Name:
Der Ursprung von Gut und Böse
04.07.2023
Christlicher Glaube
Adam und Eva lebten im Garten Eden. Gott sagte zu ihnen: Ihr dürft von allen Früchten der Bäume im Garten essen. Nur von diesem einen nicht. Ihr sollt weder von ihm essen noch ihn berühren, denn dies ist der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.
Eine Schlange tauchte vor Eva auf und sagte: Iss von den Früchten des verbotenen Baumes, denn dann gehen dir die Auge auf und du wirst weise sein wie Gott.
Beide aßen von den Früchten. Ihre Augen öffneten sich und sogleich schämten sie sich für ihr Vergehen. Sie machten sich Kleidung, um sich zu bedecken.
Islamicher Glaube
Der Ursprung des Bösen, der menschlichen Sünde liegt nach koranischer Darstellung in der Weigerung eines Engels oder Dämons, den Befehl Gottes zu befolgen. Der Koran spricht vom Gehorsam gegenüber dem göttlichen Getzt. Denmach tue der Mensch böses, wenn er dem göttlichen Gesetz zuwiderhandle.
Hinduismus
Menschen, die dem Hinduismus angehören glauben nicht an einen Teufeln. Sie glauben aber, dass böse Geister und Dämonen die Welt aus dem Gleichgewicht bringen wollen. Darum verbreiten sie unter den Menschen Habgier, Eifersucht, Streit und vieles mehr. Wer sich in seinem letzten Leben schlecht benommen hat, sich also von den Geistern beeinflussen lies, dessen Seele muss in einem neuen Leben für die schlechten Taten büßen.
Abenteuer Ethik 1, S. 196.
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Der folgende Text erklärt, was der Gelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz vor ungefähr 300 Jahren über das Böse herausgefunden hat. Er unterscheidet drei Formen bzw. Gründe für das Böse:
"(Der) erste ist, dass die Welt nicht perfekt ist: Wir Menschen sind keine Alleskönner, und wir leben nicht ewig. Schade eigentlich. Wir sind hin- und hergerissen zwischen zwei Dingen, zum Beispiel zwischen Hausaufgaben und Spielen. Wenn wir wütend sind, ist es schwieriger, freundlich zu sein. Wären wir vollkommen, gäbe es bei uns keine halben Sachen. Dann wären wir Gott. Was denkst du: Ist es schlimm, dass wir nicht perfekt sind? Oder bloß schade?
Die zweite Form des Bösen ist ziemlich eindeutig schlimm: Krankheiten, Erdbeben, Überschwemmungen, Hungersnöte. Dass es sie gibt, ist furchtbar. (...) Allerdings wissen wir heute, dass wir Menschen an vielen Katastrophen auch mitschuldig sind: Die Giftstoffe, die die Autos und Fabriken in die Luft blasen, verändern das Wetter. Lebensmittel werden ungerecht verteilt. Hungersnöte könnten verhindert weren.
Die dritte Sorte ist das Böse, das Menschen einander antun: etwas, was nicht einfach so passiert, sondern weil jemand es will. Es hat mit der Freiheit des Menschen zu tun. Wer frei ist, kann absichtlich gemein und ungerecht sein oder ehrlich und freundlich. Diese Sorte des Bösen ist weit verbreitet. Schon fast 2600 Jahre sagte der weise Bais von Priene: Die meisten Menschen sind schlecht.
Julia Knop, dt. Theologin und Autorin
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