• Die Gesellschaft im antiken Athen
  • anonym
  • 20.08.2023
  • Geschichte
  • 5, 6
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Die Ge­sell­schaft im an­ti­ken Athen

Die Ge­sell­schaft im an­ti­ken Athen war in ver­schie­de­ne so­zi­a­le Grup­pen un­ter­teilt, die je­weils un­ter­schied­li­che Rech­te, Pflich­ten und Stel­lun­gen hat­ten. An der Spit­ze der Ge­sell­schaft stan­den die Voll­bür­ger, Män­ner über 18 Jah­ren, die das Bür­ger­recht be­sa­ßen. Diese Män­ner hat­ten be­son­de­re Pri­vi­le­gi­en und Ver­ant­wort­lich­kei­ten. Sie waren die ein­zi­gen, die wäh­len gehen, po­li­ti­sche Ämter be­set­zen, po­li­ti­sche Ent­schei­dun­gen tref­fen und Land be­sit­zen durf­ten. Al­ler­dings tru­gen sie auch die Ver­pflich­tun­gen, Steu­ern zu zah­len und im Mi­li­tär Dienst zu leis­ten. In die­ser Zeit hat­ten Frau­en und Kin­der wenig Rech­te und wur­den von ihren Vä­tern oder Ehe­män­nern kon­trol­liert, was als Vor­mund­schaft be­kannt war.



Eine wei­te­re Grup­pe waren die Met­öken, Grie­chen aus an­de­ren Pol­eis, die in Athen leb­ten. Sie hat­ten zwar einen fes­ten Wohn­sitz in der Stadt, aber sie be­sa­ßen nicht das Bür­ger­recht und hat­ten daher nicht die glei­chen Rech­te wie die Voll­bür­ger. Met­öken durf­ten kei­nen Grund­be­sitz haben, konn­ten nicht an der po­li­ti­schen Arena teil­neh­men und muss­ten sich vor Ge­richt von einem Voll­bür­ger ver­tre­ten las­sen. Ob­wohl sie be­son­de­re Ein­schrän­kun­gen hat­ten, tru­gen sie den­noch zur Wirt­schaft bei, indem sie Be­ru­fe als Kauf­leu­te, Hand­wer­ker, Ärzte oder Ar­chi­tek­ten aus­üb­ten.



Am un­te­ren Ende der Ge­sell­schafts­py­ra­mi­de stan­den die Skla­ven, die un­ge­fähr ein Drit­tel der Ge­samt­be­völ­ke­rung aus­mach­ten. Skla­ven hat­ten kei­ner­lei Rech­te und waren das Ei­gen­tum an­de­rer Men­schen. Das be­deu­te­te, dass an­de­re Men­schen über ihr Schick­sal ent­schie­den. Sie ver­rich­te­ten ver­schie­de­ne Ar­bei­ten, wie auf dem Feld ar­bei­ten, im Berg­werk tätig sein, hand­werk­li­che Auf­ga­ben er­fül­len oder im Haus­halt als Die­ner agie­ren. Die Skla­ve­rei konn­te auf ver­schie­de­ne Wei­sen ent­ste­hen, ent­we­der durch Kriegs­ge­fan­gen­schaft oder als Folge von Schul­den.



Ins­ge­samt bil­de­te die Ge­sell­schaft im an­ti­ken Athen eine kom­ple­xe Struk­tur, in der die Voll­bür­ger an der Spit­ze stan­den, Met­öken eine be­son­de­re Po­si­ti­on in­ne­hat­ten und Skla­ven am un­te­ren Ende der Hier­ar­chie stan­den. Diese so­zi­a­len Grup­pen tru­gen alle auf ihre ei­ge­ne Art zur Funk­ti­on und Ent­wick­lung der grie­chi­schen Pol­eis bei.

1
Lies den Ver­fas­ser­text über die Ge­sell­schaft im an­ti­ken Athen. Er­stel­le mit den In­for­ma­ti­o­nen aus dem Text eine Ge­sell­schafts­py­ra­mi­de.
2
Fülle den Lü­cken­text mit den Wör­tern auf der nächs­ten Seite aus.

Frau­en im an­ti­ken Grie­chen­land hat­ten weniger Rech­te und Frei­hei­ten im Ver­gleich zu den Män­nern. Sie wur­den oft als Besitz an­ge­se­hen und un­ter­la­gen der Vor­mund­schaft ihres Va­ters oder Ehe­manns. Dies be­deu­te­te, dass sie in vie­len An­ge­le­gen­hei­ten von männ­li­cher Au­to­ri­tät ab­hän­gig waren. Frau­en durf­ten nicht an politischen Entscheidungen teil­neh­men oder po­li­ti­sche Ent­schei­dun­gen tref­fen. Ihre Haupt­rol­le be­stand darin, für den Haushalt und die Fa­mi­lie zu sor­gen. Ei­ni­ge wohl­ha­ben­de Frau­en hat­ten Zu­gang zu Bil­dung und konn­ten in be­grenz­tem Um­fang am so­zi­a­len Leben teil­neh­men, aber ihre Mög­lich­kei­ten waren stark ein­ge­schränkt. Kin­der im an­ti­ken Grie­chen­land hat­ten eine ähn­lich abhängige Po­si­ti­on wie Frau­en. Sie waren unter der Vor­mund­schaft ihres Va­ters oder eines männ­li­chen Vor­munds. Die Kind­heit galt nicht als ei­ge­ne Le­bens­pha­se, son­dern als Vorbereitung zur Er­wach­se­nen­zeit. Jun­gen wur­den auf Bürgerpflichten vor­be­rei­tet, indem sie Bil­dung er­hiel­ten und sport­li­che Ak­ti­vi­tä­ten aus­üb­ten, um spä­ter am öffentlichen Leben teil­zu­neh­men. Mäd­chen wur­den auf ihre Rolle als zu­künf­ti­ge Ehe­frau­en und Müt­ter vor­be­rei­tet und er­lern­ten häus­li­che Fer­tig­kei­ten.

Skla­ven bil­de­ten einen gro­ßen Teil der Be­völ­ke­rung im an­ti­ken Grie­chen­land und hat­ten kei­ner­lei Rech­te. Sie waren Eigentum ihrer Be­sit­zer und hat­ten kei­ner­lei Kontrolle über ihr ei­ge­nes Leben. Skla­ven wur­den für ver­schie­de­ne Auf­ga­ben ein­ge­setzt, wie Ar­beit auf dem Feld, Berg­werks­ar­beit, Hand­werks­ar­bei­ten oder Dienst­leis­tun­gen im Haus­halt. Sie konn­ten durch Kriegs­ge­fan­gen­schaft oder Schuld­knecht­schaft in die Skla­ve­rei ge­ra­ten. Skla­ven hat­ten keinen Zugang zu Bil­dung oder po­li­ti­scher Teil­ha­be und waren in ihrer Freiheit stark ein­ge­schränkt.

Wör­ter für den Lü­cken­text:



Frei­heit      Bür­ger­pflich­ten     Vor­be­rei­tung    Be­sitz   Kei­nen Zu­gang    Rolle



Ei­gen­tum    Kon­trol­le    Haus­halt   ab­hän­gi­ge we­ni­ger   po­li­ti­schen Ent­schei­dun­gen

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