• Die Entwicklung der Frauenrolle von 1933-1945
  • anonym
  • 30.06.2020
  • Geschichte
  • 10
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„Mil­lio­nen deut­scher Frau­en sind auf dem Lande auf dem Felde und müs­sen dabei in här­tes­ter Ar­beit die Män­ner er­set­zen. Mil­lio­nen deut­scher Frau­en und Mäd­chen ar­bei­ten in Fa­bri­ken, Werk­stät­ten und Büros und ste­hen auch dort ihren Mann. Es ist nicht un­recht, wenn wir ver­lan­gen, dass sich diese Mil­lio­nen deut­sche schaf­fen­de Volks­ge­nos­sin­nen noch viele Hun­dert­tau­sen­de an­de­re zum Vor­bild neh­men.“

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Hit­ler vor dem Reichs­tag am 04. Mai 1941.





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Quel­le: Do­ma­rus, M., Hit­ler Reden und Por­kla­ma­tio­nen, 1932-1945, Mün­chen 1965, S. 1708.
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Hit­ler vor dem Reichs­tag am 04. Mai 1941.

„Mil­lio­nen deut­scher Frau­en sind auf dem Lande auf dem Felde und müs­sen dabei in här­tes­ter Ar­beit die Män­ner er­set­zen. Mil­lio­nen deut­scher Frau­en und Mäd­chen ar­bei­ten in Fa­bri­ken, Werk­stät­ten und Büros und ste­hen auch dort ihren Mann. Es ist nicht un­recht, wenn wir ver­lan­gen, dass sich diese Mil­lio­nen deut­sche schaf­fen­de Volks­ge­nos­sin­nen noch viele Hun­dert­tau­sen­de an­de­re zum Vor­bild neh­men.“

Quel­le: Do­ma­rus, M., Hit­ler Reden und Por­kla­ma­tio­nen, 1932-1945, Mün­chen 1965, S. 1708.
Quel­le: Do­ma­rus, M., Hit­ler Reden und Por­kla­ma­tio­nen, 1932-1945, Mün­chen 1965, S. 1708.

[...] Trotz der Tat­sa­che, dass die meis­ten deut­schen ar­beits­fä­hi­gen Men­schen in der an­er­ken­nens­wer­tes­ten Weise ihre Kräf­te für die Kriegs­wirt­schaft be­reits ein­ge­setzt haben, müs­sen unter allen Um­stän­den noch er­heb­li­che Re­ser­ven ge­fun­den und frei­ge­macht wer­den. [...]

Die Auf­ga­be und ihre Lö­sung  

[...]

A. Die Auf­ga­be:  

1. Die Kriegs­la­ge hat die Ein­zie­hung neuer Sol­da­ten zu allen Wehr­machts­tei­len in ge­wal­ti­gem Aus­maß not­wen­dig ge­macht.  

 

Das be­deu­tet  

 a. die Her­aus­nah­me von Ar­bei­tern aus allen ge­werb­li­chen Be­trie­ben, vor allem auch von einer sehr gro­ßen An­zahl von Fach­kräf­ten aus kriegs­wich­tigs­ten Rüs­tungs­wer­ken [...]

4. Die deut­sche Haus­frau [...] darf be­son­ders als Mut­ter durch den Krieg in ihrer Ge­sund­heit nicht ge­schä­digt, sie muss daher [...] ent­las­tet wer­den.  

B. Die Lö­sung:

[...]

Alle schon in Deutsch­land be­find­li­chen Kriegs­ge­fan­ge­nen, [...] müs­sen [...] der deut­schen Rüstungs-​ und Er­näh­rungs­wirt­schaft zu­ge­führt [...] wer­den.

[...]

Es ist [...]  not­wen­dig, die in den er­ober­ten so­wje­ti­schen Ge­bie­ten vor­han­de­nen Men­schen­re­ser­ven voll aus­zu­schöp­fen. Ge­lingt es nicht, die be­nö­tig­ten Ar­beits­kräf­te auf frei­wil­li­ger Grund­la­ge zu ge­win­nen, so muss [...] zur Zwangs­ver­pflich­tung ge­schrit­ten wer­den.  

           

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Fritz Sau­ckels Pro­gramm des Ar­beits­ein­sat­zes im April 1942.





