• Invasoren!
  • galaxia1409
  • 30.06.2020
  • Allgemeine Hochschulreife
  • Biologie
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Seit jeher be­sie­deln und er­obern Tiere und Pflan­zen neue Le­bens­räu­me. Aus­brei­tung und Ver­än­de­rung ist für sie über­le­bens­wich­tig. Dafür hat die Natur Pflan­zen mit haf­ten­den, flug­fä­hi­gen oder schwimm­fä­hi­gen Samen aus­ge­stat­tet. Tiere haben Flü­gel, Flos­sen oder Beine. Doch wenn frem­de Or­ga­nis­men in neue Le­bens­räu­me ein­fal­len, gerät so man­ches Öko­sys­tem ins Strau­cheln. Des­halb gilt die In­va­si­on von Tie­ren und Pflan­zen unter Na­tur­schüt­zern als gro­ßes öko­lo­gi­sches Pro­blem.



Zei­ten­wen­de 1492



Einst haben na­tür­li­che Bar­rie­ren wie Ozea­ne, Wüs­ten und Berg­ket­ten die Rei­se­lust der tie­ri­schen und pflanz­li­chen Wan­der­schar aus­ge­bremst. Doch seit der Mensch be­gon­nen hat, Ver­kehrs­we­ge an­zu­le­gen, Ka­nä­le und Brü­cken zu bauen, rei­sen gleich­zei­tig wan­der­freu­di­ge Or­ga­nis­men un­ge­hin­dert mit.



Vor allem mit der Ent­de­ckung Ame­ri­kas kam 1492 ein welt­um­span­nen­der Gü­ter­ver­kehr ins Rol­len. Über das glo­ba­le Ver­kehrs­netz er­rei­chen die Neu­an­kömm­lin­ge ihre Sta­tio­nen zu­nächst per Schiff, dann per Auto und Flug­zeug. Un­will­kür­lich schleppt der Mensch die blin­den Pas­sa­gie­re um die Welt.



Da sich seit Ko­lum­bus' Ent­de­ckung Ame­ri­kas die Aus­brei­tung frem­der Arten stark be­schleu­nigt hat, ist das Jahr 1492 für Bio­lo­gen eine wich­ti­ge Marke: Pflan­zen und Tiere, die vor die­sem Jahr in un­se­re Brei­ten kamen, wer­den als Ar­chäo­zo­en (Tiere) und Ar­chäo­phy­ten (Pflan­zen) be­zeich­net. Dazu zäh­len zum Bei­spiel der Feld­ha­se und die Feld­ler­che.



Arten, die nach 1492 aus an­de­ren Ge­bie­ten zu uns kamen, hei­ßen Neo­zo­en (Tiere) und Neo­phy­ten (Pflan­zen). Bei uns ge­hö­ren unter an­de­rem die Bi­sam­rat­te, der Och­sen­frosch oder der Hals­band­sit­tich zu den Neo­zo­en.



Ins­ge­samt gab es nach An­ga­ben des World Wide Fund For Na­tu­re (WWF) in Deutsch­land im Jahr 2014 etwa 1150 nicht hei­mi­sche Tier- und 12.000 nicht hei­mi­sche Pflan­zen­ar­ten. Davon haben sich mehr als 200 Tier- und mehr als 380 Pflan­zen­ar­ten fest eta­bliert.



Pflanz­li­che Neu­bür­ger



Um als Neu­bür­ger er­folg­reich zu sein, müs­sen Pflan­zen äu­ßerst an­pas­sungs­fä­hig sein und reich­lich Samen pro­du­zie­ren. Bei der Be­set­zung neuer Ter­ri­to­ri­en sind schwimm-​ oder flug­fä­hi­ge Samen von Vor­teil und sol­che, die lange keim­fä­hig blei­ben.



Neben der Aus­brei­tung auf na­tür­li­chem Wege trägt vor allem der Mensch zur gren­zen­lo­sen Ver­brei­tung bei. Man­che Pflan­zen­ar­ten wur­den bei uns als land­wirt­schaft­li­che Nutz­pflan­ze (Kar­tof­fel, Mais), als Forst­pflan­ze (Dou­gla­sie, Ro­bi­nie), als Heil­pflan­ze (Ka­mil­le) oder als Zier­pflan­ze für Gär­ten (Spring­kraut, Gold­ru­te) ein­ge­führt.



