• Krasse Fakten über soziale Netzwerke
  • Lisa Feischl
  • 26.11.2020
  • Deutsch
  • 4
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    Krasse Fakten über soziale Medien
    Hörtext.
    YouTube-Video

    Wahr

    Falsch

    2018 hat eine Studie aus Deutschland bewiesen, dass 50.000 deutsche Jugendliche süchtig nach sozialen Medien sind.

    Soziale Medien fördern die Identitätsbildung: das bedeutet, dass man seine eigene Persönlichkeit erkennt und entwickelt.

    Wissenschaftler bestätigen einen Zusammenhang zwischen Social-Media-Sucht und Depressionen.

    Dirty Campaigning bedeutet, dass man auf unanständige Seiten weitergeleitet wird.

    Die sozialen Probleme durch die Sucht nach sozialen Netzwerken sind vielfältig: zu wenig Schlaf, Streit mit den Eltern und schlechte Noten.

    Filterblasen schützen uns davor, von politischen Parteien manipuliert zu werden.

    Realitätsflucht bedeutet: Die Kids lenken sich mit sozialen Medien ab, um nicht über unangenehme Dinge und Probleme in ihrem Leben nachdenken zu müssen.

    Filterblase nennt man das Phänomen, wenn User sich nur mehr mit Gleichgesinnten in einer geschlossenen Community austauschen und so eine sehr eingeschränkte Weltsicht haben.

    Burschen sind länger in sozialen Medien unterwegs als Mädchen – im Schnitt knapp über vier Stunden pro Tag.

    Algorithmen sind Programme, die unser Verhalten im Internet auswerten können und uns so immer ähnliche Themen, News oder Produkte anbieten.

    Psychologen warnen: Die Internetgeneration betrachtet das eigene Leben zu sehr durch die Augen der anderen, weil die Außenwirkung das Allerwichtigste wird.

    Im Jahr 2015 starben mehr Menschen wegen eines Selfies als durch Haie.

  • Krasse Fakten über soziale Netzwerke

    Wer mag sie nicht, die Likes und die Aufmerksamkeit, die wir uns immer mehr in sozialen Netzwerken holen. Ob Facebook, Instagram, Snapchat, Twitter, TikTok & Co., wir posten, was das Zeug hält und sind dann stundenlang damit beschäftigt, die Reaktion unserer virtuellen Friends abzuchecken. Grenzt das nicht schon längst an Sucht? Ja, sagen immer mehr Experten. In Deutschland ist 2018 eine Studie veröffentlicht worden, in der eine mögliche Abhängigkeit von 12- bis 17-Jährigen von sozialen Netzwerken untersucht worden ist.

    Das Ergebnis ist schockierend: Durchschnittlich verbringen Jugendliche dieser Altersklasse zweieinhalb Stunden täglich in diversen Netzwerken.

    Durch die intensive Nutzung entstehen sogar gesundheitliche Probleme. Wissenschaftler bestätigen einen Zusammenhang zwischen Social-Media-Sucht und Depressionen. Die sozialen Probleme sind vielfältig: zu wenig Schlaf, Streit mit den Eltern und Realitätsflucht. Das bedeutet, die Kids lenken sich mit den sozialen Medien ab, um nicht an unangenehme Dinge und Probleme in ihrem Leben denken zu müssen.

    Diese Zahlen sprechen für sich: 2,6 Prozent der Befragten sind bereits süchtig nach Social Media, Mädchen mit 3,4 Prozent etwas häufiger als Jungen (1,9 Prozent). Auf alle 12- bis 17-Jährigen in Deutschland hochgerechnet entspricht dieser Prozentsatz etwa 100.000 Betroffenen.

