Name:
Gliederpuppe - TinkerSchool-Lerneinheit
24.06.2024


In dieser Lerneinheit beschäftigt ihr euch mit dem menschlichen Körper und dessen Proportionen. Dafür erarbeitet ihr euch Grundwissen zum Thema und übt das Zeichnen von Menschen. Anschließend konstruiert ihr eure eigene Gliederpuppe und führt Zeichenübungen mit ihr durch.



Jeder Mensch hat eine einzigartige Körperform, die durch viele Faktoren wie Gene, Ernährung und Lebensstil beeinflusst wird. Es gibt keine richtige
oder falsche
Körperform, denn jeder Körper ist unterschiedlich und auf seine eigene Weise schön und funktional.
Diversität bedeutet Vielfalt und bezieht sich darauf, wie unterschiedlich Menschen in Bezug auf ihre Körperformen, Hautfarben, Haarstrukturen und viele andere Merkmale sein können. Diese Vielfalt ist etwas Positives und Bereicherndes, da sie zeigt, wie einzigartig jeder Mensch ist. Anstatt zu versuchen, einem bestimmten Schönheitsideal zu entsprechen, sollten wir die Unterschiede und Einzigartigkeiten jedes Einzelnen wertschätzen und respektieren.

Schönheitsideale sind Vorstellungen davon, was als attraktiv oder schön gilt. Diese Vorstellungen können sich im Laufe der Zeit ändern und sind oft von der Gesellschaft und den Medien geprägt. Zum Beispiel galten früher in einigen Kulturen rundere Körper als schön, während heute oft schlanke Figuren als ideal betrachtet werden. Es ist wichtig zu wissen, dass Schönheitsideale nicht feststehen und oft unerreichbar oder ungesund sein können.

Warum ist das wichtig?
Wenn wir uns über Körperformen, Schönheitsideale und Diversität bewusst sind, können wir besser verstehen, dass jeder Mensch einzigartig ist und dass es kein perfektes Aussehen gibt. Es hilft uns auch, selbstbewusster zu werden und uns weniger von den oft unrealistischen Bildern in den Medien beeinflussen zu lassen. Das Akzeptieren und Feiern von Diversität fördert ein positives Miteinander und stärkt das Selbstwertgefühl jedes Einzelnen.
DaVinci und der
Vitruvianische Mensch
Darstellung von Menschen in der Popkultur in
verschiedenen Medien
Vitruvianische Mensch ...
Der „Vitruvianische Mensch“ zeigt einen Mann in einem Kreis und einem .
Die Zeichnung steht für zwischen Kunst und .
Leonardo da Vinci
Leonardo da Vinci (*1452 - †1519) war ein berühmter italienischer Künstler und Wissenschaftler. Er ist bekannt für seine vielen Erfindungen, seine Kunstwerke und seine wissenschaftlichen Studien. Eines seiner berühmtesten Werke neben der Mona Lisa
ist der Vitruvianische Mensch
.

Der Vitruvianische Mensch
Der Vitruvianische Mensch
ist eine Zeichnung aus dem Jahr 1490, die einen nackten Mann mit gestreckten Extremitäten zeigt. Der Mann wird in zwei überlappenden Positionen dargestellt und von einem Kreis sowie einem Quadrat umgeben, die er mit den Finger- und Zehenspitzen berührt.
Diese Zeichnung ist nach dem römischen Architekten Vitruv benannt, der über die idealen Proportionen des menschlichen Körpers schrieb. Leonardo Da Vinci kombinierte Vitruvs Ideen mit seinen eigenen Beobachtungen.
Für Leonardo DaVinci war die Harmonie des menschlichen Körpers ein Symbol für das Zusammenspiel von Kunst und Wissenschaft.

Menschliche Proportionen
Da Vincis Zeichnung stellt die idealen menschlichen Proportionen dar. Man kann aus der Zeichnung unter anderem ablesen, dass die Spannweite der Arme genau der Körpergröße entspricht.
Außerdem werden verschiedene weitere Proportionsregeln dargestellt, wie z.B. das Längenverhältnis zwischen einzelnen Gliedmaßen und der Körpergröße.
Der menschliche Körper wird in der Popkultur auf viele verschiedene Arten dargestellt. Diese Darstellungen finden sich in verschiedenen Medien und Formaten, wie Filmen, Fernsehsendungen, Musikvideos, Comics, Videospielen und sozialen Medien. Jede dieser Plattformen beeinflusst, wie wir den menschlichen Körper und Schönheitsideale wahrnehmen.
Filme und Fernsehsendungen: In Film- und Fernsehproduktionen sehen wir oft Schauspieler:innen mit bestimmten Körperformen und Aussehen, die als ideal oder wünschenswert dargestellt werden. So zeigen Hollywood-Filme beispielsweise häufig schlanke, muskulöse und makellose Menschen.
Werbung: Werbung nutzt oft Bilder von perfekten Körpern, um Produkte zu verkaufen. Models in der Werbung entsprechen meist den gängigen Schönheitsidealen.