Auch durch die Aus­saat als Bie­nen­wei­de oder die Ent­sor­gung von Gar­ten­ab­fäl­len ge­lingt vie­len Neo­phy­ten immer wie­der der "Sprung über den Gar­ten­zaun". An­de­re Neu­bür­ger wur­den un­be­ab­sich­tigt mit Han­dels­gü­tern ein­ge­schleppt. Vor allem Bahn­hö­fe und Häfen zäh­len zu be­lieb­ten Aus­brei­tungs­zen­tren.



Man­che pflanz­li­chen Ein­wan­de­rer brei­ten sich ra­sant aus und stel­len die hei­mi­schen Pflan­zen re­gel­recht in den Schat­ten. Mit ihrem enor­men Höhen-​ und Wur­zel­wachs­tum kön­nen sie viele an­de­re Arten ver­drän­gen und ent­wi­ckeln sich zu einer mo­no­to­nen "Grün­an­la­ge". Dabei wer­den häu­fig auch Mit­be­woh­ner und Nach­barn ge­stört, die ur­sprüng­li­che Le­bens­ge­mein­schaft gerät aus dem Gleich­ge­wicht.



So macht sich etwa seit ei­ni­gen Jah­ren Cau­ler­pa ta­xi­fo­lia, eine Al­gen­art aus der Ka­ri­bik, über das Mit­tel­meer her. Mit gro­ßer Ge­schwin­dig­keit über­wu­chert sie den Mee­res­bo­den und macht auch dem See­gras das Leben schwer. Mit den See­gras­wie­sen ver­schwin­den wie­der­um viele an­de­re Mee­res­be­woh­ner.



Auch in Deutsch­land gibt es sol­che Fälle. Ent­lang der Ruhr etwa hat sich der Rie­sen­bä­ren­klau ex­plo­si­ons­ar­tig aus­ge­brei­tet, seit er Ende des 19. Jahr­hun­derts in West­fa­len ein­ge­führt wurde. Die gro­ßen Pflan­zen ver­drän­gen mas­siv die hei­mi­sche Flora.

Au­torin: Su­san­ne Wag­ner, https://www.planet-​wissen.de/natur/um­welt/in­va­si­ons­bio­lo­gie/index.html Stand: 02.08.2017
Au­torin: Su­san­ne Wag­ner, https://www.planet-​wissen.de/natur/um­welt/in­va­si­ons­bio­lo­gie/index.html Stand: 02.08.2017
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Tie­ri­sche Ein­wan­de­rer



Sie kom­men mit dem Schiff, im Flug­zeug oder per An­hal­ter auf Autos, als le­ga­le Im­port­wa­re oder blin­der Pas­sa­gier: Käfer ver­ste­cken sich in Sä­cken, Amei­sen klet­tern in Con­tai­ner, Mü­cken­lar­ven rei­sen in Pfüt­zen auf LKW-​Planen und Mu­scheln klam­mern sich an An­ker­ket­ten.



An­de­re Tier­ar­ten wan­dern selbst über Brü­cken oder schwim­men durch Ka­nä­le. Ei­ni­ge Neo­zo­en wer­den of­fi­zi­ell vom Men­schen ein­ge­führt, für die Jagd und zur Zucht, etwa Muff­lon, Wasch­bär oder Re­gen­bo­gen­fo­rel­le.



Diese be­wuss­te Ver­brei­tung kann ganze Öko­sys­te­me ins Wan­ken brin­gen. Immer wie­der ver­su­chen Be­hör­den, Schäd­lin­ge zu be­kämp­fen, indem sie mög­li­che Fress­fein­de aus Über­see ein­füh­ren und frei­set­zen.



