• Die wirtschaftlichen und ökonomischen Grundlagen des Kalten Krieges
  • anonym
  • 09.11.2022
  • Geschichte
  • 10
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Lies den Sachtext (M1) zum Marshall Plan und löse folgende Aufgaben.
a) Erkläre, was unter dem Marshall Plan verstanden wird. Gehe hierfür vor allem auf die Ursachen, die Ziele sowie die Folgen des Plans ein.
b) Tausche dich mit deinem Banknachbarn oder deiner Banknachbarin über eure Pläne aus und ergänze die wichtigsten Informationen zum Molotow Plan.
c) Vergleicht anschließend die beiden Pläne miteinander.

M1: Der Marshall Plan

Der Marshall Plan war ein vom amerikanischen Außenminister vorgeschlagenes Hilfsprogramm zum wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas nach dem 2. Weltkrieg. Der Marshall Plan trat am 03.04.1948 in Kraft und wird auch European Recovery Program (ERP) genannt.

Nach dem 2. Weltkrieg waren weite Teile Europas wirtschaftlich am Boden. Dies betraf insbesondere die vor dem Krieg stärksten europäischen Wirtschaftsmächte, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien. Aufgrund der hohen Kriegsausgaben litten diese Staaten unter enormen finanziellen Belastungen. Vor allem Deutschland und seine Verbündeten litten unter den enormen Kriegsschulden, die ihnen in Folge des Krieges auferlegt wurden. Zudem machte sich im Winter 1946/47 eine Krise in Europa breit. Diese wurde zum einen durch die kritische Nahrungslage bedingt, da die Landwirtschaft während des Krieges massiv vernachlässigt wurde, zum anderen bereitete die Energieversorgung sowie der Transport von Gütern den meisten Ländern große Sorgen, weil wichtige Transportwege zerstört waren.

Für den Wiederaufbau des wirtschaftlich so geschwächten Europas sollten ursprünglich die Reparationszahlungen Deutschlands dienen. Deutschland war jedoch wirtschaftlich zu geschwächt, um die Reparationszahlungen zu tätigen. Somit war klar, dass die deutsche Wirtschaft gestärkt werden musste, um Europa nicht in den Ruin zu treiben. Des Weiteren war Deutschland einer der wichtigsten Handelspartner der USA. Infolgedessen wurde der Marshall Plan entwickelt. Dieser sah eine ,,Hilfe zur Selbsthilfe'' vor. Das oberste Ziel dieses Hilfsprogramms war die Ankurbelung der europäischen Wirtschaft. Außerdem sollte die Ausbreitung des Kommunismus eingedämmt werden, den Not leidenden Bürgerinnen und Bürgern geholfen und der Zusammenbruch der amerikanischen Wirtschaft verhindert werden.

In einer Konferenz, welche in Paris stattfand, wurde über diesen Plan von den Alliierten abgestimmt. In Abwesenheit der osteuropäischen Staaten umfasste diese Konferenz 16 europäische Teilnehmer, darunter anfangs auch die Sowjetunion. Der sowjetische Außenminister Wjatscheslaw Molotow lehnte die kapitalistische Idee der USA ab und reagierte mit dem sogenannten Molotow Plan auf diese Geschehnisse in Paris.

Infolge des Marshall Plans wurden den europäischen Staaten vor allem Subventionen, das bedeutet finanzielle Zuschüsse, zugestanden. Somit konnten diese Länder wieder Waren importieren und ihre Wirtschaft ankurbeln. Des Weiteren wurden insbesondere Waren, Rohstoffe, Lebensmittel und Aktien vergeben, die ebenfalls zu einem Aufschwung der Wirtschaft führten. Der Marshall Plan kann als Erfolg angesehen werden, da durch dieses Hilfsprogramm die Wirtschaft in vielen europäischen Staaten wieder aufblühte und es zu einer Stabilisierung des Handels kam.





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M1: Der Marshall Plan

Der Marshall Plan war ein vom amerikanischen Außenminister vorgeschlagenes Hilfsprogramm zum wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas nach dem 2. Weltkrieg. Der Marshall Plan trat am 03.04.1948 in Kraft und wird auch European Recovery Program (ERP) genannt.

