Demokratie

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Demokratie

Das alte Grie­chen­land

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Athen – Wo die De­mo­kra­tie er­fun­den wurde
Athen war eine sehr große und wich­ti­ge Stadt im alten Grie­chen­land. Vor über 2.500 Jah­ren wurde dort eine neue Idee aus­pro­biert: die De­mo­kra­tie – das be­deu­tet, dass alle Bür­ger ge­mein­sam über wich­ti­ge Dinge ent­schei­den durf­ten.


Wie kam es dazu?
Frü­her be­stimm­ten in vie­len Städ­ten nur rei­che Ad­li­ge, was pas­siert. Auch in Athen war das lange so. Doch um das Jahr 507 v. Chr. än­der­te ein Mann na­mens Kleisthe­nes vie­les. Er fand: Das Volk soll mit­re­den dür­fen! Ab jetzt durf­ten alle Bür­ger bei Ver­samm­lun­gen mit­ent­schei­den – zum Bei­spiel über neue Ge­set­ze, Krie­ge oder wie Geld aus­ge­ge­ben wird.
Es gab auch einen Rat, der Ent­schei­dun­gen vor­be­rei­te­te. Die Mit­glie­der die­ses Rats wur­den aus­ge­lost – so hatte jeder die glei­che Chan­ce, mit­zu­ma­chen.
Nur sehr wich­ti­ge Auf­ga­ben, wie das Füh­ren der Armee, durf­ten wei­ter nur rei­che oder er­fah­re­ne Män­ner ma­chen. Aber auch diese Män­ner muss­ten sich dem Volk ge­gen­über ver­ant­wor­ten – bei schlech­ten Ent­schei­dun­gen konn­ten sie sogar aus der Stadt ver­bannt wer­den.
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Spä­ter noch mehr De­mo­kra­tie
Nach einem gro­ßen Sieg gegen die Per­ser be­ka­men auch är­me­re Bür­ger mehr Mit­be­stim­mung. Sie hat­ten im Krieg als Ru­de­rer auf den Schif­fen ge­hol­fen. Des­halb durf­ten sie jetzt auch bei fast allen Äm­tern mit­ma­chen. Ihre Stim­men in der Volks­ver­samm­lung wur­den wich­tig – zum ers­ten Mal nann­ten die Athe­ner ihren Staat De­mo­kra­tie, also Herr­schaft des Vol­kes.


Die beste Zeit der De­mo­kra­tie in Athen
Um 450 v. Chr. lebte ein be­kann­ter Po­li­ti­ker: Pe­ri­kles. Er setz­te sich sehr für das Volk ein. Er sorg­te zum Bei­spiel dafür, dass auch arme Bür­ger Geld be­ka­men, wenn sie als Rich­ter ar­bei­te­ten – so konn­ten sie sich das leis­ten.
Athen wurde zu einer sehr rei­chen und schö­nen Stadt. Viele Men­schen fan­den: De­mo­kra­tie brach­te Wohl­stand und Ar­beit.

Aber: Nicht alle durf­ten mit­ent­schei­den

Nicht jeder durf­te mit­ma­chen. Nur Män­ner ab 18 Jah­ren, deren beide El­tern aus Athen kamen, waren Bür­ger. Nur sie durf­ten mit­be­stim­men und wich­ti­ge Auf­ga­ben über­neh­men.

Frau­en, Aus­län­der, die in Athen leb­ten, und Skla­ven durf­ten nicht mit­ent­schei­den. Frau­en und Aus­län­der waren zwar oft frei, hat­ten aber keine po­li­ti­schen Rech­te. Skla­ven muss­ten hart ar­bei­ten und hat­ten gar keine Rech­te.

Wich­tig zu wis­sen:

  • De­mo­kra­tie be­deu­tet: Das Volk ent­schei­det mit.

  • In Athen war das eine di­rek­te De­mo­kra­tie: Bür­ger stimm­ten selbst ab.

    



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Wich­tig zu wis­sen:

  • De­mo­kra­tie be­deu­tet: Das Volk ent­schei­det mit.

  • In Athen war das eine di­rek­te De­mo­kra­tie: Bür­ger stimm­ten selbst ab.

