• Handreichung - Vom Manufacturing Belt zum Rust Belt
  • FreyaHeun
  • 09.01.2021
  • Geschichte
  • 12
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  • Die Industriegeschichte der USA - Vom Manufacturing Belt zum Rust Belt

    Handreichung für Lehrkräfte

    M1: Bruce Springsteen* (1988),
    Thomas Uhlemann, Wikimedia, Bundesarchiv,
    CC-BY-SA 3.0 https://t1p.de/nq4pg

  • Kurzbeschreibung

    Fach Geschichte,
    12. Klasse,
    Gymnasium,
    Sachsen-Anhalt

    Industrie-
    geschichte der USA

    2 x
    90 Minuten

    Das vorliegende Material wurde für die 12. Klassenstufe des Gymasiums (Sachsen-Anhalt) konzipiert. Der Fokus der zwei 90-minütigen Einheiten liegt auf der Industriegeschichte der USA und auf den Veränderungsprozessen der Industrie, die „vom Manufacturing Belt zum Rust Belt“ geführt haben. Das Material ist in zwei Niveaustufen inklusive eines Erwartungsbildes verfügbar.


    Mit Hilfe des Erklärvideo „Industrialisierung 4: Die Industrialisierung der USA“ von Philipp Löpfe, können die Schüler*innen ihr Wissen zur Industrialisierung wiederholen sowie die Ursachen und Merkmale der Entwicklung des Manufacturing Belts, die unterschiedlichen Wirtschaftszweige, die Gründe für die Veränderung der Industrie in den USA und die daraus entstandene Folgen erarbeiten.

    Der erste methodische Schwerpunkt des Materials bildet die Kartenanalyse. Mittels einer historischen Karte, die online zur Verfügung steht, können die Schüler*innen die Hauptwirtschaftsräume der USA und deren Verlagerungstendenzen erschließen. Der zweite methodische Schwerpunkt ist die Interpretation des Liedes „Youngstown“ (1995) von Bruce Springsteen. Abschließend sollen die Schüler*innen in Form einer handlungsorientierten Aufgabe ein Coverentwurf zu Bruce Springsteens Lied Youngstown gestalten oder eine Musikrezension verfassen.


    Für die Karten- und Liedinterpretation stehen jeweils Methodenkarten auf tutory.de zur Verfügung.

    Das Material beinhaltet außerdem eine Leistungskontrolle mit dazugehörigem Erwartungshorizont.

    Bruce Springsteen im Geschichtsunterricht?

    M2: Bruce Springsteen:
    Youngstown (1995)
    https://t1p.de/bj0l

    M3: Erklärvideo -
    Die Industrialisierung der USA
    https://t1p.de/us1

  • Lehrplanverortung

    Das Material zum Thema Vom Manufacturing Belt zum Rust Belt lässt sich in den zweiten Kurs Auf Grundlage von Interpretationen das Entstehen einer Industriegesellschaft darstellen und erörtern der Klassenstufe 11/12 (Qualifikationsphase) im Lehrplan Sachsen-Anhalts (Gymnasium) verorten.

    Der Lehrplan für Gymnasien gliedert den zweiten Kurs in drei Kompetenzschwerpunkte:

    Der erste und zweite Kompetenzschwerpunkt behandeln die Entstehungs- und Wandlungsprozesse der Industriegesellschaft in Deutschland und die Entwicklung zur europäischen Industrienation. Im dritten Kompetenzschwerpunkt wird die Entwicklung der USA zur außereuropäischen Industrienation beleuchtet. (Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt (Hrsg.), S. 12).


    Das vorliegende Material Vom Manufacturing Belt zum Rust Belt lässt sich in den letzten Kompetenzschwerpunkt, der die USA als wichtige Industrienation thematisiert, verorten. Das Material, welches sich über vier Unterrichtsstunden verteilt, schließt unmittelbar an die ersten zwei Unterrichtsstunde zur Industrialisierung der USA und dem Themenschwerpunkt Manifest Destiny (offenkundige Bestimmung) an (ebd. S. 45).

    Im Lehrplan für Sachsen-Anhalt ist für die 11. und 12. Klassenstufe vorgesehen, dass die Schüler*innen selbstständig Quellen aller Gattungen gattungsrecht interpretieren. (ebd. S. 5) Speziell für den Kompetenzbereich soll die Schüler*innen die Entwicklungsprozesse in den USA untersuchen und die Herausbildung der amerikanischen Industrienation darstellen können. Diesen Anspruch erfüllt das Material, indem die Schüler*innen eine historische Karte interpretieren und die Verlagerungstendenzen der Manufacturing Belts zum Rust Belt erschließen und in eine stumme Karte übertragen.

