

In dieser Lerneinheit beschäftigt ihr euch mit Katapulten. Ihr lernt deren Aufbau und Funktionsweise kennen und setzt euch mit den physikalischen Kräften auseinander, die an einem Katapult wirken. Außerdem konstruiert ihr ein eigenes Katapult im Digitalen Baukasten und führt Experimente damit durch.
Grundwissen zu Katapulten
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Funktionsweise eines Katapults
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Lies dir den Text zum Aufbau des Katapults durch. Anschließend kannst du ggf. deine Skizze von der vorherigen Aufgabe anpassen und beschriften.
Was ist ein Katapult?
Ein Katapult ist eine mechanische Vorrichtung, die in der Antike entwickelt wurde, um schwere Objekte über weite Entfernungen zu schleudern.
Welche Kräfte wirken an einem Katapult?
Ein Katapult nutzt gespeicherte Energie, um ein Geschoss, oft einen großen Stein oder ein anderes schweres Objekt, in die Luft zu schleudern. Dies geschieht durch die Umwandlung von potenzieller Energie (gespeicherte Energie) in kinetische Energie (Bewegungsenergie).
Katapulte verwenden oft das Hebelprinzip, um die benötigte Energie zu erzeugen. Dabei wird zwischen einarmigen und zweiarmigen Katapulten unterschieden.
Einarmiges Katapult
Einarmige Katapulte werden i.d.R. durch das Spannen eines Seiles, einer Feder, o.ä. ... angetrieben. Ein Ende des Katapultarms wird dabei drehbar am Rahmen des Katapults befestigt. Das andere Ende wird am Rahmen des Katapults fixiert und gespannt. Beim Abwurf wird die Bewegung des Katapultarms durch den Aufschlag an einem Querbalken ruckartig gestoppt, sodass das Geschoss geschleudert wird.

Zweiarmiges Katapult
Zweiarmige Katapult werden häufig als Gegengewichtskatapulte genutzt. Dafür wird ein langer Katapultarm benötigt, der drehbar auch einem Auflagepunkt gelagert wird. Auf einer Seite des Katapultarms wird das Geschoss positioniert. Diese Seite wird am Rahmen des Katapults fixiert. Nachdem die andere Seite des Katapultarms mit dem Gegengewicht beladen wurde, wird die Fixierung gelöst und das Geschoss abgeworfen.

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Wie funktioniert das Spannen und Abwerfen des Geschosses?
Durch das Herunterdrücken des beweglichen Endes des Arms wird potenzielle Energie gespeichert. Um die Energie im Katapult zu speichern, wird der Arm durch verschiedene Mechanismen gespannt. Diese Spannvorrichtungen können Seile, Federn oder andere Federelemente sein. Je mehr Energie in die Spannung gesteckt wird, desto weiter und schneller kann das Geschoss geschleudert werden.
Sobald der Arm gespannt ist, wird das Geschoss in die dafür vorgesehene Halterung gelegt. Um das Katapult auszulösen, wird die Spannung schnell gelöst. Die gespeicherte potenzielle Energie wird in kinetische Energie umgewandelt, die das Geschoss in die Luft schleudert.
Insgesamt ist ein Katapult also eine geschickte Kombination von Prinzipien der Physik und der Mechanik, die es ermöglicht, schwere Objekte über beträchtliche Entfernungen zu schleudern.
Physikalische Kräfte und Gesetze am Katapult
Hebelwirkung am zweiarmigen Katapult
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Abwurf des Geschosses
- Ergänze die drei Skizzen: Zeichne mit einem Pfeil die Richtung ein, in der das Geschoss losfliegt und skizziere, wie die Flugbahn aussehen könnte.
- Beschreibe zu jeder Skizze, in welche Richtung das Geschoss losfliegt und wie die mögliche Flugbahn in etwa aussehen könnte.

