Wahrnehmung und Darstellung des 1. WK in Feldpostbriefen
Kennenlernen der digitalen Sammlung
Als Feldpost werden Briefe bezeichnet, die innerhalb einer Armee oder von Soldaten an ihre Angehörigen bzw. von Angehörigen an Soldaten verschickt werden.
- Worüber und an wen könnten Soldaten deiner Meinung nach in der Feldpost geschrieben haben?
- Notiere Argumente und eigene Ideen für Hashtags
Unter den Hashtags #MuseumFromHome
und #CloseButOpen bewerben Museen
ihre digitalen Angebote auf Social-Media Plattformen
https://www.tutory.de/entdecken/dokument/erwartungshorizont-arbeitsmaterial-niveau-b-2
formale Analyse: Das Digitalisat zeigt die Rück- und Vorderseite einer Postkarte. Auf der Vorderseite ist ein Sinnspruch mit einem Bild zu sehen, Das Transkript beginnt mit Poststempel (Aufgabeort), es folgt Inhaltswiedergabe (Forderung nach Geld, Hinweis auf Mangel, Grüße) und der Absender (milit. Rang, Abt.)
Inhaltliche Analyse: Abbildung auf der Karte drückt aus, dass Soldaten im Feld an ihre Frau denken (signalisiert über den Akt des Schreibens hinaus, dass er an sie denkt, fordert Treue ein, erinnert an eigene Bürden - getrennt von der Frau im Feld, muss sich Sorgen über ihr Verhalten machen, Pflichtbewusstsein) Etwas komisch, weil er an seine Schwester schreibt, kann als Wink an alle Frauen verstanden werden.
Wer? Karl Kordus, Gefreiter im Grenadier-Regiment 7 der 37. Infanterie-Division
an wen? seine Schwester
wann? 27.02.1916, sechs Tage nach Beginn der Schlacht um Verdun
was? fordert Geld, weist auf Mangel hin und sendet Grüße
historische Einordnung: mitten im WK 1, S. ist bereits eingezogen noch im Dt. Reich stationiert (daher keine Thematisierung von Fronterfahrung)
Wer schreibt an wen?
Zu welchem Zweck entstand die Quelle?
Briefe:
in der Regel einem Empfänger bestimmt
Informative/appelative Funktion
dialogischer Charakter
subjektiver Ausdruck von Mentalitäten und Einstellungen
Gefühle und Selbstäußerung
Im Gegensatz zu propagandistischen Quellen nicht wirkungsorientiert, i.d.S. sind sie unabsichtlich, damit authentischer.
Stellen die Sicht von unten dar.
Ermöglichen Einblick in den Frontalltag.
Unterliegen keiner nachträglichen Deutung.
https://www.tutory.de/entdecken/dokument/erwartungshorizont-arbeitsmaterial-niveau-b-2
Orientiere dich an Aufgabe 4.
- nach welchen Stichwörtern hast du gesucht?
- Suche vier Briefe raus und nenne Name des Absenders, Absendeort und das Datum.
- Über welche Gefühle und in welchem Zusammenhang wird geschrieben?
- Formuliere eine passende Forschungsfrage zu deiner Recherche.
Frage: Wie haben die Soldaten über ihre Gegner geschrieben?
Stichworte: Gegner, Feind, Franzosen...
Max Lehmann an seine Ehefrau, Niebudszen, 18.11.1914: schreibt über feindl. Beschuss und Gebietseinnahmen durch den Gegner (hier: russische Soldaten)
...
https://www.tutory.de/entdecken/dokument/erwartungshorizont-arbeitsmaterial-niveau-b-2
Erinnere dich daran, was wir zu Nationalismus und Militarismus besprochen haben.
Erwartung von Gewaltschilderungen oder Schilderungen von modernem Krieg wird nicht erfüllt, das Soldaten aus o.g. Gründen kaum/nicht darüber schrieben.Erwartungen von Nationalismus, Feindbildübernahme etc. können sich erfüllen, da Propagandainhalte und Mentalitäten von vielen Soldaten geteilt wurde. Zum Teil aber auch Darstellung der Feinde als normale Menschen und Hoffnung auf Kriegsende ausgedrückt
https://www.tutory.de/entdecken/dokument/erwartungshorizont-arbeitsmaterial-niveau-b-2