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Quel­le: Deut­sche Ge­schich­te in Do­ku­men­ten und Bil­der, Fritz Sau­ckels Pro­gramm des Ar­beits­ein­sat­zes. Auf­ruf­bar unter: http://ger­man­his­to­ry­docs.ghi-​dc.org/doc­pa­ge.cfm?doc­pa­ge_id=2413.
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Fritz Sau­ckels Pro­gramm des Ar­beits­ein­sat­zes im April 1942.

[...] Trotz der Tat­sa­che, dass die meis­ten deut­schen ar­beits­fä­hi­gen Men­schen in der an­er­ken­nens­wer­tes­ten Weise ihre Kräf­te für die Kriegs­wirt­schaft be­reits ein­ge­setzt haben, müs­sen unter allen Um­stän­den noch er­heb­li­che Re­ser­ven ge­fun­den und frei­ge­macht wer­den. [...]

Die Auf­ga­be und ihre Lö­sung  

[...]

A. Die Auf­ga­be:  

1. Die Kriegs­la­ge hat die Ein­zie­hung neuer Sol­da­ten zu allen Wehr­machts­tei­len in ge­wal­ti­gem Aus­maß not­wen­dig ge­macht.  

 

Das be­deu­tet  

 a. die Her­aus­nah­me von Ar­bei­tern aus allen ge­werb­li­chen Be­trie­ben, vor allem auch von einer sehr gro­ßen An­zahl von Fach­kräf­ten aus kriegs­wich­tigs­ten Rüs­tungs­wer­ken [...]

4. Die deut­sche Haus­frau [...] darf be­son­ders als Mut­ter durch den Krieg in ihrer Ge­sund­heit nicht ge­schä­digt, sie muss daher [...] ent­las­tet wer­den.  

B. Die Lö­sung:

[...]

Alle schon in Deutsch­land be­find­li­chen Kriegs­ge­fan­ge­nen, [...] müs­sen [...] der deut­schen Rüstungs-​ und Er­näh­rungs­wirt­schaft zu­ge­führt [...] wer­den.

[...]

Es ist [...]  not­wen­dig, die in den er­ober­ten so­wje­ti­schen Ge­bie­ten vor­han­de­nen Men­schen­re­ser­ven voll aus­zu­schöp­fen. Ge­lingt es nicht, die be­nö­tig­ten Ar­beits­kräf­te auf frei­wil­li­ger Grund­la­ge zu ge­win­nen, so muss [...] zur Zwangs­ver­pflich­tung ge­schrit­ten wer­den.  

           

Quel­le: Deut­sche Ge­schich­te in Do­ku­men­ten und Bil­der, Fritz Sau­ckels Pro­gramm des Ar­beits­ein­sat­zes. Auf­ruf­bar unter: http://ger­man­his­to­ry­docs.ghi-​dc.org/doc­pa­ge.cfm?doc­pa­ge_id=2413.
Quel­le: Deut­sche Ge­schich­te in Do­ku­men­ten und Bil­der, Fritz Sau­ckels Pro­gramm des Ar­beits­ein­sat­zes. Auf­ruf­bar unter: http://ger­man­his­to­ry­docs.ghi-​dc.org/doc­pa­ge.cfm?doc­pa­ge_id=2413.
Fritz Sau­ckel

Fritz Sau­ckel wurde 1942 von Hit­ler zum Ge­ne­ral­be­voll­mäch­tig­ten für den Ar­beits­ein­satz er­nannt. Sau­ckel war dafür ver­ant­wort­lich, dass bis zum Ende des Welt­krie­ges ca. 5 Mil­lio­nen Zwangs­ar­bei­ter aus den be­setz­ten Ge­bie­ten im Aus­land de­por­tiert wur­den. Nach dem Krieg wurde er zu Tode ver­ur­teilt und 1946 hin­ge­rich­tet.

Quel­le: Deut­sche Ge­schich­te in Do­ku­men­ten und Bil­der, Fritz Sau­ckels Pro­gramm des Ar­beits­ein­sat­zes. Auf­ruf­bar unter: http://ger­man­his­to­ry­docs.ghi-​dc.org/doc­pa­ge.cfm?doc­pa­ge_id=2413.

2. Vier­jah­res­plan

Der Vier­jah­res­plan hatte das Ziel die Wirt­schaft und Armee in­ner­halb von vier Jah­ren kriegs­fä­hig zu ma­chen. Die pri­va­te Wirt­schaft wurde ge­zwun­gen, sich den An­for­de­run­gen an­zu­pas­sen.

