Gliederpuppe - TinkerSchool-Lerneinheit

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Gliederpuppe - TinkerSchool-Lerneinheit
24.06.2024
Glie­der­pup­pen
zeich­nen und kon­stru­ie­ren

In die­ser Lern­ein­heit be­schäf­tigt ihr euch mit dem mensch­li­chen Kör­per und des­sen Pro­por­ti­o­nen. Dafür er­ar­bei­tet ihr euch Grund­wis­sen zum Thema und übt das Zeich­nen von Men­schen. An­schlie­ßend kon­stru­iert ihr eure ei­ge­ne Glie­der­pup­pe und führt Zei­chen­übun­gen mit ihr durch.

Ein­lei­tung

1
Seht euch ge­mein­sam die Bil­der an. Was stimmt hier nicht? Dis­ku­tiert in der Klas­se.
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24.06.2024

Be­grif­fe und De­fi­ni­ti­o­nen

2
Im wei­te­ren Ver­lauf der Lern­ein­heit wer­den die fol­gen­den Fach­be­grif­fe eine Rolle spie­len. Tau­sche dich mit dei­nem Part­ner/dei­ner Part­ne­rin aus, was unter den Be­grif­fen zu ver­ste­hen ist und ordne die De­fi­ni­ti­o­nen rich­tig zu.

  • Ana­to­mie
    1
  • Kör­per­pro­por­ti­o­nen
    2
  • Kör­per­bau
    3
  • Ge­lenk
    4
  • obere Ex­tre­mi­tä­ten
    5
  • un­te­re Ex­tre­mi­tä­ten
    6
  • Er­go­no­mie
    7
  • kör­per­li­ches Ge­samt­erschei­nungs­bild
  • Län­gen - und Grö­ßen­ver­hält­nis­se eines Kör­pers im re­la­ti­ven Ver­hält­nis zu­ein­an­der
  • Hüfte, Bein und Fuß
  • Schul­ter­gür­tel, Arme und Hände
  • Auf­bau, Struk­tur des mensch­li­chen Kör­pers
  • An­pas­sung de Ar­beits­be­din­gun­gen an den Men­schen
  • be­weg­li­che Ver­bin­dung zwi­schen zwei Kno­chen

Kör­per­for­men, Schön­heits­ide­a­le und Di­ver­si­tät

3
Lies dir den In­fo­text genau durch. Mar­kie­re wich­ti­ge In­for­ma­ti­o­nen und Be­grif­fe.

Jeder Mensch hat eine ein­zig­ar­ti­ge Kör­per­form, die durch viele Fak­to­ren wie Gene, Er­näh­rung und Le­bens­stil be­ein­flusst wird. Es gibt keine rich­ti­ge oder fal­sche Kör­per­form, denn jeder Kör­per ist un­ter­schied­lich und auf seine ei­ge­ne Weise schön und funk­ti­o­nal.

Di­ver­si­tät be­deu­tet Viel­falt und be­zieht sich dar­auf, wie un­ter­schied­lich Men­schen in Bezug auf ihre Kör­per­for­men, Haut­far­ben, Haar­struk­tu­ren und viele an­de­re Merk­ma­le sein kön­nen. Diese Viel­falt ist etwas Po­si­ti­ves und Be­rei­chern­des, da sie zeigt, wie ein­zig­ar­tig jeder Mensch ist. An­statt zu ver­su­chen, einem be­stimm­ten Schön­heits­ide­al zu ent­spre­chen, soll­ten wir die Un­ter­schie­de und Ein­zig­ar­tig­kei­ten jedes Ein­zel­nen wert­schät­zen und re­spek­tie­ren.

