Adressierung

Adressierung

Adres­sie­rung in Netz­wer­ken

Damit Daten in einem Netz­werk oder im In­ter­net den rich­ti­gen Emp­fän­ger er­rei­chen, be­nö­tigt jedes Gerät eine ein­deu­ti­ge Adres­se. Ohne Adres­sie­rung wüss­te ein Rou­ter nicht, wohin Daten ge­sen­det wer­den sol­len.



Bei­spiel: Online-​Shopping

  • Der Brow­ser sen­det eine An­fra­ge an den Web­ser­ver.

  • Der Ser­ver muss wis­sen, wohin die Ant­wort zu­rück­ge­schickt wer­den soll.

  • Dafür wer­den IP-​Adressen ver­wen­det.



Adres­sie­rung ist also ver­gleich­bar mit einer Wohn­adres­se bei Brie­fen oder Pa­ke­ten.

Sta­ti­sche und dy­na­mi­sche Adres­sie­rung

Sta­tisch

Dy­na­misch

bleibt kon­stant (auch bei Neu­start)

bei jedem Ver­bin­dungs­auf­bau neu

ma­nu­ell fest­ge­legt

au­to­ma­tisch ver­ge­ben

ge­eig­net für Ser­ver, Dru­cker oder Netz­werk­ge­rä­te

häu­fig bei PCs, Smart­phones oder Lap­tops

Zu­stän­dig für die dy­na­mi­sche Adres­sie­rung ist ein Dienst, der auf dem Rou­ter oder Ser­ver läuft, das so ge­nann­te DHCP:

DHCP (Dy­na­mic Host Con­fi­gu­ra­ti­on Pro­to­col)

DHCP er­mög­licht mit Hilfe eines ent­spre­chen­den Ser­vers die dy­na­mi­sche Zu­wei­sung von:

  • IP-​Adresse und Sub­netz­mas­ke

  • Gate­way (=Ver­bin­dung zu an­de­ren Netz­wer­ken / ins In­ter­net z.B. Rou­ter)

  • DNS-​Server (= Do­main Name Sys­tem, über­setzt Do­main­na­men in IP-​Adressen)



Ab­lauf:

  1. Gerät ver­bin­det sich mit dem Netz­werk.

  2. Gerät for­dert Netz­werk­ein­stel­lun­gen an.

  3. DHCP ver­gibt au­to­ma­tisch IP-​Adresse, Sub­netz­mas­ke, Gate­way, DNS-​Server



Adressierung

MAC (Media Acces Con­trol)-​Adresse

Die MAC-​Adresse ist eine feste phy­si­ka­li­sche Adres­se (Hardware-​Adresse), die jeder   zu­ge­ord­net ist. Sie wird vom   ver­ge­ben und ist welt­weit  .

Ei­gen­schaf­ten: Auf­bau:

  •  lang

  • Dar­stel­lung als   Zahl

  • be­steht aus   Zei­chen

  • bleibt 

00:1A:2B:3C:4D:5E

erste Hälf­te:

zwei­te Hälf­te:

IP (In­ter­net Pro­to­col)-​Adresse

Die IP-​Adresse ist eine   Adres­se (Netz­werk­adres­se), die einem Gerät im Netz­werk zu­ge­wie­sen wird.

Ei­gen­schaf­ten:

  • wird  

  • kann sich  

  • dient zur   im In­ter­net

IPv4 vs. IPv6

Ver­si­on

IPv4

IPv6

Bit

32 Bit

128

Blö­cke

4 Blö­cke

8 Blö­cke

Werte

0-255

he­xa­de­zi­mal

An­zahl mgl. Adres­sen

2^32 (~4,3 Mil­li­ar­den)

2^128

Gib einen Grund für die Ent­wick­lung von IPv6 an.

Adressierung

Eine IPv4-​Adresse be­steht aus zwei Tei­len:

  •  (Ge­rä­te­an­teil)

Damit ein Com­pu­ter weiß, wel­cher Teil wofür zu­stän­dig ist, be­nö­tigt man die Sub­netz­mas­ke.

Sub­netz­mas­ken



Die Sub­netz­mas­ke trennt Netz­werk- und Ge­rä­te­an­teil.

Bei­spiel:

IP-​Adresse: 192.168.0.15

Sub­netz­mas­ke: 255.255.255.0

 Netz­werk­an­teil:  , Host­an­teil: 



Alle Ge­rä­te im sel­ben Netz­werk be­sit­zen also den­sel­ben  .

Der   un­ter­schei­det die ein­zel­nen Ge­rä­te von­ein­an­der.





Gib einen Grund für die Tren­nung in Netz­werk- und Host­an­teil an.

1
Be­fol­ge fol­gen­de Schrit­te um deine ei­ge­ne IP-​Adresse bzw. MAC-​Adresse zu er­fah­ren:
  • Drü­cke die Windows-​Taste, tippe cmd ein und drü­cke Enter.
  • Gib den Be­fehl ip­con­fig/all ein.
  • Suche nach dem ak­ti­ven Ad­ap­ter.
  • No­tie­re deine Adres­sen:

MAC-​Adresse (phy­si­ka­li­sche Adres­se)



IPv4



Sub­netz­mas­ke



IPv6

Adressierung

Wir un­ter­schei­den in pri­va­te und öf­fent­li­che IP-​Adressen:



Pri­va­te IP-​Adressen:

... dür­fen nur in   Netz­wer­ken ver­wen­det wer­den.

... wer­den häu­fig in  ,  ,   ver­wen­det.

Sie sind im In­ter­net nicht di­rekt  .

Ty­pi­sche Be­rei­che:

  • .0.0.0 –  .255.255.255

  • .16.0.0 –  .31.255.255

  • .168.0.0 –  .168.255.255



Öf­fent­li­che IP-​Adressen:

... sind welt­weit  und im In­ter­net er­reich­bar.

... wer­den von   ver­ge­ben.

2
Kreu­ze für jede IP-​Adresse kor­rekt an. Be­grün­de bei nicht gül­ti­gen IP-​Adressen.

IP-​Adresse

gül­tig

pri­vat

nicht gül­tig

Be­grün­dung

93.184.216.34

X

256.100.50.25



X

256>255

192.168.1.42

X

X

8.8.8.8

X

Adressierung

Lei­tungs- und Pa­ket­ver­mitt­lung

Lei­tungs­ver­mitt­lung

Bei der Lei­tungs­ver­mitt­lung wird eine feste Ver­bin­dung zwi­schen Sen­der und Emp­fän­ger auf­ge­baut.

Ei­gen­schaf­ten:

  • Lei­tung bleibt re­ser­viert

  • Daten lau­fen immer den­sel­ben Weg

  • klas­si­sche Te­le­fon­net­ze

Nach­teil: Lei­tung ist blo­ckiert, auch wenn ge­ra­de keine Daten über­tra­gen wer­den.

















Vor­tei­le:

  • ef­fi­zi­en­ter

  • Aus­weich­rou­ten mög­lich

  • ro­bust bei Stö­run­gen

    

Bei­spiel: Beim Laden einer Web­sei­te wer­den viele klei­ne Da­ten­pa­ke­te über­tra­gen.

Pa­ket­ver­mitt­lung

Beim In­ter­net wer­den Daten in klei­ne Pa­ke­te zer­legt.

Diese Pa­ke­te:

  • kön­nen un­ter­schied­li­che Wege neh­men

  • wer­den am Ziel wie­der zu­sam­men­ge­setzt

Adressierung

von jeli490

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