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Ein Mönch kritisiert die Kirche?! - Martin Luther gegen den Ablasshandel
Im späten Mittelalter lebten viele Päpste und Pfarrer in großem ___________ und hielten sich nicht mehr an das Vorbild von _________________. Kirchenämter konnte man kaufen, weshalb oft nicht die besten, sondern die reichsten Männer zu ______________ wurden.
Um Geld zu bekommen, führte die Kirche den sogenannten __________________ ein. Durch den Kauf eines ______________________ sollte die Zeit im _________________ verkürzt werden. Die Kirche versprach also, man könne sich von seinen ___________ freikaufen.
Der Mönch _______________________ kritisierte diesen Handel. Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte er seine 95 ___________. Darin betonte er, dass nur der ___________ an Gott und die Bibel wichtig seien – nicht das Geld. Diese Thesen konnten weit verbreitet werden durch die Erfindung des _______________________.
sola gratia
sola fide
sola scriptura
Die Kirche vernachlässigt ihre Aufgaben
Um die Kirche war es im späten Mittelalter besonders schlecht bestellt. Die Päpste handelten nicht mehr nach dem Vorbild Jesu Christi. Sie lebten in großem Prunk, ließen prachtvolle Paläste und Kirchen bauen und veranstalteten große Feste, um ihre Macht und ihren Reichtum zu zeigen.
Auch die Pfarrer lebten nicht nach der Bibel. Kirchenämter ließen sich kaufen, weshalb nicht die frommsten oder fähigsten Leute Priester wurden, sondern die, die das meiste Geld bezahlten. Einige dieser Pfarrer waren wenig motiviert, erfüllten ihre kirchlichen Pflichten nicht und waren verbotenerweise mit Frauen zusammen. Viele Gläubige verloren aufgrund solcher Verhältnisse das Vertrauen in die Kirche.
Der Ablasshandel
Der Prunk, in dem die Kirche lebte, erforderte riesige Geldsummen. Dieses Geld sollte von Vertretern der Kirche, durch den sogenannten Ablasshandel beschafft werden. Die Menschen im Spätmittelalter waren sehr gläubig und dachten, wenn sie Sünden begehen, also Taten, die in der Bibel verboten oder kritisiert werden, dann landen sie in der Hölle. Ihre Seele würde für eine gewisse Zeit im Fegefeuer leiden, dadurch würden sie für ihre Sünden büßen und schließlich ins Paradies gelangen. Die Kirche versprach mit dem Ablasshandel nun einen Freikauf von den Sünden. Sünden könnten also durch den Kauf von Ablassbriefen der Kirche erlassen werden, weshalb die Seele weniger Zeit im Fegefeuer verbringen müsste. So behaupteten die Prediger, die Ablassbriefe verkauften wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer (= Fegefeuer) springt.
Ein Teil der Einnahmen ging direkt an die Kirche, ein anderer Teil an diejenigen, die den Ablasshandel vor Ort organisierten. So z.B. an den mächtigen Albrecht von Brandenburg, der Erzbischof und Kurfürst zu Mainz war. Dieser förderte den Ablasshandel unter Papst Leo X. (1513-1521), der Geld für den Weiterbau der Peterskirche in Rom brauchte. Albrecht selber hatte Schulden beim Bankhaus Fugger gemacht, um sich sein Amt als Erzbischof zu kaufen und wollte diese Schulden mithilfe des Ablasshandels abbezahlen.
Ein Mönch betritt die Weltbühne
Im Jahr 1517 übte ein Kirchenmann Kritik. Am 31. Oktober schrieb der Wittenberger Mönch Martin Luther einen Brief an Erzbischof Albrecht und fügte diesem Brief 95 lateinische Thesen bei, in denen der Ablasshandel kritisiert wurde. Später wurden diese Thesen auf deutsch übersetzt und gelangten an die Öffentlichkeit. Durch die Erfindung des Buchdrucks von Johannes Gutenberg um 1450 konnten diese Thesen tausendfach gedruckt und als Flugblätter im ganzen Reich verteilt werden.
Martin Luthers Kritik
Luther kritisierte den Ablasshandel und die Kirche, wobei er drei Grundsätzen folgte. Diese werden auf Latein bezeichnet als sola gratia
(allein durch Gnade), sola fide
(allein durch den Glauben) und sola scriptura
(allein durch die Schrift).
So behauptete Luther, dass Sünden nur durch die Gnade Gottes verziehen werden könnten sola gratia
, nicht durch den Ablasshandel der Kirche. Um diese Gnade zu erhalten würde ein fester Glaube an Gott genügen sola fide
. Dieser Glaube sollte sich nicht danach richten, was die Kirche sagt, sondern nach der heiligen Schrift der Christen, die Bibel sola scriptura
. Damit die Christen die Bibel auch selbst lesen könnten, übersetzte er sie später auch ins Deutsche.
Mit diesen Aussagen stellte Luther die Autorität der Kirche in Frage, was einen Konflikt mit Papst und Kaiser nach sich zog.
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