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Schön­heits­ide­a­le sind Vor­stel­lun­gen davon, was als at­trak­tiv oder schön gilt. Diese Vor­stel­lun­gen kön­nen sich im Laufe der Zeit än­dern und sind oft von der Ge­sell­schaft und den Me­di­en ge­prägt. Zum Bei­spiel gal­ten frü­her in ei­ni­gen Kul­tu­ren run­de­re Kör­per als schön, wäh­rend heute oft schlan­ke Fi­gu­ren als ideal be­trach­tet wer­den. Es ist wich­tig zu wis­sen, dass Schön­heits­ide­a­le nicht fest­ste­hen und oft un­er­reich­bar oder un­ge­sund sein kön­nen.











Warum ist das wich­tig?

Wenn wir uns über Kör­per­for­men, Schön­heits­ide­a­le und Di­ver­si­tät be­wusst sind, kön­nen wir bes­ser ver­ste­hen, dass jeder Mensch ein­zig­ar­tig ist und dass es kein per­fek­tes Aus­se­hen gibt. Es hilft uns auch, selbst­be­wuss­ter zu wer­den und uns we­ni­ger von den oft un­re­a­lis­ti­schen Bil­dern in den Me­di­en be­ein­flus­sen zu las­sen. Das Ak­zep­tie­ren und Fei­ern von Di­ver­si­tät för­dert ein po­si­ti­ves Mit­ein­an­der und stärkt das Selbst­wert­ge­fühl jedes Ein­zel­nen.

4
Grup­pen­bil­dung und Dis­kus­si­on
  • Bil­det Grup­pen mit je vier Per­so­nen.
  • Tauscht euch in der Grup­pe über die bei­den Bil­der im Text aus. Nutzt und er­klärt dabei die Be­grif­fe Schön­heits­ide­al, Kör­per­form und Di­ver­si­tät.
5
Grund­wis­sen und Re­cher­che
  • Unten fin­det ihr zwei The­men zur Aus­wahl. Jede Grup­pe teilt sich jetzt in zwei Ex­per­ten­teams (Zwei Per­so­nen pro Thema).

Da­Vin­ci und der

Vi­tru­vi­a­ni­sche Mensch

Dar­stel­lung von Men­schen in der Pop­kul­tur in

ver­schie­de­nen Me­di­en

2)
Lest euch nun den In­fo­text zu eurem Thema genau durch. Mar­kiert euch die wich­tigs­ten In­for­ma­ti­o­nen oder no­tiert sie auf einem Ex­tra­blatt.
3)
An­schlie­ßend fin­det ihr euch wie­der zu viert zu­sam­men. Be­rich­tet euch ge­gen­sei­tig über eure The­men und be­ar­bei­tet ge­mein­sam die fol­gen­den Auf­ga­ben.
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6
Wel­che der fol­gen­den Aus­sa­gen sind kor­rekt ?
Der Vi­tru­vi­a­ni­sche Mensch ...
7
Fülle die Lü­cken im Lü­cken­text.

Der „Vi­tru­vi­a­ni­sche Mensch“ zeigt einen Mann in einem Kreis und einem  .

Die Zeich­nung steht für  zwi­schen Kunst und  .

8
Be­schrei­be an­hand eines Bei­spiels (z.B. an­hand eines Films, Co­mics oder eines be­kann­ten Wer­be­spots), wie der mensch­li­che Kör­per in die­sem Me­di­um dar­ge­stellt wird. Wel­che Be­son­der­hei­ten gibt es in der Dar­stel­lung?
9
Dar­stel­lung von Schön­heit
Wel­che Rolle spie­len so­zi­a­le Me­di­en bei der Wahr­neh­mung von Schön­heits­ide­a­len?
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Le­o­nar­do da Vinci und der Vi­tru­vi­a­ni­sche Mensch

Le­o­nar­do da Vinci

Le­o­nar­do da Vinci (*1452 - 1519) war ein be­rühm­ter ita­li­e­ni­scher Künst­ler und Wis­sen­schaft­ler. Er ist be­kannt für seine vie­len Er­fin­dun­gen, seine Kunst­wer­ke und seine wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­en. Eines sei­ner be­rühm­tes­ten Werke neben der Mona Lisa ist der Vi­tru­vi­a­ni­sche Mensch.

