des Han­delns

Eine gut ge­lei­te­te Staats­re­gie­rung muß ein eben­so fest ge­füg­tes Sys­tem haben wie ein phi­lo­so­phi­sches Lehr­ge­bäu­de. Alle Maß­nah­men müs­sen gut durch­dacht sein, Fi­nan­zen, Po­li­tik und Heer­we­sen auf ein ge­mein­sa­mes Ziel steu­ern: näm­lich die Stär­kung des Staa­tes und das Wachs­tum sei­ner Macht. Ein Sys­tem kann aber nur aus einem Kopfe ent­sprin­gen; also muß es aus dem des Herr­schers her­vor­ge­hen. [...] Der Herr­scher ist nicht zu sei­nem hohen Rang er­ho­ben, man hat ihm nicht die höchs­te Macht an­ver­traut, damit er in Ver­weich­li­chung da­hin­le­be, sich vom Mark des Vol­kes mäste und glück­lich sei, wäh­rend alles darbt (Not er­lei­det).

Neue Herr­schafts­form?:

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