Kopie von: Demokratie

Rol­len­spiel

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Spielsze­na­rio:

Auf der Insel Thera herrscht eine schwe­re Hun­gers­not. Seit Mo­na­ten reg­net es kaum, die Fel­der sind tro­cken, die Ern­ten schlecht. Die Be­völ­ke­rung lei­det Hun­ger.
Im Rat der Bür­ger gibt es ein Ge­rücht: Jede Fa­mi­lie soll ein Mit­glied ent­sen­den, das die Insel ver­lässt, um an­ders­wo Nah­rung zu su­chen oder eine neue Ko­lo­nie zu grün­den.
Doch nicht jede Fa­mi­lie ist be­reit dazu.
Heute ver­sam­melt sich der Rat, um ge­mein­sam zu ent­schei­den, wie wei­ter vor­zu­ge­hen ist.
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Spie­le mit dei­nen Klas­sen­ka­me­ra­den die fol­gen­de Un­ter­hal­tung nach! Ver­sucht einen Kom­pro­miss zu fin­den!
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Lies dir deine Rol­len­be­schrei­bung genau durch!

Folge nun dem Spiel­ab­lauf!
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Ab­lauf:

Schritt 1: Vor­stel­lungs­run­de: Be­rich­te dei­nen Mit­schü­lern wer du bist und in wel­cher Si­tu­a­ti­on du ge­ra­de steckst!


Schritt 2: Ar­gu­men­tiert warum ein Mit­glied eurer Fa­mi­lie die Insel ver­las­sen soll (oder nicht ver­las­sen soll - je nach Cha­rak­ter)! Ver­sucht eure Mei­nung durch­zu­set­zen!


Schritt 3: Ver­sucht nun eine Lö­sung zu fin­den und stimmt an­schlie­ßend ab, ob ein Fa­mi­li­en­mit­glied die Insel ver­las­sen muss! Do­ku­men­tiert das Er­geb­nis!

Kimon – der Bauer

Ich heiße Kimon und bin Bauer auf Thera. Ich habe drei Söhne, aber mein Hof ist zu klein, um alle zu er­näh­ren. Wegen der Dürre ist die Ernte noch schlech­ter als sonst. Ich kann nicht für alle sor­gen. Wenn alle hier­blei­ben, wer­den wir ver­hun­gern! Des­halb finde ich, dass einer mei­ner Söhne die Insel ver­las­sen muss. Ich möch­te, dass das Los ent­schei­det, wer gehen soll. Da ich einen Sohn fort­schi­cke, for­de­re ich vom Staat eine Ent­schä­di­gung – zum Bei­spiel Nah­rung oder Geld.

He­le­na – die Töp­fe­rin

Ich bin He­le­na, eine Töp­fe­rin. Mein Mann ist vor zwei Jah­ren ge­stor­ben, und ich er­zie­he un­se­re drei Kin­der al­lein. Die bei­den Jün­ge­ren hel­fen mir flei­ßig in der Werk­statt, und der Äl­tes­te ver­kauft un­se­re Töpfe auf der Insel. Alle meine Kin­der brin­gen Geld nach Hause, und wir brau­chen jeden ein­zel­nen von ihnen, um über die Run­den zu kom­men. Ich möch­te kein Kind fort­schi­cken. Statt­des­sen bin ich be­reit, Geld zu geben, um Nah­rung zu kau­fen und meine Fa­mi­lie zu er­näh­ren. Ich möch­te auf kei­nen Fall, dass ein Kind von mir weg­ge­schickt wird!

Milon – der Zim­mer­mann

Ich heiße Milon und bin Zim­mer­mann. Ich habe zwei Kin­der. Eines ar­bei­tet schon in mei­ner Werk­statt, das an­de­re ist noch jung. Da ich gut vor­ge­sorgt habe, ist genug Geld da, damit auch mein jün­ge­res Kind ohne Hun­ger leben kann. Wenn es nötig ist, kann es die Insel ver­las­sen. Ich bin nicht be­son­ders dafür oder da­ge­gen. Ich höre mir die Dis­kus­si­on an und ent­schei­de dann, ob ich je­man­den un­ter­stüt­zen möch­te.

Damon – der Händ­ler

Ich heiße Damon und bin ein Händ­ler auf Thera. Ich habe zwei Kin­der. Meine Fa­mi­lie lebt zwar nicht in gro­ßer Armut, aber ich sehe jeden Tag, wie schwie­rig die Si­tu­a­ti­on auf un­se­rer Insel wird. Die Vor­rä­te wer­den immer klei­ner und nie­mand weiß, wann es wie­der genug zu essen geben wird.

Ich glau­be, dass wir nicht ein­fach dar­auf hof­fen kön­nen, dass sich die Si­tu­a­ti­on von selbst ver­bes­sert. Ei­ni­ge Men­schen müs­sen die Insel ver­las­sen und an­ders­wo nach Nah­rung su­chen oder eine neue Sied­lung grün­den. Viel­leicht kön­nen sie dort frucht­ba­res Land fin­den und spä­ter sogar an­de­ren Men­schen von Thera hel­fen.

Des­halb bin ich dafür, dass auch aus mei­ner Fa­mi­lie ein Kind die Insel ver­lässt. Es fällt mir schwer, mein Kind weg­zu­schi­cken, aber ich glau­be, dass wir manch­mal schwie­ri­ge Ent­schei­dun­gen tref­fen müs­sen, damit un­se­re Fa­mi­li­en über­le­ben kön­nen. Ich finde, jede Fa­mi­lie soll­te sich daran be­tei­li­gen müs­sen, damit die Last ge­recht ver­teilt wird.

Ker­bion – der Po­li­ti­ker

Ich bin Ker­bion und ein an­ge­se­he­ner Po­li­ti­ker auf Thera. Meine Auf­ga­be ist es, die Ver­samm­lung zu lei­ten und dafür zu sor­gen, dass jeder seine Mei­nung sagen darf. Ich möch­te nie­man­den ver­let­zen oder ver­är­gern. Am wich­tigs­ten ist mir, dass wir ge­mein­sam eine Lö­sung fin­den, mit der alle leben kön­nen. Ich höre auf­merk­sam zu, leite die Dis­kus­si­on und achte dar­auf, dass alle ge­recht be­han­delt wer­den.

Kopie von: Demokratie

von anonym

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