• Verfassen einer Filmkritik
  • tutory
  • 30.06.2020
  • Allgemeine Hochschulreife, Mittlere Reife
  • Deutsch, Medien
  • 8, 9, 10, 11, 12
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Wen ihr eine Film­kri­tik zu eurem Lieb­lings­film ver­fasst, müsst ihr immer davon aus­ge­hen, dass die Le­se­rin oder der Leser den Film noch nicht kennt und ihn nicht ge­se­hen hat. Ziel der Kri­tik ist es immer, dass die Le­se­rin oder der Leser sich den Film nach dem Lesen un­be­dingt an­schau­en möch­te.

Ver­sucht sie oder ihn also dazu zu be­we­gen, ins Kino zu gehen, sich den Film aus­zu­lei­hen oder zu kau­fen.

Was ist eine Film­kri­tik

Eine Film­kri­tik, auch Film­be­spre­chung oder Film­re­zen­si­on ge­nannt, ist eine jour­na­lis­ti­sche Dar­stel­lungs­for­m der Re­zen­si­on bzw. Kri­tik, die sich mit einem Film aus­ein­an­der­setz­t. Sie in­for­miert über den Film, be­schreibt ihn, in­ter­pre­tiert ihn und gibt eine Wer­tung ab.

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Wel­che In­for­ma­ti­on über einen Film könn­ten einen Leser der Kri­tik in­ter­es­sie­ren?
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Da­nach soll­tet ihr eine In­halts­an­ga­be ma­chen. Wor­aus soll­tet ihr dabei Wert legen? Wel­che Aus­sa­gen sind rich­tig?
  • Per­sön­li­che Ge­schich­te der Haupt­per­so­nen er­zäh­len
  • Haupt­cha­rak­te­re in­ner­lich und äu­ßer­lich be­schrei­ben
  • Ver­ra­ten, wie der Film aus­ggeht
  • Etwas über den Ort er­zäh­len, an dem der Film spielt
  • Kurz und kna­ckig schrei­ben und nicht zu­viel ver­ra­ten
  • Die Aus­gangs­hand­lung das Films er­läu­tern
  • Warum wer­den die Haupt­per­so­nen im Film so dar­ge­stellt
  • Mög­lichst genau und de­tail­liert ei­ni­ge Sze­nen be­schrei­ben
  • Alle Fi­gu­ren des Films be­schrei­ben
  • Die Ge­schich­te des Films nach­er­zäh­len
  • De­tails nen­nen, die Span­nung beim Leser er­zeu­gen
  • Er­zäh­len, wie sehr man einen Schau­spie­ler mag
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Ein Film hat meist auch einen ge­sell­schaft­li­chen Hin­ter­grund und be­schäf­tigt sich mit The­men, die un­se­ren All­tag be­tref­fen und dort dar­ge­stellt wer­den. Fin­det zu jeder Aus­sa­ge einen Film.
  • Kampf „Gut gegen Böse“
  • Aus­gren­zung einer Per­son, weil sie an­ders ist
  • U­n­er­wi­der­te Liebe
  • Zu­kunfts­vi­si­on
  • Welt­un­ter­gangs­sze­na­ri­en
  • Welt­ver­bes­se­rung
  • Mensch­li­che Angst
  • Wett­kampf/Wett­ei­fern
  • Kennt ihr wei­te­re?

In eurer Film­kri­tik soll­tet ihr die­ses Zu­sam­men­hang nicht nur nen­nen, son­dern auch er­klä­ren wie dies im Film dar­ge­stellt wird.

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Ein wei­te­rer Teil der Kri­tik ist die Be­schrei­bung der Film­spra­che. Bei der Film­spra­che er­läu­tert man die Mit­tel, die die Re­gis­seu­rin oder der Re­gis­seur ein­ge­setzt hat, um etwas be­son­de­res zu zei­gen. Sucht euch drei eurer Lieb­lings­fil­me her­aus und über­legt, wel­ches Mit­tel die Re­gis­seu­rin oder der Re­gis­seur ein­ge­setzt haben, um den Film be­son­ders zu ma­chen und warum hat sie/er sich dafür ent­schie­den?
Bei­spie­le film­sprach­li­cher Mit­tel

mit Far­ben ar­bei­ten, schnel­le Schnit­te, be­son­de­re Film­mu­sik, Rück­blen­den, be­son­de­re Klei­dung, Wech­sel des Blick­win­kels, Spe­cial Ef­fec­ts, Rät­sel für den Zu­schau­er, be­stimm­te Ka­me­ra­po­si­tio­nen (sehr nah, sehr weit weg oder spe­zi­el­ler Win­kel), Töne (laut, leise)

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Wich­tig für eine gute Kri­tik ist na­tür­lich auch eure Mei­nung. Sie kann zwi­schen­durch schon sicht­bar sein, soll­te aber als sol­che er­kenn­bar sein. Wes­halb ist es wich­tig, dass deine Mei­nung zum Film be­son­ders ge­kenn­zeich­net sein muss und wie kann man das ma­chen?
Wo soll­te man bei einer Kri­tik seine Mei­nung äu­ßern?
  • Kann man den In­halt des Fil­mes gut ver­ste­hen?

  • Kannst du dich in die Si­tua­tio­nen und Per­so­nen aus dem Film hin­ein­ver­set­zen?

  • Wel­che Ge­füh­le ent­ste­hen bei dir, wenn du den Film schaust?

  • Hast du etwas für dich Neues ge­lernt oder ent­deckt?

  • War der Film un­ter­halt­sam? Trau­rig? Lang­wei­lig? In­ter­es­sant? und warum?

  • Hat dir die Mon­ta­ge­, Ka­me­ra/Licht, Musik/Ton be­son­ders ge­fal­len und warum

  • Wie spie­len die Schau­spie­ler? Wel­cher spielt am bes­ten? Warum fin­dest du das?

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Mit Hilfe eurer Ant­wor­ten könnt ihr nun selbst eine Film­kri­tik für einen Film eurer Wahl ver­fas­sen. Ver­sucht dabei alle be­spro­che­nen Teil­be­rei­che (In­for­ma­tio­nen über den Film, Be­schrei­bung des Films, ge­sell­schaft­li­cher Hin­ter­grund, Film­spra­che und ei­ge­ne Mei­nung) mit ein­zu­brin­gen. Die Rei­hen­fol­ge könnt ihr selbst sinn­voll wäh­len.
Bild­zi­tat

Ein Bild­zi­tat dürft ihr nur dann nut­zen, wenn ihr in eurem Text auch dar­auf ver­weist. Sucht euch also eine Szene, die in der Film­kri­tik be­schrie­ben wird. Schreibt unter das Bild: „Film­still aus [Jah­res­zahl] [Film­ti­tel]“ und die Mi­nu­ten­an­ga­be. Au­ßer­dem dürft ihr das Bild nur be­schnei­den aber sonst nicht ver­än­dern damit man es auch ver­öf­fent­li­chen kann.

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Eure Film­kri­tik soll na­tür­lich auch Bil­der des Films zei­gen. Diese könnt ihr aus dem Film selbst neh­men, wenn ihr euch an das Bild­zi­tat­recht hal­tet (rechts er­klärt). Er­stellt die Bil­der am bes­ten selbst, indem ihr beim an­schau­en des Films auf dem Com­pu­ter, Smart­phone oder Ta­blet die Pau­se­tas­te drückt und dann ein Bild­schirm­fo­to­ er­stellt.