Mehr­mals schon ge­rie­ten sol­che Ver­su­che außer Kon­trol­le – wie in Aus­tra­li­en: Dort wurde 1935 die Aga-​Kröte aus Ha­waii ein­ge­führt, um einer Kä­fer­pla­ge in den Zu­cker­rohr­plan­ta­gen Herr zu wer­den. Die Krö­ten ver­schmäh­ten je­doch nicht nur die Zu­cker­rohr­kä­fer, son­dern wur­den durch ihre ra­san­te Ver­meh­rung selbst zur Plage und zur Be­dro­hung ein­hei­mi­scher Arten.



Viele ein­ge­wan­der­te Tier­ar­ten fin­den im neu er­ober­ten Ter­ri­to­ri­um idea­le Le­bens­be­din­gun­gen und haben dort keine Fein­de. Die meis­ten In­va­so­ren sind äu­ßerst an­pas­sungs­fä­hig und ver­meh­ren sich schnell. Ei­ni­ge ver­ur­sa­chen große wirt­schaft­li­che Schä­den. An­de­re Neu­bür­ger sind hin­ge­gen er­wünscht und kaum noch als sol­che zu er­ken­nen, etwa Dam­hirsch und Fasan.



Ob Neo­zo­en gute oder schlech­te Arten sind, dar­über strei­ten selbst Na­tur­schüt­zer. Man­che Wis­sen­schaft­ler sehen in der zu­neh­men­den Bio-​Invasion – neben der Bio­top­zer­stö­rung – die größ­te Ge­fahr für die Natur. In einer Zeit der Glo­ba­li­sie­rung, wo Ver­kehrs­we­ge und Han­dels­plät­ze eng mit­ein­an­der ver­netzt sind, lässt sich das zu­neh­men­de Mul­ti­kul­ti kaum ver­hin­dern.



Auf der einen Seite muss das Ein­brin­gen und Ein­drin­gen von tie­ri­schen Ein­wan­de­rern genau un­ter­sucht und deren Fol­gen kri­tisch ab­ge­schätzt wer­den. Auf der an­de­ren Seite muss bei der Frage um die Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung aber auch be­rück­sich­tigt wer­den, dass die Natur kein star­res, sta­bi­les Ge­bil­de ist, son­dern ge­ra­de durch Wan­del und Ent­wick­lung ge­kenn­zeich­net ist.



Auf­fin­den und Be­kämp­fen



Zoll­be­hör­den füh­ren einen ver­zwei­fel­ten Kampf gegen die Ein­dring­lin­ge aus Über­see. Me­ter­ho­he Wa­ren­la­ger voll ge­packt mit La­dun­gen – in jedem Sack, in jedem Kar­ton kann auch die Ge­fahr or­dent­lich ver­packt bei uns ein­tref­fen.

Eine Spin­ne, eine Schlan­ge? Oder viel­leicht ein Käfer, der nur dar­auf war­tet, ein neues Areal zu be­set­zen und einen gan­zen Wald kahl zu fres­sen. Die Ar­beit der Be­hör­den gleicht der Suche nach der Nadel im Heu­hau­fen.

Me­tho­den zur Be­kämp­fung von un­er­wünsch­ten pflanz­li­chen und tie­ri­schen Neu­bür­gern sind das Ab- oder Auf­sam­meln von Or­ga­nis­men oder die che­mi­sche Keule. Diese Me­tho­de birgt je­doch die große Ge­fahr, dass ihr auch ein­hei­mi­sche Le­be­we­sen zum Opfer fal­len – die es ja zu schüt­zen gilt.

Bei der Ab­wä­gung müs­sen Na­tur­schüt­zer immer wie­der der Tat­sa­che ins Auge sehen: Einen In­va­sor wird man nicht mehr los. Zu groß wären die An­stren­gun­gen und damit der fi­nan­zi­el­le Auf­wand. Die Aus­nah­me bil­den In­seln: Auf die­sen re­la­tiv be­grenz­ten Flä­chen ste­hen die Chan­cen oft re­la­tiv gut, un­ge­woll­te Ein­dring­lin­ge wie­der zu ver­trei­ben.