Nach dem 2. Weltkrieg waren weite Teile Europas wirtschaftlich am Boden. Dies betraf insbesondere die vor dem Krieg stärksten europäischen Wirtschaftsmächte, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien. Aufgrund der hohen Kriegsausgaben litten diese Staaten unter enormen finanziellen Belastungen. Vor allem Deutschland und seine Verbündeten litten unter den enormen Kriegsschulden, die ihnen in Folge des Krieges auferlegt wurden. Zudem machte sich im Winter 1946/47 eine Krise in Europa breit. Diese wurde zum einen durch die kritische Nahrungslage bedingt, da die Landwirtschaft während des Krieges massiv vernachlässigt wurde, zum anderen bereitete die Energieversorgung sowie der Transport von Gütern den meisten Ländern große Sorgen, weil wichtige Transportwege zerstört waren.

Für den Wiederaufbau des wirtschaftlich so geschwächten Europas sollten ursprünglich die Reparationszahlungen Deutschlands dienen. Deutschland war jedoch wirtschaftlich zu geschwächt, um die Reparationszahlungen zu tätigen. Somit war klar, dass die deutsche Wirtschaft gestärkt werden musste, um Europa nicht in den Ruin zu treiben. Des Weiteren war Deutschland einer der wichtigsten Handelspartner der USA. Infolgedessen wurde der Marshall Plan entwickelt. Dieser sah eine ,,Hilfe zur Selbsthilfe'' vor. Das oberste Ziel dieses Hilfsprogramms war die Ankurbelung der europäischen Wirtschaft. Außerdem sollte die Ausbreitung des Kommunismus eingedämmt werden, den Not leidenden Bürgerinnen und Bürgern geholfen und der Zusammenbruch der amerikanischen Wirtschaft verhindert werden.

In einer Konferenz, welche in Paris stattfand, wurde über diesen Plan von den Alliierten abgestimmt. In Abwesenheit der osteuropäischen Staaten umfasste diese Konferenz 16 europäische Teilnehmer, darunter anfangs auch die Sowjetunion. Der sowjetische Außenminister Wjatscheslaw Molotow lehnte die kapitalistische Idee der USA ab und reagierte mit dem sogenannten Molotow Plan auf diese Geschehnisse in Paris.

Infolge des Marshall Plans wurden den europäischen Staaten vor allem Subventionen, das bedeutet finanzielle Zuschüsse, zugestanden. Somit konnten diese Länder wieder Waren importieren und ihre Wirtschaft ankurbeln. Des Weiteren wurden insbesondere Waren, Rohstoffe, Lebensmittel und Aktien vergeben, die ebenfalls zu einem Aufschwung der Wirtschaft führten. Der Marshall Plan kann als Erfolg angesehen werden, da durch dieses Hilfsprogramm die Wirtschaft in vielen europäischen Staaten wieder aufblühte und es zu einer Stabilisierung des Handels kam.

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Lies den Sachtext (M2) zum Molotow Plan und löse folgenden Aufgaben.
a) Erkläre, was unter dem Molotow Plan verstanden wird. Gehe hierfür vor allem auf die Ursachen, die Ziele sowie die Folgen des Plans ein.
b) Tausche dich mit deinem Banknachbarn oder deiner Banknachbarin über eure Pläne aus und ergänze die wichtigsten Informationen zum Marshall Plan.
c) Vergleicht anschließend die beiden Pläne miteinander.

M2: Molotow Plan:

Der Molotow Plan war ein vom sowjetischen Außenminister entworfenes Hilfsprogram, welches als Reaktion auf den 1948 verabschiedeten Marshall Plan gilt. Der Molotow Plan umfasste zwei vom sowjetischen Außenminister vorgeschlagene Pläne. Einer dieser Pläne entstand 1947, während der andere 1954 ins Leben gerufen wurde.