Le­o­nar­do da Vinci: Der Vi­tru­vi­a­ni­sche Mensch

Der Vi­tru­vi­a­ni­sche Mensch

Der Vi­tru­vi­a­ni­sche Mensch ist eine Zeich­nung aus dem Jahr 1490, die einen nack­ten Mann mit ge­streck­ten Ex­tre­mi­tä­ten zeigt. Der Mann wird in zwei über­lap­pen­den Po­si­ti­o­nen dar­ge­stellt und von einem Kreis sowie einem Qua­drat um­ge­ben, die er mit den Fin­ger- und Ze­hen­spit­zen be­rührt.



Diese Zeich­nung ist nach dem rö­mi­schen Ar­chi­tek­ten Vi­truv be­nannt, der über die ide­a­len Pro­por­ti­o­nen des mensch­li­chen Kör­pers schrieb. Le­o­nar­do Da Vinci kom­bi­nier­te Vi­truvs Ideen mit sei­nen ei­ge­nen Be­ob­ach­tun­gen.



Für Le­o­nar­do Da­Vin­ci war die Har­mo­nie des mensch­li­chen Kör­pers ein Sym­bol für das Zu­sam­men­spiel von Kunst und Wis­sen­schaft.

Mensch­li­che Pro­por­ti­o­nen

Da Vin­cis Zeich­nung stellt die ide­a­len mensch­li­chen Pro­por­ti­o­nen dar. Man kann aus der Zeich­nung unter an­de­rem ab­le­sen, dass die Spann­wei­te der Arme genau der Kör­per­grö­ße ent­spricht.



Au­ßer­dem wer­den ver­schie­de­ne wei­te­re Pro­por­ti­ons­re­geln dar­ge­stellt, wie z.B. das Län­gen­ver­hält­nis zwi­schen ein­zel­nen Glied­ma­ßen und der Kör­per­grö­ße.





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Dar­stel­lung von Men­schen in der Pop­kul­tur

Der mensch­li­che Kör­per wird in der Pop­kul­tur auf viele ver­schie­de­ne Arten dar­ge­stellt. Diese Dar­stel­lun­gen fin­den sich in ver­schie­de­nen Me­di­en und For­ma­ten, wie Fil­men, Fern­seh­sen­dun­gen, Mu­sik­vi­de­os, Co­mics, Vi­deo­spie­len und so­zi­a­len Me­di­en. Jede die­ser Platt­for­men be­ein­flusst, wie wir den mensch­li­chen Kör­per und Schön­heits­ide­a­le wahr­neh­men.





Filme und Fern­seh­sen­dun­gen: In Film- und Fern­seh­pro­duk­ti­o­nen sehen wir oft Schau­spie­ler:innen mit be­stimm­ten Kör­per­for­men und Aus­se­hen, die als ideal oder wün­schens­wert dar­ge­stellt wer­den. So zei­gen Hollywood-​Filme bei­spiels­wei­se häu­fig schlan­ke, mus­ku­lö­se und ma­kel­lo­se Men­schen.



Wer­bung: Wer­bung nutzt oft Bil­der von per­fek­ten Kör­pern, um Pro­duk­te zu ver­kau­fen. Mo­dels in der Wer­bung ent­spre­chen meist den gän­gi­gen Schön­heits­ide­a­len.

Mu­sik­vi­de­os: In Mu­sik­vi­de­os wird häu­fig ein gla­mou­rö­ses Bild des mensch­li­chen Kör­pers ge­zeigt. Mu­si­ker und Tän­zer wer­den oft mög­lichst durch­trai­niert und per­fekt ge­stylt dar­ge­stellt.



Co­mics:  Zum Kunst­stil des Co­mics ge­hört es häu­fig, den mensch­li­chen Kör­per sehr über­trie­ben dar­zu­stel­len. Su­per­hel­den haben meist ex­trem mus­ku­lö­se Kör­per, wäh­rend weib­li­che Cha­rak­te­re oft sehr schlank und kur­vig sind.