Quel­le: Le­ben­di­ges Mu­se­um on­line, Der Vier­jah­res­plan. Auf­ruf­bar unter: https://www.dhm.de/lemo/ka­pi­tel/ns-​regime/industrie-​und-wirtschaft/vier­jah­res­plan.html.

Zwangs­ar­bei­ter

Nach Po­lens Er­obe­rung kamen die ers­ten Zwangs­ar­bei­ter nach Deutsch­land. Sie wur­den in der Land­wirt­schaft, spä­ter dann in den Rüs­tungs­fa­bri­ken ein­ge­setzt. Ar­beits­kräf­te wur­den in der Rüs­tung sehr ge­braucht.

Zehn bis zwölf Mil­lio­nen Zwangs­ar­bei­ter ar­bei­te­ten bis zum Ende des Krie­ges in Deutsch­land. Die Men­schen wur­den zur Ar­beit ge­zwun­gen.

Quel­le:

Zeit­klicks, Zwangs­ar­bei­ter. http://www.zeit­klicks.de/na­tio­nal­so­zia­lis­mus/zeit­klicks/zeit/2-​weltkrieg/der-​krieg-im-osten-und-im-westen/zwangs­ar­bei­ter/.

Der to­ta­le Krieg

Wäh­rend des „to­ta­len Kriegs“ war der Sieg des Krie­ges das höchs­te Ziel. Zwi­schen Hei­mat und Front gab es keine große Un­ter­schei­dung mehr. Die Be­völ­ke­rung wurde für die Rüs­tungs­ar­beit ein­ge­setzt. Im to­ta­len Krieg lag das Ziel darin, die Geg­ner zu ver­nich­ten.

Quel­le: Klein­hans, B., To­ta­ler Krieg. Auf­ruf­bar unter: https://www.zukunft-​braucht-erinnerung.de/totaler-​krieg/.

A

Die Dop­pel­be­las­tung zwi­schen Fa­mi­lie und Beruf

Viele Frau­en waren Dop­pel­be­las­tun­gen aus­ge­setzt, da sie neben der Ar­beit die Kin­der er­zie­hen und den Haus­halt füh­ren soll­ten.

Frau­en wur­den wäh­rend des Krie­ges drin­gend für die Ar­beit  ge­braucht, da die Män­ner an der Front waren und kämp­fen. Viele Frau­en ar­bei­te­ten in den Mu­ni­ti­ons­fa­bri­ken.

Quel­le:

Zeit­klicks, die Rolle der Frau. Auf­ruf­bar unter: http://www.zeit­klicks.de/na­tio­nal­so­zia­lis­mus/zeit­klicks/zeit/all­tag/gesellschaft-​1/die-​rolle-der-frau/.

B

Der Be­darf an weib­li­chen Ar­beits­kräf­ten 1942

Durch die mi­liträi­sche Auf­rüs­tung gab es immer we­ni­ger männ­li­che Ar­beits­kräf­te. Die Dik­ta­tur war somit auf Frau­en an­ge­wie­sen.

Hit­ler gab 1942 dem Rüs­tungs­mi­nis­ter un­gern nach, mehr Frau­en in die Rüs­tungs­in­dus­trie ein­zu­be­zie­hen.

Frau­en wur­den nur so lange ge­braucht, so­lan­ge die Män­ner in an­de­ren Po­si­tio­nen waren.

Quel­le:

Kater, H.,M., Frau­en in der NS-​Bewegung, In:Vier­tel­jahrs­hef­te für Zeit­ge­schich­te, Jahr­gang 31, Heft 2,  S. 235.https://www.ifz-​muenchen.de/heft­ar­chiv/1983_2_2_kater.pdf.

C

Aus­län­di­sche Ar­beits­kräf­te

Über 7,5 Mil­lio­nen aus­län­di­sche Ar­beits­kräf­te ar­bei­te­ten Ende 1944 in fast allen Be­rei­chen der deut­schen Wirt­schaft. Ein Drit­tel die­ser­Ar­beits­kräf­te waren  Frau­en. Die Be­zah­lung war ge­ring oder sie be­ka­men über­haupt kei­nen Lohn.  So ver­hin­der­te man zum Bei­spiel eine lange Zeit den mas­sen­haf­ten Ein­satz von deut­schen Frau­en in der Wirt­schaft.