Der erste Plan von 1947 sah eine Hilfeleistung für die osteuropäischen Staaten vor, welche in der Einflusssphäre der Sowjetunion lagen und von dieser kontrolliert wurden. Neben der Hilfeleistung sollte dieser Plan die osteuropäischen Länder daran hindern am Marshall Plan beteiligt zu werden. Die osteuropäischen Staaten sollten durch den Molotow Plan wirtschaftlich enger an die Sowjetunion gebunden werden, um sich in einer gewissen Abhängigkeit zu dieser zu befinden. Dieser Plan ging jedoch vorerst nicht auf, denn erst 1949 gründete sich der sogenannte ,,Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe''. Dieser existierte dann bis 1991. Allerdings ist dieser nicht zu vergleichen mit der Wirtschaftshilfe, die durch den Marshallplan in Westeuropa hervorgerufen wurde. Des Weiteren wurde im Anschluss an den ersten Molotow Plan das kommunistische Informationsbüro, kurz Komminform, gegründet. Dieses galt als Propagandamaßnahme, um die sowjetischen Satellitenstaaten vom Marshall Plan fern zuhalten. Das kommunistische Informationsbüro propagandierte, dass der Marshall Plan von der schlechten amerikanischen Wirtschaft ablenken sollte und diese am Boden wäre.

Der zweite Molotow Plan von 1954 betraf nur Deutschland. Wjatscheslaw Molotow schlug in diesem unter anderem die Wiedervereinigung Deutschlands vor. Weiterhin forderte er eine Erarbeitung eines Friedensvertrages zwischen der DDR und der BRD. Die von Molotow verfolgten Ziele hierbei waren vor allem die Sicherung der sozialistischen Strukturen in Ostdeutschland sowie der Abbau der Westintegration in der Bundesrepublik Deutschland. Ähnlich wie auch der erste Plan von 1947 ging dieser jedoch nicht auf.





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M2: Molotow Plan:

Der Molotow Plan war ein vom sowjetischen Außenminister entworfenes Hilfsprogram, welches als Reaktion auf den 1948 verabschiedeten Marshall Plan gilt. Der Molotow Plan umfasste zwei vom sowjetischen Außenminister vorgeschlagene Pläne. Einer dieser Pläne entstand 1947, während der andere 1954 ins Leben gerufen wurde.

Der erste Plan von 1947 sah eine Hilfeleistung für die osteuropäischen Staaten vor, welche in der Einflusssphäre der Sowjetunion lagen und von dieser kontrolliert wurden. Neben der Hilfeleistung sollte dieser Plan die osteuropäischen Länder daran hindern am Marshall Plan beteiligt zu werden. Die osteuropäischen Staaten sollten durch den Molotow Plan wirtschaftlich enger an die Sowjetunion gebunden werden, um sich in einer gewissen Abhängigkeit zu dieser zu befinden. Dieser Plan ging jedoch vorerst nicht auf, denn erst 1949 gründete sich der sogenannte ,,Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe''. Dieser existierte dann bis 1991. Allerdings ist dieser nicht zu vergleichen mit der Wirtschaftshilfe, die durch den Marshallplan in Westeuropa hervorgerufen wurde. Des Weiteren wurde im Anschluss an den ersten Molotow Plan das kommunistische Informationsbüro, kurz Komminform, gegründet. Dieses galt als Propagandamaßnahme, um die sowjetischen Satellitenstaaten vom Marshall Plan fern zuhalten. Das kommunistische Informationsbüro propagandierte, dass der Marshall Plan von der schlechten amerikanischen Wirtschaft ablenken sollte und diese am Boden wäre.

Der zweite Molotow Plan von 1954 betraf nur Deutschland. Wjatscheslaw Molotow schlug in diesem unter anderem die Wiedervereinigung Deutschlands vor. Weiterhin forderte er eine Erarbeitung eines Friedensvertrages zwischen der DDR und der BRD. Die von Molotow verfolgten Ziele hierbei waren vor allem die Sicherung der sozialistischen Strukturen in Ostdeutschland sowie der Abbau der Westintegration in der Bundesrepublik Deutschland. Ähnlich wie auch der erste Plan von 1947 ging dieser jedoch nicht auf.