bla

Di­gi­ta­le Reize und deren Ver­ar­bei­tung im Hirn

Warum di­gi­ta­le Reize Stress aus­lö­sen;



Unser Or­ga­nis­mus ist nicht dar­auf aus­ge­legt per­ma­nent In­for­ma­ti­o­nen zu ver­ar­bei­ten. Evo­lu­ti­o­när ist dies nicht Über­le­bens­not­we­nig.

Jede Nach­richt,Mail,jedes Ge­räusch und jede No­ti­fi­ca­ti­on ak­ti­vie­ren den Sym­pa­thi­kus(Stress sys­tem) im Hirn.

Die­ser schüt­tet dann Ad­re­na­lin und Cor­ti­sol(Stress­hor­mo­ne) aus um die Auf­nah­me­fä­hig­keit und Auf­merk­sam­keit zu stei­gern. Das Hirn ist nicht in der Lage zwi­schen wich­ti­ger und un­wich­ti­ger In­for­ma­ti­on zu un­ter­schei­den. Be­nach­rich­ti­gun­gen lösen evo­lu­ti­ons­bio­lo­gisch einen so­ge­nann­ten Ori­en­tie­rungs­re­flex aus. Das Ge­hirn stuft jeden neuen Reiz po­ten­zi­ell als re­le­van­te In­for­ma­ti­on (Ge­fahr oder Beute) ein, was kurz­fris­tig Auf­merk­sam­keit er­zwingt.



Wird dies ein Dau­er­zu­stand, för­dert dies Chro­ni­schen Stress.

Ein Chro­nisch er­höh­ter Cor­ti­sol Spie­gel sorgt dafür, das die Menge an ent­zün­dungs­för­dern­den Zy­to­ki­nen im Blut stei­gen.



Zy­to­ki­ne sind Bo­ten­stof­fe, die die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen den Zel­len und dem Im­mun­sys­tem steu­ern.

Sie sol­len die Ab­wehr des Kör­pers re­gu­lie­ren.

Durch häu­fi­gen Me­di­en Kon­sum, kann also die ei­ge­ne Ab­wehr=Ent­zün­dungs­hem­mung ge­schwächt wer­den.

Lang­fris­tig wer­den Or­ga­ne,Ge­we­be,Herz-​kreislauf Sys­tem und das Im­mun­sys­tem ge­schwächt.



Me­di­en­kon­sum zu­rück zu schrau­ben, hilft dabei den Pa­ra­sym­pa­ti­kus zu re­ak­ti­vie­ren und das Ner­ven­sys­tem zu re­gu­lie­ren.



Der Pa­ra­sym­pa­thi­kus ist ein Teil des ve­ge­ta­ti­ven Ner­ven­sys­tems, der un­will­kür­li­che Kör­per­funk­ti­o­nen steu­ert und oft als „Ru­he­nerv“ be­zeich­net wird. Er bil­det den Ge­gen­spie­ler zum Sym­pa­thi­kus und ver­setzt den Kör­per in einen Zu­stand der Er­ho­lung, Re­ge­ne­ra­ti­on und En­er­gie­kon­ser­vie­rung („Rest and Di­gest“).

Zu sei­nen Haupt­auf­ga­ben ge­hört die Sen­kung von Herz­fre­quenz und Blut­druck sowie die Ver­en­gung der Pu­pil­len und Atem­we­ge in Ent­span­nungs­pha­sen.

Gleich­zei­tig kur­belt er die Ver­dau­ung an, för­dert die Spei­chel- sowie Ma­gen­saft­pro­duk­ti­on und regt die Magen-​Darm-​Motorik an. Der wich­tigs­te Nerv die­ses Sys­tems ist der Va­gus­nerv, über den der Pa­ra­sym­pa­thi­kus Si­gna­le an fast alle in­ne­ren Or­ga­ne über­mit­telt.



Der Va­gus­nerv ist der längs­te Nerv des Pa­ra­sym­pa­thi­kus und ver­bin­det das Ge­hirn di­rekt mit den wich­tigs­ten Or­ga­nen wie Herz, Lunge und Darm. Er wirkt wie die zen­tra­le Brem­se des Kör­pers: Er senkt den Puls und den Blut­druck. Er ver­setzt den Kör­per nach Stress wie­der in den Ruhe- und Er­ho­lungs­mo­dus.



Der Sym­pa­thi­kus ist vor­al­lem für die Fight or Flight Re­spon­se des Kör­pers zu­stän­dig. Er soll Ge­fah­ren er­ken­nen und die Leis­tungs­be­reit­schaft er­hö­hen.



















Was kann man jetzt selbst­stän­dig da­ge­gen tun?



Vagusnerv-​Stimulation: Um den Va­gus­nerv be­wusst zu ak­ti­vie­ren und den Pa­ra­sym­pa­thi­kus(Rest and Di­gest) nach Pha­sen des Me­di­en­kon­sums oder Stres­ses ein­zu­schal­ten, hel­fen be­währ­te Me­tho­den:



-​Tiefe Bauch­at­mung ins­be­son­de­re ver­lang­sam­tes Aus­at­men, z. B. 4 Se­kun­den ein­at­men, 6 Se­kun­den aus­at­men.



-​Bewusste Me­di­en­pau­sen Di­gi­tal Detox> Pha­sen ohne Be­nach­rich­ti­gun­gen/Scrol­len. Bei­spiels­wei­se beim Abend essen oder Ko­chen keine Musik/Pod­cast hören, um dem Hirn Zeit zu geben sich zu re­ge­ne­rie­ren. Nach der Ar­beit nicht di­rekt Tik­Tok öff­nen etc son­dern erst­mal durch­at­men etc.



-​Bewegung an der fri­schen Luft ohne Ab­len­kung > ohne Kopf­hö­rer/Handy. Be­wusst der Natur zu­hö­ren>Vögel, Wind in den Blät­tern.



-​Kälteimpulse z. B. kal­tes Was­ser über die Hand­ge­len­ke lau­fen las­sen.



-Phy­sio­lo­gi­scher Seuf­zer Phy­sio­lo­gi­cal Sigh Zwei­mal tief durch die Nase ein­at­men (ein lan­ger Zug, dann noch ein klei­ner hin­ter­her) und lange durch den Mund aus­at­men. Wie­der­ho­le das 3-mal – das senkt die Herz­fre­quenz so­fort spür­bar.



-Blick in die Ferne (Pan­o­ramic Vi­si­on): Nach 30 Mi­nu­ten Nah­fo­kus (Bild­schirm) be­wusst aus dem Fens­ter schau­en und den Blick weit stel­len. Das Si­gna­li­siert dem Ge­hirn Ent­war­nung.



-Apps lö­schen und über den Brow­ser nut­zen um scrol­len zu ver­mei­den. So bleibst du Up-​to-​date ohne ein­ge­so­gen zu wer­den.



Hast du noch Ideen wie man Me­di­en Kon­sum in einen Ge­sun­den Rah­men brin­gen kann? Lass uns gern mit der Grup­pe dar­über ins Ge­spräch gehen!

bla

von anonym

Lizenzhinweis

Alle Bestandteile dieses Materials sind frei oder unlizenziert. Klicken Sie auf einen Baustein, um die Lizenz zu sehen.
x