    M4: Material
    Manifest Destiny
    https://t1p.de/3fne

    Zudem bietet das Material eine Liedinterpretation, anhand der die Schüler*innen die sozialen Folgen der Verlagerung der Industrie in den USA für die Bürger*innen erschließen und beurteilen sollen. In diesem Zusammenhang werden die Schüler*innen die methodischen Schritte zur Analyse einer historischen Katze und eines historischen Liedes eigenständig durchführen, um ihre Methodenkompetenz im Hinblick auf Quellengattungen zu fördern.

    Des Weiteren soll ihnen so exemplarisch die Bedeutung von Quellen und Darstellungen darlegt und von ihnen eigenständig bewertet werden. Hinsichtlich der geschichtskulturellen Kompetenz fordert der Lehrplan die Erörterung der Geschichtskultur, indem die Schüler*innen beurteilen, inwieweit ein Deutungsangebot der Geschichtsschreibung zum Erklären eines historischen Sachverhaltes hinreichend ist (ebd. S. 7, 10, 45). Zudem verlangt der Lehrplan verschiedene Formen der Geschichtskultur, unter anderem die künstlerische Verarbeitung von Geschichte, die im Material durch das Lied Youngstown von Bruce Springsteen (1995) repräsentiert wird. (ebd. S. 7)

    Literaturhinweis

    Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Fachlehrplan Gymnasium Geschichte. Stand: 01.07.2019. https://t1p.de/nwtk

  • Mögliche Lernbereichsplanung
    Kurs 2 Auf der Grundlage von Interpretationen, das Entstehen einer Industriegesellschaft darstellen und erörtern

    Zur Orientierung über eine mögliche Integration des Materials dient die folgende tabellarische Lernbereichsplanung:

    Ustd.

    Thema/Inhalt

    methodischer Schwerpunkt

    1

    Manifest Destiny

    Arbeit mit historischen Karten

    2

    Manifest Destiny

    Arbeit mit Bildquellen

    3 - 4

    Musik und Geschichte?
    Der Manufacturing Belt der USA


    Arbeit mit Audioquellen

    5

    Vom Manufacturing Belt zum Rust Belt

    Arbeit mit historischen Karten

    6

    Bruce Springsteen im Geschichtsunterricht?
    Eine Audioquelle interpretieren

    Arbeit mit Audioquellen

    7

    Leistungskontrolle: Manufacturing Belt

    Arbeit mit historischen Karten

    8 - 9

    Entwicklung der USA zur Industrienation:
    gesellschaftlicher Anschluss der Südstaaten + Integration von Einwanderern

    10 - 11

    Abschluss der Erschließung des Westens
    + Unterdrückung der Ureinwohner

    12 - 13

    Führungssektoren (Eisenbahn, Eisen und Stahl, Viehwirtschaft, Tabak, Automobilindustrie) + Rückkopplungseffekte innerhalb und außerhalb der Führungssektoren

    14 - 15

    aktuelle Erklärungen in Wissenschaft und Publizistik zum Aufstieg der USA + Vergleich deutsche Entwicklung


    T1: Lernbereichsplanung Kurs 2, Kompetenzschwerpunkt Die Entwicklung der USA [...] Klasse 11/12, Gymnasium
  • Sachanalyse

    Die USA sind bis in die Gegenwart eine global agierende Supermacht. Um den Werdegang und die Entstehung ihres heutigen Einflusses nachvollziehen zu können, sollte man sich auch mit den historischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen des Landes während der Industrialisierung beschäftigen.


    Als zentrales Beispiel für die Wandlungsprozesse während der Industrialisierung kann der Aufstieg des „Manufacturing Belts“ angeführt werden. Der Manufacturing Belt ist eine Region im Nordosten der USA, in welchem sich die Eisen-, Stahl-, Kohle- und Schwerindustrie ansiedelte. Der wirtschaftlicher Abschwung des Manufacturing Belt hin zum „Rust Belt“ war geprägt von Arbeitslosigkeit und Rezession.


    Als Einführung beziehungsweise Vorwissensaktivierung dient im vorliegenden Lernmaterial ein informatives Video von YouTube, in dem auf die Industrialisierung in den USA eingegangen wird. Andauernde Immigration/ Bevölkerungswachstum, große Rohstoffvorkommen (vor allem Kohle und Eisen), die nationale Einigung sowie ein großer Binnenmarkt sind entscheidende Faktoren, welche die Industrialisierungsprozesse begünstigten.


