Eine Polis war im antiken Griechenland eine Stadt mit eigenem Umland, die wie ein kleiner eigener Staat funktionierte. Es gab viele verschiedene Poleis, zum Beispiel Athen, Sparta, Korinth oder Delphi.
Merkmale einer Polis:
- Sie hatte eine eigene Regierung, eigene Gesetze und ein eigenes Heer.
- Das Zentrum war meist die Stadt mit dem Marktplatz (Agora) und einer Burganlage
auf einem Hügel (Akropolis).
- Zur Polis gehörten auch Dörfer und Felder im Umland.
- Die Einwohner waren oft stolz auf ihre Polis – sie fühlten sich eher als „Athener“ oder
„Spartaner“ statt als „Griechen“.
Wer lebte in der Polis?
- Vollbürger: freie Männer, die Land besaßen – sie durften mitbestimmen.
- Frauen, Sklaven und Fremde (Metöken): Sie durften nicht wählen oder politische
Ämter übernehmen.
Bevölkerung:
Die Bevölkerung im alten Griechenland bestand zum Großteil aus Bauern. Sie bauten Getreide, Oliven, Wein und Gemüse an und hielten Tiere wie Ziegen und Schafe. Mit ihrer Arbeit versorgten sie die Polis mit Nahrung und waren für das tägliche Leben sehr wichtig. Oft lebten sie außerhalb der Stadtmauer auf dem Land.
Handel:
Obwohl jede Polis politisch unabhängig war und eigene Gesetze hatte, trieben die griechischen Stadtstaaten viel Handel miteinander. Sie tauschten Waren wie Keramik, Wein, Öl, Metalle und Getreide aus. Auch mit anderen Völkern rund um das Mittelmeer handelten sie und gründeten sogar Kolonien in anderen Regionen, um den Handel zu erleichtern.