Vi­deo­spie­le: In Vi­deo­spie­len gibt es eine große Viel­falt an Kör­per­dar­stel­lun­gen, aber auch hier fin­den sich oft über­trie­be­ne Kör­per­bil­der. Männ­li­che Cha­rak­te­re sind oft sehr stark und mus­ku­lös, wäh­rend weib­li­che Cha­rak­te­re oft schlank und at­trak­tiv ge­stal­tet sind. Al­ler­dings gibt es zu­neh­mend Spie­le, die mehr Di­ver­si­tät und re­a­lis­ti­sche­re Kör­per­bil­der zei­gen.



So­zi­a­le Me­di­en: Platt­for­men wie In­sta­gram, Tik­Tok und You­Tube spie­len eine große Rolle dabei, wie der mensch­li­che Kör­per dar­ge­stellt und wahr­ge­nom­men wird. In­flu­en­cer und Pro­mi­nen­te pos­ten oft Fotos und Vi­de­os, die einen per­fek­ten Le­bens­stil und Kör­per zei­gen. Diese Bil­der sind je­doch oft be­ar­bei­tet und in­sze­niert, was zu un­re­a­lis­ti­schen Schön­heits­stan­dards füh­ren kann. Gleich­zei­tig gibt es aber auch Be­we­gun­gen, die für mehr Re­a­lis­mus und Di­ver­si­tät wer­ben, wie zum Bei­spiel die Body-​Positivity-​Bewegung.

Wich­tig­keit von Viel­falt und Re­a­li­tät:

Die Dar­stel­lun­gen des mensch­li­chen Kör­pers in der Pop­kul­tur sind ide­a­li­siert und nicht re­a­lis­tisch. Jeder Mensch ist ein­zig­ar­tig, und es gibt keine per­fek­te Kör­per­form. Indem wir ver­schie­de­ne Me­di­en kri­tisch be­trach­ten und die Viel­falt der re­a­len Kör­per schät­zen, kön­nen wir ein ge­sün­de­res und re­a­lis­ti­sche­res Bild von Schön­heit und Kör­per­ak­zep­tanz ent­wi­ckeln.

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Mensch­li­che Pro­por­ti­o­nen

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Maße be­stim­men
Im nächs­ten Schritt be­stimmt ihr eure Maße und be­rech­net eure Pro­por­ti­o­nen. Dafür messt ihr u.a. die Länge eurer Arme und Beine, die Brei­te eurer Schul­tern usw.

Geht dabei wie folgt vor:
  • Sucht euch einen Part­ner/eine Part­ne­rin, mit dem/der ihr diese Auf­ga­be ge­mein­sam durch­füh­ren möch­tet.
  • Nehmt euch ein Maß­band und füllt ge­mein­sam die Ta­bel­le aus. Ach­tet dar­auf, mög­lichst exakt zu mes­sen.
  • Über­prüft eure Mess­ergeb­nis­se an­schlie­ßend sorg­fäl­tig, indem ihr ein zwei­tes Mal messt.

Maße (in cm)

Name:

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Kör­per­grö­ße

Höhe des Kop­fes

(Ab­stand von Kinn­spitz bis Schä­del­de­cke)

Arm­spann­wei­te

(Ab­stand der Fin­ger­spit­zen bei zur Seite ge­streck­ten Armen)

Länge der Ober­ar­me

(Schul­ter bis El­len­bo­gen)

Länge der Un­ter­ar­me

(El­len­bo­gen bis Hand­ge­lenk)

Länge des Ober­schen­kels

(Knie bis Hüfte)



Länge des Un­ter­schen­kels

(Ferse bis Knie)

Fuß­län­ge

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Pro­por­ti­ons­re­geln ab­lei­ten
Ver­sucht nun, aus den Maßen Pro­por­ti­ons­re­geln ab­zu­lei­ten.
Be­trach­tet dafür eure Maße und sucht nach Zu­sam­men­hän­gen.
Ab­wei­chun­gen in den Er­geb­nis­sen

Beim Mes­sen habt ihr wahr­schein­lich ein biss­chen ge­run­det, und ein paar klei­ne Un­ge­nau­ig­kei­ten kön­nen immer pas­sie­ren. Des­halb sind Ab­wei­chun­gen von 2 bis 3 cm völ­lig nor­mal.