    Die industrielle Kernregion der USA entwickelte sich im Nordosten um die Rohstoffvorkommen nahe der Atlantikküste. Dort siedelten sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts stahlerzeugende und -verarbeitende Industrien sowie Finanzgewerbe an, weshalb die Region ihren Namen „Manufacturing Belt“ erhielt. In ihrer Gesamtheit bildete die Region das größte Industriegebiet des Landes und eines der größten der Welt.


    Mit der mangelnden Nachfrage an Stahlerzeugnissen Mitte des 20. Jahrhunderts und der Verlagerung von Industriezweigen in Länder mit billigeren Arbeitskräften erlebte die Region eine wirtschaftliche Rezession, was sich in einem Verlust der Arbeitsplätze im industriellen Sektor (teilweise um über 50%), sinkendendem Lebensstandard, erhöhter Kriminalität, Abwanderung und urbanem Verfall widerspiegelte. Die historische Karte (M5) verdeutlicht dabei den Wandel der Hauptwirtschaftsräume im Nordosten der USA in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Manche Regionen wie der Großraum Pittsburgh konnten neue Industriezweige ansiedeln, andere Regionenwie beispielsweise Youngstown oder Detroit wurden nachhaltig stark vom Strukturwandel getroffen.


    Die Perspektiven mehrere Generationen von Stahlarbeiter*innen im „Manufacturing Belt“, und damit auch die sozialen Folgen des wirtschaftlichen Abschwungs, die Hoffnungslosigkeit der ehemaligen Industriearbeiter*innen und das Gefühl des Allein-gelassen-werdens lassen sich in Bruce Springsteens Song „Youngstown“ von 1995 nachempfinden.

    Literaturhinweis zum Weiterlesen

    Bundeszentrale für politische Bildung: Informationen zur politischen Bildung, USA - Geschichte, Wirtschaft, Gesellschaft. Heft 268, Bonn, 2013.

    M5: Historische Karte: USA Hauptwirtschaftsräume
    https://t1p.de/5lwy

  • Didaktische Schwerpunktsetzung

    Mit Hilfe des Materials „Vom Manufacturing Belt zum Rust Belt“ setzen sich die Schüler*innen mit der Industrialisierung und den damit einhergehenden Verlagerungstendenzen der Industriestandorte im Nordosten der USA auseinander. Anhand eines Erklärvideos, einer historischen Karte und Bruce Springsteens Lied „Youngstown“ können sich die Schüler*innen die Ursachen, Merkmale und Folgen der Industrialisierung sowie die Entwicklungen der Industriestandorte erschließen. Das Material besteht aus vier thematischen Blöcken, die aufeinander aufbauen und sich jeweils einem thematischen Schwerpunkt widmen. Das Material kann von den Schüler*innen entweder zu Hause oder im Präsenzunterricht bearbeitet werden, wobei die Lehrkraft im Unterricht als Moderator*in im Lernprozess fungiert.

    Die Schüler*innen können mit Hilfe der Arbeitsaufträge ihr Geschichtsbewusstsein in den Doppelkategorien nach Pandel (Vgl. Baumgärtner 2015, S. 35 ff.) erweitern. Dabei liegt der Fokus sowohl auf dem ökonomisch-sozialen Bewusstsein (arm - reich), dem politischen Bewusstsein (mächtig - ummächtig / oben - unten), dem Historizitätsbewusstsein (statisch - veränderlich) und dem Wirklichkeitsbewusstsein (real-fiktiv).

    Neben einem Erklärvideo, welches für Orientierung sorgt, hält das Arbeitsmaterial zwei Methoden und zwei Medien bereit. So arbeiten die Schüler*innen mit einem Lied, welches die historischen Ereignisse darstellt, sowie mit einer historischen Karte, die online zur Verfügung steht, wodurch insgesamt die Methoden- und Medienkompetenz der Schüler*innen gestärkt wird.
    Nach Pandel sei das historische Lernen nicht nur auf die Schule beschränkt, sondern sei auch immer in der Lebenswelt der Schüler*innen anwendbar. Da die Lernenden immer mit „Erzeugnissen der Geschichtskultur konfrontiert werden“, sei nach Pandel die geschichtskulturelle Kompetenz eine Grundlage damit die Teilnahme am „gesellschaftlichen Diskurs über Geschichte“ ermöglicht werden kann. (Vgl. Baumgärtner 2015, S. 35 ff., 43 ff.) Ein Schwerpunkt beinhaltet die Auseinandersetzung mit geschichtskultureller Darstellung in Liedern.