Ihr könnt die Katapulte auch nachbauen und Experimente durchführen, um herauszufinden, wie die Flugbahn der Geschosse aussieht. Besprecht dies mit eurer Lehrkraft.
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Zusatz: optimaler Abwurfwinkel
Der Abwurfwinkel α ist der Winkel zwischen der Flugrichtung des Geschosses beim Abwurf und der Horizontalen. Neben anderen Faktoren beeinflusst auch der Abwurfwinkel die Wurfweite des Geschosses.

Der Abwurf eines Geschosses mit einem Katapult entspricht näherungsweise einem schrägen Wurf. Die Wurfweite sw beim schrägen Wurf kann wie folgt berechnet werden:
Wurfweite sw
Anfangsgeschwindigkeit v0
Abwurfwinkel α
Fallbeschleunigung g
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Eigene Katapulte herstellen
Im nächsten Schritt entwerft ihr euer eigenes Katapult. Dabei arbeitet ihr zu zweit oder in kleinen Gruppen zusammen. Zuerst überlegt ihr euch ein Konzept und skizziert euer Katapult. Danach konstruiert ihr euer Katapult im Digitalen Baukasten.
Optional könnt ihr als Zwischenschritt noch einen Prototyp eures Katapults basteln und testen. Besprecht die genaue Vorgehensweise mit eurer Lehrkraft.
Katapult planen und skizzieren
Beachtet folgende Kriterien:
- Ziel ist es, mit dem Katapult das Geschoss (s. Infobox) möglichst weit zu katapultieren.
- Das Katapult sollte durch eine konstante Kraft ausgelöst werden - nicht durch Krafteinwirkung mit der Hand. Gut geeignet sind beispielsweise ein Gummiband, eine Feder oder ein Gegengewicht.
Legt innerhalb der Klasse fest, welche Gegenstände katapultiert werden sollen. So könnt ihr die einzelnen Katapulte besser miteinander vergleichen. Ihr könnt dafür z.B. Papierkugeln nehmen oder Luftballons mit etwas Reis oder Mehl befüllen.
Harte oder spitze Gegenstände solltet ihr aufgrund der Verletzungsgefahr nicht katapultieren!
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Optional: Prototyp herstellen
Zum Basteln könnt ihr z.B. dicke Pappe nutzen. Auch schmalze Holzleisten oder (Koch-)Löffel eignen sich als Katapultarme.

Katapult im Digitalen Baukasten konstruieren
- Das Katapult muss sicher und gerade auf einem ebenen Untergrund stehen.
- Achtet darauf, dass euer Geschoss bis zum Abschuss gut auf dem Katapult hält. Dafür eignet sich z.B. eine kleine Schale.
- Beachtet, dass der Auslöser am Katapult befestigt werden kann, ohne zu verrutschen. Als Auslöser könnt ihr z.B. eine Feder, ein Gummiband oder ein Gegengewicht nutzen.