12
Wel­che Kör­per­tei­le sind gleich lang? Ordne rich­tig zu!
  • Arm­spann­wei­te
    1
  • 7 - 7,5 x Höhe des Kopfs
    2
  • Ober­schen­kel
    3
  • Länge des Fuß
    4
  • Schul­ter­brei­te
    5
  • Ober­arm
    6
  • Un­ter­arm
  • Kör­per­grö­ße
  • 2 x Höhe des Kopfs
  • Un­ter­schen­kel
  • Kör­per­grö­ße
  • Un­ter­arm
Nicht jeder Kör­per ist gleich - Und das ist gut so!

In die­ser Lern­ein­heit lernst du, wie der mensch­li­che Kör­per sche­ma­tisch dar­ge­stellt wird. Soll­ten bei dir Maße ab­wei­chen, ist das nichts Schlim­mes. Das macht dich ein­zig­ar­tig!

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Zeichen-​Übungen

13
Erste Zeich­nun­gen
Jetzt übst du Schritt für Schritt das Zeich­nen von Men­schen.
Du be­nö­tigst be­nö­tigt dafür ein qua­dra­ti­sches Ras­ter mit 8x8 Käst­chen. Du kannst die­ses Ras­ter ein­fach in der ge­wünsch­ten Größe selbst zeich­nen oder die Vor­la­ge nut­zen.
Lies dir zu­nächst die An­lei­tung auf Seite 10 in Ruhe durch und ver­su­che dann, die An­wei­sun­gen um­zu­set­zen. Nimm dir Zeit und fer­ti­ge min­des­tens zwei Zeich­nun­gen an.

Hil­fe­stel­lung: Wenn es dir schwer­fällt, die An­lei­tung um­zu­set­zen, kannst du für die ers­ten Ver­su­che auch die Vor­la­gen mit den vor­ge­zeich­ne­ten For­men ver­wen­den.
14
Nach­dem du die ers­ten Ver­su­che durch­ge­führt hast, zeich­ne einen Men­schen in das Ras­ter.

Be­trach­te an­schlie­ßend deine Zeich­nun­gen ge­mein­sam mit dei­nem Part­ner/dei­ner Part­ne­rin. Dis­ku­tiert, wel­che Kör­per­tei­le, euch be­son­ders gut ge­lun­gen sind und wel­che ihr noch über­ar­bei­ten könnt.
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24.06.2024