Ab­ge­se­hen von der Ab­wehr ab­sicht­lich und un­ab­sicht­lich ein­ge­führ­ter Schäd­lin­ge, be­rei­ten den For­schern auch wech­seln­de Um­welt­be­din­gun­gen Kopf­zer­bre­chen. Nie­mand weiß, ob sich ein Neu­ling, der sich heute noch als un­schäd­lich er­weist, mor­gen schon be­droh­lich wu­chern kann.

Was, wenn Tem­pe­ra­tur, Son­nen­ein­strah­lung, Nähr­stoff­ge­halt, Salz­ge­halt oder Was­ser­vor­kom­men sich in einem Bio­top oder einem re­gio­na­len Öko­sys­tem grund­le­gend än­dern? Be­steht dann die Ge­fahr, dass sich einst harm­lo­se Ein­wan­de­rer plötz­lich mas­sen­haft ver­meh­ren?

Viele Bio­lo­gen mei­nen, dass es künf­tig oh­ne­hin nur noch we­ni­ge Arten geben wird, die dann aber auf allen Fle­cken der Erde do­mi­nant auf­tre­ten wer­den.

Tat­säch­lich ab­se­hen kann das aber nie­mand. Man weiß ja nicht mal, wel­cher Neu­bür­ger als nächs­tes unser Land er­reicht. Und wie könn­te das Sze­na­rio ab­lau­fen, wenn hier zwei Ein­wan­de­rer auf­ein­an­der tref­fen, die sich zuvor nie­mals be­geg­net sind? Se­riö­se Pro­gno­sen sind un­mög­lich.

Au­torin: Su­san­ne Wag­ner, https://www.planet-​wissen.de/natur/um­welt/in­va­si­ons­bio­lo­gie/index.html Stand: 02.08.2017
Au­torin: Su­san­ne Wag­ner, https://www.planet-​wissen.de/natur/um­welt/in­va­si­ons­bio­lo­gie/index.html Stand: 02.08.2017
  1. Warum ist das Jahr 1492 eine wich­ti­ge Marke für Bio­lo­gen?
  2. Wel­che An­pas­sun­gen ver­hel­fen Neo­phythen zu einem Vor­teil?
  3. Wes­halb kön­nen man­che Neo­phythen zur Ge­fahr für unser hei­mi­sches Öko­sys­tem wer­den?
  4. Warum wur­den man­che Neo­zo­en ganz be­wusst ins Land ge­bracht?
  5. Wo kann man in­va­si­ve Arten am bes­ten be­kämp­fen und warum?
  6. Wes­halb kann man nicht ver­läss­lich ab­schät­zen ob eine Art ge­fähr­lich wer­den kann?
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Lies den Text ein wei­te­res Mal durch.
  • Un­ter­strei­che jene Wör­ter und Aus­drü­cke, die dir un­be­kannt sind
  • Ver­sucht in Grup­pen von 3-4 Per­so­nen die wich­tigs­ten Aus­drü­cke zu klä­ren und fer­tigt eine De­fi­ni­ti­on an.
  • Teilt die Er­geb­nis­se mit der gan­zen Klas­se!
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Wähle eine der fol­gen­den Auf­ga­ben um einen neuen Text zu er­stel­len.
Halte dich dabei an In­for­ma­tio­nen und Fak­ten aus dem vor­he­ri­gen Text!

  • Du bist ein re­no­mier­ter Bio­lo­ge An­fang des 19. Jahr­hun­derts und siehst dich mit den ers­ten Pro­ble­men der neuen Pflanzen-​ und Tier­welt aus Ame­ri­ka kon­fron­tiert. Schrei­be an deine Kol­le­gen einen Brief indem du ihnen deine Be­ob­ach­tun­gen und Schluß­fol­ge­run­gen dar­legst.

  • Ver­fas­se einen Ar­ti­kel für ein Gar­ten­ma­ga­zin in dem du über die Hand­ha­bung mit exo­ti­schen Pflan­zen und deren mög­li­che Ge­fah­ren für unser Öko­sys­tem schreibst. Weise auf ty­pi­sche Ver­meh­rungs­stra­te­gien die­ser Pflan­zen hin.

