• Ein Freund der Regierung
  • Rattler
  • 18.10.2020
  • Deutsch
  • 9, 10
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Die Kurzgeschichte Ein Freund der Regierung von Siegfried Lenz

Fülle die Lücken sinnvoll aus.

Trotz ihrer vier Seiten hat die Kurzgeschichte „Ein Freund der Regierung“ im Vergleich zu einem Roman einen geringen Umfang. Es beginnt unmittelbar damit, dass sich die Journalisten auf Einladung der Regierung auf eine Reisetour begeben. Eine Vorgeschichte wird nicht erzählt. Die Handlung wird dabei zielstrebig vorangetrieben, es geht nur um die Reise. Es gibt keine Nebenschauplätze. Dabei wird von einem alltäglichen Geschehen berichtet. Journalisten besuchen ein fremdes Land und sprechen mit Einheimischen. Ort und Zeit sind in dem Text nicht angegeben. Zwar wird das Land beschrieben und ähnelt den Krisegebieten des Nahen Ostens, dennoch wird nirgends der Name eines Landes genannt. Auch die Zeit ist nicht angegeben. Anhand der beschriebenen Umstände (z.B. Radio, Bus, Maschinengewehr), ist die Gegenwart oder die nahe Vergangenheit wahrscheinlich. Die Hauptpersonen sind der Erzähler, ein Journalist und der Einheimische Bela Bonzo, ein einfacher Mann. Sie sind Alltagsmenschen, keine die besonders herausragen. Die angespannte Stimmung entsteht dadurch, dass die Journalisten den Ausführungen Bela Bonzos nicht trauen, sie fragen immer wieder nach. Bela Bonzo scheint sich dabei nicht zu trauen, die ganze Wahrheit zu erzählen. Den Höhepunkt erreicht die Geschichte, als Bela Bonzo dem Erzähler geheim eine Papierkugel zusteckt.
Der Schluss ist offen und lässt Raum für Spekulationen. Die Geschichte endet damit, dass der Erzähler das Papierkügelchen von Bela Bonzo öffnet und sich darin ein Zahn befindet. Es bleibt offen, wem der Zahn gehört und warum er ihm diesen Zahn zugesteckt hat.
Die Geschichte ist mit viel wörtlicher Rede geschrieben und auch der Satzbau ist einfach.