An­lei­tung zum Zeich­nen eines mensch­li­chen Kör­pers

1
Zu­erst be­nö­ti­gen wir Hilfs­li­ni­en. Zeich­ne dünne, waa­ge­rech­te Li­ni­en. Die An­ga­ben in Klam­mern geben an, wel­chen Ab­stand die Li­ni­en zum obe­ren oder un­te­ren Rand des Ras­ters haben sol­len.
  • Haar­an­satz ( Käst­chen von oben)
  • Schul­tern und Arme ( Käst­chen von oben)
  • Knie ( Käst­chen von unten)
  • Fuß­knö­chel ( Käst­chen von unten)
2
Zeich­ne nun den Kör­per in Form eines Strich­männ­chens vor.
  • Zeich­ne den Kopf als Kreis, der Durch­mes­ser ent­spricht einem Käst­chen des Ras­ters.
  • Zeich­ne die obe­ren Ex­tre­mi­tä­ten ent­lang der zwei­ten Hilfs­li­nie. Ver­bin­de Kopf und obere Ex­tre­mi­tä­ten mit einem Strich für den Hals.
  • Die Hüfte be­fin­det sich mit­tig und ist ca. ein Käst­chen breit. Seit­lich füh­ren die Beine bis zum un­te­ren Rand des Ras­ters.
  • Ver­bin­de Hüfte und Schul­ter durch zwei dia­go­na­le Li­ni­en. Der Schnitt­punkt ist der Bauch­na­bel.
3
Er­gän­ze nun Ge­len­ke und mar­kan­te Kör­per­tei­le.
  • Er­gän­ze einen Kreis ( Käst­chen) am Hals.
  • Zeich­ne zwei Krei­se ( Käst­chen) für die Schul­ter­ge­len­ke. Er­gän­ze klei­ner wer­den­de Krei­se für El­len­bo­gen und Hand­ge­lenk. Das Hand­ge­lenk be­fin­det sich ein Käst­chen vom lin­ken/rech­ten Rand ent­fernt. Der El­len­bo­gen be­fin­det sich mit­tig da­zwi­schen.
  • Er­gän­ze einen Kreis (1 Käst­chen) rund um den Bauch­na­bel.
  • Zeich­ne an bei­den Sei­ten der Hüfte zwei Ge­len­ke ( Käst­chen) ein. Er­gän­ze klei­ner wer­den­de Krei­se für Knie und Fuß­knö­chel auf Höhe der ent­spre­chen­den Hilfs­li­ni­en.
4
Zeich­ne nun den Um­riss des Kör­pers. ori­en­tie­re dich dabei an den Um­ris­sen der Krei­se, die du ge­zeich­net hast.
Er­gän­ze au­ßer­dem Hände und Füße und passe die Kopf­form an.
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24.06.2024
5
Kör­per­hal­tung
Be­we­gun­gen und an­de­re Kör­per­po­si­ti­o­nen dar­zu­stel­len, ist gar nicht so ein­fach. Lies dir die In­fo­box genau durch und stel­le dann einen Men­schen in einer ein­fa­chen Pose mit min­des­tens zwei be­weg­ten Ge­len­ken dar. Nutze dafür wie­der das 8x8 Ras­ter.

Dar­stel­lung von Be­we­gun­gen

  1. Mar­kie­re den Mit­tel­punkt des Ge­lenks, das be­wegt wurde, mit einem Punkt.

  2. Zeich­ne von die­sem Mit­tel­punkt aus einen Kreis um das Ge­lenk. Der Ra­di­us ent­spricht dabei dem Ab­stand zum be­nach­bar­ten Ge­lenk (z.B. Schul­ter zu El­len­bo­gen). Die­ser Kreis hilft dir dabei, zu be­stim­men, wo das be­nach­bar­te Ge­lenk nach der Be­we­gung sein muss.

  3. Ver­schie­be nun das be­nach­bar­te Ge­lenk ent­lang der Kreis­li­nie bis zu ge­wünsch­ten Po­si­ti­on.

  4. Nun kannst du die be­weg­ten Glied­ma­ßen neu zeich­nen.

6
Zu­satz­auf­ga­be: Zeich­ne Men­schen in ver­schie­de­nen Po­si­ti­o­nen und Kör­per­hal­tun­gen. Bitte an­schlie­ßend dei­nen Part­ner/deine Part­ne­rin, die ge­wünsch­te Hal­tung ein­zu­neh­men und kon­trol­lie­re, ob du rich­tig ge­zeich­net hast. Stim­men die Pro­por­ti­o­nen?
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24.06.2024

Kon­struk­ti­on einer Glie­der­pup­pe

In die­sem Lern­schritt kon­stru­ierst du deine ei­ge­ne Glie­der­pup­pe im Di­gi­ta­len Bau­kas­ten. Was eine Glie­der­pup­pe ist und wofür man sie ver­wen­det, er­fährst du in der In­fo­box.

Was ist eine Glie­der­pup­pe?

Eine Glie­der­pup­pe ist ein be­weg­li­ches Mo­dell des mensch­li­chen Kör­pers.



