• Kunststoff-Folgen und Alternativen
  • anonym
  • 22.05.2021
  • Chemie
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Plastik im Meer

Jedes Jahr werden 300 Millionen Tonnen Plastik  hergestellt – vom Legostein bis zum Joghurtbecher, vom Gartenstuhl bis  zum Fischernetz, Fahrradreifen, Schutzbrillen, Autoteile, Handys, die  Flügel von Windenergieanlagen oder die Spritzen beim Arzt – die Welt ist  voller Plastik. Würde man all das Plastik auf Tieflader packen, ergäbe  das eine Kette, die dreimal um die Erde reichen würde. Wenn wir von Plastik sprechen, meinen wir eigentlich  Kunststoff. Kunststoffe heißen sie, weil sie in der Natur nicht  vorkommen und künstlich hergestellt werden.

Wenn wir Plastik benutzen oder verbrauchen, verrottet es nie ganz. Es  ist immer noch irgendwo auf der Welt. Wenn auch in einer anderen Form. Wenn Kunststoff in die Umwelt gelangt, kann er dort große ökologische Schäden anrichten. Viel Plastik gelangt irgendwann über Flüsse ins Meer. Dort schwimmt es  an der Wasseroberfläche oder sinkt zu Boden. Im Laufe der Jahre  zersetzt sich das Plastik in kleinere Teile. Nach vielen Jahren sind die  Teile nur noch wenige Millimeter klein. Mann nennt sie Mikroplastik.  

Eine Plastikflasche braucht ungefähr 400 Jahre um zu kleinem  Mikroplastik zu werden. Aber viele Fische, Muscheln und Krebse halten  das Mikroplastik für Nahrung. Plastik ist nicht verdaulich, deshalb  bleibt es im Magen hängen. Die Meeresbewohner aber denken, dass sie einen vollen Bauch haben und verhungern schließlich mit vollem Magen.  Auch andere Tiere leiden unter dem Plastik. Möwen zum Beispiel  verwickeln sich in Plastiktüten oder fressen auch das Plastik.

Aber auch auf dem Meer werden Abfälle eingetragen, zum Beispiel wenn ein  Fischernetz reißt oder absichtlich zurückgelassen wird und dann viele  Jahre "weiterfischt" – das nennt man Ghost fishing, das heißt soviel wie  Geisternetze. Dies kann eine große Gefahr für Meereslebewesen wie  Robben und Wale sein aber auch für Seevögel, die sich allesamt darin  verstricken und ertrinken können.

Seit einigen Jahren wird dazu geforscht, wie viel Müll es in den Meeren  der Welt gibt. Doch bis heute weiß das niemand ganz genau, weil es nur  schwer feststellbar ist. Bekannt ist: Plastik befindet sich mittlerweile  überall – sogar an Orten, an denen sich noch niemals Menschen aufgehalten haben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben  tatsächlich am tiefsten Punkt der Erde – dem Marianengraben – in 11.000  Metern Tiefe eine Plastiktüte gefunden. Und jedes Jahr kommen viele  Millionen Tonnen Plastikmüll in den Meeren weltweit hinzu. Umgerechnet  etwa so viel, als würde jede Minute eine komplette Lasterladung ins Meer gekippt.

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Aussage

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Jedes Jahr werden 400 Millionen Tonnen Kunststoff hergestellt.

Plastik wird eigentlich Kunststoff genannt, da es künstlich herstellte Materialien sind.

Überall auf der Welt findet man Plastik.

Mikroplastik heißt so, weil es sich um große Stücke Plastik handelt.

Eine Plastikflasche ist gut für die Umwelt, da sie sehr schnell verrottet.

Im Meer schwimmt so viel Plastik und es kommt jeden Tag rechnerisch eine Lasterladung Plastik hinzu.

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Ergänzt die Mind-Map mit den Informationen (Ursachen, Folgen) aus dem Text.
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Ihr habt jetzt einiges über die Folgen unseres Plastik-Verbrauchs für die Meere erfahren. Doch wie können wir in Zukunft die Menge an Plastik im Meer verringern und damit auch die Folgen für die Tiere minimieren?

Diskutiert zu zweit und erwickelt Ideen. Werdet konkret!
Was könnt ihr in eurem Leben ändern, damit weniger Plastik im Meeer landet?

Ergänzt diese Vorschläge in eurer Mind-Map.