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Al­ko­hol wird von vie­len Deut­schen re­gel­mä­ßig und in gro­ßen Men­gen kon­su­miert. Die­ser re­gel­mä­ßi­ge Kon­sum kann zur Al­ko­hol­ab­hän­gig­keit füh­ren. Al­ko­hol ist eine Droge und Al­ko­ho­lis­mus eine ge­fähr­li­che Sucht­krank­heit, die schwe­re kör­per­li­che Schä­den ver­ur­sacht und die Per­sön­lich­keit eines Men­schen zer­stört.



Be­son­ders groß ist die Ge­fahr der Ge­wöh­nung für Ju­gend­li­che.

Süße Mich­ge­trän­ke wer­den von Herr­stel­lern per­fekt auf den Ge­schmack

von Ju­gend­li­chen ab­ge­stimmt, was den bit­te­ren Al­ko­hol­ge­schmack

über­deckt. Dies führt zur ei­ge­nen Über­schät­zung und einer Ge­wöh­nung.

Die Wir­kung von Al­ko­hol auf un­se­ren Kör­per

In Deutsch­land nimmt jeder Ein­woh­ner im Durch­schnitt täg­lich 30 ml rei­nen Al­ko­hol zu sich. Al­ko­hol ist ein gif­ti­ger Stoff, die töd­li­che Dosis für ein Klein­kind liegt bei 7g bis 17g rei­nem Al­ko­hol. Dies ent­spricht ca. einem Glas Wein. Da Al­ko­hol di­rekt in den Blut­kreis­lauf ge­langt, haben auch beim Er­wach­se­nen be­reits ge­rin­ge Men­gen sehr schnell Aus­wir­kun­gen auf Be­fin­den und Ver­hal­ten. Durch Al­ko­hol wer­den Ner­ven­zel­len schnell und nach­hal­tig in ihrer Funk­ti­on ge­stört. Die di­rek­ten Fol­gen sind die Min­de­rung des lo­gi­schen Denk­ver­mö­gens und der Selbst­kon­trol­le sowie der Abbau von Hem­mun­gen. Der Ge­nuss grö­ße­rer Al­ko­hol­men­gen führt zum „Rausch". Dabei wer­den bis zu 10 Mil­lio­nen Ge­hirn­zel­len zer­stört. Lang­fris­tig wird die Leber ge­schä­digt, in der der Al­ko­hol ab­ge­baut wird. Je nach kör­per­li­cher Ver­fas­sung kann eine täg­li­che Auf­nah­me von 20g bis 60g Al­ko­hol über län­ge­re Zeit zu le­bens­be­droh­li­cher Le­ber­schrump­fung (Le­ber­zir­rho­se) füh­ren. Auch an­de­re Or­ga­ne wer­den ge­schä­digt (B1).

Al­ko­hol und Sucht

Eine psy­chi­sche (see­li­sche) Ab­hän­gig­keit von Al­ko­hol kann sich be­reits bei re­la­tiv ge­rin­ger täg­li­cher Auf­nah­me ein­stel­len und zur Al­ko­hol­sucht füh­ren.

Die psy­chi­sche Ab­hän­gig­keit be­steht in dem Be­dürf­nis, die an­ge­neh­men Ge­füh­le, die durch den Al­ko­hol er­zeugt wer­den, immer wie­der her­vor­zu­ru­fen (Wie­der­ho­lungs­zwang)

Al­ko­hol­kon­sum führt zur Aus­schüt­tung von kör­per­ei­ge­nen Opi­aten (En­dor­phi­nen) im Be­loh­nungs­zen­trum des Ge­hirns. Diese wir­ken auf spe­zi­el­le „An­dock­stel­len (Re­zep­to­ren), wo­durch Glücks­ge­füh­le aus­ge­löst wer den. Bei Al­ko­ho­li­kern sind diese „An­dock­stel­len so ver­än­dert, dass ihre Ak­ti­vi­tät sinkt. Das Be­loh­nungs­zen­trum hat da­durch Man­gel­er­schei­nun­gen und das Ge­hirn si­gna­li­siert, dass es einen Nach­schub an Al­ko­hol be­nö­tigt.

Dar­über hin­aus kommt es auch zu einer psy­chi­schen (kör­per­li­chen)

Ab­hän­gig­keit. Ty­pi­sche Entzugssymp-​tome sind Frie­ren und Übel­keit. Nur eine Ent­zie­hungs­kur und le­bens­lan­ger Ver­zicht auf Al­ko­hol kön­nen die Sucht zum Still­stand brin­gen.

Al­ko­hol ist ein ge­sell­schaft­lich an­er­kann­tes Ge­nuss­mit­tel, aber auch eine Droge. Re­gel­mä­ßi­ger Al­ko­hol­kon­sum kann zur Sucht füh­ren und auch töd­lich enden.

B1: Al­ko­hol schä­digt die Or­ga­ne des Men­schen.

Al­ko­hol und Ver­kehr

Be­son­ders ge­fähr­lich sind die Aus­wir­kun­gen von Al­ko­hol auf Ver­kehrs­teil­neh­mer. Vor allem die ent­hem­men­de Wir­kung von Al­ko­hol führt zur Selbst­über­schät­zung und so zu einem ris­kan­ten Ver­hal­ten. Ein Vier­tel der im Stra­ßen­ver­kehr Ge­tö­te­ten sind Opfer

al­ko­hol­be­ding­ter Ver­kehrs­de­lik­te. Bei Ver­dacht auf Al­ko­hol am Steu­er wer­den von der Po­li­zei bei Ver­kehrs­teil­neh­mern Kon­trol­len durch­ge­führt. Dabei wird der Al­ko­hol­ge­halt in der Atem­luft mit einem elek­tro­ni­schen Mess­ge­rät be­stimmt oder eine Blut­pro­be

an­ge­ord­net.

Ein Mas­sen­an­teil von 1‰ be­deu­ten, dass sich 1 mg Al­ko­hol in 1000 mg Blut be­fin­det. Der Blut­al­ko­hol­ge­halt nach dem Kon­sum lässt sich über die Widmark-​Formel ab­schät­zen.

Aus­wir­kun­gen

von Al­ko­hol­kon­sum

auf den Kör­per

Lies die Texte zum Al­ko­hol­kon­sum durch und be­ar­bei­te die fol­gen­den Auf­ga­ben:
  • Er­gän­ze die Mind­map mit Stich­punk­ten zu den Aus­wir­kun­gen von Al­ko­hol­kunsum auf den Kör­per. Nutze dafür die Fak­ten aus den obe­ren Tex­ten. Un­ter­schei­de dabei zwi­schen Aus­wir­kun­gen nach einem ein­ma­li­gen und nach re­gel­mä­ßi­gen Al­ko­hol­kon­sum.
  • Re­cher­chie­re, wel­che Ge­fah­ren durch Al­ko­hol­miss­brauch im Stra­ßen­ver­kehr ent­ste­hen. Nutze hier­für den oben auf­ge­führ­ten Link vom deut­schen Ver­kehrs­si­cher­heits­rat und nenne ak­tu­el­le Zah­len zu Ver­kehrs­op­fern.
  • Löse die ver­blei­ben­de Re­chen­auf­ga­be auf dem Ar­beits­blatt aus der letz­ten Stun­de zum Blut­al­ko­hol­wert.

Irmer, E.; Gietz, P. (2022): Ein­füh­rungs­pha­se Ele­men­te Che­mie Nie­der­sach­sen. Ernst Klett Ver­lag, Stutt­gart, 1. Auf­la­ge, S.70f.

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