    Mädchen sind länger in sozialen Medien unterwegs als Jungen – im Schnitt knapp über drei Stunden pro Tag (Jungen: 2,5 Stunden pro Tag). Je älter die Befragten werden, desto mehr Zeit verbringen sie bei WhatsApp, Instagram und Co. Die Likes werden dann ganz schnell zur Sucht, Psychologen warnen: Die Internetgeneration betrachtet das eigene Leben zu sehr durch die Augen der anderen, weil die Außenwirkung das Allerwichtigste wird. Das kann sogar dazu führen, dass man ein zweites Ich für das Netz entwickelt, die Scheinwelt wird immer wichtiger als die reale Welt, weil man dort so sein kann wie man möchte. So verliert man immer mehr das Gefühl für sich selbst. Dazu kommt, dass man sich ganz oft für Follower in Szene setzt, die man gar nicht kennt, also Fremde und darüber dann die Freunde im echten Leben vergisst.

    Und noch einige unglaubliche Zahlen: 127 Todesfälle zwischen März 2014 und September 2016 sind auf Selfies zurückzuführen. Im Jahr 2015 starben mehr Menschen wegen eines Selfies als bei Hai-Attacken.

    40 Prozent der 18- bis 35-Jährigen suchen ihr Urlaubsziel danach aus, ob es sich auf Instagram besonders gut darstellen lässt oder nicht.  Nicht vergessen sollte man die Gefahren, die in den sozialen Netzwerken lauern: Menschen, die sich an Jugendliche heranmachen , oft anonym unter falschem Namen, die Gefahr von Mobbing , Hacker, die es auf unsere Daten abgesehen haben, aber auch Fakenews  und Filterblasen, also Nachrichten, die erfunden sind und die uns manipulieren sollen oder  weil uns unser Netzwerk durch seine Programmierung , die Algorithmen, so gut kennt, dass es genau weiß, was wir hören möchten und uns dann nur mehr diese Nachrichten schickt. Dann ist man sehr einseitig informiert und in weiterer Folge könnten das politische Parteien ausnützen, die Stimmung im Land und sogar Wahlen beeinflussen oder politische Gegner fertigmachen: Dirty campaigning nennt man das. Auch dazu gibt es eine Studie aus Österreich, die besagt, dass jeder Vierte unter 30 schon einmal Opfer von Hasspostings im Netz gewesen ist.

  • Andererseits kann die Jagd nach Likes ja auch Positives bewirken, man setzt sich Ziele und verfolgt diese, die Bilder von anderen können Motivation sein und viele Youtuber sind ja auch richtig berühmt geworden und haben mit ihrer Selbstinszenierung schon viel Geld verdient. Jeder Mensch hat doch das Bedürfnis, anerkannt zu werden und beliebt zu sein, das ist doch im echten Leben auch nicht anders.

    Soziale Medien fördern Kreativität

    Kinder können durch Texte, Bilder und Fotos die eigenen Gefühle und Gedanken zum Ausdruck bringen. Durch die Sozialen Medien schreiben sie auch viel mehr und gleichzeitig lernen sie den Umgang mit digitalen Tools und Geräten, was ja für ihr späteres Berufsleben sicher auch von Vorteil ist.

    Soziale Medien stärken Beziehungen

    Man kann mit Freunden und Familie in der ganzen Welt in Kontakt bleiben und in der Schule kann man sie nützen, um die Klasse immer informiert zu halten und versäumten Lernstoff oder Hausübungen an fehlende Mitschülerinnen und Mitschüler zu schicken - mit einem Klick.

    Soziale Medien fördern die Identitätsbildung

    Heranwachsende können soziale Netzwerke, Blogs und Messenger auch dazu nutzen, sich selbst darzustellen und dabei zu testen, was bei anderen ankommt und was nicht. Diese Rückmeldungen von Gleichaltrigen sind für die Identitätsbildung wichtig. Sie vermitteln das Gefühl, zugehörig zu sein. Auch bei ausgefallenen Interessen oder Hobbys findet man online schnell AnhängerInnen, mit denen man sich austauschen kann.

    Na, vielleicht sollten wir einmal ganz ehrlich zu uns selbst sein, einen Tag lang mitzählen, wie oft man aufs Handy schaut, wie viel Zeit man am PC, am Smartphone, im Internet , mit Spielen verbringt, besser die Quellen prüfen, die uns ihre News und Sensationen aufdrängen wollen,  und wahrscheinlich wäre es sogar mal gut, das Handy einen ganzen Tag lang ausgeschaltet zu lassen und zu prüfen, wie es einem dabei geht.