Musikvideos: In Musikvideos wird häufig ein glamouröses Bild des menschlichen Körpers gezeigt. Musiker und Tänzer werden oft möglichst durchtrainiert und perfekt gestylt dargestellt.
Comics: Zum Kunststil des Comics gehört es häufig, den menschlichen Körper sehr übertrieben darzustellen. Superhelden haben meist extrem muskulöse Körper, während weibliche Charaktere oft sehr schlank und kurvig sind.
Videospiele: In Videospielen gibt es eine große Vielfalt an Körperdarstellungen, aber auch hier finden sich oft übertriebene Körperbilder. Männliche Charaktere sind oft sehr stark und muskulös, während weibliche Charaktere oft schlank und attraktiv gestaltet sind. Allerdings gibt es zunehmend Spiele, die mehr Diversität und realistischere Körperbilder zeigen.
Soziale Medien: Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube spielen eine große Rolle dabei, wie der menschliche Körper dargestellt und wahrgenommen wird. Influencer und Prominente posten oft Fotos und Videos, die einen perfekten Lebensstil und Körper zeigen. Diese Bilder sind jedoch oft bearbeitet und inszeniert, was zu unrealistischen Schönheitsstandards führen kann. Gleichzeitig gibt es aber auch Bewegungen, die für mehr Realismus und Diversität werben, wie zum Beispiel die Body-Positivity-Bewegung.
Die Darstellungen des menschlichen Körpers in der Popkultur sind idealisiert und nicht realistisch. Jeder Mensch ist einzigartig, und es gibt keine perfekte Körperform. Indem wir verschiedene Medien kritisch betrachten und die Vielfalt der realen Körper schätzen, können wir ein gesünderes und realistischeres Bild von Schönheit und Körperakzeptanz entwickeln.
Maße (in cm)
Name:
Name:
Körpergröße
Höhe des Kopfes
(Abstand von Kinnspitz bis Schädeldecke)
Armspannweite
(Abstand der Fingerspitzen bei zur Seite gestreckten Armen)
Länge der Oberarme
(Schulter bis Ellenbogen)
Länge der Unterarme
(Ellenbogen bis Handgelenk)
Länge des Oberschenkels
(Knie bis Hüfte)
Länge des Unterschenkels
(Ferse bis Knie)
Fußlänge
Beim Messen habt ihr wahrscheinlich ein bisschen gerundet, und ein paar kleine Ungenauigkeiten können immer passieren. Deshalb sind Abweichungen von 2 bis 3 cm völlig normal.
In dieser Lerneinheit lernst du, wie der menschliche Körper schematisch dargestellt wird. Sollten bei dir Maße abweichen, ist das nichts Schlimmes. Das macht dich einzigartig!






Darstellung von Bewegungen

Markiere den Mittelpunkt des Gelenks, das bewegt wurde, mit einem Punkt.
Zeichne von diesem Mittelpunkt aus einen Kreis um das Gelenk. Der Radius entspricht dabei dem Abstand zum benachbarten Gelenk (z.B. Schulter zu Ellenbogen). Dieser Kreis hilft dir dabei, zu bestimmen, wo das benachbarte Gelenk nach der Bewegung sein muss.
Verschiebe nun das benachbarte Gelenk entlang der Kreislinie bis zu gewünschten Position.
Nun kannst du die bewegten Gliedmaßen neu zeichnen.

In diesem Lernschritt konstruierst du deine eigene Gliederpuppe im Digitalen Baukasten. Was eine Gliederpuppe ist und wofür man sie verwendet, erfährst du in der Infobox.

Eine Gliederpuppe ist ein bewegliches Modell des menschlichen Körpers.
Sie wird verwendet, um menschliche Proportionen, Posen und Bewegungen realistisch darzustellen. Eine Gliederpuppe hilft dabei, sich verschiedene Körperhaltungen besser vorstellen und genauer zeichnen zu können.
Mit der Bauanleitung Konstruieren lernen
könnt ihr euch einen Überblick über die Grundfunktionen verschaffen.
Die fertige Gliederpuppe, die ihr oben im Bild seht, gibt es übrigens auch als öffentliches Modell, das ihr einsammeln und individualisieren könnt.
Optional: Teilen und Einsammeln
Mit der Teilen-Funktion im Digitalen Baukasten könnt ihr eure Konstruktionen in der ganzen
Klasse austauschen. Anschließend könnt ihr euch in den öffentlichen Modellen die Teile eurer Mitschüler:innen ansehen. Wenn ihr die Modelle einsammelt und anschließend in euer bestehendes Modell importiert, könnt ihr euch eure eigene Gliederpuppe zusammensetzen.

Ecken und Kanten?
Der menschliche Körper hat keine Ecken und Kanten. Um eine möglichst realistische Gliederpuppe zu erstellen, solltest du bei der Konstruktion darauf achten, abgerundete Vorlagen zu nutzen.

Gelenk statt Bauchnabel?
Damit der Oberkörper der Gliederpuppe beweglicher ist, haben wir auf Höhe des Bauchnabels ein zusätzliches Gelenk eingefügt. So kann sie sich zum Beispiel nach vorn beugen oder zur Seite lehnen.

Proportionen und Verbinder
Achtet bei der Konstruktion der Gliederpuppe unbedingt auf die korrekten Proportionen. Wenn ihr eine Gliederpuppe mit einer Gesamthöhe von 200 mm konstruiert, dann müssen die Beine insgesamt 100 mm lang werden, ebenso wie der Oberkörper inkl. Hals und Kopf.
Beachtet bei der Berechnung, dass jedes Verbinder-Paar etwa 7 mm lang ist. Hier findet ihr beispielhafte Maße für die Körperteile:
Körperteil
Oberschenkel, Unterschenkel
Oberarm, Unterarm
Oberkörper (unten und oben)
Kopf
Beispielmaß (ohne
Verbinder)
je 40 mm
je 25 mm
je 35 mm
40 mm
Bisher sehen alle Zeichnungen ähnlich aus und haben keine individuellen Merkmale Das wollen wir jetzt ändern!

Frag eine Freundin oder einen Freund, was dich einzigartig macht. Oft sehen andere an uns Dinge, die wir selbst gar nicht bemerken.






Hilfestellung 1

Hilfestellung 2

Hilfestellung 3
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