• Regulierung des Blutzuckerspiegels
  • anonym
  • 30.06.2020
  • Biologie
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Kreu­ze die rich­ti­gen Ant­wor­ten an. Es kön­nen meh­re­re Ant­wort­mög­lich­kei­ten rich­tig sein!
Das Hormonsystem...
  • ... sendet Signale aus, die schneller als die Signale des Nervensystems sind.
  • ... reguliert unterschiedliche Stoffwechselvorgänge und Organfunktionen.
  • ... verwendet unseren Blutkreislauf, um Signale zu senden.
  • ... sendet Signale über unsere Neuronen (Nervenzellen).
Hor­mo­ne...
  • ... sind Bo­ten­stof­fe.
  • ... sind eine spe­zi­el­le Art von Zel­len.
  • ... wer­den in Drü­sen pro­du­ziert und dann in un­se­ren Blut­kreis­lauf ab­ge­ge­ben.
  • .... wir­ken wie ein Schlüs­sel, um ge­zielt Pro­zes­se in oder an einer Zelle aus­zu­lö­sen.

Re­gu­lie­rung des Blut­zu­cker­spie­gels

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Lies den fol­gen­den In­for­ma­ti­ons­text in Ruhe durch. Mar­kie­re dir wich­ti­ge Fach­be­grif­fe im Text wäh­rend dem Lesen.

Trau­ben­zu­cker bzw.Glu­ko­se ist der wich­tigs­te Nähr­stoff für den Be­triebs­stoff­wech­sel, da er ein­wich­ti­ger En­er­gie­lie­fe­rant in un­se­rem Kör­per ist. Das Blut soll den Zel­len­stets genug zur Ver­fü­gung stel­len. Daher ist es wich­tig, dass der Kör­per den­Zu­cker­ge­halt des Blu­tes genau re­gu­liert. Die­ser be­trägt un­ge­fähr 1 Gramm Zu­cker­pro Liter.

Wenn wir koh­len­hy­dra­trei­che Nah­rung zu uns neh­men, steigt der Blut­zu­cker­ge­halt leicht an. Der Über­schuss wird dann in der Leber und den Mus­keln als Le­ber­stär­ke oder Fett ge­spei­chert. Dafür ist das Hor­mon In­su­lin aus der Bauch­spei­chel­drü­se ver­ant­wort­lich. Bei Be­darf wird es aus den Lan­ger­hans’schen In­seln aus­ge­schüt­tet. In­su­lin senkt den Blut­zu­cker­spie­gel un­se­res Blu­tes indem es den Auf­bau von Gly­ko­gen aus Glu­ko­se be­wirkt.

Glu­ka­gon, ein an­de­res Hor­mon der Bauch­spei­chel­drü­se, be­wirkt das Ge­gen­teil. Es setzt Glu­ko­se aus dem Stär­ke­vor­rat der Leber durch Gly­ko­gen­ab­bau frei. Die­ser wird an das Blut ab­ge­ge­ben und den Mus­kel­zel­len für die Ver­bren­nung zur Ver­fü­gung ge­stellt. Das ist vor allem bei einer kör­per­li­chen An­stren­gung nötig, wenn der Zu­cker­be­dar­f der Zel­len er­höht ist. Eine ähn­li­che Wir­kung hat auch ein Hor­mon der Ne­ben­nie­re, das Ad­re­na­lin. Die­ses wird haupt­säch­lich bei Schreck-​ und Alarm­re­ak­tio­nen un­se­res Kör­pers in das Blut aus­ge­schüt­tet.

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Be­ant­wor­te fol­gen­de Fra­gen nach dem Lesen des Tex­tes. Ver­wen­de deine ei­ge­nen Worte und ver­su­che den Text nicht zu ko­pie­ren.
  • Warum muss der Zu­cker­ge­halt im Blut genau re­gu­liert wer­den?
  • Durch wel­che Er­eig­nis­se kann unser Blut­zu­cker­spie­gel ver­än­dert / ge­stört wer­den?
  • Wel­che Rolle spielt die Bauch­spei­chel­drü­se bei der Re­gu­lie­rung des Blut­zu­cker­spie­gels?
  • Was ist die Auf­ga­be des Hor­mons In­su­lin?
  • Was ist die Auf­ga­be des Hor­mons Glu­ka­gon?
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Part­ner­ar­beit: Schreibt beide einen Text, in dem ihr die Blut­zu­ck­er­re­gu­lie­rung durch die Hor­mo­ne er­klärt. Rich­tet euch als Hil­fe­stel­lung an das Fluss­dia­gram­m. Part­ner A be­ginnt bei der Mus­kel­ar­beit und Part­ner B bei der "Nah­rungs­auf­nah­me. Ver­wen­det in eurem Text die Fach­be­grif­fe.
Nutze den Platz unten, um dei­nen Text erst zu struk­tu­rie­ren
  • So­bald ihr fer­tig seid, tauscht eure Texte aus und kon­trol­liert sie. Ach­tet dabei dar­auf, ob euer Part­ner die nö­ti­gen Fach­be­grif­fe im rich­ti­gen Kon­text ver­wen­det hat und ob die Er­klä­rung in chro­no­lo­gi­scher und lo­gi­scher Dar­stel­lung folgt.