  • Schrei­be eine Ich-​Erzählung aus der Per­spek­ti­ve eines ent­wisch­ten Wasch­bä­rens. Woher stammt er? Von wo ist er ent­wischt? Mit wel­chen Pro­ble­men sieht er sich kon­fron­tiert und wie meis­tert er diese?
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Geht in Grup­pen von 4-5 Per­so­nen zu­sam­men!
  • Wählt einen Grup­pen­spre­cher!
  • Schickt den Grup­pen­spre­cher zum Zie­hen des Grup­pen­the­mas nach vorne!
  • Er­ar­bei­tet zum ge­zo­ge­nen Thema die unten ste­hen­den Teil­ge­bie­te!
  • Ver­wen­det ver­schie­de­ne Quel­len und prüft deren Wahr­heits­ge­halt! Erste An­halts­punk­te fin­dest du unten als QR-​Code!
  • Be­rei­tet eine Mini-​Präsentation für den Rest der Klas­se vor! Jeder soll zu Wort kom­men! Schreibt euch wich­ti­ge Stich­wor­te, Zah­len, Fak­ten und Phra­sen auf einen Schum­mel­zet­tel!
  • Er­stellt ein Pla­kat mit den wich­tigs­ten Punk­ten!
  • Prä­sen­tiert eure Er­geb­nis­se als Grup­pe!

Nutz­pflan­zen aus Ame­ri­ka



- Wel­che Nutz­pflan­zen aus Ame­ri­ka sind heute in Eu­ro­pa eta­bliert? (4-5 Pflan­zen)

- Wann und zu wel­chem Zweck wur­den diese Pflan­zen ein­ge­führt?

- Wel­che Pro­ble­me gab es mit den Pflan­zen und even­tu­el­len Schäd­lin­gen?



Pflanz­li­che In­va­so­ren aus Ame­ri­ka



- Wel­che Pflan­zen haben sich als In­va­so­ren in Eu­ro­pa eta­bliert? (4-5 Pflan­zen)

- Auf wel­chem Weg kamen diese Pflan­zen zu uns?

- Wel­che Stra­te­gie macht diese Pflan­zen zu ge­fähr­li­chen In­va­so­ren?

- Wel­che Maß­nah­men wur­den und wer­den gegen sie er­grif­fen?



Tie­ri­sche Ein­wan­de­rer



- Wel­che Tiere, die ur­sprüng­lich aus Ame­ri­ka stam­men, sind in Eu­ro­pa be­reits ver­brei­tet? (4-5 Tiere)

- Wie kamen diese Tiere nach Eu­ro­pa?

- Wel­che Pro­ble­me ver­ur­sa­chen diese Tiere heute?

- Wel­che Maß­nah­men wur­den bis­her da­ge­gen er­grif­fen?

Neo­zoa in Aus­tra­li­en



- Wel­che frem­den Tiere ma­chen in Aus­tra­li­en Pro­ble­me? (4-5 Tiere)

- Wie kamen diese Tiere nach Aus­tra­li­en?

- Warum stel­len diese Tiere ge­ra­de in Aus­tra­li­en ein be­son­de­res Pro­blem für das Öko­sys­tem dar?

- Wel­che Maß­nah­men wer­den gegen diese Tiere er­grif­fen?



Ein­schlep­pungs­we­ge



- Auf wel­chem Weg ge­lan­gen so­wohl pflanz­li­che als auch tie­ri­sche Or­ga­nis­men in frem­de Öko­sys­te­me?

- Wel­che Neo­bio­ta sind be­ab­sich­tigt ins Land ge­kom­men und wel­che un­be­ab­sich­tigt?

- Wel­che Grün­de gibt es für be­ab­sich­tig­te Ein­füh­run­gen?

- Wie kön­nen un­be­ab­sich­tig­te Ein­schlep­pun­gen zu­künf­tig ver­mie­den wer­den?

Ivaso­ren aus Asien



- Wel­che Tiere und Pflan­zen kamen aus dem asia­ti­schen Raum nach Eu­ro­pa? (4-5 Arten)

- Auf wel­chen Wegen ge­lang­ten diese Arten nach Eu­ro­pa?

- Was macht diese Arten zu In­va­so­ren?

