• Check - 1. Weltkrieg - Narrative Kompetenz
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  • 26.01.2023
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Quel­le - Feld­post­brief

Den 16. 11. 17.

Meine in­nigst­ge­lieb­te Paula!

Für Dei­nen Brief vom 7.11. mei­nen bes­ten Dank, eben­so für die Post­an­wei­sung vom 15.10.17. Wir sind immer noch im Vor­marsch und ich weiß wirk­lich nicht, wo die un­se­ren halt ma­chen wol­len; wenn wir nicht so reich­lich zu essen und zu trin­ken vor­fän­den, wäre phy­sisch kei­ner mehr im Stand mit­zu­ma­chen. In letz­ter Zeit, liebs­te Paula, habe ich öf­ters Dif­fe­ren­zen mit un­se­rem Un­ter­of­fi­zier ge­habt, von dem ich Dir in mei­nem Ur­laub er­zählt habe. Diese Strei­tig­kei­ten haben nun kürz­lich ihren Hö­he­punkt er­reicht, er droh­te mir mit An­zei­ge wegen Ach­tungs­ver­let­zung, und Ge­hor­sams­ver­wei­ge­rung; ich habe mich der­art auf­ge­regt, daß ich in der über­nächs­ten Nacht unter einem An­fall zu lei­den hatte. Meine Ka­me­ra­den wach­ten an einem furcht­ba­ren Schrei auf und als sie nach mir sahen, rang ich nach Luft. Geiss­ler holte um 12 h nachts den Arzt, aber ich war bis mor­gens 9 h nicht beim vol­len Be­wußt­sein und hatte hef­ti­ge Kopf­schmer­zen, der Arzt mein­te, es sei eine Folge von Ue­ber­an­stren­gung und Auf­re­gung. Eine Wie­der­ho­lung sei nicht zu be­fürch­ten. Mir ist all­mäh­lich das Leben hier drau­ßen so satt und wenn ich nicht bald nach Hause komme, so mach ich noch eine Dumm­heit denn nach­dem ich nun im 38. Monat im Felde stehe, brau­che ich mich nicht von jedem Kaf­fer scheu­chen zu las­sen und hab\'s bis jetzt auch noch nicht ge­dul­det. Von der Hoch­schu­le habe ich Nach­richt be­kom­men, daß das Ge­such ab­ge­gan­gen sei. Durch unsre Of­fen­si­ve in Ita­li­en wird sich ja die Be­wil­li­gung etwas ver­zö­gern, aber die Haupt­sa­che ist, daß es Pas­siert, liebs­te Paula! Wenn wir jetzt mit den Mö­beln Glück ge­habt hät­ten, so wür­den wir uns wahr­schein­lich bei einem mehr­mo­nat­li­chen Ur­laub häus­lich ein­rich­ten. Das wäre doch eine herr­li­che Zeit, Schatz, wenn wir beide so ganz al­lei­ne nur in un­se­rer Woh­nung be­we­gen könn­ten. Pa­ke­te schick vor­läu­fig keine mehr ab in der Vor­aus­set­zung, daß das Ge­such durch­geht, Grüße bitte Frl. Kat­lik bes­tens von mir und sei Du liebs­te Paula, viel­mals herz­lich ge­grüßt und in­nigst ge­küßt von Dei­nem Dich treu lie­ben­den

Hei­ner

Eben­falls Grüße von Geiss­ler

Den 16. 11. 17.

Meine in­nigst­ge­lieb­te Paula!

