Einführung Stoffmenge

Der rät­sel­haf­te Rest

Stellt euch vor, ihr ar­bei­tet als Prak­ti­kan­ten in einer mo­der­nen Par­fü­me­rie. Eure Auf­ga­be ist es, einen neuen fruch­ti­gen Duft zu kre­ieren. Ein gän­gi­ges Ver­fah­ren ist die oxi­da­ti­ve De­hy­drie­rung von Al­ko­ho­len an einem hei­ßen Kup­fer­netz zu Al­de­hyden. Zwei Teams im Labor sol­len zwei ver­schie­de­ne Düfte her­stel­len:



Team A: Nutzt Pen­ta­nol (für Beer­enge­ruch).

Team B: Nutzt Etha­nol (für Apfel-​Geruch).



Beide Teams be­kom­men die ab­so­lut iden­ti­sche Menge an CuO, in Form von zwei exakt gleich gro­ßen, frisch oxi­dier­ten Kup­fer­net­zen mit der glei­chen An­zahl an ver­füg­ba­ren Sauerstoff-​Atomen. Die An­wei­sung des La­bor­lei­ters lau­tet: Damit alles fair ist, wiegt ihr beide exakt 5,0 Gramm eures Al­ko­hols ab und lasst ihn re­agie­ren.



Nach dem Ver­such stellt ihr fest:

Bei Team A (Pen­ta­nol): Der Ge­ruch eures Pen­ta­nols ist voll­stän­dig ver­schwun­den, die Flüs­sig­keit riecht nach Bee­ren.

Bei Team B (Etha­nol): Es stinkt nach un­ver­brauch­tem Etha­nol.

Bei bei­den Teams be­fin­den sich auf dem Kup­fer­netz keine CuO-​Rückstände mehr.



Wir haben die glei­che Masse von Etha­nol und Pen­ta­nol mit Kup­fer­oxid re­agie­ren las­sen. Warum wird Pen­ta­nol voll­stän­dig ver­braucht, wäh­rend bei Etha­nol noch etwas übrig bleibt, ob­wohl die glei­che Menge ver­wen­det wurde?

1
  • Stellt die Re­ak­ti­ons­glei­chun­gen für die bei­den Re­ak­ti­o­nen auf. Be­ach­tet, dass dabei Was­ser ent­steht. Ver­wen­det für die or­ga­ni­schen Mo­le­kü­le ver­kürz­te Struk­tur­for­meln.
  • Mar­kiert in den Re­ak­ti­ons­glei­chun­gen, wel­che Teil­chen gleich blei­ben und wo sich die bei­den Re­ak­ti­o­nen un­ter­schei­den.
2
Schau­en wir uns den Zu­stand vor und nach der Re­ak­ti­on an: Wir haben bei bei­den Re­ak­ti­o­nen die glei­che Menge Kup­fer­oxid zu­ge­ge­ben. Ent­schei­det und be­grün­det mit­hil­fe der Be­ob­ach­tun­gen, ob auch die glei­che Menge an Kup­fer­oxid in bei­den Re­ak­ti­on re­agiert hat.
3
Ent­schei­det und be­grün­det an­hand der Re­ak­ti­ons­glei­chung, ob in bei­den Re­ak­ti­o­nen auch gleich viele Mo­le­kü­le Al­de­hyd ent­stan­den sind und wie viele Mo­le­kü­le Al­ko­hol pro Mo­le­kül Al­de­hyd ver­braucht wer­den.
4
In­ter­pre­tiert die be­schrie­be­nen Be­ob­ach­tun­gen in Bezug auf das Aus­gangs­ver­hält­nis von Etha­nol­mo­le­kü­len und Pro­pa­nol­mo­le­kü­len.
Nutzt dafür eure bis­he­ri­gen Er­kennt­nis­se.
5
Diese Er­kennt­nis steht im Wi­der­spruch zur glei­chen Aus­gangs­mas­se als Maß für die Menge bei­der Stof­fe.
Wie kann das sein? Ver­gleicht die Struk­tu­ren der bei­den Al­ko­hol­mo­le­kü­le und be­schreibt die Aus­wir­kung des Un­ter­schieds auf die Masse eines Mo­le­küls.
6
For­mu­liert den all­ge­mei­nen Zu­sam­men­hang zwi­schen Mo­le­kül­mas­se und Mo­le­kül­an­zahl bei glei­cher Masse des Stoffs.
7
Wie hätte man also den Ver­such fair pla­nen müs­sen?
zen­tra­le Er­kennt­nis:



siehe Hef­ter

Übungs­auf­ga­ben

8
Be­rech­net mit­hil­fe der For­mel ...
  • ...die Stoff­men­ge, die einer Teil­chen­an­zahl von  Teil­chen ent­spricht
  • ...die Teil­chen­an­zahl, die sich in einer Stoff­men­ge von 4,25 Mol be­fin­det.
9
Be­trach­tet die Re­ak­ti­on von Schwe­fel­säu­re mit Na­tri­um­hy­droxid.
  • Stellt die Re­ak­ti­ons­glei­chung auf.
  • Gebt die be­nö­tig­te Stoff­men­ge an Schwe­fel­säu­re an, wenn 1,5 mol Na­tri­um­sul­fat ent­ste­hen sol­len.
  • Gebt die ent­ste­hen­de Stoff­men­ge an Was­ser an, wenn 1,5 mol Schwe­fel­säu­re ein­ge­setzt wird.
  • Be­rech­net die be­nö­tig­te Stoff­men­ge an Na­tri­um­hy­droxid, wenn 1,5 mol Na­tri­um­sul­fat ent­ste­hen sol­len.

Be­ar­bei­tung im Hef­ter

Einführung Stoffmenge

von anonym

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