- Was macht diese Arten ge­fähr­lich für Mensch und Öko­sys­tem?

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Schrei­be die rich­ti­gen Wör­ter in die Fel­der!

Als Bio­lo­gi­sche In­va­si­on be­zeich­net man die Ausbreitung einer Art in einem Ge­biet, in dem sie nicht heimisch ist. Ver­wen­det wird der Be­griff ins­be­son­de­re bei durch den Menschen ein­ge­schlepp­ten Arten, die die an­ge­stamm­ten Öko­sys­te­me deut­lich ver­än­dern und zur Verdrängung an­de­rer Arten füh­ren. Die ein­ge­schlepp­ten Arten nennt man dann invasive Spezies oder Bioinvasoren; sie bil­den eine Teil­men­ge der ein­ge­bür­ger­ten Arten oder Neo­bio­ta. Bei die­sen un­ter­schei­det man ein­ge­bür­ger­te Pflanzen (Neo­phy­ten), Pilze (Neo­my­ce­ten) und Tiere (Neo­zo­en). Bio­lo­gi­sche In­va­sio­nen sind For­schungs­ge­gen­stand der In­va­si­ons­bio­lo­gie, eines Sei­ten­zwei­ges der Bio­lo­gie.

In­va­si­ve Spe­zi­es be­glei­ten den Menschen schon seit lan­gem. Frü­her war die Ge­schwin­dig­keit al­ler­dings noch viel ge­rin­ger und auch die zu­rück­ge­leg­ten Stre­cken kann man nicht mit denen von heute ver­glei­chen. Heute gut nach­voll­zieh­ba­re und fol­gen­schwe­re Bio­in­va­sio­nen fan­den be­son­ders bei der Ent­de­ckung und Be­sie­de­lung Amerikas, Australiens, Neuseelands und meh­re­rer klei­ner In­seln statt. Deren Aus­wir­kun­gen sind bis heute noch sicht­bar. Die künst­li­che Aus­rot­tung der in­va­si­ven Spe­zi­es ist größ­ten­teils unmöglich. Nicht jede Art kann sich dau­er­haft eta­blie­ren oder ex­plo­si­ons­ar­tig verbreiten. Es dau­ert oft Jahre oder sogar Jahrzehnte bis sich eine sta­bi­le Population ent­wi­ckelt hat. Feh­len na­tür­li­che Feinde oder an­de­re Fak­to­ren (z. B. kli­ma­ti­sche), die die Po­pu­la­ti­on regulieren kön­nen, wer­den dann die in­va­si­ven Spe­zi­es zu einer erns­ten Bedrohung für die Bio­di­ver­si­tät des Ha­bi­tats. All­ge­mein kann man sagen, dass die na­ti­ven Arten oft nicht in der Lage sind, mit den neuen Arten aus­rei­chend zu konkurrieren.

Hil­fe­stel­lung

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Ame­ri­ka - Aus­tria­li­en - Bio­in­va­so­ren - Be­dro­hung - Eu­ro­pa - Fein­de - In­va­so­ren - in­va­si­ve Spe­zi­es -  Jahre - Jahr­zehn­te - kon­kur­rie­ren - Neu­see­land  - Mensch - re­gu­lie­ren - Po­pu­la­ti­on - Pilze - Pflan­zen - Tiere - un­mög­lich - ver­brei­ten - Aus­brei­tung - hei­misch - Ver­drän­gung





Bio­lo­gi­sche In­va­si­on

„eine ge­biets­frem­de Art, deren Ein­brin­gung oder Aus­brei­tung die Bio­di­ver­si­tät und die damit ver­bun­de­nen Öko­sys­tem­dienst­leis­tun­gen ge­fähr­det oder nach­tei­lig be­ein­flusst“

Neo­bio­ta

Arten, die sich ohne oder mit mensch­li­cher Ein­fluss­nah­me in einem Ge­biet eta­bliert haben, in dem sie zuvor nicht hei­misch waren.

Neo­bio­ti­sche Pflan­zen nennt man Neo­phy­ten.

Neo­bio­ti­sche Tiere nennt man Neo­zo­en.





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