Entity-Relationship-Modell (ERM)
Das Enitity-Relationship-Modell ist ein Modellierungswerkzeug für Datenbanken. Es dient zur Darstellung von Daten und deren Beziehungen untereinander. Es besteht aus: Entitäten (Entities), Beziehungen (Relationships) und Attributen (Properties).
Zum Beispiel:
Entity: realer Gegenstand, Ereignis oder abstraktes Konzept
mehrere gleichartige Entitäten werden zu einem Entity-
typ zusammengefasst
Relationship: eine Beziehung zwischen zwei Entitäten
meist mittels Verb beschreibbar
Attribute: beschreiben Entitytypen oder Relationships näher
Unterscheidungen in Schlüssel und Nichtschlüssel-
attribute


Mit Hilfe von Kardinalitäten kann man genauer beschreiben. Für jeden gibt man an, wie viele Entitäten mit jeweils Entität in Verbindung stehen. Es gibt 3 Kardinalitäten:
1:1 Jeder Entität aus der Entitymenge A ist Entität der Entitymen-
ge B zugeordnet und
1:n Jeder Entität aus B können Entitäten aus A zugeordnet werden,
aber jeder Entität aus A aus B
n:m Jeder Entität aus A können Enitäten aus B zugeordnet werden und
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Kardinalität Beispiel (Entität A - Relationship - Enitität B)
Person - besitzt - Ausweis
Kunde - besitzt - Konto
Student - besucht - Kurs
1:1
1:n
n:m
- Bibliotheksverwaltung: Eine Schulbibliothek möchte ihre Ausleihen digital erfassen. Bücher haben einen Titel, Autor und ISBN. Schüler haben eine Ausweisnummer, Namen und Klasse. Es soll erfasst werden, wann ein Buch ausgeliehen und zurückgegeben wurde.
Um das ERM zu zeichnen kannst du das Tool https://app.diagrams.net/ benutzen und als Bild abspeichern.
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Relationenschema
Das relationale Modell ist ein Datenbankmodell, das Tabellen (Relationen) zur Beschreibung der Datenbasis benutzt. Als Relationenschema bezeichnet man üblicherweise das zu einem ER-Modell zugehörige relationale Modell.
Das Relationenschema hat folgende Struktur:
· Jede Relation besitzt einen eindeutigen Namen.
· Die Tabellenköpfe bestehen aus den Entitätstypen.
· Schlüsselattribute werden durch Unterstreichung markiert.
· Eine Entität wird als Datensatz in der Zeile dargestellt.
Als Primärschlüsselattribut bezeichnet man alle Attribute, die zum Schlüssel gehören.
Als Fremdschlüsselattribut (oft auch nur Fremdschlüssel) bezeichnet man ein Attribut, das in einer anderen Tabelle Primärschlüsselattribut ist. Ein Fremdschlüsselattribut wird i. d. R. durch Kursivschrift, Pfeil vor dem Bezeichner oder gepunktete/gewellte Unterstreichung markiert.
Um ein ERM in sein zugehöriges Relationenschema umzuwandeln gibt es drei Umwandlungsregeln:
Tabellenname (Schlüsselattribut, AttributA, AttributB, ..., ↑Fremdschlüsselattribut)
wobei ↑Fremdschlüsselattribut geschrieben wird als Tabellenname.Schlüsselattribut

1) Jeder Entitätstyp wird in einer eigenen Tabelle abgebildet.
a) Einfache Attribute werden Felder
b) Schlüssel werden zu Primärschlüsselattributen
2) Jede n:m-Beziehung wird in eine eigene Tabelle abgebildet. Die Schlüssel der beteiligten Entitätstypen kopieren sich als Primärschlüsselattribute in die Tabelle und werden damit Fremdschlüssel. Attribute der Beziehung werden in die Tabelle übernommen. Gegebenenfalls können weitere Attribute hinzugefügt werden.
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3) Jede 1:n- und 1:1-Beziehung kann aufgelöst werden. Der Schlüssel des Entitätstyps der „1- Seite“ kopiert sich als Fremdschlüsselattribut in die Tabelle des anderen Entitätstyps. Alle Attribute der Beziehung wandern in diese Tabelle. Bei einer 1:1-Beziehung geht nur einmalig ein Schlüssel auf die andere Seite über.
—Film(FilmID, Titel, Erscheinungsjahr, Genre)
—Benutzer(Benutzername, Email, Passwort)
—Streamingdienst(URL, Name, Gründungsjahr)
—stellt_bereit(↑Film.FilmID, ↑Streamingdienst.URL, verfügbar_ab, verfügbar_bis)
—nutzt(↑Benutzer.Benutzername, ↑Streamingdienst.URL, Abo_Typ, Abo-Start, Abo_Ende)
—streamt(↑Benutzer.Benutzername, ↑Film.FilmID, Fortschritt)
◦ Stelle die Entitäten mit ihren Attributen dar. Wähle einen geeigneten Primärschlüssel.
◦ Tragen die Kardinalitäten ein.
◦ Überführe das geplante ER-Modell in ein Relationenmodell.
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