• Lizenzen für Offene Bildungsmaterialien
  • tutory
  • 30.06.2020
  • Allgemeine Hochschulreife, Mittlere Reife
  • fächerverbindend, Medien
  • 7, 8, 9, 10, 11, 12, 1. Ausbildungsjahr, 2. Ausbildungsjahr, 3. Ausbildungsjahr
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WEL­CHE LI­ZEN­ZEN SIND IM BIL­DUNGS­BE­REICH SINN­VOLL?

Für die Li­zen­zie­rung of­fe­ner Bil­dungs­ma­te­ri­a­li­en eig­nen sich nicht alle Li­zen­zen der Crea­ti­ve Com­mons. Hier ein kur­zer Überblick, wor­auf man bei der Li­zen­zie­rung ach­ten soll­te. CC steht dabei immer für “Crea­ti­ve Com­mons”.

CC-0 (oder auch: Pu­blic Do­main)

Der Ur­he­ber selbst setzt keine Li­mi­tie­run­gen zur Nut­zung sei­nes Wer­kes. Es darf verändert, kom­mer­zi­ell ge­nutzt und vervielfältigt wer­den. Die Nen­nung des Ur­he­bers ist nicht not­wen­dig. Dar­aus neu ent­ste­hen­de Werke können unter jeder be­lie­bi­gen Li­zenz veröffentlicht wer­den.Zum Be­ar­bei­ten des Tex­tes Stift kli­cken. Nut­zen Sie die­ses Ele­ment für nor­ma­le Texte.

CC-BY – Na­mens­nen­nung

Die Li­zenz er­laubt an­de­ren, das Werk zu ver­brei­ten, zu re­mi­xen, zu ver­bes­sern und dar­auf auf­zu­bau­en, auch kom­mer­zi­ell, so­lan­ge der Ur­he­ber des Wer­kes ge­nannt wird. (CC-BY | crea­ti­ve­com­mons.org) Hin­weis: “BY” ist im Ver­gleich allen an­de­ren Kürzeln keine Abkürzung, son­dern le­dig­lich das eng­li­sche Wort für “von”, im Sinne von “CC von Ur­he­ber” XY.

CC-​BY-SA – Na­mens­nen­nung und Wei­ter­ga­be unter glei­chen Be­din­gun­gen

Zur Na­mens­nen­nung wie in CC-BY kommt bei die­ser Li­zenz hinzu, dass “Alle neuen Werke, die auf die­sem auf­bau­en, eben­falls unter der sog. “Share Alike”-​Lizenz ste­hen müssen. Damit sorgt der Ur­he­ber dafür, dass ein ein­mal CC-​lizenziertes Werk nicht unter einer re­strik­ti­ve­ren Copyright-​Lizenz veröffentlicht wird. Dies ist die gängige Li­zenz von In­hal­ten der Wi­ki­pe­dia und wird für Werke emp­foh­len, die In­hal­te aus Wi­ki­pe­dia wei­ter­ver­ar­bei­ten oder dort veröffentlicht wer­den sol­len.

Wel­che Li­zen­zen sind nicht ge­eig­net?

CC BY-ND - Ver­bot der Veränderung des Ma­te­ri­als (No De­ri­va­ti­ves)

Leh­ren­de sol­len die Ma­te­ri­a­li­en kon­kret auf Ihre Ler­nen­den an­pas­sen kön­nen. Ma­te­ri­al, wel­ches nicht verändert wer­den darf, stellt ein Hin­der­nis für Dif­fe­ren­zie­rung und In­di­vi­du­a­li­sie­rung von Lern­ma­te­ri­a­li­en und Ideen dar. Die­ses Pro­blem wird ge­ra­de bei klas­si­schen Schulbüchern deut­lich. Daher soll­te diese Li­zenz im Bil­dungs­be­reich ver­mie­den wer­den. Grundsätzlich ist die Li­zenz an­zu­wen­den, wenn der Ur­he­ber keine Veränderung des Ma­te­ri­als wünscht, zum Bei­spiel wennn des­sen In­hal­te nicht aus dem Zu­sam­men­hang ge­ris­sen wer­den sol­len.

CC BY-NC - Ver­bot der kom­mer­zi­el­len Nut­zung (Non Com­mer­cial)

Wann ein In­halt kom­mer­zi­ell ver­wen­det wird, kann man ak­tu­ell nicht scharf ab­gren­zen. Unter Ver­dacht fal­len selbst Ver­ei­ne oder Pri­vat­blogs, die Ein­nah­men jeg­li­cher Art er­zie­len und/oder sich auf einem Markt be­fin­den, auf dem kom­mer­zi­el­le An­ge­bo­te exis­tie­ren (z.B. öffentlich recht­li­cher Be­reich). Staat­li­che Bil­dungs­an­ge­bo­te kon­kur­rie­ren dem­nach auch mit pri­va­ten. Diese Un­si­cher­heit macht die Ver­wen­dung von Ma­te­ri­al unter CC-​NC-Lizenzen zu einer Grat­wan­de­rung. In­di­vi­du­el­le Ab­stim­mun­gen wer­den somit wie­der nötig. Dies wi­der­spricht ge­ra­de den Zie­len, die of­fe­ne Bil­dungs­ma­te­ri­a­li­en aus­zeich­nen sol­len.

Tipp

Die am häufigsten ge­nutz­te Crea­ti­ve Com­mons Li­zenz ist CC-​BY-SA, da die meis­ten Wikipedia-​ In­hal­te so li­zen­ziert sind. Daher ist diese Li­zenz für den Bil­dungs­be­reich sinn­voll. Damit las­sen sich Wikipedia-​Inhalte naht­los in den Un­ter­richt in­te­grie­ren. Die Li­zenz ist viral. Das be­deu­tet, auch Ab­wand­lun­gen der In­hal­te müssen unter der glei­chen Li­zenz veröffentlicht wer­den.

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