• Der Ablauf eines röm.-katholischen Gottesdienstes
  • Christian Leeser
  • 30.06.2020
  • Mittlere Reife
  • Religion
  • 5
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Der römisch-​katholische Got­tes­dienst teilt sich in vier grö­ße­re Ab­schnit­te auf. Der erste Ab­schnitt „Die ein­lei­ten­de Teile” be­rei­tet die Ge­mein­de auf den wei­te­ren Ver­lauf der Messe vor und be­ginnt mit dem Eingangslied, das die Ge­mein­de in den Got­tes­dienst ein­stimmt. Nach­dem ge­mein­sa­men Kreuz­zei­chen rich­tet der Pries­ter in der Begrüßung ei­ni­ge per­sön­li­che Worte an die Ge­mein­de. Im fol­gen­den Schuldbekenntnis bit­tet die Ge­mein­de zu­sam­men mit dem Pries­ter um Ver­ge­bung und Ver­söh­nung, um sich auf ihre Feh­ler zu be­sin­nen und diese ein­zu­ge­ste­hen. Mit dem Ab­le­gen die­ses Be­kennt­nis­ses tritt die Ge­mein­de vor Gott und Jesus, um im „Herr, er­bar­me dich” (griech. Kyrie eleison) um sein Er­bar­men und Gnade zu beten. Mit dem Glo­ria (Ehre sei Gott) lobt und preist die Ge­mein­de Gott für seine un­end­li­che Güte und Gnade. Das Tagesgebet bil­det den Ab­schluss des ers­ten Teils, in dem der Pries­ter die wich­ti­gen Anliegen der Ge­mein­de in einem Gebet zu­sam­men­fasst. Wäh­rend des ge­sam­ten ers­ten Ab­schnit­tes steht die Ge­mein­de.

Der nächs­te Ab­schnitt nennt sich „Wortgottesdienst” und be­ginnt mit der Lesung, in dem eine Stel­le aus der Bibel (aber nicht aus einen der vier Evangelien) in der Regel durch einen Lektor vor­ge­tra­gen wird. Die Ge­mein­de ant­wor­tet auf die­sen Text mit einem Zwi­schen­ge­sang (oder auch Antwortgesang), dem dann das Halleluja („Lobt Gott”) folgt. Die­ses fest­li­che „Lobt Gott” be­rei­tet auf das Evan­ge­li­um (griech. für „Frohe Botschaft”) vor. Das Evan­ge­li­um of­fen­bart das Wort Jesu und stellt somit die Mitte des Wortgottesdienstes dar, das oft durch Leuchter oder Weih­rauch ge­kenn­zeich­net wird. Nach dem Evan­ge­li­um geht der Pries­ter auf des­sen In­ter­pre­ta­ti­on und Deu­tung in der Predigt ein. Im An­schluss an die Aus­füh­run­gen des Pries­ters be­kennt sich die Ge­mein­de im Glaubensbekenntnis (Credo) zu ihrem Glau­ben zu Gott und Jesus. Den Ab­schluss des zwei­ten Tei­les bil­den die Fürbitten, in denen die Ge­mein­de und der Pries­ter für die Kir­che, die Notleidenden und allen Men­schen beten.

Der drit­te Ab­schnitt „Eucharistiefeier” stellt den Hö­he­punkt der Messe dar. Nach der Gabenbereitung er­öff­net der Pries­ter das Eucharistische Hochgebet, wel­ches aus drei Tei­len be­steht: der Präfation, dem Heilig und dem Kanon (manch­mal auch Wandlung ge­nannt). Mit Ab­schluss die­ser Teile wur­den Brot (Hostie) und Wein zu Leib und Blut Jesu.

Da­nach folgt das Vaterunser, wel­ches in die­sem Zu­sam­men­hang das „Tisch­ge­bet” dar­stellt. Im An­schluss er­in­nert sich die Ge­mein­de durch den Friedensgruß, dass sie eine Ge­mein­schaft sind. Mit dem „Agnus Dei” (Lamm Gottes) be­rei­tet sich die Ge­mein­de auf den Emp­fang der Kom­mu­ni­on ein. Nach dem Emp­fang der Kom­mu­ni­on dankt die Ge­mein­de im Danklied für den Emp­fang des Lei­bes Jesu.

Der letz­te Ab­schnitt „abschließende Teile” be­ginnt mit dem Schlussgebet, in dem der Pries­ter die Ge­bets­ge­dan­ken der Messe zu­sam­men­fasst. Im Segen/Ent­las­sung wer­den die Gläu­bi­gen mit dem Schluss­gruss „Gehet hin in Frieden” in die Welt ge­sandt, den Frie­den Chris­ti wei­ter­zu­tra­gen. Den Ab­schluss des letz­ten Ab­schnit­tes und somit des Got­tes­diens­tes bil­det das Schlusslied.

Lö­sungs­wör­ter

„Eu­cha­ris­ti­sche Hoch­ge­bet”; Schluss­ge­bet; „Gehet hin in Frie­den”; Wort­got­tes­dienst; Hal­le­lu­ja; Blut; „vier Evan­ge­li­en”; Wand­lung; Schuld­be­kennt­nis; An­lie­gen; „Frohe Bot­schaft”; Für­bit­ten; Dank­lied; Ant­wort­ge­sang; Ga­ben­be­rei­tung; „Kyrie elei­son”; Pre­digt; Frie­dens­gruß; Ein­gangs­lied; vier; Gebet; Lek­tor; Le­sung; Wort­got­tes­diens­tes; Präfa­ti­on; Be­grü­ßung; „Ehre sei Gott”; Leib; Ta­ges­ge­bet; steht; Leuch­ter; Glau­bens­be­kennt­nis; Not­lei­den­den; Eu­cha­ris­tie­fei­er; Hei­lig; Va­ter­un­ser; „Lamm Got­tes”; Hos­tie; „Ab­schlie­ßen­de Teile”; Schluss­lied

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