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Nach dem 3D-Druck: Experimente und Berechnungen
Bei den folgenden Experimenten werdet ihr jeweils mehrere Würfe mit eurem Katapult durchführen und messen, wie weit das Geschoss jeweils geschleudert wurde. Damit die gemessenen Wert vergleichbar sind, müssen für jeden Versuch die gleichen Ausgangsbedingungen vorliegen. Wie könnt ihr das sicherstellen?
Sammelt dazu zuerst alle Faktoren, die den Abschuss des Katapults und die gemessene Weite beeinflussen. Überlegt anschließend, wie ihr dafür sorgen könnt, dass all diese Werte konstant sind.
Auf den folgenden Seiten werden verschiedene Experimente und Berechnungen (K1 bis K5) beschrieben, die ihr mit euren Katapulten durchführen könnt. Besprecht mit eurer Lehrkraft, welche der Aufgaben ihr durchführen sollt.
Auf den folgenden Seiten werden verschiedene Experimente beschrieben, die ihr mit euren Katapulten durchführen könnt. Besprecht mit eurer Lehrkraft, welche der Experimente ihr durchführen sollt.
K1: Vergleich der Wurfweiten
- Katapultiert nun mindestens zehnmal dasselbe Geschoss und markiert den Landepunkt. Einzelne Ausreißer, bei denen z.B. das Geschoss nicht richtig positioniert war und zur Seite geschleudert wurde, zählen dabei nicht mit.
- Messt nun die Wurfweiten eurer einzelnen Würfe und haltet sie in einer Tabelle fest. Ihr könnt dafür die Tabelle auf der folgenden Seite nutzen.
- Wenn ihr möchtet, könnt ihr zusätzlich eine zweite Messreihe mit anderen Bedingungen aufzeichnen, z.B. mit einem anderen Geschoss oder einem anderen Auslöser
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Nr.
Wurfweite
(in m)
Nr.
Wurfweite
(in m)
Nr.
Wurfweite
(in m)
Nr.
Wurfweite
(in m)
Nr.
Wurfweite
(in m)
Nr.
Wurfweite
(in m)
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Falls ihr eine zweite Messreihe durchgeführt habt, müsst ihr das für jede Messreihe separat berechnen.
Durchschnittliche Wurfweite
Weitester Wurf
Kürzester Wurf
Messreihe 1
Messreihe 2
K2: Genauigkeit des Katapults testen (für Klassenstufe 11/12)
- Betrachtet noch einmal eure Markierungen aus der vorherigen Aufgabe und beschreibt eure ersten Eindrücke. Gibt es Besonderheiten oder Auffälligkeiten?
- Berechnet die Varianz und die Standartabweichung eurer Wurfweiten. Habt ihr mehrere Messreihen aufgenommen, dann berechnet diese Werte für jede Messreihe einzeln. Was sagen euch diese Werte?
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Durchschnittliche Wurfweite
Varianz
Standard-abweichung
Messreihe 1
Messreihe 2
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- Vergleicht eure errechneten Werte mit denen eurer Mitschüler:innen. Was stellt ihr fest? Wodurch lassen sich ggf. die Unterschiede erklären?
- Welche Faktoren muss man beim Bau eines Katapults berücksichtigen, damit das Geschoss möglichst exakt geschleudert wird?
- Zusatz: Diskutiert, ob für den Einsatz im Krieg in der Antike oder im Mittelalter eher ein möglichst exaktes Katapult oder ein Katapult mit einer hohen Streuung von Vorteil war.
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K3: Bestimmung des Abwurfwinkels
- Messt den Winkel zuerst so exakt wie möglich mit eurem Winkelmesser und notiert euch das Ergebnis.
- Fertigt nun eine Skizze eures Katapults an und markiert alle Maße, die ihr an eurem Katapult zuverlässig messen könnt.
- Berechnet anschließend über die Winkelsätze und Winkelfunktionen den Abwurfwinkel.
- Vergleicht den berechneten Winkel mit eurem Messergebnis aus der ersten Teilaufgabe.
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K4: Berechnung von Abwurfgeschwindigkeit
- Schlagt in eurer Formelsammlung nach, wie ihr die Abwurfgeschwindigkeit berechnen könnt, und berechnet die durchschnittliche Geschwindigkeit.
- Zusätzlich könnt ihr die Abwurfgeschwindigkeit bei eurem kürzesten und eurem weitesten Wurf berechnen und die Ergebnisse vergleichen.
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K5: Berechnung von Beschleunigung und Beschleunigungsdauer
Für die Berechnungen benötigen wir die Ergebnisse aus K1, K3 und K4.
Beachtet dabei, dass ihr den Winkel im Bogenmaß statt im Gradmaß einsetzen müsst.
Warum kann dieser Weg nicht als Dreieck berechnet werden?
Überlegt, wodurch diese Werte in der Realität möglicherweise beeinflusst werden.
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Berechnung des Abwurfwinkels
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Berechnung der Anfangsgeschwindigkeit
Berechnung von Beschleunigung und Beschleunigungsdauer
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