Quel­le:

Deut­sches his­to­ri­sches Mu­se­um, Zwangs­ar­beit. https://www.dhm.de/lemo/ka­pi­tel/der-​zweite-weltkrieg/industrie-​und-wirtschaft/zwangs­ar­beit.html.

„Die Er­for­der­nis­se des 2. Vier­jah­res­pla­nes ge­bie­ten, daß alles nur Denk­ba­re ge­schieht, um den Be­darf an ei­ge­nen Ar­beits­kräf­ten zu de­cken. Dem­ge­mäß wer­den mit Wir­kung vom 1. Ok­to­ber die­ses Jah­res, also ab heute, Ehe­stands­dar­le­hen auch dann ge­währt, wenn die künf­ti­ge Ehe­frau nicht aus dem Ar­beits­ver­hält­nis aus­schei­det. [...] Den ver­hei­ra­te­ten Frau­en, die Ehe­stands­dar­le­hen er­hal­ten haben, ist mit Wir­kung ab heute er­laubt, wie­der er­werbs­tä­tig zu wer­den. [...] "

3

Neu­fas­sung des Ge­set­zes zur Ver­min­de­rung der Ar­beits­lo­sig­keit 1937.





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Quel­le: El­ling, H., Frau­en im deut­schen Wi­der­stand 1933-45, Frank­furt am Main 1978, S. 19, Z. 1-8.
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Neu­fas­sung des Ge­set­zes zur Ver­min­de­rung der Ar­beits­lo­sig­keit 1937.

„Die Er­for­der­nis­se des 2. Vier­jah­res­pla­nes ge­bie­ten, daß alles nur Denk­ba­re ge­schieht, um den Be­darf an ei­ge­nen Ar­beits­kräf­ten zu de­cken. Dem­ge­mäß wer­den mit Wir­kung vom 1. Ok­to­ber die­ses Jah­res, also ab heute, Ehe­stands­dar­le­hen auch dann ge­währt, wenn die künf­ti­ge Ehe­frau nicht aus dem Ar­beits­ver­hält­nis aus­schei­det. [...] Den ver­hei­ra­te­ten Frau­en, die Ehe­stands­dar­le­hen er­hal­ten haben, ist mit Wir­kung ab heute er­laubt, wie­der er­werbs­tä­tig zu wer­den. [...] "

Quel­le: El­ling, H., Frau­en im deut­schen Wi­der­stand 1933-45, Frank­furt am Main 1978, S. 19, Z. 1-8.
Quel­le: El­ling, H., Frau­en im deut­schen Wi­der­stand 1933-45, Frank­furt am Main 1978, S. 19, Z. 1-8.

In dem to­ta­len Krie­ge, den wir durch­kämp­fen, müs­sen alle Kräf­te auf ein Ziel, die schnellst­mög­li­che Er­rin­gung des End­sie­ges, aus­ge­rich­tet sein. Alle Deut­schen sind von dem Wil­len be­seelt, nach bes­ten Kräf­ten an die­ser Auf­ga­be mit­zu­wir­ken. Um diese Ak­ti­on des na­tio­na­len Wil­lens zur höchst­mög­li­chen Ent­fal­tung zu brin­gen, ver­ord­ne ich auf Grund be­son­de­rer Er­mäch­ti­gung duch den Füh­rer:

§ 1

(1) Alle Män­ner vom voll­ende­ten 16. bis zum voll­ende­ten 65. Le­bens­jahr und alle Frau­en vom voll­ende­ten 17. bis zum voll­ende­ten 45. Le­bens­jahr, die im Reichs­ge­biet woh­nen [...] , haben sich bei dem für ihren Wohn­ort zu­stän­di­gen Ar­beits­amt [...] zu mel­den.

[...]

4

Ver­ord­nung über die Mel­dung von Män­nern und Frau­en für Auf­ga­ben der Reichs­ver­tei­di­gung vom Ja­nu­ar 1943.





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Quel­le: Ös­ter­rei­chi­sche Na­tio­nal­bi­blio­thek, Deut­sches Reichs­ge­setz­blatt Teil I 1867-1945, S. 67. Auf­ruf­bar unter: http://alex.onb.ac.at/cgi-​content/alex?aid=dra&datum=1943&page=87&size=45.
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Ver­ord­nung über die Mel­dung von Män­nern und Frau­en für Auf­ga­ben der Reichs­ver­tei­di­gung vom Ja­nu­ar 1943.