Sie wird ver­wen­det, um mensch­li­che Pro­por­ti­o­nen, Posen und Be­we­gun­gen re­a­lis­tisch dar­zu­stel­len. Eine Glie­der­pup­pe hilft dabei, sich ver­schie­de­ne Kör­per­hal­tun­gen bes­ser vor­stel­len und ge­nau­er zeich­nen zu kön­nen.

11
Nun sollt ihr ge­mein­sam eure Glie­der­pup­pen kon­stru­ie­ren. Fin­det euch dafür wie­der in Grup­pen mit je vier Per­so­nen zu­sam­men.
  • Bei der Kon­struk­ti­on geht ihr ar­beits­tei­lig vor:
    Zwei Per­so­nen kon­stru­ie­ren alle Kör­per­tei­le ober­halb des Bauch­na­bels und die an­de­ren bei­den alle Kör­per­tei­le un­ter­halb des Bauch­na­bels.

  • Lest euch zu­erst die Tipps und Hin­wei­se zur Kon­struk­ti­on genau durch.

  • Be­sprecht, wie groß eure Glie­der­pup­pe wer­den soll und wel­che Ver­bin­der ihr an wel­cher Stel­le nut­zen wollt. Ach­tet auf die kor­rek­ten Pro­por­ti­o­nen!

Kon­struk­ti­on? Kein Pro­blem!

Mit der Bau­an­lei­tung Kon­stru­ie­ren ler­nen könnt ihr euch einen Über­blick über die Grund­funk­ti­o­nen ver­schaf­fen.

Die fer­ti­ge Glie­der­pup­pe, die ihr oben im Bild seht, gibt es üb­ri­gens auch als öf­fent­li­ches Mo­dell, das ihr ein­sam­meln und in­di­vi­du­a­li­sie­ren könnt.

Op­ti­o­nal: Tei­len und Ein­sam­meln

Mit der Teilen-​Funktion im Di­gi­ta­len Bau­kas­ten könnt ihr eure Kon­struk­ti­o­nen in der gan­zen

Klas­se aus­tau­schen. An­schlie­ßend könnt ihr euch in den öf­fent­li­chen Mo­del­len die Teile eurer Mit­schü­ler:innen an­se­hen. Wenn ihr die Mo­del­le ein­sam­melt und an­schlie­ßend in euer be­stehen­des Mo­dell im­por­tiert, könnt ihr euch eure ei­ge­ne Glie­der­pup­pe zu­sam­men­set­zen.

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Hin­wei­se zur Kon­struk­ti­on der Glie­der­pup­pe

Ecken und Kan­ten?



Der mensch­li­che Kör­per hat keine Ecken und Kan­ten. Um eine mög­lichst re­a­lis­ti­sche Glie­der­pup­pe zu er­stel­len, soll­test du bei der Kon­struk­ti­on dar­auf ach­ten, ab­ge­run­de­te Vor­la­gen zu nut­zen.

Ge­lenk statt Bauch­na­bel?



Damit der Ober­kör­per der Glie­der­pup­pe be­weg­li­cher ist, haben wir auf Höhe des Bauch­na­bels ein zu­sätz­li­ches Ge­lenk ein­ge­fügt. So kann sie sich zum Bei­spiel nach vorn beu­gen oder zur Seite leh­nen.

Pro­por­ti­o­nen und Ver­bin­der

Ach­tet bei der Kon­struk­ti­on der Glie­der­pup­pe un­be­dingt auf die kor­rek­ten Pro­por­ti­o­nen. Wenn ihr eine Glie­der­pup­pe mit einer Ge­samt­hö­he von 200 mm kon­stru­iert, dann müs­sen die Beine ins­ge­samt 100 mm lang wer­den, eben­so wie der Ober­kör­per inkl. Hals und Kopf.