    







Be­grif­fe ein­fach er­klärt:

  • Bür­ger: Män­ner ab 18 Jah­ren mit El­tern aus Athen, die mit­be­stim­men durf­ten.

  • De­mo­kra­tie: Volks­herr­schaft – das Volk ent­schei­det.

  • 

  • Freie: Men­schen, die über ihr ei­ge­nes Leben be­stim­men konn­ten (z. B. Beruf, Ehe).

Be­grif­fe ein­fach er­klärt:

  • Bür­ger: Män­ner ab 18 Jah­ren mit El­tern aus Athen, die mit­be­stim­men durf­ten.

  • De­mo­kra­tie: Volks­herr­schaft – das Volk ent­schei­det.

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  • Freie: Men­schen, die über ihr ei­ge­nes Leben be­stim­men konn­ten (z. B. Beruf, Ehe).

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Was be­deu­tet das Wort „De­mo­kra­tie“?
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Er­klä­re, warum Kleisthe­nes für die Ein­füh­rung der De­mo­kra­tie wich­tig war!
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Be­schrei­be, warum das Los­ver­fah­ren für den Rat ge­recht war.
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Er­klä­re, wie är­me­re Bür­ger mehr Rech­te be­ka­men!
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Be­schrei­be, was Pe­ri­kles ein­führ­te, um die De­mo­kra­tie zu stär­ken!
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Er­klä­re, wer da­mals in Athen Mit­spra­che­recht hatte!
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Ein Wahl­tag in Athen – so wurde da­mals ent­schie­den

In der alten Stadt Athen durf­ten die Bür­ger bei wich­ti­gen Ent­schei­dun­gen mit­be­stim­men – das war etwas ganz Be­son­de­res. An einem Wahl­tag kamen viele Bür­ger zu­sam­men.

Schon früh am Mor­gen ver­sam­mel­ten sich dort tau­sen­de Män­ner – denn nur freie männ­li­che Bür­ger durf­ten wäh­len. Die Ver­samm­lung be­gann damit, dass je­mand laut er­klär­te, wor­über ab­ge­stimmt wer­den soll­te: zum Bei­spiel ein neues Ge­setz oder ein Krieg.
Dann durf­ten Red­ner spre­chen – manch­mal Po­li­ti­ker, manch­mal ein­fa­che Bür­ger. Sie ver­such­ten, die an­de­ren zu über­zeu­gen. Es war laut, le­ben­dig und span­nend.

Nach den Reden wurde ab­ge­stimmt. Man hob die Hand oder be­nutz­te klei­ne Stei­ne, Ton­scher­ben oder Holz­ta­feln. Bei man­chen Wah­len (z. B. für das Amt des Stra­te­gen – also eines Heer­füh­rers) schrieb man den Namen eines Kan­di­da­ten auf eine Scher­be. So wurde ent­schie­den, wer wich­ti­ge Auf­ga­ben über­neh­men durf­te – oder sogar, wer aus der Stadt ver­bannt wurde, wenn er ge­fähr­lich für die De­mo­kra­tie war!

Am Ende des Tages waren viele Ent­schei­dun­gen ge­trof­fen – von allen Bür­gern ge­mein­sam. Das war echte De­mo­kra­tie zum Mit­ma­chen.
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Be­schrei­be in ei­ge­nen Wor­ten, wie ein Wahl­tag aus­ge­se­hen hat!
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Nenne un­ter­schied­li­che Ab­stimm­mög­lich­kei­ten zur da­ma­li­gen Zeit!
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Rol­len­spiel

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Spielsze­na­rio:

Auf der Insel Thera herrscht eine schwe­re Hun­gers­not. Seit Mo­na­ten reg­net es kaum, die Fel­der sind tro­cken, die Ern­ten schlecht. Die Be­völ­ke­rung lei­det Hun­ger.
Im Rat der Bür­ger gibt es ein Ge­rücht: Jede Fa­mi­lie soll ein Mit­glied ent­sen­den, das die Insel ver­lässt, um an­ders­wo Nah­rung zu su­chen oder eine neue Ko­lo­nie zu grün­den.
Doch nicht jede Fa­mi­lie ist be­reit dazu.
Heute ver­sam­melt sich der Rat, um ge­mein­sam zu ent­schei­den, wie wei­ter vor­zu­ge­hen ist.
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Spie­le mit dei­nen Klas­sen­ka­me­ra­den die fol­gen­de Un­ter­hal­tung nach! Ver­sucht einen Kom­pro­miss zu fin­den!
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Lies dir deine Rol­len­be­schrei­bung genau durch!