Für Dei­nen Brief vom 7.11. mei­nen bes­ten Dank, eben­so für die Post­an­wei­sung vom 15.10.17. Wir sind immer noch im Vor­marsch und ich weiß wirk­lich nicht, wo die un­se­ren halt ma­chen wol­len; wenn wir nicht so reich­lich zu essen und zu trin­ken vor­fän­den, wäre phy­sisch kei­ner mehr im Stand mit­zu­ma­chen. In letz­ter Zeit, liebs­te Paula, habe ich öf­ters Dif­fe­ren­zen mit un­se­rem Un­ter­of­fi­zier ge­habt, von dem ich Dir in mei­nem Ur­laub er­zählt habe. Diese Strei­tig­kei­ten haben nun kürz­lich ihren Hö­he­punkt er­reicht, er droh­te mir mit An­zei­ge wegen Ach­tungs­ver­let­zung, und Ge­hor­sams­ver­wei­ge­rung; ich habe mich der­art auf­ge­regt, daß ich in der über­nächs­ten Nacht unter einem An­fall zu lei­den hatte. Meine Ka­me­ra­den wach­ten an einem furcht­ba­ren Schrei auf und als sie nach mir sahen, rang ich nach Luft. Geiss­ler holte um 12 h nachts den Arzt, aber ich war bis mor­gens 9 h nicht beim vol­len Be­wußt­sein und hatte hef­ti­ge Kopf­schmer­zen, der Arzt mein­te, es sei eine Folge von Ue­ber­an­stren­gung und Auf­re­gung. Eine Wie­der­ho­lung sei nicht zu be­fürch­ten. Mir ist all­mäh­lich das Leben hier drau­ßen so satt und wenn ich nicht bald nach Hause komme, so mach ich noch eine Dumm­heit denn nach­dem ich nun im 38. Monat im Felde stehe, brau­che ich mich nicht von jedem Kaf­fer scheu­chen zu las­sen und hab\'s bis jetzt auch noch nicht ge­dul­det. Von der Hoch­schu­le habe ich Nach­richt be­kom­men, daß das Ge­such ab­ge­gan­gen sei. Durch unsre Of­fen­si­ve in Ita­li­en wird sich ja die Be­wil­li­gung etwas ver­zö­gern, aber die Haupt­sa­che ist, daß es Pas­siert, liebs­te Paula! Wenn wir jetzt mit den Mö­beln Glück ge­habt hät­ten, so wür­den wir uns wahr­schein­lich bei einem mehr­mo­nat­li­chen Ur­laub häus­lich ein­rich­ten. Das wäre doch eine herr­li­che Zeit, Schatz, wenn wir beide so ganz al­lei­ne nur in un­se­rer Woh­nung be­we­gen könn­ten. Pa­ke­te schick vor­läu­fig keine mehr ab in der Vor­aus­set­zung, daß das Ge­such durch­geht, Grüße bitte Frl. Kat­lik bes­tens von mir und sei Du liebs­te Paula, viel­mals herz­lich ge­grüßt und in­nigst ge­küßt von Dei­nem Dich treu lie­ben­den

Hei­ner

Eben­falls Grüße von Geiss­ler





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Bri­tish woun­ded Ber­nafay Wood 19 July 1916
Ver­wun­de­te bri­ti­sche Sol­da­ten im Ers­ten Welt­krieg auf dem Weg zu einem Trup­pen­ver­bands­platz

Bild­quel­le - 1.Welt­krieg

1
Be­rich­ti­ge und voll­ende die Zeit­leis­te.
5 / 5
  • Finde drei Feh­ler in der Zeit­leis­te und strei­che sie sau­ber durch.
  • Er­gän­ze Be­ginn und Ende des 1. Welt­krie­ges.
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Zeitleiste zum 1. Weltkrieg 1913 bis 1919



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. .1914 . . . . . . . . . . . .1915 . . . . . . . . . . . .1916 . . . . . . . . . . . .1917 . . . . . . . . . . . .1918 . . . . . . . . . . . .1919 . . .

06. April 1917

Kriegs­ein­tritt der USA

01. Au­gust 1914

Ab­lauf des Ul­ti­ma­tum an Russ­land

Mo­bil­ma­chung des dt. Hee­res

28. Juni 1918

Frie­dens­kon­fe­renz

Ver­trag von Ver­sailles

1915 - 1918

Ernst Jün­ger schreibt Brie­fe aus dem Krieg

April 1915

Ju­li­us Boldt stirbt an Ty­phus im Kriegs­ge­fan­ge­nen­la­ger

21. Mai 1910

An­griff auf Ber­lin

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Be­ginn des Welt­krie­ges

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Ende des Welt­krie­ges

2
Be­schrei­be den All­tag des Krie­ges!
Mar­kie­re in der Quel­le und schreib einen Be­richt.
12 / 12
  • Mar­kie­re Gelb In­for­ma­ti­o­nen zum Ta­ge­ab­lauf.
  • Mar­kie­re Rot Waf­fen­gat­tun­gen.
  • Mar­kie­re Blau das Lei­den.
  • Mar­kie­re Grün die Wün­sche.
  • Nutze deine Mar­kie­run­gen und dei­nen Hef­ter für den Be­richt (1 Seite).
3
Be­schrei­be zwei Per­so­nen im Bild!
12 / 12
  • Be­nen­ne die ex­ak­te Po­si­ti­on der Per­son im Bild.
  • Be­nen­ne drei De­tails, die die Per­son als Sol­da­ten mar­kie­ren.
  • Ent­schei­de, ob die Per­son ver­wun­det ist oder nicht.
  • Schät­ze das Alter der Per­son.
4
Zu­satz­auf­ga­be für Schnel­le!
  • Stel­le dir vor, du bist ein Sol­dat im Bild. Schreib eine kurze Karte nach Hause.
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