In dem to­ta­len Krie­ge, den wir durch­kämp­fen, müs­sen alle Kräf­te auf ein Ziel, die schnellst­mög­li­che Er­rin­gung des End­sie­ges, aus­ge­rich­tet sein. Alle Deut­schen sind von dem Wil­len be­seelt, nach bes­ten Kräf­ten an die­ser Auf­ga­be mit­zu­wir­ken. Um diese Ak­ti­on des na­tio­na­len Wil­lens zur höchst­mög­li­chen Ent­fal­tung zu brin­gen, ver­ord­ne ich auf Grund be­son­de­rer Er­mäch­ti­gung duch den Füh­rer:

§ 1

(1) Alle Män­ner vom voll­ende­ten 16. bis zum voll­ende­ten 65. Le­bens­jahr und alle Frau­en vom voll­ende­ten 17. bis zum voll­ende­ten 45. Le­bens­jahr, die im Reichs­ge­biet woh­nen [...] , haben sich bei dem für ihren Wohn­ort zu­stän­di­gen Ar­beits­amt [...] zu mel­den.

[...]

Quel­le: Ös­ter­rei­chi­sche Na­tio­nal­bi­blio­thek, Deut­sches Reichs­ge­setz­blatt Teil I 1867-1945, S. 67. Auf­ruf­bar unter: http://alex.onb.ac.at/cgi-​content/alex?aid=dra&datum=1943&page=87&size=45.
Quel­le: Ös­ter­rei­chi­sche Na­tio­nal­bi­blio­thek, Deut­sches Reichs­ge­setz­blatt Teil I 1867-1945, S. 67. Auf­ruf­bar unter: http://alex.onb.ac.at/cgi-​content/alex?aid=dra&datum=1943&page=87&size=45.

Unter den Frau­en, die auf Grund ihrer her­vor­ra­gen­den Leis­tun­gen in­ner­halb der Kriegs­wirt­schaft be­reits Kriegs­aus­zeich­nun­gen emp­fan­gen haben, be­fin­det sich eine nicht ge­rin­ge Zahl von Müt­tern. Es sind äl­te­re Müt­ter er­wach­se­ner Kin­der dar­un­ter, die es wohl ver­dient hät­ten, nach einem ar­beits­rei­chen Leben etwas aus­zu­ru­hen. Sie wol­len aber nicht die Hände in den Schoß legen, wenn es heißt, für die Zu­kunft des deut­schen Vol­kes zu ar­bei­ten und zu kämp­fen. Es sind aber auch Müt­ter klei­ne­rer Kin­der dar­un­ter, die trotz ihrer häus­li­chen Pflich­ten noch an einem kriegs­wich­ti­gen Ar­beits­platz ste­hen und beide Auf­ga­ben vor­bild­lich er­fül­len, weil sie wis­sen, dass sie in der Fa­mi­lie und im Be­trieb ge­braucht wer­den.

Ei­ni­ge Bei­spie­le aus einer gro­ßen Zahl von ähn­li­chen Le­bens­schick­sa­len sol­len einen Ein­druck von der Hal­tung und der Leis­tung die­ser werk­tä­ti­gen Müt­ter geben.

Frau M. ar­bei­te­te schon wäh­rend des Krie­ges 1914/1918 in einer Wag­gon­fa­brik. Nach Kriegs­en­de legte sie die Ar­beit nie­der und erzog ihre fünf Kin­der, von denen ge­gen­wär­tig zwei Söhne an der Front ste­hen. Im Jahr 1939 mel­de­te sie sich so­fort wie­der frei­wil­lig zum Kriegs­ein­satz in der glei­chen Wag­gon­fa­brik und bat, man möge sie an die glei­che Ma­schi­ne stel­len, an der sie im Welt­krieg ge­ar­bei­tet habe. Die­ser Wunsch konn­te ihr er­füllt wer­den, und Frau M. hat seit 1939 noch keine Ar­beits­stun­de ver­säumt.

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Deut­sche Müt­ter in der Kriegs­ar­beit 1944.





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Quel­le: NS- Frau­en­war­te, Deut­sche Müt­ter in der Kriegs­ar­beit, NSDAP Reichs­lei­tung, 1944, Heft 9, 12. Jahr­gang, S. 120.
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Deut­sche Müt­ter in der Kriegs­ar­beit 1944.