    Im ersten thematischen Block soll zunächst das Interesse der Schüler*innen geweckt werden, indem sie das Lied Youngstown (1995) von Bruce Springsteen hören. Audioquellen im Geschichtsunterricht sorgen für mehr Anschaulichkeit. Da der Songtext auf Englisch ist, gibt ein Hinweiskasten den Tipp, den Liedtext zu recherchiere und für die Beschreibung des Inhaltes heranzuziehen.
    Anhand der Single-Choice-Aufgabe kann getestet werden, ob die Schüler*innen den Liedtext verstanden haben, indem sie das historische Ereignis nennen und damit das Lied in den historischen Kontext einordnen.
    Im zweiten thematischen Block (mit Hilfe eines Erklärvideos das Vorwissen zur Industrialisierung in den USA aktiviert und neues Wissen aufgebaut wird. Anhand des Erklärvideos können die Schüler*innen die Industriestandorte benennen, einem geografischen Raum zuordnen und die Standortfaktoren benennen und zuordnen. Danach werden die Schüler*innen beauftragt, zur Stadt Youngstown, die sie in Bruce Springsteens Lied kennengelernt haben, selbstständig eine Recherche im Internet durchzuführen. Den Lernenden wird dadurch bewusst, dass die Stadt tatsächlich existiert und der Inhalt des Liedtextes auf reale historische Gegebenheiten bezug nimmt. Dadurch erweitern die Schüler*innen ihr Geschichtsbewusstsein hinsichtlich des Wirklichkeitsbewusstsein.

    Im dritten thematischen Block erweitern die Schüler*innen ihr Wissen zum Themenschwerpunkt Manufacturing Belt. Mit Hilfe des Erklärvideos können die Schüler*innen die Ursachen für die Ansiedlung der Industrie im Manufacturing Belt sowie Merkmale der Entwicklung vom Manufacturing Belt zum Rust Belt nennen und daraus Folgen für die USA ableiten. Der zweite methodische Schwerpunkt bildet die Analyse einer historischen Karte. Die Geschichtskarte steht online über die Website von Westermann bzw. Diercke Weltatlas zur Verfügung. Für die Analyse der historischen Katze liegt die Methodenkarten M6 vor. Dieses kann als Differenzierungsangebot genutzt werden. Durch das Deuten der Zusammenhänge der Verlagerungstendenzen der wichtigsten Wirtschaftsräume der USA und der Darstellung der Entwicklung der US-Industrie erweitern die Schüler*innen ihre Narrationskompetenz.
    Im vierten thematischen Block wurde nochmals das Lied Youngstown in das Lernmaterial integriert. Nun können die Schüler*nnen durch die Analyse den kritischen Umgang mit Geschichtskultur erproben und während des Deutens, den Zusammenhang zu den historischen Ereignissen und Prozessen der Industrieregion „Manufacturing Belt“ herstellen. Mit Hilfe der Methodenkarte M7 zur Analyse von Liedern im Geschichtsunterricht werden die Schüler*innen hinsichtlich ihrer Interpretationskompetenz gefördert,

  • indem sie das Geschichtslied Youngstown interpretieren, die Intentionen des Verfassers (z.B. Sprache, Stilmittel, Wertungen, Argumentationsstrategien) nachweisen und mehrere zeitdifferente Sachverhalte zu einem narrativ erklärenden zusammenhanghistorischen Geschehen verknüpfen. Gleichzeitig können die Schüler*innen die Perspektive der Industriearbeiter*innen anhand einer Personifizierung kennen lernen.

    M6: Methodenkarte - Geschichtskarten im GU
    Tutory: https://t1p.de/95ke
    PDF: https://t1p.de/19ns

    M7: Methodenkarte - Lieder im GU

    Tutory: https://t1p.de/o9q2
    PDF: https://t1p.de/1f7q

    Die Wahlaufgabe in Partnerarbeit wurde hier bewusst ausgewählt, um den Schüler*innen verschiedene Deutungsmöglichkeiten (Multiperspektivität) aufzuzeigen, über die sie vielleicht schon in eine Diskussion miteinander kommen. Zudem soll die Sozialform Partnerarbeit Abwechslung bieten. Das Material schlägt EtherPas (yopad.eu) für eine digitale Zusammenarbeit vor. Dadurch werden die Schüler*innen hinsichtlich der Medienkompetenz gefördert. Ferner wird an dieser Stelle auch die Sozialkompetenz sowie die narrativen Kompetenz gefördert. Durch das gemeinsame Verfassen einer Rezension oder dem Gestalten eines Coverentwurfes, wurde eine Handlungsorientierung (nach GudjonsVölkel) in den Arbeitsauftrag integriert, um die Eigenaktivität der Schüler/innen im produktiven Gestalten* anzuregen. Die in Partnerarbeit erstellte Rezension ermöglich erneut eine Diskussion, nicht nur über die eigene Wahrnehmung der musikalischen Elemente, sondern auch über die Deutungsmöglichkeiten geschichtskultureller Zeugnisse (Multiperspektivität).