Folge nun dem Spiel­ab­lauf!
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Ab­lauf:

Schritt 1: Vor­stel­lungs­run­de: Be­rich­te dei­nen Mit­schü­lern wer du bist und in wel­cher Si­tu­a­ti­on du ge­ra­de steckst!


Schritt 2: Ar­gu­men­tiert warum ein Mit­glied eurer Fa­mi­lie die Insel ver­las­sen soll (oder nicht ver­las­sen soll - je nach Cha­rak­ter)! Ver­sucht eure Mei­nung durch­zu­set­zen!


Schritt 3: Ver­sucht nun eine Lö­sung zu fin­den und stimmt an­schlie­ßend ab, ob ein Fa­mi­li­en­mit­glied die Insel ver­las­sen muss! Do­ku­men­tiert das Er­geb­nis!
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Kimon – der Bauer

Ich heiße Kimon und bin Bauer auf Thera. Ich habe drei Söhne, aber mein Hof ist zu klein, um alle zu er­näh­ren. Wegen der Dürre ist die Ernte noch schlech­ter als sonst. Ich kann nicht für alle sor­gen. Wenn alle hier­blei­ben, wer­den wir ver­hun­gern! Des­halb finde ich, dass einer mei­ner Söhne die Insel ver­las­sen muss. Ich möch­te, dass das Los ent­schei­det, wer gehen soll. Da ich einen Sohn fort­schi­cke, for­de­re ich vom Staat eine Ent­schä­di­gung – zum Bei­spiel Nah­rung oder Geld.

He­le­na – die Töp­fe­rin

Ich bin He­le­na, eine Töp­fe­rin. Mein Mann ist vor zwei Jah­ren ge­stor­ben, und ich er­zie­he un­se­re drei Kin­der al­lein. Die bei­den Jün­ge­ren hel­fen mir flei­ßig in der Werk­statt, und der Äl­tes­te ver­kauft un­se­re Töpfe auf der Insel. Alle meine Kin­der brin­gen Geld nach Hause, und wir brau­chen jeden ein­zel­nen von ihnen, um über die Run­den zu kom­men. Ich möch­te kein Kind fort­schi­cken. Statt­des­sen bin ich be­reit, Geld zu geben, um Nah­rung zu kau­fen und meine Fa­mi­lie zu er­näh­ren. Ich möch­te auf kei­nen Fall, dass ein Kind von mir weg­ge­schickt wird!

Milon – der Zim­mer­mann

Ich heiße Milon und bin Zim­mer­mann. Ich habe zwei Kin­der. Eines ar­bei­tet schon in mei­ner Werk­statt, das an­de­re ist noch jung. Da ich gut vor­ge­sorgt habe, ist genug Geld da, damit auch mein jün­ge­res Kind ohne Hun­ger leben kann. Wenn es nötig ist, kann es die Insel ver­las­sen. Ich bin nicht be­son­ders dafür oder da­ge­gen. Ich höre mir die Dis­kus­si­on an und ent­schei­de dann, ob ich je­man­den un­ter­stüt­zen möch­te.

Ker­bion – der Po­li­ti­ker

Ich bin Ker­bion und ein an­ge­se­he­ner Po­li­ti­ker auf Thera. Meine Auf­ga­be ist es, die Ver­samm­lung zu lei­ten und dafür zu sor­gen, dass jeder seine Mei­nung sagen darf. Ich möch­te nie­man­den ver­let­zen oder ver­är­gern. Am wich­tigs­ten ist mir, dass wir ge­mein­sam eine Lö­sung fin­den, mit der alle leben kön­nen. Ich höre auf­merk­sam zu, leite die Dis­kus­si­on und achte dar­auf, dass alle ge­recht be­han­delt wer­den.

Demokratie

von anonym

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