Unter den Frau­en, die auf Grund ihrer her­vor­ra­gen­den Leis­tun­gen in­ner­halb der Kriegs­wirt­schaft be­reits Kriegs­aus­zeich­nun­gen emp­fan­gen haben, be­fin­det sich eine nicht ge­rin­ge Zahl von Müt­tern. Es sind äl­te­re Müt­ter er­wach­se­ner Kin­der dar­un­ter, die es wohl ver­dient hät­ten, nach einem ar­beits­rei­chen Leben etwas aus­zu­ru­hen. Sie wol­len aber nicht die Hände in den Schoß legen, wenn es heißt, für die Zu­kunft des deut­schen Vol­kes zu ar­bei­ten und zu kämp­fen. Es sind aber auch Müt­ter klei­ne­rer Kin­der dar­un­ter, die trotz ihrer häus­li­chen Pflich­ten noch an einem kriegs­wich­ti­gen Ar­beits­platz ste­hen und beide Auf­ga­ben vor­bild­lich er­fül­len, weil sie wis­sen, dass sie in der Fa­mi­lie und im Be­trieb ge­braucht wer­den.

Ei­ni­ge Bei­spie­le aus einer gro­ßen Zahl von ähn­li­chen Le­bens­schick­sa­len sol­len einen Ein­druck von der Hal­tung und der Leis­tung die­ser werk­tä­ti­gen Müt­ter geben.

Frau M. ar­bei­te­te schon wäh­rend des Krie­ges 1914/1918 in einer Wag­gon­fa­brik. Nach Kriegs­en­de legte sie die Ar­beit nie­der und erzog ihre fünf Kin­der, von denen ge­gen­wär­tig zwei Söhne an der Front ste­hen. Im Jahr 1939 mel­de­te sie sich so­fort wie­der frei­wil­lig zum Kriegs­ein­satz in der glei­chen Wag­gon­fa­brik und bat, man möge sie an die glei­che Ma­schi­ne stel­len, an der sie im Welt­krieg ge­ar­bei­tet habe. Die­ser Wunsch konn­te ihr er­füllt wer­den, und Frau M. hat seit 1939 noch keine Ar­beits­stun­de ver­säumt.

Quel­le: NS- Frau­en­war­te, Deut­sche Müt­ter in der Kriegs­ar­beit, NSDAP Reichs­lei­tung, 1944, Heft 9, 12. Jahr­gang, S. 120.
Quel­le: NS- Frau­en­war­te, Deut­sche Müt­ter in der Kriegs­ar­beit, NSDAP Reichs­lei­tung, 1944, Heft 9, 12. Jahr­gang, S. 120.

Ar­beits­auf­trag zur Stun­den­fra­ge:
Wie ent­wi­ckel­te sich die Rolle der Frau im NS- Re­gime?

2-3 Minuten
1
Teilt euch die Ma­te­ria­li­en un­ter­ein­an­der auf.
Gruppenarbeit
2
Un­ter­su­che dein Ma­te­ri­al.
  • Lies den Text auf­merk­sam durch.
  • Mar­kie­re wich­ti­ge Schlüs­sel­wor­te.
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20 Minuten
Einzelarbeit
Tipp

Du kannst die Hilf­map­pe oder

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3
Tauscht euch über eure In­for­ma­tio­nen aus.
  • Er­gänzt ge­mein­sam die Zeit­leis­te.
  • Be­ur­teilt die Ent­wick­lung der Frau­en­rol­le 1933-1945 (Sach­ur­teil).
Gruppenarbeit
Ostarbeiterin, um 1943
Die Aufnäher OST und P mussten von Ostarbeitern aus der Sowjetunion und polnischen Arbeitern auf der Kleidung getragen werden.

Quelle: Deutsches Historisches Museum, Zwangsarbeiter. Aufrufbar unter: https://www.dhm.delemokapitelder-zweite-weltkriegindustrie-und-wirtschaft/zwangsarbeit.html.

Un­ter­richts­ein­stieg

Ich habe diese originale Zeitung dabei.
1.
Historisch einordnen und erläutern.

2. Nach­dem die SuS das Bild his­to­risch ein­ord­nen, spie­le ich die Rede aus Quel­le 1 über Laut­spre­cher ab. SuS äu­ßern ihre Ge­dan­ken dazu.

3.
SuS greifen unter den Stuhl.
Die 2 Bilder sind gegenübergestellt.
--> kognitive Spannung.
Frage der Stunde ist die Überschrift:
"Wie entwickelte sich die Rolle der Frau im NS- Regime 1933-1945?