In der Poetik des Philosophen Aristoteles werden sechs wesentliche Elemente des Dramas genannt: mythos (Handlung), ethos (Charaktere), lexis (Rede), diánoia (Gedanke, Absicht), opsis (Schau, Szenerie) und melopoiía (Gesang, Musik). Ferner empfiehlt er einen Verzicht auf Nebenhandlungen und die zeitliche Beschränkung auf „einen Sonnenlauf“.
In der Renaissance entstandt durch einige Autoren ein Schema, dem der Aufbau eines Dramas gehorchen solle. Dieses mit Vorsicht zu verwendende Schema (weder konnte es sich verallgemeinernd auf die Antike berufen noch als Norm auftreten) findet sich in vielen Varianten in den dramatischen Texten bis heute.
Akteinteilung des Dramas nach Gustav Freytag
Exposition (Einleitung/Protase) Die handelnden Personen werden eingeführt, der dramatische Konflikt kündigt sich an.
Komplikation (Steigerung/Epitase) Steigende Handlung – mit erregendem Moment (Katastase) Die Situation verschärft sich.
Peripetie (Umkehr der Glücksumstände des Helden) Die Handlung erreicht ihren Höhepunkt (Klimax).
Retardation (Verlangsamung) Fallende Handlung – mit retardierenden (aufschiebenden, hinhaltenden, verlangsamenden) Momenten: Die Handlung verlangsamt sich, um in einer Phase der höchsten Spannung auf die bevorstehende Katastrophe hinzuarbeiten.
Katastrophe (oder Lysis) Es kommt zur Katastrophe, alle sind verdammt oder es kommt zur Lösung, alle Konflikte werden gelöst und die Protagonisten sind geläutert.
- Fülle das Schema für das Drama
Die Physiker
von Dürrenmatt aus, indem du kurz die Inhalte zusammenfasst und die zugehörigen Seiten nennst. - Recherchiere weitere Merkmale eines
klassischen Dramas
und prüfe, ob sie bei dem WerkDie Physiker
vorliegen.
https://www.tutory.de/entdecken/dokument/e7590d01
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