Be­ach­tet bei der Be­rech­nung, dass jedes Verbinder-​Paar etwa 7 mm lang ist. Hier fin­det ihr bei­spiel­haf­te Maße für die Kör­per­tei­le:

Kör­per­teil

Ober­schen­kel, Un­ter­schen­kel

Ober­arm, Un­ter­arm

Ober­kör­per (unten und oben)

Kopf

Bei­spiel­maß (ohne

Ver­bin­der)

je 40 mm

je 25 mm

je 35 mm

40 mm

7
Vor dem 3D-​Druck soll­tet ihr un­be­dingt kon­trol­lie­ren, ob alle Kri­te­ri­en er­füllt sind:
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Wäh­rend des 3D-​Drucks ...

Bis­her sehen alle Zeich­nun­gen ähn­lich aus und haben keine in­di­vi­du­el­len Merk­ma­le Das wol­len wir jetzt än­dern!

8
Zeich­nung in­di­vi­du­a­li­sie­ren
Nimm dir eine dei­ner Zeich­nun­gen und er­gän­ze Klei­dung, Ac­ces­soires oder in­di­vi­du­el­le Merk­ma­le. An­schlie­ßend kannst du die Kör­pe­r­um­ris­se, die da­durch ver­deckt wer­den weg­ra­die­ren.

Zu­satz­auf­ga­be:
Du kannst auch die Kör­per­hal­tung an­pas­sen. Achte dabei auf kor­rek­te Pro­por­ti­o­nen.
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Zu­satz: Was kön­nen Glie­der­pup­pen?
Was kön­nen die Glie­der­pup­pen, was ihr nicht könnt und an­ders­her­um?
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Zu­satz: Was macht dich ein­zig­ar­tig?
  • Über­le­ge dir drei äu­ße­re Merk­ma­le, die dich ein­zig­ar­tig ma­chen.
  • Über­le­ge dir au­ßer­dem ein Schön­heits­ide­al, das auf dich zu­trifft – oder schrei­be, warum du fin­dest, dass Schön­heits­ide­a­le gar nicht so wich­tig sind.

    Eure Er­geb­nis­se sind nur für euch. Ihr müsst sie nicht mit an­de­ren tei­len.
Keine Idee?

Frag eine Freun­din oder einen Freund, was dich ein­zig­ar­tig macht. Oft sehen an­de­re an uns Dinge, die wir selbst gar nicht be­mer­ken.

Name:
Gliederpuppe - TinkerSchool-Lerneinheit
24.06.2024

Zei­chen­übun­gen mit der Glie­der­pup­pe

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Nun sind eure Glie­der­pup­pen fer­tig und ihr könnt sie zeich­nen. Fin­det euch dafür wie­der in Grup­pen mit je vier Per­so­nen zu­sam­men.
  • Jedes Grup­pen­mit­glied bringt die ei­ge­ne Glie­der­pup­pe in eine Pose und stellt sie in die Mitte des Tischs.
  • Dann zeich­nen alle Grup­pen­mit­glie­der alle vier Glie­der­pup­pen. Un­ter­stützt euch dabei in der Grup­pe ge­gen­sei­tig.
  • Wer­tet an­schlie­ßend aus, wel­che Glied­ma­ßen oder wel­che Kör­per­hal­tung am schwie­rigs­ten um­zu­set­zen war. Haben euch die Glie­der­pup­pen beim Zeich­nen ge­hol­fen?
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Stel­le zeich­ne­risch (Kör­per­hal­tung und ggf. Mimik) dar, wie dir die Lern­ein­heit ge­fal­len hat. Nutze dafür deine Glie­der­pup­pe und ein 8x8 Ras­ter.
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Gliederpuppe - TinkerSchool-Lerneinheit
24.06.2024

Vor­la­ge für Zei­chen­übun­gen

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Gliederpuppe - TinkerSchool-Lerneinheit
24.06.2024

Hil­fe­stel­lun­gen für Zei­chen­übun­gen

Hil­fe­stel­lung 1

Hil­fe­stel­lung 2

Hil­fe­stel­lung 3

Gliederpuppe - TinkerSchool-Lerneinheit

von TinkerToys GmbH

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