Dia­be­tes mel­li­tus

Dia­be­tes mel­li­tus, in der All­tags­spra­che auch als Zu­cker­krank­heit be­kannt, ist eine krank­haf­te Stö­rung des Blut­zu­cker­spie­gels. Dia­be­tes Er­krank­te lei­den an einem stets er­höh­ten Blut­zu­cker­spie­gel, wel­cher die Or­ga­ne und ver­schie­dens­te Ge­fäs­se schä­di­gen kann. Man un­ter­schei­det zwi­schen zwei Typen:

Typ 1: Bei Dia­be­tes mel­li­tus Typ 1 ist der Ort der ge­stör­ten Blut­zu­ck­er­re­gu­la­ti­on die Bauch­spei­chel­drü­se. Die Insulin-​produzierenden Zel­len der Bauch­spei­chel­drü­se wer­den durch kör­per­ei­ge­ne An­ti­kör­per zer­stört. Das Pro­blem ist, dass das Im­mun­sys­tem die Insulin-​produzierenden Zel­len für fremd oder ge­fähr­lich hält.

An­ti­kör­per sind Pro­te­ine un­se­res Im­mun­sys­tems. Sie be­kämp­fen ge­zielt Ein­dring­lin­ge in un­se­rem Kör­per.

Bei Dia­be­tes mel­li­tus Typ 1 han­delt es sich daher um eine so­ge­nann­te Au­to­im­mun­erkran­kung, da unser Im­mun­sys­tem schuld ist.
Der Pa­ti­ent lei­det sein Leben lang an a­ku­tem In­su­lin­man­gel. Die Ur­sa­che für Typ 1 der Zu­cker­krank­heit liegt wahr­schein­lich in den Genen - daher wird die­ser Typ ver­erbt.

Typ 2: Bei Dia­be­tes mel­li­tus Typ 2 liegt der Aus­gangs­punkt des Pro­blems in den Kör­per­zel­len. An­fangs­ pro­du­ziert der Kör­per noch genug In­su­lin. Diese wer­den dann zu­neh­men­d un­emp­find­lich da­ge­gen - der Kör­per bil­det eine In­su­lin­re­sis­tenz. Zwar pro­du­ziert die Bauch­spei­chel­drü­se In­su­lin, je­doch kann das Hor­mon die Wir­kung nur un­zu­rei­chend ent­fal­ten. Die Re­ak­ti­on der Insulin-​produzierenden Zel­len ist, dass sie immer mehr In­su­lin pro­du­zie­ren, was die Bauch­spei­chel­drü­se nicht ewig durch­hält. Die In­su­lin­pro­duk­ti­on geht daher zu­rück. Die ge­naue Ur­sa­che von Typ 2 ist in der Regel schwie­rig zu iden­ti­fi­zie­ren. Nahe lie­gen­d ist je­doch, dass ein un­ge­sun­der Le­bens­stil das Ri­si­ko für Dia­be­tes er­höht. Rau­chen, Über­ge­wicht und Be­we­gungs­man­gel sind Fak­to­ren, die das Ri­si­ko für Dia­be­tes Typ 2 er­hö­hen.

Fol­gen: Die krank­haft er­höh­ten Blut­zu­cker­wer­te bei bei­den Typen lösen die ver­schie­dens­ten Sym­pto­me und Fol­gen aus. In der Regel ist ein ent­gleis­ter Stoff­wech­sel und ein schwe­rer En­er­gie­man­gel in den Kör­per­zel­len die Folge. Akute Sym­pto­me sind ein ver­mehr­ter Harn­drang, star­ker Durst, Schwä­che, Mü­dig­keit und Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen, Seh­stö­run­gen und ein ge­schwäch­tes Im­mun­sys­tem. Lang­zeit­fol­gen kön­nen Ner­ven­schä­den, sowie Schä­den an Blut­ge­fäs­sen sein.

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Ein­zel­ar­beit: Lies den In­for­ma­ti­ons­text in Ruhe durch und mar­kie­re dir die wich­tigs­ten Aus­sa­gen und Fach­be­grif­fe.
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Part­ner­ar­beit
  • Einer von euch liest er­neut den Ab­schnitt Typ 1 und der/die an­de­re den Ab­schnitt Typ 2.
  • Ver­sucht im An­schluss euch ge­gen­sei­tig zu er­klä­ren wie es zu der ge­stör­ten Blut­zu­ck­er­re­gu­la­ti­on kommt. Nehmt das Fluss­dia­gram­m von letz­ter Woche zur Hilfe und be­ginnt bei Nah­rungs­auf­nah­me
  • No­tiert euch Un­ter­schie­de und Ge­mein­sam­kei­ten der bei­den Typen in einer Ta­bel­le.
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Über­legt euch für beide Typen wie die Be­hand­lung aus­se­hen könn­te. Tipp: Über­legt euch genau, wo das Pro­blem bei der Krank­heit liegt und ver­sucht von dort aus­ge­hend eine Lö­sung zu fin­den.
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Zeich­net je­weils ein se­pa­ra­tes Fluss­dia­gram­m, wel­ches ver­an­schau­licht wie euer spe­zi­fi­scher Krank­heits­typ ab­läuft.
Typ 1 be­ginnt mit: Kör­per­ei­ge­ne An­ti­kör­per
Typ 2 be­ginnt mit: Pro­duk­ti­on von In­su­lin
Enden soll­ten beide Fluss­dia­gram­me bei den Sym­pto­men der Krank­heit.
Die Welt ist zuckerkrank Artikel aus dem Spiegel