    Das Material geht von einer heterogenen Zusammensetzung der Klasse und damit einhergehend von heterogenen historischen Vorkenntnissen und Leistungsvoraussetzungen sowie differenzierten Kompetenzen im Umgang mit historischen Quellen und Darstellungen, aus. Aus diesem Grund wurden zwei Niveaustufen des Lernmaterials konzipiert, wobei Variante A mehr Hilfestellungen und Tipps zum korrekten Bearbeiten beinhaltet (geringeres Anforderungsniveau). Das letzte Arbeitsblatt, welches die handlungsorientierte Aufgabe beinhaltet, differenziert nach Motivation, indem die Schüler*innen die Wahl zwischen der Erstellung einer Rezension oder eines Coverentwurfes haben. Diese Aufgaben werden den „Fächeraufgaben“ zugeordnet.
    In beiden Niveaustufen wurden Hinweiskästchen integriert, um auf Möglichkeiten der digitalen Bearbeitung bzw. digitalen Zusammenarbeit hinzuweisen.


    Die Leistungsüberprüfung wird in Form einer Leistungskontrolle angeboten. Grundlage der Leistungsermittlung ist der Lehrplan für das Fach Geschichte für Gymnasien (Sachsen-Anhalt). Die Leistungskontrolle erfasst das Leistungsvermögen der Schüler*innen differenziert, indem die Aufgaben in die drei Anforderungsbereiche, gemäß dem Beschluss der Kulturministerkonferenz und Jeismanns Dimension der Sachanalyse, des Sachurteils und des Werturteils gegliedert sind. Im Fokus der Leistungskontrolle steht die Interpretation einer historischen Karte, anhand dieser sollen die Schüler*innen die Veränderungen der Fabrikarbeitsplätze im Zuge der Verlagerung der Industrie in den USA erschließen. Da es sich um eine englische Kartenlegende handelt, kann den Schüler*innen ein Wörterbuch zur Verfügung gestellt werden.

    Literaturhinweise zum Weiterlesen

    Baumgärtner, Ulrich: Wegweiser Geschichtsdidaktik. Historisches Lernen in der Schule, Paderborn 2015.
    Barricelli, Michele; Lücke, Martin: Handbuch Praxis des Geschichtsunterrichts, Bd. 1, Schwalbach/Ts. 2012.

    Adamski, Peter: Binnendifferenzierung im Geschichtsunterricht, Stuttgart 2017.
    Völkel, Bärbel: Handlungsorientierung, in: Mayer, Ulrich; Pandel, Hans-Jürgen; Schneider, Gerhard (Hrsg.): Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht. Schwalbach/Ts. 2007, S. 49-64.

  • Lernzielformulierung

    In der folgenden Übersicht werden die Lernziele zum Material vorgestellt. Die Lernzielformulierung orientiert sich am in Sachsen gebräuchlichen WKW-Modell, das die folgenden drei Anforderungsbereiche umfasst.

    Wissen
    Die SuS kennen...

    Können
    Die SuS können...

    Werte
    Die SuS beurteilen ...

    ... Voraussetzungen im 19. Jhd., die die Industrialisierung in den USA begünstigten.

    ... Informationen aus Erklärvideos und darstellenden Texten entnehmen.

    ... die Entwicklung der Industriestandorte des Manufacturing Belt früher und heute.

    ... wesentliche Stationen der Industrialisierung in den USA im 19. und 20. Jhd. (Verlagerungstendenzen).

    ...Geschichtskarten interpretieren.

    ... die geschichtskulturelle Verarbeitung der Entwicklung des Manufacturing Belt in Bruce Springsteens Lied „Youngstown“ von 1995.

    ...Industriestandorte in den USA im 19. und 20. Jhd. und deren Produktionsprofile innerhalb des Manufacturing Belt.

    ... können das Lied Youngstown interpretieren.


    T2: Lernziele